Es kommt anders als man denkt - Teil 7

Autor: Maeggaey
veröffentlicht am: 16.01.2012


Ich machte große Augen und mein Mund klappte auf. Das musste er als gutes Zeichen wahrgenommen haben, da er mich angrinste und sich total entspannt hinlegte. Mit einem Klopfen neben sich bedeutete er mir, dass ich mich neben ihn legen sollte. Was ich auch ohne zu zögern tat. Vorsichtig legte ich mich neben ihn und schaute ihm in die Augen. Sie waren wunderschön und leuchtend grün. Zaghaft legte ich meine Hand auf seine Wange. Dann fuhr ich mit ihr durch sein schwarzes, dichtes Haar, über seine durchtrainierten Arme, seine muskulöse Brust und wieder über seine Wange.
»Dieses Mädchen würde liebend gerne mit dir zusammen sein und würde gerne hier schlafen. Wenn du es erlaubst.« Flüsterte ich und küsste ihn auf die Wange.
»Das Mädchen darf auf jeden Fall hier schlafen. Ich würde dann mal sagen, dass wir uns erst einmal umziehen bevor wir in Kleid und Anzug einschlafen. Natürlich nur wenn es genehm ist my Lady.« Erwiderte er, richtete sich auf und ging zur Tür. »Klamotten sind unten links im Schrank.« Sagte er bevor er raus ging. Ich ging zum Schrank und suchte mir Sachen raus. Aber nur ein T-Shirt, da es mir sowieso viel zu groß sein würde. Er war zwei Köpfe größer als ich. Also würde das schon alles verdecken. In der Annahme, dass ich mich bereits umgezogen hatte, kam er zehn Minuten später rein. Erschrocken drehte er sich um und begann Entschuldigungen zu stammeln.
»Du brauchst dich nicht umdrehen. Mir reicht das T-Shirt. Und ich wusste gar nicht, dass du dieses Jahr auf Deichbrand warst. Ich habe dich da gar nicht gesehen.« Sagte ich während ich auf ihn zu ging. »Erklär mir mal, warum du kein Armband von Deichbrand trägst.«
»Nun ja… Die haben es zu locker gemacht. Und weil ich nicht grade der Schmuckträger bin, hab ich es halt abgemacht.«
»Und warum hab ich dich da nicht gesehen? Das ist nämlich wirklich bedauerlich.«
»Dann mach das nächste mal die Augen auf, Süße.« Er nahm meine Hand, zog mich mit sich und wir legten uns ins Bett. Wir redeten noch die halbe Nacht und schliefen Arm in Arm ein. Als ich aufwachte war er nicht da. Völlig verträumt ging ich aus dem Zimmer, die Treppe runter und dann in die Richtung aus der ich fröhliches Gelächter hörte. In der Küche lächelte ich sofort als ich Marc sah. Am Abend war mir gar nicht aufgefallen wie groß die Küche war. Ich ging auf ihn zu, blieb neben ihm stehen, sagte:»Morgen Schatz.«, gab ihm einen Kuss und blieb daraufhin abrupt stehen, da ich seine Eltern und seinen Bruder bemerkte. Auf der Stelle stellte ich mich vor – wie es ich meiner Meinung nach gehört – und setzte mich wieder. Seine Eltern waren unheimlich nett und sein Bruder… naja, was kann man von einem zwölfjährigen erwarten? »Und wie hast du geschlafen?« Wendete ich mich an Marc.
»Gut und du?«
»Bestens.« Er legte seine Hand auf meine und streichelte sie sanft mit seinem Daumen. Er lächelte mich an und ich fragte ihn mit besorgter Miene:»Und wie geht es dir? Tut es noch weh?« Vorsichtig legte ich meine Hand an seine Wange und ging mit meinen Fingern über sein blaues Auge.
»Es tut nicht mehr weh. Alles ist in bester Ordnung.« Erwiderte er.
»Ich nenne das ja nicht okay wenn solche zwei Idioten meinen Sohn verprügeln.« Meldete sich sein Vater zu Wort.
»Paps, es ist alles gut. Mir ist nichts passiert.« Während seine Eltern diskutierten und sein Bruder an seinem Gameboy rumspielte, zog ich seinen Kopf nähre zu mir und fragte:»Warum hast du deinen Eltern gesagt, dass du von zwei Typen verprügelt wurdest?«
»Sie müssen nicht wissen was passiert ist. Sonst kriegen sie ein völlig falsches Bild von dir. Und sie sollen dich so sehen wie ich. Wunderschön, klug, nett, höflich und witzig.« Sagte er und sah mir tief in die Augen. Ein kleiner Seufzer entfuhr mir.
»Wie süß…« Sagte ich.
»Also…« Er hob seine Stimme. »Jenni und ich gehen dann mal ins Wohnzimmer.« Wir standen auf und wir gingen ins Wohnzimmer. Dort setzten wir uns aufs Sofa und ich warf meine Beine über seine.
»Ähm… Ich denke es ist besser wenn wir das hier, also unsere Beziehung, vor meinen Eltern verheimlichen. Du hast ja gemerkt wie mein Vater bei unserem Kuss gestern Abend ausgetickt ist… Und ich will nicht, dass sowas nochmal passiert.«
»Ist für mich in Ordnung. Ist doch ziemlich heiß so einen auf Top Secret zu machen.« Wir lachten und ich warf ihm einen verführerischen Blick zu. Unsere Gesichter kamen sich näher bis sich schließlich unsere Lippen berührten. Wie von Geisterhand schlangen sich meine Arme um seinen Hals. Seine Hände schlossen sich um meine Taille und schoben mein T-Shirt hoch. Sofort nahm ich seine Hände und drückte sie runter. Langsam fiel ich nach hinten. So lange bis er auf mir lag. Ich versuchte mich von ihm zu lösen und sagte:»Noch nicht. Wir sind erst seit gestern zusammen. Ich bin noch nicht bereit.« Er hob seinen Oberkörper an und entgegnete mir:»Eigentlich sind wir ja schon seit einer Woche zusammen.«
»Diese Woche war nicht echt. Sie war nur gespielt.«
»Aber trotzdem waren Gefühle dabei.« Sagte er siegessicher. Weil mir nichts mehr einfiel – was für mich wirklich ungewöhnlich ist, da ich immer einen passenden Spruch parat hatte – zog ich sein Gesicht wieder runter und küsste ihn erneut. Irgendwann fielen wir vom Sofa und fingen lauthals an zu lachen. Zwischendurch sagte ich ‚Aua‘, hob meinen Kopf, legte meine Hand an den Hinterkopf und senkte ihn wieder.
»Du Weichei.«
»Fall du mal mit ‘nem 60 Kilo Kerl auf dir von ‘nem Sofa und lande mit dem Hinterkopf auf dem Boden.«
»Immer noch Weichei!«
»Du hast es nicht anders gewollt! Die ganze nächste Woche bist du jetzt für mich abgeschrieben.« Er fing an mich zu kitzeln. »Hör auf! Ich meine es ernst!« Er hörte immer noch nicht auf. Als sein Bruder reinkam, drehte er sich um und ich befreite mich von ihm. »Danke Nico! Du bist meine Rettung!« Sagte ich und rannte weg. In Marcs Zimmer. Er rannte mir hinterher und schloss die Tür hinter sich. Grade als ich mein Kleid anziehen wollte sagte er:»Warte. Du kannst Hose und Pulli von mir haben. Kannst du von mir aus dann auch behalten.« Er ging zu seinem Schrank und holte mir Boxershorts, Jeans, T-Shirt und Pulli raus. »Wie süß! Ist das Behalten auf alles bezogen?«
»Ja sicher.«
»Wenn das so ist… Dann nehme ich den Pulli und den Typen dahinten vor dem Schrank. Nachdem ich mich umgezogen hatte nahm ich meine Sachen, verabschiedete mich von ihm, machte ihm klar dass die die Strafe ab morgen gelten würde und ging nach Hause. Da mein Vater jetzt noch bei der Arbeit und meine Mutter wie jeden Sonntag bei ihrer Freundin Giesela zum Kaffe sein würden wusste ich, dass ich den Ärger bis frühestens morgen Früh heraus zögern konnte. Zu Hause ging ich direkt in mein Zimmer und zog mich um. Meine Eltern würden nur Verdacht schöpfen. Glücklich legte ich mich ins Bett. Als unten eine Tür zuknallte, legte ich mich rasch unter die Decke. Kurz darauf wurde meine Zimmertür aufgemacht und ich konnte einen erleichterten, aber leisen Seufzer hören. Lautlos schloss meine Mutter die Tür und lauschte wie ich vermutete noch einige Sekunden. Deshalb verweilte ich noch einige Zeit in meinem Bett und tat so als wenn ich tief und fest schlafen würde. Dann schlief ich wirklich ein. Mit einem breiten Lächeln...





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Kommentare


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Dayline

16.01.2012 14:17:56

Ich mag deine Geschichte echt :)) Schreib schnell weiter


sophie

16.01.2012 15:00:03

Hey nicht schlecht die Geschichte auch wenn ich nicht so ganz versteh, warum der Vater so ausgerastet ist Liebe Grüße


mirii

16.01.2012 22:25:30

Schöne GEschichte :) Schreib schnell weiter!!