Moonlight Shadow - Bei Vollmond bist du tot Teil 3

Autor: Belladonna
veröffentlicht am: 17.01.2008




Er hätte es schon wieder fast vermasselt. Überschätzte er sich selbst, oder unterschätzte er das Mädchen? Vielleicht beides. Bisher war er immer der Schlauere gewesen, seiner Beute immer fünf Schritte voraus. Diesmal schien er eine würdige Gegnerin gefunden zu haben. Dadurch, dass sie immer eingesperrt wurde, hatte er sich dem Irrglauben hingegeben, sie sei weltfremd. Doch das war sie nicht, ganz im Gegenteil. Sie schien ihm durchaus ebenbürtig zu sein, das hatte er an ihrer Reaktion gemerkt. Jeder andere Mensch hätte geschrien oder wäre in Ohnmacht gefallen, wenn mitten in der Nacht ein wildfremder vor dem Fenster gehangen hätte. Sie nicht, sie hatte ihn zwar verblüfft, aber dennoch vollkommen ruhig angesehen und war sogar zum Fenster gegangen um selbiges zu öffnen. Er durfte sich ab jetzt keine Fehler mehr leisten, ansonsten würde er sein Opfer noch vorwarnen und es so zur Vorsicht treiben. Das sollte nicht passieren. Er würde seine Taktik ändern müssen, aber er musste auch zugeben, dieses junge Mädchen faszinierte ihn. Er hatte schon einiges gehört, doch die Wirklichkeit übertraf alle Gerüchte.

In dieser Nacht schlief Gwen schlecht. Lange Zeit hatte sie noch wach gelegen und über diesen seltsamen Mann nachgedacht. Er war ihr irgendwie unheimlich und doch hatte er etwas sehr anziehendes an sich gehabt. Zu gerne nur hätte sie mit jemandem ernsthaft darüber reden, doch mit wem? Mit ihren Eltern konnte sie nicht reden und Loreen?, nun, die würde es entweder wahnsinnig aufregend finden, oder ihr sagen, dass sie da den Mörder gesehen hatte und wohl sein nächstes Opfer wäre. ‚Mal so nebenbei betrachtet', fand sie ,hörte sich das eigentlich gar nicht so abwegig an. Welcher normale Mensch kletterte denn schon nachts auf fremde Fenstersimse?'
Nach langem hin und her befand sie es für das Beste, sich vorerst über diesen Vorfall auszuschweigen und nicht mehr darüber nachzudenken. Bald fielen ihr die Augen zu und sie fiel in einen unruhigen Schlaf. Zum ersten Mal seit vielen Jahren träumte sie wieder etwas. Sie hatte einen schrecklichen Albtraum. Gwen stand plötzlich in einem nur spärlich erleuchteten Kaminzimmer. Vor sich sah sie zwei Gestalten. Eine drehte ihr den Rücken zu, die andere konnte sie genau erkennen. Sie erschrak, dort vor sich sah sie ihren neuen Lehrer stehen. Herrn Falkner. Die beiden schienen sich zu unterhalten, den Stimmen nach zu urteilen, war auch die andere Person ein Mann. Zuerst kam es Gwen so vor, als würde sie alles wie durch Watte hören, doch nach und nach verstand sie deutlicher, was die zwei redeten.'Du solltest vorsichtiger werden. Wenn du sie weiter erschreckst, dann wird sie noch vorsichtiger werden. Vielleicht verlierst du sie dann und musst dir eine andere aussuchen.' sagte Herr Falkner.
'Ja Robin, ich weiß. Sag mal, wie stehts denn eigentlich mit dir und den Frauen?' fragte der Unbekannte gehässig.
'Du weißt genau, dass alle Frauen sterben, die ich liebe oder lieben könnte. Also fang nicht immer wieder davon an, Ian!' antwortete Herr Falkner mit vor Wut zitternder Stimme. ‚Robin Falkner? Das muss ich Lori erzählen, die kippt aus allen Latschen' dachte sich Gwen. ‚Andererseits, vielleicht doch besser nicht.' Gwen hatte zwar keine Ahnung, wo von die Männer eigentlich sprachen, aber es klang nach nichts Gutem.
'Hey, bleib locker. Du musst mich ja nicht gleich so anschnauzen. Trägst du den Ring deshalb?' fragte der Mann, den ihr Lehrer Ian genannt hatte.
'Ja, es ist besser so. ich will nicht das meinetwegen noch mehr Frauen sterben müssen.''Na super. Und was ist mit mir? Ich will das auch nicht mehr. Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, diesen verdammten Fluch wieder loszuwerden! Glaub mir, ich würde es tun, was auch immer es ist.'
'Ja, Ian, ich glaube dir, ich würde auch gerne wieder frei davon sein, aber so leicht macht sie es uns leider nicht. Sag mal, was hast du damals eigentlich mit Donna gemacht?'
'Du meinst, bevor du spurlos verschwunden bist? Oder meinst du danach?'
'Na danach natürlich. Sie war tot, so viel war mir klar, aber ich wollt immer mal wissen, was du mit ihrer Leiche gemacht hast.'
'Sie liegt auf dem Friedhof. In einem wunderschönen Steinsarkophag.'
'Draußen?!' fragte Herr Falkner fassungslos.
'Nein du Depp, drinnen natürlich. Unten in der Gruft.'
'Ach so. ich dachte schon...' plötzlich verstummte er. Er sah genau in ihre Richtung. Hatte er Gwen etwa gesehen? 'Dreh dich mal um.' Meinte er auf ein mal.
Und als der Mann, der ihr die ganze Zeit über den Rücken zugekehrt hatte, sich umdrehte, da stockte Gwen vor Schreck der Atem. Es war das selbe Gesicht, welches sie vor ihrem Fenster gesehen hatte. Diese Lippen, die aristokratischen Gesichtszügen und dann diese Augen! Gwen hatte das Gefühl ins Bodenlose zu fallen. Tiefer und immer tiefer hinab in die Dunkelheit. Mattgraue Augen starrten sie an, unendlich tief und erotisierend und doch von einer Kälte erfasst, dass Gwen sich in einem Eisschrank zu befinden glaubte. Sah er sie etwa? Sie konnte es nicht sagen, hatte keine Ahnung, was hier gerade passierte oder passiert war, denn plötzlich wachte sie zu Hause in ihrem Bett schweißgebadet und vor Angst zitternd auf.

'Hast du das auch gesehen?' fragte Robin seinen Freund.
'Du meinst diesen Schatten? Ja, den habe ich auch gesehen.'
'Was hat das zu bedeuten?'
'Das heißt, dass sie jetzt Jagd auf uns machen werden. Die Kleine scheint ungeahnte Fähigkeiten zu besitzen.'
'Ian, was meinst du damit? Was war das?'
Aber Ian war in Gedanken schon ganz weit weg von hier. An einem Ort, der sich ganz in der Nähe befand, von dem ihn aber 200 Jahre trennten.

Schwer atmend saß Gwen kerzengerade in ihrem Bett. ‚Was war denn das bitte?' fragte sie sich. So etwas war ihr schon seit Ewigkeiten nicht mehr passiert. Sie war wieder im Traum gereist. Aus Erfahrung wusste sie, dass sich dieses Gespräch wirklich ereignet hatte und zwar gerade eben. Sie hatte alles mit anhören können, aber hatten die beiden Männer sie auch sehen können? Viele Jahre waren seit dem letzten ihrer Träume vergangen. ‚Warum fing es jetzt wieder an?' fragte sie sich verzweifelt. Gwen hatte absolut keinen Einfluss auf das, was sie träumte. Manchmal kam es ihr vor, als würde irgendeine höhere Macht ihre Gedanken lenken, und das, obwohl sie überhaupt nicht gläubig war. Zumindest nicht christlich. Gwen hatte keinen Schimmer, worüber genau die beiden Männer erzählt hatten, aber sie wusste, dass der eine von ihnen mindestens eine Frau umgebracht hatte. Eine gewisse Donna. Wenn sie doch nur noch ein bisschen länger hätte lauschen können, dann hätte sie vielleicht noch etwas mehr rausgefunden. Aber sie wusste auch so instinktiv, dass sie sich in Gefahr befand. Der Mann, den ihr Lehrer Ian genannt hatte, beobachtete sie und was sie in seinen Augen gesehen hatte, verhieß nichts Gutes.

‚War es wirklich das Mädchen?' fragte sich Ian schon bestimmt zum hundertsten Mal auf seinem Weg zum alten Denkmal. ‚Eigentlich war es nicht möglich. Wenn sie eine wäre, dann hätte sie ihr doch davon erzählt. Oder will sie mich sehenden Auges ins offene Messer laufen lassen?' schon bald merkte er, dass er sich mit auf die Fragen konzentrierte, die in seinem Kopf umherschwirrten, denn auf den Weg. Mit einer unwirschen Bewegung verscheuchte er die lästigen Biester aus seinem Kopf und ging zügig weiter. Ian kam seit Donnas Tod sehr oft hier hoch. Auf dem alten Hügel kniete er sich zu Fuße des großen Kreuzes und betete. Flehte Gott um Vergebung an und bat um die Erlösung von diesem schrecklichen Fluch, der ihm so viel Kummer und Leid gebracht hatte. Auch heute war er wieder hier hoch gekommen, auf den Hügel, um zu beten. Möge Donnas Seele sich im Paradies befinden. Inständig hoffte er, dass sie ihn, wo immer sie auch war, nicht sehen konnte. Nicht sehen konnnte, was er tat, immer und immer wieder und wie sehr es ihn kaputt machte. Früher war er ein stolzer Ritter gewesen, heute war er ein Mörder und ein Wrack.
'Gott hilft keinen Mördern! Er vergibt ihnen auch nicht, ja, er hört sie nicht einmal an!' hörte er ihre höhnische Stimme in seinem Kopfe widerhallen. Das machte sie jedes Mal, wenn er her kam um allein zu sein. Sie verspottete ihn.

'Hey, Morgen Gwen!'
'Morgen, Morgen' murmelte diese nur geistesabwesend.
‚Gott war sie heute blass. Was war nur passiert?' fragte sich Loreen besorgt.
'Mir geht's gut. Wirklich.'
'Sicher? Sag mal, woher wusstest du eigentlich, dass ich mir Sorgen mache? Ich habe dir nichts davon gesagt.'
'Aber gedacht hast du es!' erwiderte Gwen.
'Ja schon, aber seit wann kannst du denn meine Gedanken lesen?'
'Schon immer, ich habe es dir nur nie gesagt.'
'Bitte?!' verdutzt starrte Loreen ihre Freundin an.
'Ja nun guck nicht son ungläubig. Ist so!'
'Ja, aber wieso...'
'Ich habe keine Ahnung, ist halt so. du Loreen, ich muss dir was ganz wichtiges erzählen. Bitte schwöre mir, dass du niemals irgendjemandem auch nur ein Sterbenswörtchen davon erzählen wirst.'
'Jaja, ich.. ja!' stotterte Loreen noch ganz von der Rolle.
'Also, ich hatte, als ich noch jünger war, Träume. Keine gewöhnlichen Träume, so wie du jetzt denkst, nein. Sie waren anders, ganz anders. Ich bin im Traum praktisch gereist. Ich stand plötzlich mit anderen Leuten in einem Raum und hörte ihre Gespräche. Gespräche, die genau zu dem Zeitpunkt des Traumes stattfanden. Ich weiß nicht warum und wie, aber es war so. Ich habe nie herausgefunden, wie es kam, dass ich so etwas konnte, aber eines Tages hörten sie ganz plötzlich auf und jetzt sind sie wieder da. Ich war gestern mit bei einem Gespräch zwischen Herrn Falkner und einem anderen Mann, den er Ian nannte.''Du hast ein Gespräch von Herrn Falkner belauscht?'
'Nicht belauscht, miterlebt. Er heißt mit Vornamen übrigens Robin, das mal dazu, aber jedenfalls bin ich bei dem Anblick des anderen Mannes beinahe tot umgefallen vor Schreck.''Wieso das denn?'
'Na ich habe dir doch erzählt, dass gestern jemand an der Wand unter meinem Fenster war. Letzte Nacht wollte ich das Fenster öffnen und sah mich plötzlich einem fremden Mann gegenüber. Er war wahnsinnig attraktiv, aber ich war echt erschrocken. Eine Weile starrte er mich einfach nur verblüfft an, als ich dann aber das Fenster öffnen wollte, verschwand er im Wald. Und genau diesen Mann habe ich in meinem Traum gesehen. Ian heißt er und was ich so aus dem Gespräch mitgekriegt habe, hat er eine Frau namens Donna umgebracht.''Oh mein Gott...' hauchte Loreen entsetzt. 'Er ist bestimmt dieser Vollmondmörder.''Ach, red doch keinen Unsinn. Kein Mensch könnte einen anderen Menschen einfach so zerfleischen. Und so weit ich das richtig verstanden habe, dann hat das Monster die Frau mit seinen eigenen Zähnen verfetzt., das kann kein Mensch. Dafür ist der Mund des Menschen einfach nicht groß genug. Es sei denn natürlich, es ist ein Schlangenmensch, der seinen Kiefer aushebeln kann.'
'Na das erscheint mir nun wirklich nicht gerade wahrscheinlich.' meinte Loreen skeptisch.'Siehst du...' erwiderte Gwen lachend.
'Naja, ich an deiner Stelle wäre trotzdem etwas vorsichtiger in nächster Zeit.'
'Das wird ich auch, das wird ich auch. Mach dir mal keine Sorgen um mich. Ich werde das schon irgendwie hinkriegen.'
'Okay, ich habe nur Angst, meine beste Freundin zuverlieren.'
'Das wirst du nicht, hoffe ich...' stirnrunzelnd blickt Gwen auf den matschigen Boden.'Was hast du denn auf einmal?' fragte Loreen sie ratlos.
'Da, guck doch mal. Diese Spuren da im Boden. Sieht unheimlich aus, nicht?' sagte Gwen und zeigte auf ein Paar relativ große und verdammt frische Spuren im Dreck. Es hatte erst vor wenigen Stunden aufgehört zu regnen und diese Spuren konnten noch nicht alt sein. Außerdem, wer benutzte denn schon diesen alten Waldweg? Ein plötzlicher Schauder überrannte Loreen. 'Lass uns bitte ganz schnell weiter gehen. Ich fühle mich hier irgendwie nicht sehr wohl.'
'Ist in Ordnung, lass uns gehen. Vielleicht sind sie ja während des Regens entstanden.'Aber das waren sie nicht. Gwen wusste es besser, mit Spuren kannte sie sich aus. Diese hier, das sagte ihr ihr siebenter Sinn, waren noch taufrisch. Das Wesen, was auch immer es war, konnte erst vor wenigen Minuten hier entlang gegangen sein. Vielleicht hatte es sogar ihr Gespräch belauscht?

‚Verdammt, sie war tatsächlich dagewesen. Doch warum nur hatte er nichts von ihrer Fähigkeit geahnt?' fragte sich Ian. Eigentlich war es egal, ob sie nun eine Seherin war, oder nicht. Dieser Umstand würde die Jagd erschweren, aber nicht verhindern. Er würde sie kriegen. Er musste sie kriegen. Er würde ihn anrufen müssen. Er müsste mit ihr reden.

Robin Falkner parkte gerade seinen Wagen vor der Schule, als sein Handy klingelte. ;Man hatte aber auch nur Ärger mit seiner Verwandtschaft!' schnaubte er wütend.
'Falkner'
'Rob? Ich bin's. wir haben ein Problem!'
'Ach du, Ian. Was heißt wir?'
'Naja, ich habe eines. Sie ist eine Seherin.'
'Eine WAS?!'
'Eine Seherin, du Depp. Verdammt, sie hat unsere Gespräch gestern mitgekriegt. Ich weiß nicht, ob sie jetzt gewisse Maßnahmen zu ihrem Selbstschutz ergreifen wird, aber sie ist verdammt schlau. Ich würde ihr sogar zutrauen, dass sie mein kleines Geheimnis aufdenkt, bevor ich sie beim nächsten Vollmond ausschalten kann.'
'Oh Gott, wenn ich das geahnt hätte, dann wäre ich schon viel früher wieder nach Hause gekommen.'
'Du hast doch keine Schuld an alldem Rob. Sie ist schuld, sie und ihr verdammter Fluch!''Ja In. Wie kann ich dir helfen?'
'Rede mit ihr, aber sprich sie bloß nicht auf den Vorfall an, sie darf nicht wissen, dass wir wissen, dass sie da war. Aber pass auf, sie kann Gedanken lesen, zumindest zeitweilig und auch nur die ihres Gesprächspartners.'
'Ah, woher...? Ach so, ich hatte schon wieder fast vergessen, dass du das ja auch kannst.''Ja, ich muss jetzt Schluss machen, sie werden gleich da sein. Ich rufe dich wieder an, oder melde dich bei mir oder...'
'.. ich komme einfach bei dir vorbei.'
'Aber pass auf, dass du nicht bei Vollmond vorbeischaust. Du weißt, ich kann dann für nichts garantieren.'
'Ich weiß, ich werde vorsichtig sein.'
'Ist gut. Noch was Rob, ich hab es dir gestern nicht mehr gesagt, aber ich freue mich, dass du wieder hier bist. Viel zu viele Jahre sind seit unserer Kindheit vergangen.'
'Du hast recht, es waren eindeutig zu viele Jahre. Ich freue mich auch, wieder hier zu sein. Machs gut , Ian!'

Gwen hatte beschlossen Herrn Falkner vorerst einmal aus dem Weg zugehen. Sie wusste nicht, ob die beiden Männer sie gestern Nacht bemerkt hatte, aber sie vermutete schon. So war es das Beste, ihrem Lehrer erst einmal etwas aus dem Weg zu gehen. Zumindest vorerst, bis sie genaueres wusste. Sie hatte Loreen gebeten ihn ein weinig auszuhorchen, mal sehen, was sie heraus finden würde.

'Ach guten Tag Herr Falkner!'
'Guten Tag, Loreen. Was machst du denn hier?'
'Ich gehe zur Schule. Nein, scherz beiseite, das natürlich auch, aber eigentlich bin ich hier, um Gwen bei Ihnen zu entschuldigen. Sie fühlt sich nicht so gut und ist deswegen schon nach Hause gegangen. Sie darf ja sowieso nicht länger nach der Schule hierbleiben.'
'Aha, ich hätte aber ganz gerne mal mit deiner Freundin gesprochen.'
'Sie können es ja mir sagen und ich richte es ihr aus. Wissen Sie, wir sind beste Freundinnen und wir erzählen un immer alles.'
‚Aha, alles also, dann wusste sie also auch schon davon...'
'Aja, naja trotzdem, das muss ich Gwenaell schon persönlich sagen. Sie kann es dir ja dann erzählen, aber das ist erst einmal streng vertraulich.'
'Ach schade,' enttäuscht zog Loreen ein Schnute und wandte sich ab. 'Guten Tag noch Herr Falkner.'
‚Na das war ja ein tolles Gespräch gewesen. Gwen wird bestimmt sauer auf mich sein, weil ich nichts herausfinden konnte.'

'Und?' fragte Gwen neugierig.
'Nichts, er wollte mir nichts sagen.'
'So ein Mist. Vielleicht weiß er ja doch, dass ich da war, ich meine, immerhin hat er die ganze Zeit in meine Richtung geschaut.'
'Ich denke er hat diesen Ian angesehen?'
'Ja, das auch, aber der stand ja mit dem Rücken zu mir, praktisch vor mir. Es würde mich also nicht wundern, wenn er mich gesehen hätte.'
'Hm, und wie willst du das rauskriegen?'
'Keine Ahnung, vielleicht erstmal abwarten und Tee trinken, mit viel Zucker. Ich muss jetzt jedenfalls schnell nach Haus.'
'Ja, ist okay. Bis Morgen, Gwen.'
'Ja, bis Morgen.'

'Das war ja wirklich merkwürdig.'
'Ja, ich weiß, aber vielleicht hat sie ja doch Verdacht geschöpft.'
'Möglich, Rob, möglich, leider nicht unmöglich. Aber wir sollten den Sand nicht in den Kopf stecken...was?' fragte Ian verblüffte, als Robin plötzlich herzhaft zu lachen anfing.
'Es heißt: den Kopf in den Sand stecken' quälte er sich unter lachen hervor.
'Na und? Was ist daran jetzt so komisch? Manchmal versteh ich dich echt nicht...'
'Naja, als ich versteh dich manchmal auch nicht, aber ich fand das jedenfalls lustig. Weißt du, Ian, es ist lange her, seit ich das letzte Mal gelacht habe. Und beim letzten Mal, war eine Frau der Grund dafür.'
'Was ist jetzt mit ihr?'
'Sie ist tot, wie all die anderen vor ihr auch.'
'Tut mir leid. Hast du sie geliebt?'
'Ich hatte sie sehr gerne. Komisch eigentlich, Gwenaells Freundin hab ich eigenartigerweise auch ziemlich gern. Obwohl sie doch so viel jünger ist als ich.'
'Rob, egal in welche Frau du dich jemals verlieben solltest, sie wird immer so an die 200 Jahre jünger sein als du.'
'Hast recht, aber man sieht's mir doch nicht an, oder?'
'Nein. Und mir?'
'Nein, Ian. Du bist immer noch der Schwarm aller Frauen, Herzensbrecher Nummer eins und das seit über 200 Jahren!'
'Ist schon eine ganz schöne Leistung, ne?'
'Oh ja, schaff das als Mann mal!'
Die beiden Männer ulkten noch eine Weile herum, dann verabschiedeten sie sich für den heutigen Tag und Ian machte sich auf den Weg. Er würde Gwen noch ein Weilchen beschatten müssen. Vielleicht konnte sie ihm doch noch gefährlich werden.

Tut mir leid. Ist heute ein bisschen kurz geworden, aber ich muss noch bissl was für die Schule machen. Ich weiß leider auch noch nicht, wann ich den nächsten einstellen kann. Ich werds versuchen, bis Morgen fertig zu werden, aber seid mir bitte nicht böse, wenns doch erst Freitag wird.... Viele liebe Grüße, Steffi...







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