Warum? Teil 10

Autor: Dani
veröffentlicht am: 10.07.2007




Mark und Anni verbrachten zwei wundervolle Wochen auf einer malerischen Malediven-Insel mitten im Indischen Ozean. In diesem Urlaub fühlten sich beide so frei und sich einander so nah, wie sie es noch nie in ihrem Leben erlebt hatten. An einem schönen Abend, als beide am Strand entlang wanderten und ihre Augen den Sonnenuntergang betrachteten, wünschten sie sich, dass alles so bleiben sollte, wie es in diesem Moment war… so friedlich, so wunderschön und so vertraut.

Leider sollte dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen…

Als der Urlaub sich dem Ende neigte, überfiel Anni und Mark Traurigkeit, doch sie versprachen sich, dieses wunderbare gemeinsame Erlebnis immer im Herzen zu tragen.

Als das Flugzeug, dass die beiden wieder zurück in die Heimat gebracht hatte gelandet war und auch das Gepäck gefunden war, schlenderten beide Hand in Hand in Richtung Ausgang.Dieses mal waren Lilly und Stefan nicht gekommen, denn es war mitten in der Nacht. Mark und Anni gingen suchend durch die endlosen Reihen von Autos, bis sie endlich Marks darunter entdeckt hatten. Müde verstauten sie Koffer und Taschen im Kofferraum und fuhren nach Hause.

Sie machten sich nicht die Mühe, das Auto wieder auszuladen, als sie angekommen waren, denn morgen war ja auch noch ein Tag.
Todmüde fielen sie ins Bett und schliefen bis zum nächsten Mittag. Sie wurden unsanft von der Klingel geweckt. Anni, die als erstes auf den Beinen war öffnete die Tür und Lilly und Stefan standen dort.

Es folgte ein Nachmittag mit vielen Erzählungen über den verbrachten Urlaub.

Zwei Wochen später begann das Schrecklichste, was alle in ihrem Leben bisher erlebt hatten …

'Lilly, du … du musst unbedingt kommen.', stammelte Anni in das Telefon und legte kurz darauf auf. Lilly beeilte sich zu ihrer Freundin zu kommen und war auch schon eine Viertelstunde später eingetroffen. Anni öffnete die Tür mit aufgequollenen Augen und geröteten Wangen, sie hatte geweint.

Lilly nahm sie in den Arm und führte sie zum Sofa im Wohnzimmer. 'Nun erzähl schon, was ist los mit dir? Ist etwas mit Mark?', wollte sie wissen. 'Nein, nein, mit Mark ist alles in Ordnung…', antwortete Anni schon wieder schluchzend.

Stockend erzählte sie ihrer besten Freundin, dass ihre Tage schon seit fast einer Woche überfällig waren und sie befürchtete schwanger zu sein.

Diese Nachricht musste Lilly erst einmal verdauen, doch dann zog sie Anni vom Sofa hoch, um mit ihr in die nächste Apotheke zu gehen, und einen Schwangerschaftstest zu besorgen.Wiederwillig ging Anni mit, doch als sie wieder zurück waren, verließ sie der Mut den Test wirklich zu machen. Damit wollte sie warten, bis Mark am Abend heimkommen würde. Das war es jedoch auch, was ihr am meisten Angst bereitete. Wie sollte sie es bloß Mark beibringen, dass er höchstwahrscheinlich Vater wurde???

Anni bedankte sich bei Lilly, schickte sie dann jedoch weg, weil sie einige Zeit allein sein wollte um nachzudenken.

Einige Minuten bevor Mark nach Hause kommen sollte, rannen Anni vor Nervosität und Angst schon wieder die Tränen über das Gesicht.
Dann war es soweit: Mark schloss die Tür auf, legte wie immer seinen Schlüssel auf das kleine Schränkchen im Flur und kam ins Wohnzimmer. Dort fand er eine völlig aufgelöste Anni , zusammengekauert auf dem Sofa sitzend vor.
Besorgt eilte er zu ihr und legte einen Arm um sie. Ohne ihn anzusehen reichte Anni ihm den Schwangerschaftstest und stand auf. Ungläubig starrte Mark von Anni zu der Packung in seiner Hand und zurück: 'Schatz, was..?'
'Ich weiß es nicht…', sagte sie tonlos, bevor er noch weitere Fragen stellen konnte.Mark stand auf, ging zu Anni und umarmte sie: 'Wenn du schwanger sein solltest, bin ich der glücklichste Mann auf der ganzen Welt! Ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als ein Kind mit dir. Denn du bist die Frau, auf die ich gewartet habe!'

Anni ließ sich auf die Umarmung ein, doch sie flüsterte, ohne das er es hörte: ' Aber ich will kein Kind…was ist mit meiner Zukunft? Ich wollte doch noch soviel machen… '

-Fortsetzung folgt-







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