Alatasia-Geschichte eines Volkes

Autor: **Celia**
veröffentlicht am: 15.05.2009




6 Monate…danach
<bR>Wenn man es von außen betrachtete sah es leicht aus. Noroelle und Roben schienen in Windeseile viele neue Talente zu besitzen. Es war nur ein halbes Jahr vergangen. Oft sah man die beiden in der Stadt nicht. Zu Anfang ihres Besuches bewunderten sie gerne die Schaufenster und Feste der Elfenstadt. Je länger sie aber in Mifurdania verweilten, desto seltener sah man sie außerhalb des Trainingsgeländes oder der Mauern des Palastes. Noch seltener gemeinsam. <bR>Allerdings steckte hinter den vermeintlich schnellen Erfolgen harte Arbeit. So manchen Abend konnte Roben sich nicht mehr bewegen. Noroelle dagegen war innerhalb kürzester Zeit heiser und am Abend tränten ihre Augen vom vielen Lesen. Die Königin ordnete ihre vielen Aufgaben meist so an das die beiden sich kaum sahen. War Roben grade fertig, fing Noroelle erst an. Auch schliefen sie nicht mehr im selben Haus. Sein Meister war der Ansicht es lenke ihn zu sehr vom wesentlichen ab. So schlief er nun in einer geräumigen Kammer der Palastes, unweit von Farodin und Sera. <bR>Aragion war in einem halben Jahr so gewachsen das er nicht mehr in die Häuser mit hineinkommen konnte. Er schlief gerne bei den anderen Drachen draußen auf der großen Wiese, doch er vermisste Noroelle. Genau genommen war der kupferfarbene Drache der Verbindungspunkt zwischen Roben und Noroelle. Roben sah ihn bei jeder Stunde die er mit seinem Drachenmeister verbrachte. Faligron hatte ihn gewarnt. Und wirklich Orial war Roben unheimlich. Außerdem war er streng, keinen Fehler übersah er, ließ er gelten. <bR>Selbst die Tatsache das Seras Raum kaum hundert Schritte von Robens entfernt war, änderte nichts daran das Roben seine Schwester sehr selten sah. So hatte sie Roben im Gang, als sie sich über den Weg liefen, auf eine Tatsache hingewiesen: 'Roben pass mal auf. Ich habs schon lange bemerkt. Neraida will nicht weg vom Thron. Sie will aber auch nicht Farodin als ihren Nachfolger sehen. Immer alles unter Kontrolle. Selbst wenn die mal nicht mehr da sein wollte. Das ist es was sie anstrebt! Sei vorsichtig. Sie beginnt schon Noroelle und dich gegeneinander auszuspielen' Er hatte das als Einbildung abgetan. Und doch spukte der Gedanke in seinem Kopf herum es könne stimmen. Flüchtig sahen sich Noroelle und er häufig und doch wechselte sie kaum ein Wort mit ihm….. <bR><bR>Noroelle <bR><bR>Leise und sanft strich der kühle Morgenwind über die Wangen Noroelles. Sie saß mit einem Glas Milch in der einen und mit einem Lehrbuch in der anderen Hand auf der Terrasse ihres Zimmers in einem orangeton gehaltenem Sessel. Die Königin hatte sie wegen ihrer angeblich guten Leistung umquartiert. Weit weg von Roben. Am Anfang verstand sie dies nicht, denn seit dem, dass auch Roben umquartiert wurde, sah sie ihn selten bis gar nicht. Zu Beginn war sie traurig und niedergeschlagen gewesen. <bR>Noroelle starrte gedankenverloren zum funkelnden Palast, wo sich Robens Zimmer befand. Eine einzelne Träne rann ihr die Wangen hinunter und hinterließ eine feine salzige Linie, als das Salz getrocknet war. Sie war immer noch darüber hinweg gekommen, dass sie Roben nicht mehr liebkosen konnte. Die Königin hatte ihr verboten, Roben auch nur zu berühren.Undenkbar. Wie gern sie ihn doch nur kurz geküsst hätte, seine sanften Lippen auf den ihren zu spüren. <bR>*Immer, wenn ich die Königin anschaue, lächelt sie mich boshaft an. Sie hat keinen Grund dafür. Dieser eingebildeten Schachtel würde ich sofort an die Kehle gehen, wenn ich es könnte. Doch...* <bR>Die Terrassentür wurde aufgestoßen und ihr Lehrer kam herein. Er brachte ihr wieder einmal das Essen. Doch diesmal hatte er einen gänzlich anderen Gesichtsausdruck, als an anderen Tagen. Er stellte das Essen ab und verschwand wortlos wieder aus dem Zimmer. <bR>*Hat er meine Gedanken gelesen?*, fragte sich Noroelle erschrocken. Noroelle wurde kreideweiß. Sie hatte kürzlich in einem Buch der königlichen Bibliothek gelesen, das so etwas mit großem Magieaufwand zu schaffen sei. <bR>Mit einem mulmigen Gefühl im Magen stellte sie das Glas Milch auf das Tablett mit ihrem Abendessen. In dieser Verfassung würde sie noch nichts herunterkriegen. <bR><bR>Als der Sonnenuntergang nahe war, setzte sich Noroelle wieder auf die Terrasse und nahm ihre kalte Mahlzeit ein. Die Sonne schimmerte in allen den Farben Rot, Gelb und Orange. Sie genoss es. Wie immer vergaß sie für einen kurzen Zeitpunkt ihre Sorgen und schaute dabei zu, wie die Sonne am Horizont verschwand. <bR>Wie ein Fausthieb kam bei ihr die Erkenntnis, dass sie Roben brauchte. Dringend. <bR>Sie wollte ihn sehen, komme was wolle. <bR><bR>Roben <bR><bR>Noch eine halbe Stunde dann würde die Sonne untergegangen sein und damit wäre auch mein freier Tag vorbei, sinnierte Roben. Nur ein flüchtiger Blick aus dem Fenster genügte um das zu erkennen. Wie er von Sera erfahren hatte war Noroelle nun im Haus ihres Lehrers untergebracht. Er hasste Neraida dafür. Es war zu weit weg um in einer seiner kurzen und seltenen Pausen hinüberzugehen. Auch heute hatte er es nicht geschafft, denn immer wenn er an die Tür geklopft hatte war Noroelle an einem anderen Ort in der Stadt gewesen. Doch jetzt...eigentlich müsste sie in ihrem Zimmer sein. Sein freier Tag dauerte genau bis Mitternacht. Rein mathematisch gesehen zumindest. Wieso versuchte er es nicht ein letztes Mal? Er vermisste sie so wahnsinnig...als er heute mit Sera außerhalb der Stadt unterwegs gewesen war hatte sie ihn oft darauf angesprochen. *Aragion*, rief Roben in Gedanken. *Kleiner?*, kam es zurück. In dem vergangenen halben Jahr hatten die geübt ihre Gedankenverbindung auch über längere Strecken aufrecht zu erhalten. *Glaubst du es ist eine gute Idee Noro noch zu besuchen?* <bR>*Nur wenn es keiner merkt. Du weißt wie die Königin ist. Noroelle wird dich auch sehr vermissen, Kleiner. Ich sage ihr bescheid sie soll in ihrem Zimmer warten* Damit unterbrach der Drache den Gedankenaustausch und Roben kletterte aus seinem Fenster. Er ließ es einen Spalt breit offen und hangelte sich geschickt die zwei Meter zum Boden hinunter. Dann schlich er durch die Gärten bis er am Tor angekommen war und machte sich durch die verwinkelten Gassen aus den Weg. <bR><bR>Aragion <bR><bR>Er lag immer noch eingerollt neben seiner Hütte als Robens letzter Gedanke verklungen war. Gut das er endlich was unternimmt, grinste der Drache innerlich. Obwohl es am Anfang ganz und gar nicht danach ausgesehen hatte, war ihm Noroelle doch ans Herz gewachsen. *Noroelle! Roben schaut gleich mal bei dir vorbei...pass auf das ihn keiner sieht und warte in deinem Zimmer auf ihn*, mit diesem Gedanken zusammen schickte er noch ein Bild von Roben den er heute Morgen gesehen hatte. In einem nicht wirklich fröhlicher Gemütszustand. <bR><bR>Noroelle <bR><bR>Sie empfing das Bild und die Nachricht von Aragion. So unverhofft wie diese Nachricht kam, fing ihr Herz schneller und schneller an zu schlagen. <bR>*Was soll ich denn jetzt machen? .... Umkleiden? Ähm.. Jah!* Sie ging entschlossen zu ihrem Kleiderschrank, welcher vollgestopft mit Magierroben war. Sie zog sich ihre Kleidung, die sie bis dahin getragen hatte aus und suchte nach ihrem weißen Abendkleid.<bR><bR>Als sie es fand, schlüpfte sie rasch hinein, fuhr sich durch ihr, neuerdings lockiges Haar und setzte sich aufgeregt auf ihr Bett. <bR>Sie konnte es kaum fassen. Endlich würde sie Roben wieder einmal sehen. Sie versank in einen Freudentagtraum. Sie träumte von Roben, wie sie ihn das erste Mal im Keller getroffen hatte, wie sie ihn zum ersten Mal geküsst und liebkost hatte. Ein Schauer lief ihr über den Rücken und breitete sich über den ganzen Körper aus. <bR>Sie wurde durch ein Geräusch an ihrem Fenster aus ihrem Tagtraum aufgeschreckt. Sie trat an das mit dem glitzernden Stoff, welchen die Elfen überall verwendeten, verzierte Fenster und sah hinaus. Es war eine dunkle Nacht. Der Mond, der sonst mit seinem sanften, silbernen Schein die Landschaft erhellte, war durch einen dichten Wolkenschleier verdeckt. Sie konnte keinen Roben ausmachen. Da flog ein kleiner Kieselstein an ihr Fenster. Sie öffnete es vorsichtig und suchte die Richtung, aus der der Kiesel gekommen war nach Roben ab. Da sah sie ihn plötzlich. Roben stand unter einer Tanne, die ihn fast gänzlich mit ihren Nadeln und Ästen bedeckte. Sie winkte ihn zu sich, worauf Roben schnell vom Park, in dem diese Tanne lag, über die Straße zu Noroelles Haus begab. <bR>Wieder einmal bemerkte Noroelle, dass Roben immer mehr zum Elfen geworden war. Doch das bekümmerte sie im Moment nicht. Jetzt gab es das Problem zu bewältigen, dass Roben nicht durch den Hauseingang durfte, weil er so an ihrer Dienerin vorbei musste. Roben wurde langsam ungeduldig und Noroelle sah den einzigen Ausweg bei der Magie.Sie wob mit ihrer Stimme und ihren gestikulierenden Händen einen kraftvollen Schwebezauber. Sogleich hob Roben vom Boden ab und landete kurz darauf in Noroelles Zimmer. Diese schloss schnell das Fenster, zog den Vorhang und drehte sich zu Roben um.Sie fiel ihm überglücklich um den Hals. 'Roben. Endlich kann ich dich wieder umarmen!' Sie küsste ihn sanft auf seine rosigen Lippen. <bR>'Ich habe dich vermisst!' <bR>Roben <bR><bR>Es war ein wunderbares Gefühl sie wieder in den Armen zu halten. Sie überhaupt bewusst anzuschauen. Ihr Haar war länger geworden, und kräuselte sich wieder wie bei ihrem Aufeinandertreffen. Es war auch nicht mehr ganz so rot. Nur noch ein kastanienbraun. Zärtlich lächelte Roben Noroelle an und sagte nichts. Stattdessen zog er sie an sich und küsste sie. Vorsichtig bat er mit seiner Zunge um Einlass, den sie ihm gewährte. Man konnte nicht beschreiben was er dachte, nichts, und doch alles. Aber am meisten war er in den Kuss versunken. Robens Hände wanderten von Noroelles Rücken zu ihrer Taille und weiter zu ihren Hintern. Noroelle seufzte. Langsam lösten sie sich voneinander, schauten sich in die Augen. Nach nur wenigen Sekunden, ohne auch nur ein Wort gewechselt zu haben, küsste Roben sie erneut. Erst als sie den Kuss beendeten ergriff er das Wort. 'Ich habe dich auch vermisst. Aber ich muss schon sagen', er grinste, 'Du siehst unbeschreiblich gut aus. Einfach wunderschön' Noch immer standen sie eng umschlungen da. Noroelle ihre Hände in Robens Nacken und er seine an ihrer Taille. <bR><bR>Noroelle <bR><bR>Sie wollte sich nicht mehr bewegen. Wenn sie gekonnt hätte, hätte sie diesen Moment anhalten lassen, um ihn für immer und ewig genießen zu können. Doch wie es so war, ging das nicht. Ein lange vergessenes, heftiges Kribbeln hatte sich in ihrem Bauch geregt, als sie Roben endlich wiedersah. Seine Augen glitten lustvoll über ihr Gesicht. Kaum realisierte sie das, schon spürte sie seine sanften, rosigen Lippen auf den ihren. Sie schmunzelte.Nach einer gefühlten Ewigkeit, was in Wirklichkeit nur wenige Minuten waren, lösten sie sich voneinander. Noroelle setzte sich keuchend auf ihr weiches Bett. Sie gebot Roben es ihr gleichzutun. <bR>'Wie geht es dir, Roben?', fragte sie ihn sanft. 'Was macht deine Ausbildung?' <bR><bR>Roben <bR><bR>Er ließ sich neben Noroelle auf das Bett fallen. 'Eigentlich geht es mir gut...ich hab dich nur wahnsinnig vermisst', er lächelte sie an und fuhr mit den Fingern durch die Spitzen ihrer Haare. 'Meine Ausbildung...naja...ich muss hart arbeiten. Du glaubst nich wie oft ich Muskelkater habe...', er seufzte, 'Und wie läuft es bei dir so?' Noroelle begann zu erzählen. Interessiert hörte er ihren Schilderungen zu, fragte hier und da nach. Irgendwann. Mitten in ihren Erzählungen zog er sie neben sich, so dass sie beide auf dem Bett lagen, und küsste sie. Noroelle lag über Roben. Vorsichtig strich er ihren Rücken hinunter, streichelte sie. Er wagte es nicht mehr zu tun als sie zu küssen







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Kommentare

Sandra

21.01.2011 22:37:22

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