12 Monate Miami und die große Liebe??

Autor: FrenchKiss
veröffentlicht am: 28.12.2008




'You´re a little devil! Du hast allen Ernstes deiner 'Feindin' das Abiballkleid weggekauft und bist dann auch noch mit Timo zum Ball gegangen, wo sie doch auch ihn steht? !' fragte Dylan ungläubig, als ich zu Ende erzählt hatte. Ich nickte nur grinsend und meinte scheinheilig: 'Ich fand das Kleid so wunderschön, dass ich es haben musste! Und Timo hat MICH gefragt, ob ich mit ihm zum Abiball gehe! Was kann ich dafür!!' Dylan begann zu grinsen. 'Du siehst aus als wärst du total harmlos, aber dein Feind will ich nicht sein! You can be really nasty!' Wir unterhielten uns noch eine Weile über Deutschland, doch dann kam ein kühler Wind auf, der mich frösteln ließ. Ich stand auf, ging ins Haus und setzte mich mit dem Laptop auf die Couch. Ich schrieb meinen Eltern eine Mail, dass das Wetter wundervoll sei und die Gasteltern auch total nett. In meinem Posteingang befand sich eine Mail von Timo. Er schrieb, dass das Wetter in Deutschland alles andere als schön war. Eisige -10 °C herrschte bei mir zu Hause. Außerdem hätte Fanny, meine absolute Lieblingszicke, einen heftigen Wutanfall gehabt, als die Hälfte des Jahrgangs meinte, dass mir das Kleid ja total gut gestanden hätte und dass ich eine der Bestaussehensten gewesen sein. Ich begann zu kichern, weil ich mir bildlich vorstellen konnte, wie Fanny ausgerastet war. Außerdem hatte er ein Foto von uns beiden auf dem Abschlussball geschickt. Ich hatte an dem Abend einfach märchenhaft ausgesehen. Die Tür ging auf und Sally und Johnny stürmten herein. 'Kathy, do you play with us, please?' bettelten die beiden. 'Okay aber nur kurz, ihr müsst bald ins Bett!' So saßen wir auf dem Kinderzimmerfußboden und spielten Memory, bis Roxy ins Zimmer kam und meinte, dass die Zwillinge ins Bett müssten. Die zwei gingen ohne Murren ins Bedazimmer putzten sich die Zähne und zogen ihr Schlafanzüge an. Dann las Roxy ihnen eine Geschichte vor und schon waren sie eingeschlafen. Roxy und ich schlichen aus dem Zimmer und setzten uns zusammen auf die Veranda. 'Wie gefällt es dir bei uns?' fragte sie mich. Ich lächelte und antwortete: 'Ich fühl mich schon fast wie zu Hause! Es ist einfach wunderschön hier und ihr habt mich nett aufgenommen...' Roxy lächelte mich glücklich an. 'This pleases me! You are the first excange partner whom we take up with ourselves and I simply want to make nothing wrong!'-' You are a very good guest mother!' meinte ich. 'May I take you in the arm, Cathy?' ich nickte und sie schloss mich in den Arm. Roxy wünschte mir eine gute Nacht und ging ins Haus. Ich ging auch rein und holte meinen MP3-Player. Dann setzte ich mich wieder auf die Veranda und hörte Musik. Während ich so vor mich hin träumte, schoben sich immer wieder Bilder von Timo in meine Gedanken. Er war einfach süß, mit seinen eisblauen Augen und seinen strubbeligen, pechschwarzen Haaren. Sein Lachen war einfach ansteckend, egal wie schlecht man drauf war und Optimismus einfach was besonderes. Ich grinste vor mich hin. Es wunderte mich, dass ich jetzt erst bemerkte, dass er der Traumtyp schlechthin war. Ich gähnte kurz und beschloss ins Bett zu gehen. Da im Haus alles ruhig war und ich niemanden wecken wollte, indem ich das Licht einschaltete, ging ich vorsichtig über den dunklen Flur. Plötzlich kam jemand von hinten auf mich zu und hielt mich an den Schultern fest. Wie zu Eis erstarrt blieb ich stehen. 'Naa hast du dich erschreckt?' fragte mich Dylans Stimme aus der Dunkelheit. Ich fasste mir ans Herz. 'Sag mal spinnst du? Du kannst doch nicht mitten in der Nacht über den Flur geistern und mich zu Tode erschrecken!' keuchte ich, als mein Herz wieder langsamer schlug. 'Sorry!' flüsterte er und legte mir die Arme um die Schulter. Ich drehte mich zu ihm um, wobei ich immernoch in seiner Umarmung gefangen war und sah zu ihm hoch. Seine Augen blitzten, obwohl es stockdunkel auf dem Flur war. Mein Herz schlug immernoch heftig und mein Bauch fühlte sich an,als hätte sich ein ganzer Schwarm Schmetterlinge dort eingenistet. 'Klopft ja ganz schön heftig dein Herz!' meinte Dylan unschuldig. Verdammt konnte das Geklopfe da drinnen nicht aufhören...
'Hat dir schonmal jemand gesagt, wie süß du von oben aussiehst?' fragte Dylan mit rauer Stimme. 'Nein!' piepste ich. Wow, wenn man den symbolischen Funken, der überspringt hätte sehen können, dann wäre der Flur in diesem Moment hell erleuchtet gewesen. Ein Husten ertönte am anderen Ende des Flurs. Dylan und ich machten erst einen Schritt voneinander weg und sahen dann angestrengt in die Dunkelheit, um den Übeltäter zu entdecken.'Dad? What do you do here in the night?' fragte Dylan, als Samuel aus dem Schatten des Flurs trat.'I´m hungry!But what do YOU do here?'-'I were thirsty!' jetzt erfuhr ich auch, warum Dylan nachts auf dem Flur herumgeisterte. 'Ich wollte gerade ins Bett gehen!' meinte ich und wandte mich zum Gehen. 'Ich geh dann auch mal wieder!' Dylan stellte sich neben mich und flüsterte: 'Gute Nacht! Erhol dich von dem Schock!'-'Du auch! Ich meine schlaf auch gut!' flüsterte ich zurück, bevor ich die Tür schloss. Ich musste nicht lange über das Kribbeln im Bauch nachdenken, denn das Schmetterlingsgefühl sprach für sich: Liebe... ich war hundemüse und so zog ich mir nur das Kleid über den Kopf und schlief mit einem Lächeln auf den Lippen ein.







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