Komm zu mir und wir sind nie mehr allein

Autor: Bina
veröffentlicht am: 19.10.2008




Emma saß im Flugzeug und wartete darauf, dass die Türen sich öffneten und sie hinaus in ihr neues Leben schreiten konnte. Innerlich war sie das reinste Nervenbündel und die Gefühle überschlugen sich. Sie war aufgeregt, unruhig und unter all den Gefühlen versteckte sich auch ein wenig Angst, dass musste Sie sich eingestehen. Mit einem Kopfschütteln wischte sie ihre Zweifel beiseite im gleichen Augenblick wurde durchgesagt, dass die Passagiere nun das Flugzeug verlassen konnten. Es wurde ein angenehmer Aufenthalt gewünscht und Emma hoffte, dass es mehr als das werden würde. 'Wenn ich doch nur schon endlich vor ihm stehen würde' flüsterte sie sich selbst zu. Der Weg erschien endlos, das Warten auf den Koffer war fast eine Qual und der letzte Gang, war er der Weg ins Glück? Als sie ihn ein wenig zittrig entlang schritt hielt sie nach Paul Ausschau. Tausend Fragen purzelten in ihrem Kopf umher.Von weitem sah sie einen Mann stehen, von dem sie glaubte, dass es ihr Paul war. Der Wuschelkopf kam ihr von den Fotos nur zu bekannt vor. Als sie immer näher kam erkannte Emma ihn an seinen Augen. Sie strahlten ihr entgegen. Sie hatten sich im gleichen Augenblick erkannt. Ihre Schritte wurden schneller und schließlich fing sie an zu rennen. Mit einem Mal stand sie vor ihm. 'Er ist es, er ist es wirklich' dachte sie bei sich, zu Worten war sie nicht fähig. Auch er starrte sie an, als ob er eine Fatamorgana vor sich stehen hatte. Paul sah noch viel besser aus, als sie es sich mit seinen Fotos vor den Augen vorgestellt hatte. Er war um einen Kopf größer als sie, sie sah auf seine starken Arme, hinab zu seinen Händen, die unzählige Bilder geschaffen hatten und schließlich, als sie zu ihm aufblickte fanden sich ihre Augen.

Knappe zwei lange Jahre lagen hinter ihm und er dachte an die endlos scheinende Zeit zurück, die er darauf gewartet hatte, sie endlich bei sich zu haben, sie endlich in seine Arme zu schließen. Sie war um die halbe Welt gereist, hatte alles was ihr wichtig war zurück gelassen, um mit ihm, Paul, zusammen zu sein. Ein Koffer war übrig geblieben von dem Leben, was sie für ihn aufgab. Er würde alles dafür tun, um diese zarten und ehrlichen Gefühle von ihr, diese frische, klare Liebe nicht zu verlieren und würde sie pflegen, damit sie jeden Tag stärker werden konnte. Schon drei Stunden zu früh, nur um sicher zu gehen, dass er sie nicht verpassen würde, stand er am Flughafen. Endlos kamen ihm die Stunden vor und es erschien ihm fast unerträglich, obwohl er nun schon über ein Jahr darauf gewartet hatte, dass sie endlich zu ihm kommen würde. Dann war es soweit. An der Tafel las er, dass ihr Flugzeug gelandet war. Menschen liefen an ihm vorbei und er sah zu wie sich Familien begrüßten, wie sich Paare in die Arme schlossen und froh darüber waren, wieder zusammen sein zu können. Das brachte seine Gedanken sofort zurück zu ihr. Dann sah er eine junge Frau den Gang entlang kommen, mit langen hellbraunen Haaren, diesem einen Koffer in der Hand und als er ihr ins Gesicht sah, trafen sich ihre Blicke. `Das ist sie, sie ist hier` Augenblicklich lief sie schneller, fing an zu rennen und stand mit einem Mal vor ihm. Dieses Lächeln, die blauen Augen. Keiner von beiden sagte einen Ton, sie konnten sich nur ansehen, als ob sie beide Angst hätten, es wäre nur ein Traum. Ein kleiner und doch großer Schritt war noch zwischen ihnen und er tat ihn. Er hatte das Gefühl ER müsse es tun, denn ihr großer Schritt war es, zu ihm nach Peru zu kommen. Er tat diesen kleinen großen Schritt und sie fielen sich in die Arme. Und so standen sie, bis sie sich etwas von ihm entfernte und ihn ansah. Er sah in ihr Gesicht, um sich alle ihre Züge einzuprägen. Ihre blauen Augen, in ihnen versank er, ihre Stupsnase, von der er ahnte, dass sie sich kräuselte, wenn ihr etwas missfiel und ihre roten einladenden Lippen. Es erweckte in ihm den Wunsch diese Lippen zu küssen. Paul wollte ihren ersten Kuss mit ihr allein genießen, keine Menschen um sich haben. Deshalb riss er seinen Blick los und kehrte zurück zu ihren Augen. An ihrem Blick erkannte er, dass er sie die ganze Zeit angestarrt hatte und ein leichtes Lächeln zeigte ihm, dass sie wusste warum. Der kleine Schritt war getan und er stand ihr so nah, dass er ihren warmen Atem an seinem Hals spüren konnte. Wieder stieg in ihm das Verlangen auf, ihre Lippen zu kosten. Sie sah zu ihm auf und hob ihm ihren Mund entgegen und endlich, nach 19 Monaten, 2 Wochen, 3 Tagen und unendlichen Stunden, konnte er sie küssen. Ihre Lippen trafen sich sanft und zärtlich. Seine Arme lagen schützend um sie und er zog sie enger an sich. Keinem von beiden fiel auf, dass sie sich die Halle um sie herum immer mehr leerte. Er konnte nicht aufhören sie zu küssen und da sie keine Anstalten machte, fuhr er fort ihren Mund zu erkunden. Seine Zunge teilte leicht ihre Lippen und spielte mit der ihren. Es war wie ein Tanz, eine Begrüßung und er genoss es. Er wusste nicht, dass diese Art, diese intime Art von Kuss für sie neu war. Sie erschauerte und diese Reaktion weckte die Leidenschaft in ihm, die er bis dahin verdrängt hatte. Die Zärtlichkeit wich der Leidenschaft und Wildheit. Sein Verlangen nach ihr gewann wieder an Kraft, aber bevor er weiter darüber nachdenken konnte, hatte sie sich von ihm gelöst und sah ihn atemlos an.
'Finalmente mi sueño hace realidad - Mein Traum ist endlich zur Realität geworden.' Waren die ersten Worte die er zu ihr sagte welche sich für immer in ihr Herz brannten. Er würde nie ihren Blick vergessen, ihr Lächeln, dass wann immer es auftrat, die Augen erreichte und sie zum Leuchten brachte. Mein Gott wie sehr er sie liebte. Diesmal war sie es, die wieder auf ihn zutrat und er wusste, es geschah aus dem Wunsch heraus ihn wieder zu küssen. Aber die Realität um sie beide herum hatte ihn wieder eingeholt. Er nahm ihren Koffer in die linke und sie an die rechte Hand, gemeinsam gingen sie aus dem Flughafengebäude.

Als sie an die frische Luft trat, ließ sie ihr Tasche fallen und atmete tief ein und aus. Die Hitze schlug ihr entgegen, aber es machte ihr nichts aus. Paul beobachtete sie fasziniert und wartete ab, was geschah. Und schließlich sprach sie das erste mal mit ihm, hörte er seit Langem ihre Stimme nicht nur durchs Telefon. 'Der Flug kam mir wie eine Ewigkeit vor, ich hab das Gefühl gehabt ich würde nie ankommen. Am Schlimmsten war aber die Wartezeit. Ich hab mich in Geduld üben müssen.' Paul hörte ihr einfach nur zu, dieser wunderbaren warmen Stimme. Ihr Spanisch war an manchen stellen noch etwas holprig, aber er verstande jedes Wort, dass sie sprach. Ihr Akzent verriet, dass sie keine Einheimische war und sie war so etwas wie ein Exot hier. Und dann sagte sie etwas, was er schon etliche Male gelesen und auch selbst geschrieben hatte. Jedoch hatte er nicht richtig hingehört, denn ihm fielen die bewundernden Blicke der anderen Männer für sie auf. Auch sie lauschten ihren Worten und allein, dass sie nicht von hier war, machte sie interessant. Paul spürte die Eifersucht in sich aufsteigen, die für ihn fast unerträglich wurde. Also ging er weiter und zog sie hinfort mit sich, denn alles was er jetzt wollte, war zu Hause anzukommen und sie für sich allein zu haben. 'Vamonos - gehen wir' 'Was?' 'Vamos a casa' Er sah sie an und nahm ihren verwirrten Ausdruck wahr. Schlagartig wurde ihm klar, dass sie ihm etwas gesagt und er ihr nicht zugehört hatte. Dadurch wurde ihm auch bewusst, dass sie die anderen Männer, die sie ansahen, nicht wahrzunehmen schien. Und wahrhaftig, ein gutaussehender junger Mann lief ihnen entgegen und verschlang sie förmlich mit seinen Augen, aber seine anzüglichen Blicke entgingen ihr. Schließlich ließ die Eifersucht ein wenig nach und machte Platz für den Stolz den er nun für sie empfand. Also sagte er ihr, dass er zu Hause ankommen und ihr alles zeigen wollte und von diesem Gedanken getragen liefen sie weiter. Schließlich standen sie vor einer Haustür. 'Wie schön diese Stadt doch ist, das Leben scheint hier so einfach zu sein.' 'Es ist einfach, wenn man noch nicht Teil davon ist.' Seine Worte kamen härter hervor, als erbeabsichtigt hatte, aber Emma war noch immer von dem Charme dieser Stadt hingerissen. Fast erleichtert nahm Paul war, dass sie seine Bemerkung nich mitbekommen hatte.Als er die Tür aufschloss, wusste sie, dass sie nun angekommen war, wo sie leben würde. In der Wohnung sah sie sich um. Er stellte ihren Koffer ab, nahm sie wieder bei der Hand und führte sie herum. Es war eine kleine Wohnung, aber für ihr gemeinsames Glück genau passend. Die Küche war geräumig und gefiel ihr sofort. Hier würden sie gemeinsam kochen und sich beim Essen von ihrem Tag erzählen. Sie war gut eingerichtet, ein Tisch stand am Fenster und war mit zwei Stühlen versehen. Dann gingen sie weiter zum Wohnraum. Er war etwas kleiner als die Küche, sehr warm und gemütlich eingerichtet. Ein heller, flauschiger Teppich lag auf dem Boden, ein Schrank mit allerlei Bildern, an denen sie erkannte, dass sie aus seiner Kreativität entsprungen waren. In der Ecke unter dem Fenster stand ein kleiner Schreibtisch auf dem kaum Platz war, weil er von Zeichenutensilien überhäuft war. Ein Bilderrahmen über dem Schreibtisch an der Wand fing ihren Blick ein. Sie ging hin und war erstaunt. 'Das sind ja Bilder von mir.' 'Si, die haben mir das Warten etwas erleichtert.' Über dieses ehrliche Gefühl freute sie sich und ging mit ihm weiter. Das Bad war auch sehr klein, aber eine Badewanne hatte darin Platz und alles was sonst in ein Bad gehört fand sie darin vor. Sie war gerührt, als sie sah, dass schon ein Zahnputzbecher für sie bereit stand und als sie den Spiegelschrank öffnete fand sie die eine Hälfte leer vor, die wohl für sie vorgesehen war. Ein Zimmer war nun noch übrig, das Schlafzimmer. Augenblicklich spürte sie innere Wärme in sich aufsteigen und folgte ihm. Auch er war innerlich unruhig als er mit ihr auf das Schlafzimmer zuging. Er öffnete ihr die Tür und ihr stockte der Atem. Sie fand sich in einem Raum der Träume wieder. Ein Bett stand an der Wand und war umgeben von einem großen Moskitonetz. Überall standen kleine Kerzen, die nur darauf warteten ihr romantisches Licht zu verbreiten. Das Bett war gerade groß genug für zwei Personen und gab den Eindruck wieder, dass es nicht viel Platz für jeden einzelnen darin hergab.
Er stand hinter ihr und beobachtete sie. Für ihn war dies das Zimmer in dem er sie seine ganze Liebe spüren lassen wollte, das Zimmer in dem er der Erste sein würde, der sie berührte. Diese Gedanken riefen erneut das Verlangen nach ihr hervor. Er begehrte sie und wollte sie so sehr, dass er sich zusammenreißen musste, nicht hier und jetzt über sie herzufallen. Sie sah das Bett an und dachte daran, wie oft sie geträumt hatte, wie sie sich lieben würden. Schnell drehte sie sich weg, konnte jedoch die Gedanken daran nicht abschütteln. Sie ging auf ihn zu, da er in der Tür stand. In Gedanken purzelten ihr alle möglichen spanischen Vokabeln durch den Kopf und sie suchte nach Ausdrücken, die ihren Gefühlen gerecht wären. Aber momentan war sie zu überwältigt um auch nur einen klaren Gedanken fassen zu können. 'Es ist wunderschön und sehr romantisch'. Sie sprach in ihrer Muttersprache zu ihm. Paul konnte ihre Worte nicht verstehen, jedoch konnte er spüren, was sie ihm versuchte zu sagen. Er nahm sie in seine Arme und hielt sie einfach nur fest. Dann hörte er sie zwei Worte sagen, die er schon oft gelesen und ihr auch selbst geschrieben hatte. 'Te amo' hallte es in seinem Kopf wieder und nun fiel ihm auch wieder ein, dass sie genau diese Worte bereits in der Stadt gesagt hatte. Seine Gefühle überschlugen sich, sein Herz quoll über vor Liebe zu ihr und sein Verlangen nach ihr brach sich seinen Weg durch seinen Körper. Er hob ihren Kopf und schloss ihren Lippen mit einem Kuss, einem Kuss in dem er sein Begehren nicht verbergen konnte. Sie spürte es, sie hatte das gleiche Gefühl. Hätte sie geahnt, was sie mit ihren Worten anrichten würde. Doch nun spürte sie nur diese aufrollende Hitze zwischen sich beiden und erwiderte seinen Kuss mit genau der gleichen Leidenschaft und Hingabe die er ihr entgegenbrachte. Sie steigerten sich immer mehr hinein, keiner von beiden konnte die Gefühle unterdrücken. Paul war sich bewusst, dass es sehr gewagt war, was er hier tat. Aber er hatte sich an all die Nächte erinnert, in denen er sich nach ihr gesehnt hatte und die Träume ihn bald wahnsinnig gemacht hatten. Er machte ein paar Schritte in Richtung Bett, dirigierte sie. Die Grenze kannte er nicht und er wusste nicht, ob es eine gab, aber sobald er spüren würde, dass es zu weit für sie ging, würde er sich zurückziehen. Das wollte er zum Mindest versuchen. Es fehlten nur noch wenige Schritte, die er tat, und sie waren beide am Bett angelangt. Sie presste sich an ihn und ihre Zungen spielten immer wilder miteinander. Er ließ seine Hände über ihren Rücken gleiten und ließ sie auf ihrem Po liegen. Er zog sie immer mehr zu sich heran. `Er ist erregt, ich kann ihn fühlen`, teilte ihr ihre innere Stimme überflüssiger Weise mit. Seine Lippen wanderten an ihren Hals und gaben ihr Gelegenheit Luft zu holen. Dabei tat er noch einen Schritt, der veranlasste, dass sie beide auf das Bett fielen. Sie spürte das Gewicht seines Körpers, doch bevor sie anfing nachzudenken, zog sie seinen Kopf wieder zu sich hinab um wieder seine Küsse zu spüren. Den Gefallen tat er ihr nur zu gern. Es hatte den Anschein, als wäre dies die letzte Gelegenheit zusammen zu sein, so groß schien der Hunger nach dem Anderen. Er wollte sie berühren, sie streicheln und rückte ein Stück von ihr ab. Seine Hand ruhte nun auf ihrer Brust, doch da er sich keineswegs sicher war, wie sie reagierte, streichelte er sie zunächst nur ganz sanft. Ein leises Stöhnen entrann ihrer Kehle und erregte ihn noch mehr. Er ließ seine Hand langsam unter ihr Oberteil gleiten und begann sie zu liebkosen. Ihr Atem wurde schwerer. Als sie seine Berührung spürte, innere Hitze und Unruhe machten sich in ihr breit. Sie hörte sich selbst stöhnen und spürte seine Erregung. Langsam erwachte sie aus der Art Trance, in die seine Küsse sie versetzt hatten. Sie genoss es, als er ihre Brüste streichelte. `das geht zu schnell, ich bin doch gerade erst angekommen und wir haben uns gerade erst gefunden` warnte sie ihre innere Stimme. Jetzt war sie wieder völlig klar. Sie gebot seiner Hand Einhalt und sah ihn an. Paul erkannte, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war und so schwer es ihm auch fiel, er wusste es war zu früh. Er sah sie noch immer schwer atmen und erwartete, dass sie aufstehen und das Schlafzimmer verlassen würde. Er sah sie an, sah wie sich ihre Brust schnell hob und senkte. Schließlich war er es, der es tat, denn er wusste nicht wie lange er sonst noch hätte sich zurückhalten können.

Fortsetzung folgt!

Würde mich sehr über Kommentare freuen.
Liebe Grüße







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