Don't kiss a rich girl Teil 13

Autor: //BlueEyed//
veröffentlicht am: 08.05.2008




Ich blieb dann aber nicht mehr lange bei Steven sondern fuhr mit dem Bus wieder nach Hause. Als ich die Haustür aufschloss war es komplett ruhig. Ich lief langsam durch das Haus, fand aber niemanden vor. Ich war irritiert. Das mein Vater gegangen war, wusste ich ja. Aber wo meine Mutter sein könnte wunderte mich. Da ich nicht allein zu Hause sein wollte, entschied ich mich dazu, seit einer Ewigkeit mal wieder auf den Friedhof zu gehen. Ich wollte mal wieder nach dem Grab meines Bruders sehen und mit ihm 'reden'. Da es Sonntag war, hatte der Blumenladen geschlossen und so musste ich ohne Blumen auf den Friedhof gehen. Das Grab meines Bruders war schon seit langem nicht mehr gepflegt worden, wie es aussah. Ich nahm mir eine Harke und grub die Erde einmal um und goss anschließend die Blumen, die noch überlebt hatten. Als ich fertig war, sah ich auf das Grab und fing wieder an zu weinen. Es war einfach nicht gerecht gewesen, dass er gestorben ist. Ich hätte ihn gerne kennengelernt, gewusst wie er so wäre. Gewusst ob wir uns verstanden hätten und uns gegen unsere Eltern verschworen hätten, so wie es Geschwister im Notfall immer taten. Ich hatte niemals die Gelegenheit solche Erfahrungen zu machen. Meine Kleine würde nie ihren Onkel kennenlernen und mein Bruder niemals seine Nichte. Die Tränen liefen immer heftiger und ich sah inzwischen auch nur noch durch einen Tränenschleier hindurch. Irgendwann als ich da so stand und vor mich weinte spürte ich, wie mich jemand in den Arm nehmen und an sich drückte. Als ich meinen Kopf hob sah ich direkt in das Gesicht meines Vaters.

'Charly, es tut mir so leid! Ich wollte dich nicht schlagen. Ich wollte nicht so ausrasten!''Aber du hast es getan! Weißt du, wie sehr es mir weh getan hat?'
'Ich weiß es nicht... aber ich kann es mir vorstellen... es tut mir wirklich Leid!'
'Aber wieso hast du mich geschlagen? Du hast mich noch nie geschlagen! Noch nie!''Das weiß ich doch.. ich war einfach nur so wütend.. das du dir dein Leben so verbaust. Du hättest noch so viel machen können, bevor du dich für ein Kind entscheidest. Aber ich und deine Mutter werden dir beistehen! Wir schaffen das schon. Versprochen!'

'Weißt du, dass du gerade das Gleiche gesagt hast wie Steven?'
'Ist Steven der Vater?'
'Ja.'
'Ich möchte ihn gerne kennenlernen. Wenn du nichts dagegen hast natürlich.'
'Ich weiß noch nicht, ob ich ihm das antun soll.'
'Hey, so schlimm sind wir nun auch wieder nicht!'
'Naja, wie man es sieht!'
'Werd nicht frech junges Fräulein!'
'Und was ist jetzt mit diesem Anthony?'
'Was soll mit dem sein? Nichts! Wenn du Steven liebst und ihr zusammen sein wollt, dann werde ich mich nicht dazwischen stellen!'
'Das hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht. Aber ich bin froh, dass du so entschieden hast!''Dann ist ja alles geklärt. Komm lass uns nach Hause gehen, Mama wartet schon auf uns.''Aber sie war vorhin doch gar nicht da, als ich nach Hause gekommen bin.'
'Ja ich weiß, sie hat mich gesucht und mit mir geredet! Aber jetzt komm lass uns gehen. Und morgen kommen wir noch mal wieder und legen frische Blumen auf das Grab, das sieht so leer aus.'
'Okay, lass uns das aber alle drei zusammen machen. Du, Mama und ich.'
'Das werden wir machen!'







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