In love again

Autor: Allegra
veröffentlicht am: 10.04.2009




***Also ich will ja natürlich, dass ihr erfahrt, warum Natalie Paul und nicht Jack heiratet. Aus diesem Grund lasse ich meine Hauptperson in Erinnerungen schwelgen. LG Allegra***Kapitel 1

Mit den Tränen, die über ihre Wangen strömten, kamen auch die Erinnerungen, die sie so verzweifelten versuchte aus ihrem Gedächtnis zu streichen. Sie versuchte zu vergessen, wie Jacks Lippen schmeckten, wie sich sein Körper anfühlte, wie sanft und männlich seine Stimme klang. Wie hungrige Geier in der Wüste, stürzten sich diese Erinnerungen aus sie.

***(vor etwa 3 Jahren)
Es war bereits nach 23:00 Uhr und sie war immer noch nicht fertig. Sie trug noch einen Lippenstift auf und pustete eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich aus ihrem Zopf löste.Das Klingeln an der Tür ließ sie aufschrecken.
-Ich mache schon auf. - hörte sie ihre Schwester Amanda aus dem Wohnzimmer rufen.Natalie ließ ihren Bademantel auf den Boden fallen und schlüpfte in eine schwarze hautenge Jeans und ein rotes rückenfreies Top.
-Bist du schon fertig? - der Kopf ihrer besten Freundin Sarah erschien in dem Spalt ihrer Zimmertür.
-Gleich. - sagte Natalie. Sie setzte sich auf ihr Bett und zog ein paar schwarze hochhackige Stiefel hervor. Während sie den Reisverschluss der Stiefel zuzog, bediente Sarah sich an dem Schmikkoffer ihrer besten Freundin. Vor dem Schrankspiegel zog sie ihren Lidstrich noch mal nach.
-Ich hoffe, ich lerne heute jemanden kennen. - schwärmte Sarah und ließ sich neben Natalie auf das Bett fallen. Mitfühlend schaute Natalie ihrer Freundin an.
-Er hat nicht angerufen. - entnahm sie dem traurigen Blick ihrer Freundin. Sarah schüttelte bloß mit dem Kopf und ließ ihn sinken.
Seit drei Monaten hatte Sarah ein Verhältnis mit dem reichen Rechtsanwalt Viktor. Das Problem war dabei nur, dass er verheiratet war und das ganze Geld, was er als seins bezeichnete, gehörte seiner Ehefrau und deren Familie. Sarah jedoch war über beide Ohren in ihren Chef verliebt und ließ sich von seinem Charme einlüllen. Vor einer Woche gab er Sarah das Versprechen, sein Frau zu verlassen um mit ihre zusammen zu sein. Doch seit dem hatte er sich bei ihr nicht mehr gemeldet und bei der Arbeit behandelte er sie wie jede andere Angestellte auch. Sarah tat Natalie leid, doch was konnte sie schon machen?
-Er wird sie verlassen. - sagte Sarah und schaute Natalie in Erwartung einer Bestätigung an. Obwohl sie wusste, dass es Sarah wehtun würde, sagte sie:
-Ich glaube nicht. - Tränen traten Sarah in die Augen und sie seufzte. - Er ist ein ignoranter Idiot und Lügner. Du sollst ihn vergessen. - fügte sie zu und legte einen Arm um die Schulter ihrer Freundin. - Und heute gehen wir los und finden für dich einen tollen Kerl, der Augen nur für dich hat. - versprach Natalie und Sarah lächelte sie an.
-Du hast recht. - stimmte Sarah ihr zu und wusch die Tränen weg. Sie stand auf und zog Natalie auch auf die Beine. - So sexy, wie wir heute aussehen, sind die Typen sowieso unsere. - meinte sie und blinzelte flirtend mit den grünen Augen. Natalie schmunzelte und nahm ihre Handtasche.
-In zehn Minuten kommt Mrs. Olsen. - teilte Natalie ihrer Schwester mit, die gerade auf dem Sofa saß und sich eine Folge von CSI Miami anschaute. Zu der Aussage ihrer Schwester, drehte sie sich zu dieser um und verdrehte empört die Augen.
-Ich bin schon sechzehn. - teilte sie Natalie mit. - Außerdem kommt Oliver gleich. - sagte sie weiter. Natalie kam auf ihre Schwester zu und verwuschelte ihr Haar.
-Deswegen auch Mrs. Olsen. - sagte sie dazu.
-Wir machen schon nichts. - entgegnete Amanda und fuhr durch ihr verwuscheltes Haar.- Und wenn, weiß ich in welcher deiner Schubladen die Kondome liegen. - sagte sie hämisch lächelnd und erntete eine bösen Blick ihrer Schwerster. - War ja nur ein Scherz. - verteidigte sie sich.
-Komm schon. - sputete Sarah an der Tür. Nervös schaute sie auf die Uhr auf ihrem Handgelenk.
-Sei brav. - meinte Natalie zum Abschied und küsste ihrer Schwester auf die Stirn.-Ich habe ja auch keine Gelegenheit um unartig zu sein. - entgegnete Amanda und wendete sich wieder dem Fernseher zu.

Nach etwa 20 Minuten erreichten sie mit dem Taxi den angesagtesten Club der Stadt. 'Lotus' war immer überfüllt und man kam nur rein, wenn man gute Kontakte zu dem Personal hatte. Glücklicherweise kannte Sarah den Türsteher Drew. In der Highschool hatten sie gemeinsam einige Kurse und blieben danach im Kontakt.
Drew war nicht zu übersehen. Ein 2 Meter großer, dunkelhäutiger Mann in einer Lederjacke fiel jedem ins Auge.
-Hi Drew. - brüllte Sarah durch die Menge. Er lächelte ihnen zu und winkte sie zu sich.-Hallo ihr Süßen. - begrüßte er die beiden mit einem Kuss auf die Wange. - wie geht es so? - er fragte sie eigentlich beide, doch seine Augen hafteten auf Sarahs Gesicht, was Natalie nicht entging. Schon in der Schule war Drew unsterblich in Sarah verliebt, doch ihr Herz blieb für ihn verschlossen.
-Gut. - entgegnete Sarah und schenkte ihm ein schönes Lächeln, was sein Gesicht zum Strahlen brachte. - wie sieht es drinnen aus? - erkundete sie sich.
-Voll wie immer. - sagte Drew. - Viel Spaß. - wünschte er ihnen und öffnete für sie die Tür.Ein Gemisch aus Alkohol und Zigaretten schlug ihnen entgegen. Natalies Augen tränten, doch Sarah ließ ihr keine Verschnaufpause. Sie schleppte sie zur Bar, wo sie sich zwei Margaritas bestellten.
-Auf uns und die schönen Männer. - prostete Sarah ihrer Freundin zu. Es war sehr laut und sie mussten sich gegenseitig anschreien um sich zu verstehen.
Eine Stunde später hatten sie bereits mehr als fünf Margaritas intus und in Partylaune.-Das ist mein Lieblingslied. - schrie Sarah Natalie ins Ohr als die Stimme von Rihanna aus den Boxen drang. Sie nahm Natalies Hand und zehrte sie auf die Tanzfläche. Sie bewegten sich zum Rhythmus der Musik als Natalie plötzlich eine schweißnasse Hand auf ihre Taille fühlte. Sie drehte ihren Kopf um in das Gesicht des frechen Typen zu sehen. Sein Gesicht war ihrem so nah, dass sie seinen nach Alkohol richenden Atem wahrnahm. Angeekelt rümpfte sie die Nase. Mit einem gezwungenen Lächeln entfernte sie die Hand des Mannes von ihrer Hüpfe und schupste ihn weg. Man wusste nie, wie die Betrunkenen auf eine Abfuhr reagieren. Der Mann lächelte sie bloß an und schmiegte sich an sie. Anscheinend nahm er ihre Abfuhr zum Antrieb, sie noch mehr anzumachen.
-Lass mich. - sagte sie ihm ins Ohr und stieß ihn erneut weg. Aber so leicht ließ er sich nicht abwimmeln. Er schlang seine Arme um sie und legte seine Hände auf ihren Hintern. - Hände weg, du Widerling. - schimpfte sie und versuchte sich aus seiner Umarmung zu befreien, doch vergeblich. Er war einfach zu stark. Sie wehrte sich verzweifelt.
-Zier dich doch nicht so. - sagte er ihr ins Ohr und drückte ihr einen nassen Kuss auf die Wange.
-Lass mich los. - schrie sie. Hilfesuchend schaute sie sich um, doch keiner schien sie wahrzunehmen. Sarah war auch verschwunden. Grob wurde sie aus den Armen der Mannes gerissen. Noch bevor sie etwas verstehen konnte, sah sie in einen breiten Rücken, gehüllt in ein rosafarbendes Hemd.
-Sie hat nein gesagt. - nahm sie die schöne Stimme ihres Beschützers war. Er war etwa einen halben Kopf größer als Natalie und seine Schultern waren breit und muskulös.
-Hau ab. - sagte der Betrunkene und kam einen Schritt auf Natalies Beschützer zu. - Sie will mich. - meinte er und warf Natalie, die hinter der rechten Schulter ihres Beschützer hervorschaute lüstern an. Sie rümpfte erneut die Nasen.
-Willst du ihn? - ihr Beschützer drehte seine Gesicht zu ihr und sie sah sein Profil. Er hatte eine Adlernase und ein Narbe unter dem Wangenknochen.
-Natürlich nicht. - sagte Natalie empört.
-Dachte ich mich schon. - sagte er und lächelte.
-Geh bei Seite. - brüllte der Betrunkene und versuchte den Beschützer bei Seite zu stoßen, doch er bewegte sich keinen Millimeter, was den Betrunkenen noch wütender machte. Er holte aus, doch bevor seine riesige Faust das hübsche Gesicht des Beschützers berühren konnte, fiel er auf den Boden und hielt sich den Bauch. Die Gäste von *Lotus* bildeten bereits einen Kreis um sie. Nach wenigen Minuten richtete sich der Betrunkene auf und warf sich auf den Mann, der Natalie zur Hilfe eilte. Diesmal konnte er nicht ausweichen und die Männer gingen zu Boden. Irgendwo kreischte eine Frau und Glas ging zu Bruch. Keiner der Anwesenden versuchte die Männer auseinander zu nehmen, sie schaute alle amüsiert zu. Machen hatte sogar ihre Handy rausgeholt und nahmen das Geschehen auf.
Die Männer von der Security eilten hervor und nahmen die Schlägerei auseinander. Wobei sie die aufbrausenden Männer aus der Tür warfen.
-Er kann nicht dafür. - rief Natalie immer wieder. Sie wollte jetzt den Mann beschützen, doch sie wurde einfach nicht wahrgenommen.
Als sie sich endlich nach draußen gekämpft hatte, sah sie ihren Beschützer nicht weit von dem eingab an der Wand stehen. Die Ärmel seines Hemdes waren hochgekrempelt. Er warf den Kopf in den Nacken und versuchte das Nasenbluten zu stoppen. Natalie eilte zu ihm und suchte nach einem Taschentuch in ihrer Handtasche.
-Geht es dir gut? - fragte sie besorgt. Er schaute sie aus dem Augenwinkel an und nahm das Taschentusch entgegen, was sie ihm entgegenstreckte.
-Ja, danke. - sagte er und ließ sein Kopf sinken. Erst jetzt sah Natalie, dass er mehr als eine blutige Nase von der Schlägerei davon trug. Sein rechtes Auge war geschwollen und seine Unterlippe war aufgeplatzt.
-Ich wollte mich bei dir bedanken. - sagte sie schüchtern. - Nicht jeder hätte sich so dazwischen geworfen. - fügte sie hinzu. Er lächelte und stöhnte im nächsten Moment vor Schmerz auf.
-Tut mir leid. - entschuldigte sie sich. Lächelnd schaute er sie an. Natalie wurde ganz schwindelig und heiß von dem Blick seiner stahlblauen Augen.
-Jack. - stellte er sich vor.***

Sarahs Stimme holte Natalie aus ihrer Erinnerung an ihr Kennenlernen mit Jack wieder zurück.
-Alle warten bereits auf dich. - sagte Amanda und reichte Natalie ein Taschentuch.

Fortsetzung folgt...







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