Warum? Teil 5

Autor: Dani
veröffentlicht am: 29.05.2007




Als Anni am nächsten Morgen aufwachte, war sie für ein paar kurze Momente orientierungslos. Doch dann erblickte sie Lilly und Stefan, die neben ihrem Bett saßen.Da fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Sie war im Krankenhaus, der Sturz… sie konnte sich nicht recht erinnern, was nach dem Moment des Fallens geschehen war.

Langsam und vorsichtig versuchte Anni sich im Bett aufzurichten. Stefan und Lilly bemerkten die Bewegung und waren in einem Satz bei ihr.
Ein müdes Lächeln glitt über Annis Gesicht: 'Was macht ihr zwei denn hier?', fragte sie mit dünner Stimme und bemerkte das tränenverschmierte Gesicht ihrer Freundin.
Stefan übernahm es zu antworten: ' Wir sind seit gestern Abend hier, wir wollten warten bis du aufwachst… um sicherzugehen, dass es dir einigermaßen gut geht!'
'Danke, ihr seid echt die besten Freunde der Welt!', hauchte sie, bevor sie wieder in den Schlaf glitt.

Nur mit viel Mühe konnte Stefan seine Freundin überreden, erst einmal mit ihm nach Hause zu fahren, um ein bisschen zu schlafen. Er versicherte ihr, dass sie am Nachmittag sofort wiederkommen würden. Er ließ sich nicht anmerken, dass Annis Unfall auch ihn sehr mitgenommen hatte.

Am frühen Nachmittag wachte Anni wieder auf. Sie hätte gern etwas getrunken, doch das Bewegen ihres Körpers wurde mit stechenden Schmerze im Kopf und im Arm quittiert.Ihr kullerten die Schmerzenstränen über das Gesicht, als Mark in das Zimmer trat. Als er sah, dass Anni wach war, eilte er zu ihrem Bett.

Anni fiel auf wie gut er in seinem weißen Arztkittel aussah und sie bemühte sich, die Tränen zurückzuhalten.
Mark nahm vorsichtig ihre unverletzte Hand und streichelte sie. 'Du machst Sachen…', flüsterte er und senkte den Blick. Anni glitt en wohliger Schauer über den Rücken. Sie genoss das Gefühl seiner starken aber sanften Hand auf der ihren.

Sie schaute ihn an und auch er konnte seinen Blick nicht abwenden. Es war, als würden ihre Augen miteinander verschmelzen. Nach einer endlos lang erscheinenden Zeit sprach Mark kaum hörbar: ' Anni…Anni, ich muss dir was sagen. I-…ich hab mich in dich verliebt!'Ein unbeschreibliches Glücksgefühl machte sich in Anni breit. `Mark hat sich in mich verliebt…in mich!`, dachte sie. Ihr war bewusst, dass sie trotz der Schmerzen strahle wie ein Honigkuchenpferd.

Dieses Strahlen reichte Mark als Antwort. Er berührte mit seinen Fingern ganz leicht ihre Wange. Anni schloss die Augen. Sie liebte schon jetzt das Gefühl seiner Finger auf ihrer Haut.
Mark beugte sich zu ihr herab und berührte mit seinen Lippen ganz leicht ihren Mund. Dann stand er auf, überprüfte den Tropf in Annis Hand, lächelte ihr noch einmal zu und ging aus dem Zimmer.

Selig vor Glück schloss Anni wieder die Augen. Sie konnte es gar nicht glauben. Es war, als wären all ihre Träume wahr geworden. Sie freute sich schon darauf, es Lilly zu erzählen.

Auch Mark war überglücklich. Summend und pfeifend zog er seinen Kittel aus. Er wollte kurz nach Hause und duschen. Danach würde er wieder kommen, um Anni abzuholen. Sie war nicht so schwer verletzt, dass sie noch länger im Krankenhaus hätte bleiben müssen. Vier bis Fünf Tage Ruhe würden Wunder wirken. Und da er ab morgen Urlaub hatte, wollte er ihr vorschlagen, sich um sie zu kümmern, bis sie wieder vollends fit war. Dieses Vorhaben war natürlich nicht ganz uneigennützig.
Er freute sich auf jede Sekunde, die er mit ihr zusammen verbringen würde. Anni war in der kurzen Zeit schon etwas ganz besonderes für ihn geworden. `Sie ist die Liebe meines Lebens`, wurde ihm bewusst.
-Fortsetzung folgt-







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