Don't kiss a rich girl Teil 11

Autor: //BlueEyed//
veröffentlicht am: 14.03.2008




3 Woche später...

'Steven, ich will da nicht rein! Ich hab voll Angst.'
'Süße, wir müssen da aber jetzt leider durch. Du hast deine Tage immer noch nicht und du weißt, was das heißen kann.'
'Ja ich weiß es. Und es macht mir verdammt viel Angst. Ich will nicht schwanger sein!''Charly du zögerst es jetzt schon seit zwei Wochen immer wieder raus. Sagst jedes Mal, du gehst zum Arzt und tust es doch nicht. Ich bin jetzt hier und begleite dich. Wir schaffen das irgendwie!'
'Sei du ruhig optimistisch. Ich hab trotzdem Angst! Weißt du was meine Eltern mit mir machen, wenn ich ihnen sagen muss ich bin schwanger??'
'Ich kann es mir vorstellen. Aber wir brauchen trotzdem Gewissheit. Ich halte das so nicht aus.'
'Nein, komm lass uns gehen. Heute ist nicht mein Tag. Lass uns ein anderes Mal wieder kommen.'

'Miss von Sunnyville, Sie sind jetzt dran.'
'Oh Gott... Steven ich will nicht..'
'Miss, so schlimm wird es schon nicht sein. Ist es Ihr erstes Besuch beim Frauenarzt? Fürchten Sie sich deshalb so davor?'
'Nein, es ist viel schlimmer. Kann mein Freund mit rein kommen? Es wäre mir lieber so.''Ja natürlich, wenn Sie es möchten. Dann kommen Sie beide mal mit. Setzen Sie sich schon mal, Dr. Johnson ist sofort bei Ihnen.'
'Okay, danke schön.'

'Na siehst du. Jetzt müssen wir noch nur noch auf den Arzt warten und dann hast du es auch schon bald geschafft.'
'Diese ewige Warterei macht mich noch fertig. Kann er sich nicht einfach etwas beeilen!''Pscht! Ich höre ihn schon vor der Tür!'

'Miss von Sunnyville. Ich bin Dr. Johnson. Wie kann ich Ihnen denn helfen?'
'Ich.. ähm..'
'Sie ist seit zwei Wochen überfällig und wir hatten ungeschützen Sex und würden jetzt gerne wissen, ob sie schwanger ist.'
'Steven! Kannst du mich das nicht selbst sagen lassen?'
'Ich hatte das Gefühl, du denkst dir gleich irgendwas aus, nur um nicht zu sagen was wirklich los ist!'
'Okay Miss von Sunnyville. Dann würde ich sagen, Sie gehen auf die Damentoilette dort ist ein kleiner Becher in dem Schrank und geben uns eine Urinprobe. Anschließend untersuchen die Schwestern es und sie wissen dann in einer halben Stunde bescheid.'
'Oookay. Wartest du im Wartezimmer auf mich?'
'Ja natürlich! Ich lass dich jetzt nicht alleine.'
'So, da bin ich wieder. Und jetzt müssen wir so lange warten. Ich glaube ich drehe durch!''Schatz, das schaffst du schon! Möchtest du etwas lesen? Vielleiht lenkt dich das ein wenig ab.'
'Als ob ich jetzt etwas lesen könnte!'
'Möchtest du etwas Mp3-Player hören?'
'Steven, so etwas lenkt mich jetzt nicht ab, es macht mich nur noch nervöser!'
'Okay, dann bleiben wir eben ruhig hier sitzen und starren die Uhr an und hoffen das die 30 Minuten schnell vergehen.'
'Miss von Sunnyville, kommen Sie? Ihre Ergebnisse sind da.'
'Jetzt wird es spannend. Na dann komm Süße. Gleich haben wir es hinter uns.'

'Oh mein Gott, oh mein Gott! Das kann doch nicht wahr sein! Verdammt! Wie soll ich das denn jetzt meinen Eltern beibringen! Ich bin doch erledigt, wenn ich ihnen das sage!''Süße, beruhig dich doch bitte. Willst du denn das Kind haben? Ich meine, bevor du dir den Kopf darüber zerbrichst, wie deine Eltern reagieren solltest du dich erst einmal entscheiden, ob du es überhaupt behalten möchtest.'
'Steven, glaubst du wirklich ich würde dieses Baby abtreiben?! Das ist wie Mord!''Da ist doch nicht einmal wirklich etwas in deinem Bauch. Du bist in der zweiten Woche, bis sich da drinne wirklich ein Kind entwickelt dauert es mindestens noch 2 bis 3 Wochen.''Aber da ist schon ein Lebewesen in mir. Ein Lebewesen, dass wegen unserer Blödheit entstanden ist. Es kann doch nichts dafür! Es soll nicht für etwas sterben, für das es nichts kann!'
'Aber denk doch wenigstens über die Möglichkeit nach. Wenn du es dann immer noch möchtest, bin ich natürlich über glücklich und wir stehen das zusammen durch. Wenn du es aber nicht mehr möchtest, dann stehe ich dir auch in der Zeit bei. Ich liebe dich und ich respektiere jede Entscheidung von dir.'
'Ich werde es mir noch mal überlegen. Aber ich lasse mir auf jeden Fall einen Termin bei ProFamilia geben. Danach entscheide ich mich dann entgültig.'
'Wenn es für dich so das Beste ist dann machen wir das so.'

2 Wochen später...

'Steven, ich war gestern bei dem Beratungsgespräch.'
'Wie ist es denn gelaufen?'
'Naja, die Frau hat mir einige Broschüren mitgegeben die ich mir auch schon zum Teil durchgelesen habe und da wurden auch einige Abtreibungsmethoden erklärt und ganz ehrlich. Ich möchte mir und dem kleinem Etwas in mir das nicht antun.'
'Ich kann das verstehen, ich hab mich in den letzten Tagen mal etwas informiert und ich würde es an deiner Stelle glaube ich auch nicht machen lassen.'
'Dann muss ich es wohl bald meinen Eltern beichten... ich habe so eine Angst vor dem Tag.''Wenn du dich besser fühlst, machen wir es zusammen.'
'Nein. Mir ist es lieber ich rede erst einmal alleine mit ihnen. Sie kennen dich ja auch noch gar nicht und alles.'
'Aber ich möchte nicht, dass sie denken ich würde mich aus der Affäre ziehen und dich allein lassen, wenn du es ihnen sagst.'
'Mach dir da mal keine Sorgen, ich glaube es ist besser wenn ich erst einmal alleine mit ihnen spreche. Sie werden ja genug Zeit haben dich kennenzulernen.'
'Darum geht es mir nicht. Sie sollen einfach sehen, dass ich für dich da bin und das wir das Ganze zusammen durch stehen werden.'
'Das werde ich ihnen schon klar machen. Aber ich möchte es ihnen noch nicht jetzt sagen. Ich möchte mich erst einmal selbst mit der Situation befassen und sehen, wie ich damit zu recht komme. Wenn ich dafür bereit bin, werde ich es ihnen erzählen.'
'Okay, aber ruf mich bitte an wenn du es ihnen sagen willst oder du es ihnen gesagt hast. Egal wann ruf mich einfach an. Du hast ja jetzt ein Handy und ich habe mein Handy immer bei mir!'
'Okay mache ich. Bringst du mich jetzt bitte nach Hause? Ich möchte gerne schlafen. Es ist ja auch schon spät. Das nächste Mal müssen wir uns unbedingt früher treffen. Immer diese heimlichen Treffen in der Nacht tun mir nicht gut.'
'Nächstes Mal komme ich direkt nach der Arbeit vorbei. Dann bring ich dich jetzt mal nach Hause. Soll ich dich wie immer an der Kreuzung raus lassen?'
'Ja, sonst hört meine Mama das Auto.'
'Okay...... Kriege ich noch einen Kuss, bevor du aussteigst?'
'Ja natürlich!... Jetzt muss ich aber wirklich hoch. Schlaf gut und komm sicher zu Hause an!''Schlaf gut mein kleiner Engel, ich liebe dich!'
'Ich dich auch!'

Als ich am nächsten Morgen erwachte war mir so etwas von schlecht. Mein aller erster Weg führte mich vor die Toilettenschüssel! Und dort verbrachte ich dann eine halbe Stunde und übergab mich. Meine Eltern und Rosa schliefen noch und bekamen von dem Vorfall zum Glück nichts mit! Ich möchte mir keine Lügen einfallen lassen, warum ich mich übergeben muss. Als sich die Übelkeit gelegt hatte duschte ich mich und putze mir anschließend die Zähne. Ich zog mich an und packte meine Schultasche bevor ich mich auf den Weg in die Küche machte, wo inzwischen schon das Frühstück bereit stand. Ich aß eine Kleinigkeit und wartete dann auf Sasha, die mich heute mitnehmen wollte. Wir haben uns in den letzten Wochen wirklich so selten gesehen! Sie war immer mit ihrem Freund unterwegs und ich war ehrlich gesagt auch ganz froh darüber, denn so bekam sie nicht mit, dass mit mir etwas nicht stimmte. Ich hoffte, dass sie auch eine ganze Zeit lang noch nicht mitbekommen würde. Auch wenn ich meiner besten Freundin eigentlich alles erzähle, ich wollte über die Schwangerschaft mit niemandem reden. Ich würde es meinen Eltern auch nicht so bald sagen. Solange man nichts erkennt, bleibt es das Geheimnis von mir und Steven. Gerade als ich noch mal hoch in mein Zimmer laufen wollte, hörte ich ihren Wagen der die Einfahrt hoch kam. Ich zog mir einen dicken Schal und meine Wintermantel an und ging stieg ein. Auf dem Weg zur Schule wurde mir plötzlich wieder so übel und Sasha musste anhalten, damit ich mich übergeben konnte. Als sie wissen wollte was los sei, sagte ich ihr ich hätte wohl etwas falsches gefrühstückt. Nachdem ich mir meinen Mund mit Wasser, das ich immer mit zur Schule nahm, ausgespühlt hatte fuhren wir weiter. Vor der Schule stand schon Anni und wartete auf uns. Anni war inzwischen auch schon zu einer richtig guten Freundin geworden, genau wie Ally. Wir versuchten so oft es die Zeit zu ließ zu telefonieren und da sie die Einzige war, die über die Schwangerschaft bescheid wusste, wollte sie auch immer auf dem laufenden gehalten werden. In der Pause regte ich mich wieder über die beiden Zicken aus unserer Klasse auf, weil sie mich den ganzen Morgen über schon genervt hatten. Ich weiß wirklich nicht, ob die nichts besseres zu tun haben, als ihren Mitschülern auf die Nerven zu gehen! Ich war wirklich heilfroh, als ich zu Hause war. Ich machte schnell meine Hausaufgaben und legte mich dann gleich wieder schlafen.

Die Schule lief in den nächsten Wochen so wie immer und ich war froh, als wir endlich Weihnachtsferien hatten. Die Schule nervte mich einfach nur noch. Während ich früher wirklich immer total gerne zur Schule gegangen bin, fand ich es jetzt einfach nur noch scheußlich! Ich blickte jede zehn Minuten auf die Uhr und war froh als es um 1 Uhr zum Schulschluss läutete und ich nach Hause konnte. Zu Hause telefonierte ich dann immer entweder mit Steven oder Ally oder schrieb über verschiedene Messenger mit meinen Freunden. Meine Hausaufgabne erledigte ich irgendwann am späten Abend und danach ging ich immer sofort schlafen. Mein Körper bestrafte mich förmlich für dieses Verhalten und ich war ständig müde und zickig. Selbst Steven machte es keinen Spaß mehr mich zu besuchen. Über Weihnachten waren meine Eltern auf irgendeiner schönen Insel und ich war wieder alleine zu Hause. Rosas Schwester war krank geworden kurz vor den Feiertagen und so fuhr sie wieder zu ihr. Weil ich nicht allein bleiben wollte, kamen meine Mädels für diese Zeit zu mir und wir machten lange DVD-Abende und unterhielten uns wie kleine Mädchen über Jungs. Wir hatten unseren Spaß und als Steven Heiligabend dann auch noch mit Grant und Ally vorbei kam freute ich mich riesig. Inzwischen war ich schon Anfang des 4. Monats und langsam zeichnete sich ein kleiner Bauch ab. Die Einzigen, die das bemerkten waren Anni und Sasha. Ich war schließlich schon seit ich ein kleines Mädchen bin immer total schlank gewesen. Ich meinte aber immer nur zu den beiden, das würden sie sich bloß einbilden. Von Steven bekam ich zu Weihnachten eine Kette mit einem kleinem Anhänger, von Ally ein Glücksarmband und einen wunderschönen Ring. Sasha und Anni hatten mir ein Album zusammengestellt von unserem Aufenthalt in Rosevillage und noch einige Fotos von den beiden dazu geklebt. Es war ein total schönes Album. Es beinhaltete sogar das erste gemeinsame Foto von mir und Steven! Die beiden hatten mich damals gezwungen das Foto machen zu lassen und heute freue ich mich darüber. Wir ließen den Abend ruhig ausklingen und alle blieben noch über Nacht bei mir.

In wenigen Stunden würde das neue Jahr beginnen und ich war froh, dass alle Menschen die mir wichtig waren diesen Moment mit mir zusammen entgegen fieberten. Wir tanzten ausgelassen, aßen und tranken alle. Nur ich nicht. Als Sasha mich darauf ansprach, sagte ich ihr das ich Medikamente nehmen musste und deshalb keinen Alkohol trinken durfte und sie glaubte mir. Obwohl sie mich immer wieder skeptisch musterte und ihr Blick auch des öfteren auf meinem immer dicker werdenden Bauch hängen blieb. Ich müsste ihr bald die Wahrheit sagen und ich hatte es mir auch fest vorgenommen. Sobald wir morgen einen ruhigen Zeitpunkt finden würden, würde ich ihr von der Schwangerschaft erzählen. Und dann müsste ich es auch Anni bald sagen, wenn ich das hinter mich gebracht hatte waren meine Eltern dran. Davor hatte ich am meisten Angst. Aber den Abend lenkte ich mich mit anderen Gedanken davon ab und genoß diese unbeschwerte Zeit mit meinen Freunden, die ja bald vorbei sein würde. Inzwischen war es schon kurz vor 12 und wir versammelten uns alle draußen im Garten um auf das neue Jahr anzustoßen und die Raketen starten zu lassen.

'5..4..3..2..1.. FROHES NEUES JAHR!!'
'EUCH AUCH!'
'Hey mein kleiner Engel! Frohes neues Jahr und hoffentlich wird es das beste Jahr für uns beide!'
'Da bin ich mir ganz sicher! Du ich und dieses kleine Baby hier!'
'Hast du es Sasha und Anni jetzt eigentlich schon gesagt?'
'Nein noch nicht. Das mache ich später, wenn ich sie mal in einer ruhigen Minute treffe.'

Als alle Raketen, Böller und sonstiges Knallzeug verbraucht war gingen wir wieder ins Haus und setzen und alle gemeinsam an den Tisch im Wohnzimmer. Es war inzwischen schon halb eins und meine Eltern hatten nicht einmal versucht mich zu erreichen, um mir ein frohes neues Jahr zu wünschen! Jeder von meinen Freunden die heute bei mir wahren hatte einen Anruf oder eine SMS bekommen, nur ich mal wieder nicht! Genau wie schon zu
Weihnachten! Ich kann meinen Eltern doch nicht wirklich so egal sein, dass sie nicht einmal eben kurz 5 Minuten ihrer kostbaren Zeit opfern können um eben anzurufen! Ich war richtig in rage und das fiel Sasha und Anni auch sofort auf. Sie kamen auf mich zu und wollten in meinem Zimmer einmal in Ruhe mit mir sprechen.

'Hey Süße, was ist denn los mit dir?'
'Ach meine Eltern mal wieder! Die haben nicht einmal versucht mich zu erreichen! Ihr alle bekommt Nachrichten und Anrufe nur ich mal wieder nicht!'
'Vielleicht ist das Netz einfach noch zu überladen. Das kennt man doch von Silvester!'
'Sie hätten auch auf das Haustelefon anrufen können, wenn das Handynetz überladen ist! Da geht das so gut wie immer!'
'Sie rufen bestimmt gleich irgendwann an! Mach dich deshalb nicht verrückt!'
'Ihr habt leicht reden! Aber es gibt noch etwas über das ich mit euch reden muss.'
'Wie du MUSST mit uns reden? Was ist denn passiert? Etwas schlimmes?'
'Naja, wie man es nimmt.'
'Nun sag schon!'
'Ist ja gut... aber es fällt mir schwer... ich weiß nicht wie ich anfangen soll...'
'Charly zier dich nicht so! Sag doch einfach was los ist!'
'Anni, hetz sie doch nicht so! Es scheint ihr ja wirklich schwer zu fallen. Lass ihr Zeit!'
'Ich bin schwanger...'
'Ich lasse ihr doch Zeit.. WARTE! Wie du bist schwanger?'
'Ja ich bin schwanger... schon im 4. Monat...'
'Und dann sagst du uns das erst jetzt?!'
'Anni! Jetzt lass sie doch mal in Ruhe erzählen!'
'Ich konnte es nicht vorher sagen...'
'Wer weiß denn alles davon?'
'Ja natürlich Steven und dann noch Ally und Grant glaube ich auch..'
'Wie, diese Ally wusste es schon vor uns?'
'Ich habe mich damals mit Steven gestritten, als ich bei ihm war. Sie hat mich getröstet und gefragt was denn los war. Da habe ich es ihr erzählt. Bei dem Streit ging es darum, dass ich ja die Pille nicht nehme und so.'
'Okay, aber da wusstest du ja noch nicht das du schwanger bist!'
'Ja, ich habe ihr versprochen sie auf dem laufenden zu halten, was das anging. Ich wollte es keinem sagen.'
'Aber warum dann ihr?!'
'Weil sie von der Vorgeschichte wusste und ich ihr nicht erst noch alles erklären musste. Sonst gab es keinen Grund. Aber ich verspreche euch, ihr seid die ersten die bescheid wissen, wenn die Kleine auf der Welt ist.'
'Die Kleine? Ein Mädchen?'
'Ja ein kleines süßes Mädchen!'
'Oh das ist ja so toll! Wir werden Tanten!'
'Ja, ihr werdet Tanten!'

Für mich war es wirklich so, dass die beiden wie meine Schwestern waren und somit wurden sie natürlich Tanten. Ich war wirklich froh, als ich es ihnen gesagt hatte. Eine Last weniger, die ich tragen musste. Jetzt fehlten nur noch meine Eltern und das würde schwer werden. Nach dem Gespräch gingen wir gemeinsam wieder runter und setzen uns zu den Anderen. Ich sagte Steven kurz, dass ich mit den beiden gesprochen hatte und gab ihm einen Kuss. Eine Stunde später räumten wir das ganze Geschirr zusammen und stellten es in die Spülmaschine. Wir sorgten dafür, dass das Wohnzimmer wieder aussah wie vorher und gingen dann alle ins Bett. Als ich in meinem Bett neben Steven lag, ließ ich meine Gedanken freien Lauf. Ich stellte mir vor, wie es wäre wenn in knapp 5 Monaten unsere kleine Tochter auf die Welt kommen würde. Es wäre bereits Juni und es würde warm sein. Ich hatte Angst vor der Geburt. Ich hatte in so manchen Filmen die schlimmsten Szenarien gesehen, ich weiß zwar das das nicht immer alles der Realität entspricht, aber trotzdem machte es mir Angst. Am meisten Angst hatte ich vor den Schmerzen der Geburt, aber auch das ich ganz alleine wäre, wenn die Wehen einsetzen würden. Das meine Eltern nicht da wären und Rosa auch nicht. Steven wohnt ja in Rosevillage und die Fahrt dauert eine Stunde. Ich hatte auch Angst, dass er es nicht rechtzeitig ins Krankenhaus schaffen würde und ich dort auf mich allein gestelt wäre. Ich kuschelte mich an Steven und sagte nur: Ich habe Angst. Mehr nicht und doch schien er mich zu verstehen. Er sagte, wir würden das schon irgendwie alles schaffen. Wir wären stark genug dafür. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, bis ich endlich eingeschlafen war und als ich endlich schlief, war es ein unruhiger Schlaf.

Vier Tage später kamen meine Eltern nach Hause. Es wurde also Zeit, dass ich ihnen davon erzählte. Als wir am Tisch saßen und unser Abendessen zu uns nahmen, wollte ich einen Versuch starten, doch mein Vater sagte er sei zu müde und möchte im Moment über nichts sprechen. Na toll! Jetzt hatte ich den Mut gefasst und er hatte keine Zeit zum Reden! Dann eben morgen dachte ich und ging hoch in mein Zimmer. Abends rief Steven mich an und wir telefonierten eine halbe Stunde, bis ich aufhören musste, weil ich hörte wie meine Eltern die Treppe rauf kamen. Als es ruhig im Haus war legte ich mich ins Bett, nahm meinen Mp3-Player und ein Buch und las. Irgendwann fielen mir meine Augen schon zu und so legte ich das Buch und den Mp3-Player zur Seite und schlief ein.







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