Das erste Mal Teil 12

Autor: //BlueEyed//
veröffentlicht am: 19.03.2006




Auf die Frage, was ich mit ihm oder er mit mir gemacht hatte, konnten wir beide nicht antworten. Ich fand es schon komisch, dass ich überhaupt gleich direkt mit Erik geschlafen habe. Bei Alex und Hannes wollte ich das nicht, da war mir das anfangs zu früh. Mit Hannes habe ich dann ja doch geschlafen, da waren wir aber auch schon fast 3 Monate zusammen und genau an demselben Abend schlafe ich auch mit Erik! Ich würde jetzt nicht sagen, dass das am Alkohol lag, weil ich grundsätzlich nicht zu viel trinke, ich weiß wo meine Grenzen sind. Nach dem ich einmal zu viel getrunken hatte, ging bei mir auch nichts mehr rein. Mein ganzer Körper schüttelte sich auch nur bei der kleinsten Menge Alkohol, sogar noch Monate später - und bis jetzt.
Jetzt saß Erik also neben mir auf meinem Bett und blickte mich mit diesen umwerfenden blauen Augen an. Die verzauberten mich immer wieder, genauso wie in der letzten Nacht. Ich fand es einfach nur traumhaft schön mit ihm zu schlafen und hab dabei nicht wirklich an Hannes gedacht. Was musste er mich auch so dumm anmachen, nur weil ich enger mit Erik getanzt habe als sonst. Hat er so wenig Vertrauen, dass er direkt denkt, dass da mehr laufen würde? Okay, in diesem Fall ist ja auch mehr gelaufen, aber eben auch nur bei DIESEM Mal. Ich hatte mir auch nie vorstellen können, dass ich jemals meinen Freund betrügen könnte. Ich fand das immer schlimm, wenn meine anderen Freundinnen oder Freunde von mir taten, denen hätte ich dann am liebsten immer gleich eine geknallt. In dieser Situation brauchte ich jemanden, der mir für meinen Seitensprung eine knallte. Aber es gab keinen, der mir eine geknallt hätte. Hannes wusste ja noch nicht davon, ich hatte ihn heute in der Schule einfach ignoriert. Er hatte aber auch keinen Versuch gestartet mit mir zu reden und da dachte ich mir halt, wenn er nicht will Pech gehabt. Ich lauf ihm nicht hinterher! Er hat mir ja in der Disco gehen lassen und ist mir nicht so wie Erik nachgelaufen.

Langsam wurde mir die Situation dann doch unangenehm, weil ich nur in Unterwäsche geschlafen hatte, denn obwohl wir erst März haben, ist es doch verdammt warm draußen! Ja ich weiß, bei dem Wetter sollte man lieber draußen sein, als im Bett zu liegen und zu schlafen, aber ich brauche nun mal meinen Schlaf. Erik guckte mich mit seinen bezaubernden Augen an und sein Gesicht näherte sich meinem. Ich lag ganz ruhig da, ich konnte in dieser Situation nicht reagieren und vor allem glaube ich, wollte ich gar nicht reagieren. Dann nach kurzer Zeit, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, küsste mich Erik. So richtig zärtlich und mit ganz viel Gefühl. Wie ich solche Küsse vermisst hatte. Hannes ist immer so fordernd und überhaupt kann er nicht so zärtlich sein, wie Alex vor ihm und jetzt Erik. Als Erik dann aber auf einmal aufstand war ich doch ziemlich verwirrt.
'Was ist los? Warum hörst du auf?'
'Hast du nicht vorhin selbst noch gesagt, dass du deine Beziehung wegen dieser Sache hier nicht aufs Spiel setzten willst? Und warum lässt du es dann zu, dass ich dich küsse?? Erklär mir das mal, weil ich langsam auch nicht mehr weiß was du willst und noch weniger weiß ich teilweise was ich selbst will!'
'Mein Verstand sagt mir, ich soll das alles nicht machen, aber mein Herz ist da anderer Meinung. Es will weitermachen und es will vor allem glaub ich dich!'
'Holly, du musst wissen, worauf du hören willst und vor allem was dir wichtiger ist: deine Beziehung mit Hannes oder wir beide. Ich werde dich da zu nichts zwingen!'
'Ich weiß, was mir wichtiger ist. Ich weiß nur noch nicht, wie ich Hannes das klar machen soll! Ich will ihm nicht wehtun!'
Nach dem ich das gesagt hatte, konnte ich gar nicht anders. Ich musste Erik einfach küssen. Ich zog ihn also wieder zu mir aufs Bett runter und küsste ihn einfach nur. Diese Küsse konnte ich richtig genießen. Dann zog ich ihn zu mir unter die Decke, weil ich irgendwann mehr wollte, als bloß seine Lippen auf meinen zu spüren. Ich wollte ihn komplett spüren, seine warme Haut und seine zarten Hände, wie sie mich streichelten. Als ich mit ihm schlief, war es so, als würde ich auf Wolken schweben. Er achtete wirklich auf jede meiner Regungen und legte wert drauf, dass nicht nur er zu seinem Spaß kam sondern auch ich. Als es dann soweit war, ließ ich mich einfach nur noch fallen und genoss dieses Gefühl. Ich genoss es, wie er mich in seinen Händen hielt und mich zärtlich küsste. Als es dann vorbei war blieben wir so liegen und schliefen dann auch irgendwann ein.
Es war schon dunkel als ich meine Augen öffnete und neben mir lag immer noch Erik, der noch richtig tief schlief. Ich konnte meine Augen gar nicht von ihm lassen. Um ihn endlich wach zu kriegen gab ich ihm einen Kuss und der Kuss verfehlte seine Wirkung auf keinen Fall, denn Erik öffnete sofort seine Augen. Ich wollte ihn auch nicht mehr gehen lassen. Ich wollte, dass er mich heute Nacht nicht mehr alleine ließ. Nicht in dieser Nacht. Ich würde es nicht aushalten getrennt von ihm die Nacht zu verbringen. Ich kuschelte mich also ganz nah an ihn, und sagte ihm, dass er mich heute Nacht nicht alleine lassen sollte. Obwohl mir vorher nie wirklich aufgefallen war, wie sehr ich Erik doch eigentlich brauchte, wusste ich es jetzt dafür umso mehr. Ich brauchte diesen Mann einfach in meinem Leben. Bei unserem gemeinsamen Campingwochenende mit dem Rest der Clique war er mir schon näher gekommen, aber da dachte ich nicht daran, dass er etwas von mir wollen würde. Aber ich wusste damals, dass es jemanden aus der Clique gab, der mehr von mir wollte als nur Freundschaft. Hätte ich es da schon gewusste, wäre aus Hannes wahrscheinlich nicht mehr geworden, dann hätte ich mich wahrscheinlich schon nach kurzer Zeit wieder von ihm getrennt. Denn es gab vorher schon mal eine Zeit, in der ich in Erik verliebt gewesen bin. Damals hab ich mich nicht getraut es ihm zu sagen und ich tat es jetzt auch nicht. Noch war es zu früh dafür. Ich musste mir selbst erst einmal richtig klar werden, ob ich wirklich NUR Erik wollte und Hannes dafür aufgeben wollte. Wir waren ja auch noch nicht ganz solange zusammen, aber bei ihm habe ich mich zum ersten Mal getraut einem Jungen zu sagen, dass ich ihn mehr als mag. Er war der Erste mit dem ich geschlafen habe, er war sozusagen der Erste, weswegen ich Liebeskummer hatte. Am Anfang der Beziehung von mir und Alex war ich oft genug in Gedanken bei Hannes, hab Alex damit nur wehgetan und jetzt tat ich schon wieder. Nur war ich diesmal nicht nur mit den Gedanken bei Erik, ich war auch mit ihm zusammen im Bett gewesen. Das waren Dinge, die ich mir bis vor ein paar Monaten niemals hätte vorstellen können. Bis vor ein paar Monaten war ich noch Jungfrau in vielerlei Hinsicht. Ich hatte noch nie einen Jungen geküsst, noch nie mit einem Jungen gekuschelt geschweige denn jemals mit einem Jungen geschlafen. Und jetzt innerhalb weniger Monate war ich zum ersten Mal RICHTIG verliebt gewesen, hatte meinen ersten Kuss, hatte zum ersten Mal mit einem Jungen gekuschelt und vor allem hatte ich das erste Mal mit einem Jungen geschlafen. Jetzt nach dem ich das alles hinter mir habe, bin ich irgendwie froh, dass ich das alles vorher nicht hatte, denn solche Dinge machen nur Probleme. Mein größtes Problem würde jetzt sein, wie ich es schaffen soll, die kleine Affäre mit Erik geheim zu halten und zwar vor jedem. Nur Jessy wusste schon davon und dabei sollte es auch bleiben!

Erik blieb also heute Nacht bei mir und ich war mehr als froh, als ich am nächsten Morgen in seine wunderschönen blauen Augen guckte, denn diesmal war er vor mir wach und guckte mich grinsend an. Ich musste bestimmt schrecklich aussehen, denn ich hatte gestern den ganzen Tag im Bett verbracht, zusammen mit Erik und auch diese Nacht. Ich wollte schnell ins Bad um mich frisch zu machen, aber Erik hielt mich auf.
'Hey, wo geht's denn hin?'
'Ich will nur kurz ins Bad, mich umziehen und fertig machen. So will ich hier nicht rumlaufen.'
'Nein, komm wieder zurück. Das sieht richtig süß aus, mit den rosa Wangen und den zerzausten Haaren. Irgendwie steht dir das sogar.'
'Nein, wirklich. Ich komm gleich wieder. Ich will mir dann zu mindestens etwas Bequemeres als Jeans anziehen. Also musst du dich wohl 10 Minuten gedulden, bis du mich wieder hast.''Aber bitte beeil dich. Ich halt es nicht lange ohne dich aus, sonst komm ich dir gleich hinterher gelaufen, dass kannst du mir aber glauben!'
Ich ging also ins Bad und zog mir schnell eine meiner Hotpants an und aus meinem Pulli wollte ich auch raus, der war nicht wirklich bequem. Nach 5 Minuten war ich wieder in meinem Zimmer, nur hatte ich jetzt viel weniger an als vorher. Natürlich störte Erik das nicht weiter, ihm gefiel es sogar richtig.
'Da bin ich ja doch froh, dass du dich noch umgezogen hast. So gefällst du mir nämlich noch besser!'
Ja, ja. Typisch Mann mal wieder, je weniger man anhat umso besser. Aber ich fühlte mich auch wohler so. Vor allem, weil es für März schon ziemlich warm draußen war. Erik zog mich an meiner Hand wieder zurück zu ihm unter die Decke und küsste mich von oben bis unten durch. In diesem Moment wurde mir noch klarer, dass ich diesen Mann wirklich brauchte. Er gab mir das, was Hannes mir nicht gegeben wollte oder konnte.







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Kommentare

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29.12.2011 04:42:53

So billig das weib , aber echt ! Dein schreibstil gefällt mir sehr aber die handlung ist zum kotzen tut mir leid !!


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