Komm zu mir und wir sind nie mehr allein

Autor: Bina
veröffentlicht am: 13.06.2009




Als er nach dem Streit mit Emma nach Hause gekommen war, hatte die Eifersucht sich ohne Gnade in seinem Körper eingenistet. Er war außer sich vor Wut gewesen und wusste nicht wohin mit sich selbst. Er rannte in der Wohnung umher, auf der Suche nach etwas woran er sich von der Wut befreien konnte. In dem Moment hatte es an der Wohnungstür geklingelt. Paul war in dem Glauben Emma vor der Tür zu finden, die ihm einsichtig nachgelaufen war. Als er jedoch die Tür aufgerissen hatte, war es nicht Emma, sondern Noelia, die davor stand.
'Was willst du hier? Hast du mal auf die Uhr gesehen?' begrüßte er sie unfreundlich. 'Ich wollte dir die Auswertung der Umfrage vorbeibringen' 'und dich sehen'. 'Ist alles in Ordnung, du siehst gar nicht gut aus.' trat sie und gebeten ein und sah sich um. 'Ist seine Freundin gar nicht da?' fragte sie sich im Stillen. Die Neugier hatte den ganzen Tag an ihrer Seele genagt und sie musste unbedingt ihre Konkurrentin kennenlernen.Als sie sich zu ihm umdrehte und ihm de Hand auf die Wange legte, schloss Paul die Augen und stellte sich vor es wäre Emma. In dem Moment verspürte er solche Sehnsucht nach ihr, die beinah die Wut verdrängte. Ohne die Augen zu öffnen, machte er einen Schritt auf Noelia zu, in Gedanken bei Emma. Er wusste nicht mehr, wie das passieren konnte, aber er fand sich wenig später im Schlafzimmer wieder und es war Noelia die er küsste, berührte und nicht Emma mit der er schlief.
Für Noelia ging ein Herzenswunsch in Erfüllung. 'Er liebt mich also doch, so wie ich es mir immer erhofft hatte.' dachte sie, während sie in seinen Armen lag und seine Zärtlichkeiten genoss. 'Du bist ein großartiger Liebhaber, ich wurde noch nie so beglückt' raunte sie in sein Ohr, als er sie zum Höhepunkt brachte. In ihrem Rausch überhörte sie, dass er Emmas Namen stöhnte.
Wenig später lag sie erschöpft in seinen Armen. 'Wann wirst du Emma sagen, dass du sie verlässt?' Diese eine Frage holte Paul in die Realität zurück. Er sprang auf und stand schwer atmend vor dem Bett. Er sah Noelia nackt vor sich liegen und wusste was er angerichtet hatte. Sie lächelte ihn an und schlagartig wurde ihm bewusst, dass sie ihn liebte. 'Liebe... Emma' kam es ihm sofort wieder in den Sinn. 'Wie kommst du darauf, dass ich Emma verlassen würde? Das war ein großer Fehler, ich hab mich gehen lassen. Ich glaube es ist besser, du gehst jetzt.'. Noelia sah ihn entsetzt an. 'Aber, wir...ich denke du liebst mich. Du kannst doch nicht so hingebungsvoll mit mir schlafen ohne das du dabei Gefühle für mich hast. Das kaufe ich dir nicht ab. Du hast nur Angst, dir deine Gefühle mir gegenüber einzugestehen, stimmts?' sah sie ihn flehend an. Paul starrte zu Boden. 'Bitte geh jetzt. Ich will allein sein und Emma kommt sicher auch bald nach Hause.'
Emma schien das Stichwort zu sein. Noelia sprang auf und er konnte ihre maßlose Enttäuschung und die Trauer in ihren Augen sehen. 'Das kannst du mir doch nicht antun. Warum Emma und nicht ich. Wenn sie erfährt, dass du mit mir geschlafen hast, wird sie dich sicher eh verlassen. Also warum gehst du dem nicht vorweg und trennst dich gleich von ihr. Dann können wir beide zusammen sein.' 'Bist du so doof oder tust du nur so?' wurde Paul ausfallend. 'Ich liebe Emma und nicht dich. Krampfhaft versuchte er den erdrückenden Gedanken loszuwerden, dass er sie betrogen hatte.' 'Immerhin hab ich ja gedacht, ich hätte Emma in meinen Armen gehabt.' war der traurige Versuch, seine Schuld zu mindern. 'Und wie willst du deiner Emma das hier erklären?' wies sie auf sich beide, immer noch nackt. So sah er sie, eigentlich war sie schon sehr attraktiv, zwar nicht so wie Emma, aber doch nicht zu verachten.
'Emma muss davon nichts erfahren.' 'Oh doch das wird sie, dafür werde ich sorgen.' Liebe und Hass liegen oft dicht bei einander, ermahnte sich Paul. Emma dürfte auf gar keinen Fall davon erfahren und es hatte sicher wenig Sinn, Noelia davon zu überzeugen, alles für sich zu behalten. 'Also schön, was willst du? Wie kann ich dich davon abhalten, Emma davon zu erzählen?' Noelia sah ihn eine Weile lang an und nur zu gern hätte er gewusst, was in ihrem Kopf vorging. Sie kam auf ihn zu. 'Ich liebe dich und nehme alles was ich von dir bekommen kann.' sagte sie und legte bedeutungsvoll ihre Hand auf seine Männlichkeit. 'Aber eins steht fest, ich lass mich nicht einfach wegschubsen. Dafür hast du mir schon zu viel gegeben, als dass ich jetzt plötzlich so tun kann, als ob nichts geschehen wäre. Ich kann nicht einfach so weitermachen.' 'Was soll das heißen? Drück dich etwas klarer aus.' sah Paul sie an und hielt die Luft an, angesichts dessen, wo sich ihre Hand aufhielt.
'Deine Emma soll nichts von uns erfahren? Schön, wie du willst. Doch ich werde nicht wieder auf dich verzichten. Hast du eigentlich eine Ahnung, wie lange ich schon versuche, deine volle Aufmerksamkeit zu bekommen? Ich hab dir durch deine schwierige Zeit geholfen, war immer an deiner Seite, doch du hast mich nie richtig als Frau wahrgenommen. Alles was ich will, ist deine Liebe. Emma erfährt nichts, solange du in Zukunft genug Zeit für mich haben wirst.'
'Willst du allen Ernstes eine bedeutungslose Affäre sein?' Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und biss ihm schmerzvoll in die Unterlippe. 'Nein, ich werde deine Frau sein und Emma die Affäre.' 'Das ist doch krank, du willst, dass Emma die zweite Geige spielt? Aber offiziell wird nicht sie sondern du das sein. Du bist eine wunderschöne Frau und könntest jeden Mann haben den du willst. Das ist doch unlogisch. Ich will nichts von dir und du tust dir doch keinen Gefallen, einen Mann zu zwingen, der eine andere liebt.' 'Das ist mir egal, solange ICH weiß, dass wir einander gehören, spiele ich nach außen hin jede Rolle. Ich könnte jeden Mann haben den ich will? Nun, ich will nun mal dich und das wird sich nicht ändern. Ach und du willst nichts von mir? Das fühlt sich aber ganz anders an.' sagte sie und sah an seinem Körper hinab. Sie hatte ihn nicht einmal gestreichelt oder anders animiert. Ihre Hand lag einfach nur ganz leicht und ruhig auf seinem besten Stück und allein das hatte gereicht, ihn hart werden zu lassen. 'Lass es dir durch den Kopf gehen. Emma erfährt nichts von mir und uns wird schon einfallen, wie sie nichts davon mit bekommen wird, dass sie in Wahrheit gar nicht mehr die Frau an deiner Seite ist, sondern die zweite Geige.'
Allmählich wurde Paul bewusst, was er angerichtet hatte. ‚Wie soll ich das arrangieren? Noelia ist eine schöne Frau, doch wie ich jetzt weiß, unberechenbar.' Er sann eine Weile nach anderen Möglichkeiten, aber wenn er vermeiden wollte, dass Emma alles erfuhr, dann würde er mitspielen müssen. Das es manchmal einfacher war die Wahrheit zu sagen kam ihm gar nicht erst in den Sinn. Noelia hatte sich unter dessen angezogen.'Also schön, wie stellst du dir das vor?' fragte Paul. Sie kam freudestrahlend auf ihn zu. 'Wie wäre es als Auftakt, dass du mich in den Arm nimmst?' Er tat wie ihm geheißen. Er war noch immer nackt. 'Ich will spüren, dass du mich begehrst. Ich will einen Teil deiner Zeit ganz für mich allein, von mir aus auch immer bei mir.' Es gab so vieles mehr, was sie von ihm wollte, aber das behielt sie noch für sich. ‚Je mehr Zeit er intensiv mit mir verbringt, desto mehr wird er mir verfallen. Ganz tief in sich drin liebt er mich und diese Liebe werde ich pflegen, damit sie wächst. Früher oder später wird er Emma von sich aus verlassen und dann werde ich die einzige Frau an seiner Seite sein.' Sie schmiegte sich an ihn und atmete seinen Geruch ein. 'Wie wäre es, wenn du morgen Abend zu mir kommst. Ich koche und was und wir machen uns ein paar gemütliche Stunden.' 'Und wie bringe ich das Emma bei?' 'Dir wird schon was einfallen. Das ist mir egal, ich will dich morgen Abend bei mir haben.' Mit diesen Worten küsste sie ihn zum Abschied und strich absichtlich an seinem Schwanz vorbei. 'Davon kannst du so viel bekommen, wie du willst' flüsterte Noelia ihm ins Ohr und wandte sich zum gehen. Sie warf ihm eine Kusshand zu und verließ die Wohnung.
Paul ließ sich erschöpft auf sein Bett fallen, als sie weg war und in seinem Kopf spielten sich die letzten Stunden im Kopf ab. Je mehr er darüber nachdachte, desto verzweifelter wurde er. ‚Wie soll ich das nur überstehen? Ich kann doch Emma nicht die ganze Zeit etwas vormachen und sie immer mehr belügen. Aber die Wahrheit kann ich ihr auch nicht sagen, sie verlässt mich sofort.' Paul steigerte sich immer mehr in sein persönliches Problem, bis er das Gefühl hatte, es würde nie wieder einen Ausweg geben. Er neigte schon immer zu schweren Depressionen und er spürte förmlich, wie sich das große schwarze Loch vor ihm auftat und ihn hinein zog. In einer Mischung aus Verzweiflung und Wut schlug er wild um sich und zertrümmerte ein Glas auf dem Nachschrank. Überall Scherben. Er sah sie liegen und musste wieder an den zerbrochenen Blumentopf denken, den er in seiner Raserei bei Señor Ramirez zerschlagen hatte.
Dann kam Emma nach Hause und die Wut überschattete wieder sein Unrecht. Eins kam zum anderen und als sie sich ins Bad einschloss, war ihm alles zu viel. Die Scherbe kam ihm gerade Recht. Der erste Schnitt tat weh, war aber nicht tief genug. Doch Paul fühlte sich erleichtert, der Schmerz überflutete den emotionalen Absturz.

Das alles ging durch seinen Kopf. Emma hatte an seinem Bett gestanden, soviel hatte er schon mit bekommen. Er fühlte sich noch immer schrecklich und doch dachte er an Noelia.

Die kreative Phase hält an :) bin für jeden Hinweis, Kommentar oder Kritik dankbar :)







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