12 Monate Miami und die große Liebe??

Autor: FrenchKiss
veröffentlicht am: 07.11.2008




Wir gingen bis ans Ende des Flurs, wo Dylan eine Tür aufstieß hinter der sich mein Zimmer befand. Mir blieb die Luft weg. Das Zimmer war größer als meins zuhause. Es hatte sogar einen Fernseher und ein eigenes Badezimmer. Dylan zeigte auf eine Treppe, die, wie sich herausstellte, in mein Schlafzimmer führte. Das war unglaublich. Meine Eltern verwirklichten während meiner Abwesenheit meine Kindheitstraum vom Schlafzimmer auf dem Dachboden, während ich hier alles hatte was sich jeder Teenanger wünschte. 'Okay, jetzt wo du dein Zimmer kennst, sollte ich dir vielleicht den Rest des Hauses zeigen!' verkündete Dylan grinsend, über mein Staunen. Er zeigte erzählte, dass sein Zimmer direkt neben meinem lag und zeigte mir das Zimmer von Brittany, die sowieso gleich nach der Hochzeit ausziehen würde. Das Zimmer von Johnny und Sally, den 3-jährigen Zwillingen und das Familienbad, 'Solltest du mal das Bedürfnis nach einem warmen Bad haben!' meinte Dylan grinsend. Er zeigte mir auch den Keller, in dem sich ein Billiarderaum und ein Heimkino befand. Ich war einfach nur platt. Die führten hier ja das reinste Luxusleben! 'Und jetzt stellst du mich dem Rest der Familie vor! Damit die nicht die Polizei rufen, wenn sie mich sehen!' verlangte ich von ihm. Er zuckte nur die Schultern so als wollte er sagen: Wenn du es unbedingt willst... und meinte dann: 'Du hast den Pool noch nicht gesehen!' ich lachte und flitzte die Treppe wieder rauf in die Richtung in der ich den Garten vermutete. Ich landete im Wohnzimmer, wo eine total genervt Schneiderin versucht Brittanys Kleid umzustecken, was allerdings so gut wie unmöglich war, da die Braut wie angestochen auf dem Hocker herumtrippelte. 'Hier geht's lang!', Dylan packte mich von hinten und trug mich aus der 'Gefahrenzone'. Ich versuchte mich aus seinen Armen zu winden, doch er hielt mich fest umklammert, wie mein kleiner Bruder, wenn er spielen wollte. 'Was hast du vor? Dylan lass mich runter!'. Mein Gastbruder meinte grinsend, dass meine Wangen schon ganz rot waren, weshalb ich eine Abkühlung dringend nötig hätte. Als ich verstand was er vorhatte, begann ich noch stärker zu zappeln und mich zu wehren. Dylan störte das nicht. Er schleppte mich in den Garten zum Pool und warf mich hinein. 'Iiiiiiihhhhh!', kreischte ich nachdem ich wieder aufgetaucht war. Mir tropfte das Wasser aus den Haaren und mein Rock schwamm aufgebauscht um mich herum auf dem Wasser. Lachend hockte sich Dylan an den Beckenrand und meinte: 'Wo bleibt das 'Danke' Kathy?'. Ich schwamm auf ihn zu und hielt mich vor seinen Füßen am Beckenrand fest, um besser mit ihm reden zu können. 'Danke Dylan, es war wirklich viel zu warm! Aber jetzt...', blitzschnell packte ich ihn an den Füßen und zog ihn zu mir ins Wasser. '...bist du dran!' , beendete ich den Satz. 'Du bist ein echtes Beast!' prustete Dylan nach dem Auftauchen. Wir planschten noch eine Weile in dem kühlen Nass, bis dann Roxie kam und meinte, dass wir jetzt besser rauskommen sollten, weil es in wenigen Minuten Essen geben sollte. Triefend kletterte ich aus dem Wasser und wrang meine nassen Klamotten notdürftig aus. 'Du musst Kathleen, die Austauschschülerin, sein!' stellte Roxie freundlich fest. Ich hielt ihr die Hand hin. 'Kathy oder Kate reicht! Dylan hat mir schon alles gezeigt, damit ich nicht bei den Vorbereitungen im Weg stehe!' antwortete ich, während wir uns die Hand schüttelten.
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'Hey listen to me!', Roxie klopfte auf den Tisch, damit ihr alle zuhörten. 'This ist Cathy,the exchange partner from germany!', verkündete sie dann. Fünf Augenpaare starrten mich neugierig an. 'Hallo!', schüchtern sah ich in die Runde. Brittany musterte mich eingehend und meinte dann: 'Hast du ein schönens Kleid? Du bist jetzt zu meiner Hochzeit eingeladen!', verblüfft klappte ich den Mund auf und zu. Ich hatte erwartet, dass ich erstmal völlig fremd in dieser Familie war, doch die Cravens nahmen mich freundlich auf. Roxie, die sofort bemerkte, wie gerührt ich war, bat die Familie: 'Na los stellte euch doch nochmal vor! Samuel du fängst an!' Mein Gastvater folgte dem 'Befehl' seiner Frau und auch die Kinder folgten ihrer Anweisung. Besonders süß fand ich die kleinen Zwillinge, die sich auf meinen Schoß setzten und sagten: 'Wir sind Sally und Johnny! Cathy spielst du mit uns, wenn du jetzt unsere Schwester bist?', ich lächelte die Beiden an. 'Klar! Zu Hause hab ich auch einen kleinen Bruder!' Die Zwillinge grinsten über beide Ohren. Johnny nahm mich an die eine und Sally an die andere Hand und zusammen zogen sie mich zur Tür. Ich drehte mich noch kurz zu Dylan um, der mich breit angrinste und leise meinte, sodass nur ich es hörte: 'Und wann spielst du mit mir?'. Bevor ich jedoch antworten konnte, hatten die Zwillinge mich weitergezogen. In ihrem Zimmer saßen wir auf dem Fußboden und sahen sich meine Fotos an, die ich mitgebracht hatte. 'Ist das deine Mama und dein Papa?' fragte Johnny. Ich hätte ihn knuddeln können so süß fand ich seine Frage. Ich hätte den Beiden noch stundenlang alle Fragen beantworten, doch nach einer Stunde steckte Dylan den Kopf zur Tür rein und meinte: 'Ey ihr fleas jetzt geht's ins Bett! Morgen wollen wir doch picknicken gehen!' Das allgemeine Murren, das auf diese Aussage erklang, kannte ich von zu Hause. Auch Robby war IMMER am Meckern gewesen, wenn er ins Bett sollte. Aber mit der Zeit hatte ich einen einfachen Trick entwickelt, wie ich ihn ins Bett bekam: Ich hatte einen großen Mond auf ein Blatt Papier gemalt und Robby jedes Mal eine Stern dazu kleben lassen, wenn er ins Bett ging ohne zu murren. Als der Himmel voller Sterne war, waren wir zusammen im Zoo gewesen. Meine Eltern hatten diese Idee übernommen, doch nach einer gewissen Zeit war Robby auch ohne die Sterne ins Bett gegangen. Wenn das bei meinem Bruder klappte musste es auch hier funktionieren. Ich schnappte mir ein Blatt von Sallys Maltisch und zeichnete einen Mond darauf. Dann erklärte ich den Zwillinge das Prinzip. 'Wenn ihr jetz artig seid, dann bekommt ihr schon heute einen Stern!' versprach ich. Schwupps waren die Beiden bettfertig angezogen und lagen ganz ruhig in ihren Betten. Ich nahm mir lächelnd einen gelben Stift und zeichnete einen Stern zu dem Mond aufs Papier. 'Good night!Sleep well!' flüsterte ich den Johnny und Sally zu. Gemeinsam antworteten sie: 'You also!'
Dylan stand grinsend vor der Tür und hob den Daumen. 'Das hat noch keiner geschafft! Es gab immer Theater egal was wir gemacht haben! Und du? ! Bist nicht mal einen Tag hier und the fleas schlafen wie the angels!', ich zuckte die Schultern. 'Ich wollte dir noch was zeigen, come with me!', ich folgte ihm durch den Garten zu einem Weg, der an den Strand führte...







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