12 Monate Miami und die große Liebe??

Autor: FrenchKiss
veröffentlicht am: 16.11.2008




Unten hörte ich die Zwillinge Dylan fragen, ob ich nicht mitkäme. Er antwortete, dass ich noch müde sei vom Flug und schickte die Beiden schon zum Auto, während er sich noch vom Rest der Familie verabschiedete. Mich vergaß er natürlich. Ich machte meinen Laptop an und schrieb Timo und den anderen Mails, wie ich es versprochen hatte. Danach legte ich mich an den Pool und ließ mich von der Sonne braten, bis Brittany auftauchte und sich zu mir legte. Schweigend lagen wir nebeneinander. Im Stillen beschloss ich, mich bei Dylan zu entschuldigen. 'Süßes Handtuch, das du da hast!' lenkte Brittany ab. Ich lächelte verlegen. Das giftgrüne Handtuch mit dem schwarzen Schaf, war ein Geschenk von meinem Onkel gewesen, als er gehört hatte, dass ich 12 Monate in die USA gehen würde. Eigentlich fand ich es kindisch, doch ich hatte es mitgenommen, weil es mich an zuhause erinnerte. Sie lächelte mich freundlich an und rannte dann ins Haus um ans Telefon zu gehen. Auch ich ging ins Haus, setzte mich vor meinen Laptop undloggte mich bei MSN ein. Ich hatte Glück. Timo war auch gerade online und begrüßte mich mit einem freundlichen: >Hey wie geht's dir? < ich schrieb zurück: >Hey Timo! Mir geht's gut, irgendwas spannendes passiert, seit ich weg bin? Timo schrieb mir, dass Beatrix, meine beste Freundin, sich heute Morgen beim Skateboarden den Arm gebrochen hatte und jetzt sechs Wochen einen Gips tragen musste. Es klopfte und Brittany kam herein. 'Kann ich das Kleid sehen, dass du auf der Hochzeit tragen willst?' ich nickte kurz und schrieb Timo, dass er kurz warten sollte. Dann zog ich das Kleid an und zeigte es Brittany. 'Ich weiß nicht... ich würde vorschlagen, dass wir ein neues Kleid kaufen!' meinte sie. Ich sah sie entgeistert an. Das war mein Lieblingskleid! 'Morgen gehen wir shoppen!' verkündete sie und ging wieder. Ich zog mich wieder um, setzte mich wieder vor den Laptop und schrieb Timo, dass ich wieder da war. 'Ich vermiss dich! ' erschien plötzlich auf dem Bildschirm. Nach einem tiefen Seufzerschrieb ich zurück: 'Ich dich auch! ' Es klopfte wieder. 'Herein!' rief ich. Dylan streckte den Kopf durch den Türspalt. 'Can I walk in?' fragte er. 'Klar!' ich drehte mich auf dem Stuhl um und sah ihn an. 'Ich muss...' begannen wir gleichzeitig. 'Oh du zuerst!' ließ er mir den vortritt. 'Ich muss mich bei dir entschuldigen! Ich hab total übertrieben reagiert!' ich sah ihn schüchtern an. 'Ich wollte das gleiche sagen!' Er blieb am Türrahmen gelehnt stehen und wies mit dem Kopf auf den Laptop. 'Nachrichten von zu Hause?' fragte er dann grinsend. Ich nickte und fragte ihn was mir schon die ganze zeit auf der Zunge brannte: 'Woher kannst du eigentlich so gut deutsch?' fragte ich neugierig. 'Ich habe in der Schule Deutsch gelernt! Und vor zwei Jahren war ich ein halbes Jahr in Deutschland! Wie du jetzt auch!' Deshalb sprach er also fast fließend deutsch. Er grinste mich schief an und ging um Roxie beim Abwaschen zu helfen. Er wollte gerade die Tür hinter sich zuziehen, als ich ihn rief. 'Dylan, kommst du morgenmit Einkaufen? Brittany meinte, dass ich ein neues Kleid bräuchte!' Dylan verdrehte die Augen, weil er wahrscheinlich ahnte, dass es ein Shoppingmarathon werden würde. Ich sah ihn bittend an. 'Okay! Ich brauche schließlich auch noch einen Anzug!' stimmte er zu. Ich strahlte ihn an. Er kam wieder ins Zimmer und setzte sich neben mich auf die Couch. 'Your smile remind me on a girl, who has get a new doll!' sagte er. Ich lachte. 'Darf ich wissen, wer dir schreibt?' fragte er als eine neue Nachricht von Timo auf dem Bildschirm auftauchte. 'Mit Timo! Er sagt dass sie mich alle vermissen, er besonders!' antwortete ich ehrlich. Ich vertraute Dylan aus irgendeinem Grund, wie einem richtigen Bruder. Auch nach so kurzer zeit. 'Ich vermiss dich? Du bist doch erst zwei Tage hier!' stellte er trocken fest. Er fuhr fort: 'Jetzt mal ehrlich: Ihr seid zusammen! Mir kannst du es doch ruhig sagen!' er zwinkerte mir verschwörerisch zu. 'Nein Dylan, wir sind nicht zusammen! Er ist mein bester Freund und wir haben seit wir 14sind, jeden Tag zusammen gehangen! Ich bin jetzt 12 Monate hier! Da vermisst man den Anderen schon nach zwei Tagen!' stellte ich klar. 'Neugierig bist du auch überhaupt nicht, oder? !' stichelte ich. Jetzt wurde mir erst bewusst, wie sehr ich die Anderen vermisste. Ich dachte an die lustigen Dinge die wir erlebt hatten: wir hatten mein Zimmer gestrichen, waren nachts zusammen im See schwimmen gewesen und zuletzt hatten sie eine Abschiedsparty für mich organisiert. Wir hatten in Timos Wohnung gefeiert und zwar so laut, dass sich die Nachbarn beschwert hatten. In meinem Kopf lief plötzlich ein Film ab: Timo und ich allein in der Küche. Im Wohnzimmer dröhnte die Musik laut. Ich saß auf der Arbeitsfläche, weil sich auf den Stühlen aller möglicher Kram stapelte. Timo stand vor mir und sah mir tief in die Augen. 'Ich wird dich vermissen!' flüsterte er. 'Kathy, ich...' er brach mitten im Satz ab und legte mir die Hand auf die Wange. 'Ich... hab. ich hab mich in dich verliebt!' platzte es aus ihm heraus. Die Türflog auf und Beatrix stand im Türrahmen. Ich stürmte an ihr vorbei auf die Toilette. Später musste er mir versprechen, dass er mir die zeit geben würde, die Sache zu verdauen, bis dahin wollten wir einfach Freunde sein. So schwer es für ihn auch war. Er hatte sich unter Kontrolle.







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