Du bist mein Leben

Autor: Allegra
veröffentlicht am: 14.08.2009




Kapitel 2

In Mister Coopers B?ro angekommen, schloss er hinter Kate die T?r.
-Nun, - fing er an. - Sie wollten mit mir sprechen. - meinte er und schaute sie an.-Oh ja? - stotterte sie, unter den Blick dieser blauen Augen fiel es ihr recht schwer einen klaren und vor allem brauchbaren Gedanken zu fassen. - Danke, dass Sie mich empfangen. - meinte sie.
-Ich hatte ja auch keine andere Wahl. - gab er zur?ck und Kate f?hlte, wie ihre Wangen rot anliefen. Er setzte sich auf die Kante seines Arbeitstisches und sah sie erneut an. Kate f?hlte sich sehr unbehaglich und ihre Handfl?chen waren sehr feucht. - Vielleicht stellen Sie sich erstmal vor. - schlug er vor.
-Oh ja.. - meinte sie und streckte ihm ihre Hand entgegen. - Mein Name ist Katelyn Valenciano. - nannte sie ihren Namen und Mister Cooper dr?ckte ihre Hand. Seine Hand war angenehm warm.
-Mikel Cooper. - stellte er sich ebenfalls vor.
-Ich bin hier um mich bei Ihnen zu bewerben. - sagte sie, nachdem sie sich wieder gefangen hatte. - Hier sind meine Unterlagen. - f?gte sie hinzu und ?bergab ihm ihre Bewerbungsmappe, die er, ohne einen Blick rein zu werfen, auf den Haufen Papiere auf seinen Tisch warf. Kate war irritiert.
-Dreh dich bitte. - sagte er zu ihr und sie schaute ihn fragend an. - Drehen. - verdeutlichte er seine Worte mit dem Kreisen seines Zeigefingers. Kate drehte sich um ihre eigene Achse.-Sehr sch?n. - sagte er blo? dazu. - Welche Ma?e hast du? - fragte er weiter.
-Bitte? - jetzt wusste Kate gar nicht mehr.
-Ich meine, Brust-, Taillen- und H?ftumfang. - sagte er dann.
-86, 63, 90. - sagte sie dazu.
-Sehr sch?n. - sagte er dann und l?chelte ihr zu. Kates Mundwinkel zuckten nur. Er stand auf und ging einmal um sie herum. - Sehr sch?n. Br?netten sind momentan sehr angesagt. Exotisch. - redete er vor sich hin.
-Ich verstehe nicht ganz. - sagte Kate ohne ihn aus den Augen zu lassen.
-Du willst einen Job, ich habe einen f?r dich. - sagte er. - Jetzt m?chte ich dich im Bikini sehen. - meinte er.
-Aber ? - protestierte Kate. - Das ist ein Missverst?ndnis. - sagte sie dazu, doch Mister Cooper h?rte ihr nicht mehr zu.
-Geh nach unten zu Margerie. Sie soll dich in die Garderobe begleiten. - sagte er und legte ihr seine Hand in das Kreuz.
-Aber? - versuchte Kate wieder das Wort zu ergreifen, doch er ?ffnete bereits die T?r und schob sie sanft raus. Dann gab er ihr einen Klaps auf den Hintern.

-Sie Mistkerl. - schimpfte Kate und gab ihm eine saftige Ohrfeige. -Wie k?nnen Sie es wagen? - sie war rasend vor Wut. Ihr Atem ging schnell und das Herz raste.
Mister Cooper schaute sie ?berrascht an und rieb sich die linke Wange.
-Was hast du denn f?r ein Problem? - meinte er ver?rgert. - Du kommst zu mir, willst einen Job. Ich nehme mir Zeit f?r dich und das ist der Dank. - sagte er aufgebracht.
-Sie Lustmolch. - schimpfte Kate weiter. Ihre gr?nen Augen funkelten ihn b?se an. Wie kann so ein attraktiver Mann, so ein Arschloch sein, ging ihr ein Gedanke durch den Kopf. Aber mit attraktiven M?nnern stimmte immer etwas nicht, entweder schwul, vergeben oder solche Arschl?cher wie dieser Cooper.
-Ganz sachte, meine S??e. - versuchte er sie zu beruhigen und hob die H?nde abw?hrend vor sich.
-Ich bin nicht Ihre S??e. - verk?ndete sie ihm. Sie st?rmte in sein B?ro und nahm ihre Mappe von seinem Tisch. Doch als sie gehen wollte, stellte er sich ihr in den Weg.
-Warte mal. - sagte er bes?nftigend. - Was willst du von mir? - fragte er sie.
-Ich ? ich wollte mich bei Ihnen vorstellen. - sagte sie ?ngstlich und schaute sich in dem Raum nach einer Fluchtm?glichkeit um.
-Das hatten wir schon. - lie? er sie wissen.
-Ich bin Modedesignerin. - sagte sie und dr?ckte ihre Bewerbungsmappe wie ein Schutzschild an sich.
-Dann habe ich dich ganz falsch verstanden. - meinte er und l?chelte wieder. - Es ist blo? ein Missverst?ndnis. - sagte er dazu. Doch Kate glaubte ihm kein Wort.
-Lassen Sie mich vorbei. - bestand sie. - Sonst werde ich schreien. - drohte sie ihm.-Keine Panik. - meinte er nur dazu und kam auf sie zu.
-Bleiben Sie da, wo Sie sind. - sagte sie, wich einen Schritt zur?ck und stie? mit ihren Oberschenkel gegen die Tischplatte. Doch er h?rte nicht auf sie. Er kam auf sie zu und wollte ihr die Mappe aus ihren Armen ziehen, doch Kate hatte keine Lust mehr sich mit ihm zu unterhalten. - Gib mir bitte die Mappe. - bestand er und zog an einer Seite.
-Nein, lassen Sie das. - entgegnete Kate und zog an der anderen Seite. Mit diesem Lustmolch wollte sie keine weitere Minute in einem Raum sein.
-Gib schon her. - sagte er und entriss ihr endlich die Mappe. Er setzte sich an seinen Tisch und besch?ftigte sich jetzt mit ihrer Mappe. Die Wut wurde zur Hoffnung. Mode war ihr Leben und wenn so ein Designer wie Mike Cooper sich Zeit f?r sie nahm, hatte das schon was zu bedeuten. Sie hielt den Atem an und beobachtete ihn, wie es ihre Mappe durchbl?tterte.-Sehr frisch. - murmelte er vor sich hin, als er ihre Skizzen ?berflog. - Das ist sehr gut. - sagte er dazu und Kates Herz machte Luftspr?nge.

10 weiter Minuten stand sie erwartungsvoll vor seinem Tisch, w?hrend er ihre Entw?rfe durchging. Endlich schloss er die Mappe und wand sich ihr zu.
-Insgesamt sind deine Entw?rfe gut. - sagte er dazu.
-Aber? - meinte Kate dazu.
-Aber, - fing er an und dachte kurz nach. - Deine Skizzen sind so steif und das gewisse Etwas fehlt auch. - f?gte er hinzu.
-Sind sie gar nicht. - protestierte sie und versuchte die Mappe von seinem Tisch zu nehmen. Sie war gekr?nkt. In der Modeschule hatte sie nur Lob und Anerkennung erhalten und war auf Kritik nicht vorbereitet. Mister Cooper legte jedoch seine Hand auf die Mappe.
-Aber ich gebe dir noch eine Chance. - sagte er dann. Fragend schaute Kate ihn an. - Morgen fr?h um 09:00 Uhr kommst du zu mir. Nimm dir Zeit und bearbeite deine Entw?rfe, hauche ihnen Leben ein. - schlug er ihr vor.
-Meinen Sie es ernst? - fragte Kate, die es gar nicht glauben wollte, dass er ihr noch eine Chance gab sich zu beweisen.
-Ja. - er nickte und ?bergab ihr die Mappe. - Ich habe immer gedachte, eine Frau ist entweder h?bsch oder talentiert. Ich gebe dir die M?glichkeit mir zu beweisen, dass diese beiden Eigenschaften in einer Frau zu finden sind. - f?gte er hinzu.
-Morgen um 09:00 Uhr. - best?tigte sie und er nickte nur l?chelnd. - Ich werde Ihnen beweisen, dass ich es schaffen kann. - f?gte sie hinzu.
-Das werden wir morgen erfahren. - sagte er noch zum Abschied und wand sich wieder seinem Computer zu.
-Bis Morgen. - verabschiedete sie sich und verlie? sein B?ro.

Auf dem Weg nach Hause ging sie in ihren Gedanken noch mal das Gespr?ch mit Mister Cooper durch. Nat?rlich war er ein arrogantes, riesiges Arschloch, doch er k?nnte es schaffen, sie nach ganz oben zu bringen. Er gab ihr die Chance und sie war bereits diese anzunehmen. Sie musste bei Ophelia nicht f?r immer bleiben. F?r ein halbes Jahr, wenn es hoch kommt und wenn sie dann Erfahrung vorzuweisen hat, wird es f?r sie gar nicht so schwer sein, irgendwo anders zu arbeiten.
Ganz aufgeregt und voller Tatendrang kam sie Zuhause an. Sie zog sich um und machte sich sofort an die Arbeit. Sie holte alle ihre Entw?rfe raus und versuchte eine Kollektion zusammen zu suchen.
Auf dem Boden sitzend fand sie dann auch Betty vor.
-Schon da. - sagte sie ?berrascht und trocknete ihr nasses Haar ab. - Wie ist es gelaufen? - fragte sie, w?hrend sie im K?hlschrank nach was Essbarem suchte.
-Gut. - sagte Kate ganz abwesen. - Das ist gut. - murmelte sie vor sich hin.
-Was machst du da? - fragte Betty, als sie eine Packung vom Chinesen aus dem Kuhlschrank zog und sie in die Mikrowelle steckte.
-Ich arbeite. - meinte sie nur.
-Okey. - sagte Betty dazu. - Hast du Hunger? - fragte sie dann.
-Ja, ich komme gleich. - sagte sie und kaute an ihrem Bleistift. - Das ist nicht gut. Aber vielleicht so. - sagte sie.
Die Mikrowelle piepte und Betty schaufelte Nudeln mit H?hnerfleisch auf zwei Teller.-Kate. - rief sie nach ihrer Freundin. Kate erhob sich und setzte sich an den Tisch. - Jetzt erz?hle mal. - forderte Betty sie auf.
-Zuerst haben sie mich 2 Stunden warten lassen. - erz?hlte Kate die Kurzfassung. - Dann kam Mike Cooper und ich habe mit ihm gesprochen. - sagte sie.
-Mike Cooper? - Betty war sichtlich beeindruckt. - Sieht er wirklich so gut aus, wie es die Zeitungen schreiben? - wollte sie wissen.
-Ja. - sagte Kate dazu. - Aber er ist ein Lustmolch. - f?gte sie hinzu. - Er hat mir auf den Po gehauen. - sagte sie und Betty Kinnlage fuhr nach unten.
-Ist er ein Sadist oder was? - meinte sie.
-Keine Ahnung. - sagte Kate und zuckte mit den Schultern. - Auf jeden Fall habe ihm dann die Visage poliert und ihm gesagt, was ich von ihm halte. - erz?hlte sie weiter. - Dann hat er sich meine Skizzen angeschaut und gesagt, dass das gewisse Etwas fehlen w?rde. Er hat mir bis morgen Zeit gegeben um meine Entw?rfe zu bearbeiten. - meinte sie.
-In einer Nacht willst du etwas erschaffen, was die besten Designer in einem Monat hinkriegen. - wollte Betty wissen.
-Ich will es versuchen. - Kate wirkte einwenig zerknirscht. - Ich will das Beste daraus machen und es diesem Schn?sel zeigen. - der Kampfgeist war wieder in ihr erwacht. Nach dem Essen setzte sie sich wieder an die Entw?rfe.
Als Betty um 21:00 Uhr zur Arbeit aufbrach, hatte Kate bereits 5 Tassen Kaffe intus und arbeitete immer noch.

Die Wohnungst?r ging auf und Betty schleppte sich m?de rein. Sie zog ihren Mantel aus und schlenderte auf die Toilette, als sie beinahe ?ber Kate stolperte, die auf dem Boden eingeschlafen war.
-Kate. - r?ttelte Betty sie wach. - Steh auf, es ist schon 06:00 Uhr. - lie? sie ihre Freundin wissen. Kate setzte sich auf und rieb die m?den Rippen. Sie hatte Kopf- und Gliederschmerzen. - Hast du ?berhaupt geschlafen? - wollte Betty wissen.
Kate schaute auf die Uhr.
-20 Minuten habe ich geschlafen. - lie? sie ihre Freundin wissen. - Ich muss mich jetzt auch fertig machen. - sagte sie und erhob sich.
-Und? - fragte Betty.
-Ich habe mein Bestes gegeben. - sagte Kate unsicher und biss sich auf die Unterlippe.-Du bist die Beste. - Betty legte ihr einen Arm um die Schultern. - Und wenn diese Idiot von Cooper es nicht erkennt, dass soll er sich vielleicht eine Brille verschreiben lassen. - sagte sie und l?chelte Kate aufmundend zu. Kate l?chelte auch schwach.
-Und jetzt gehe ich mal schlafen. - sagte sie, schminkte sich im Bad ab und fiel in die Federn.Kate schaute sich noch mal die Entw?rfe an und schloss dann die Mappe.

Um viertel vor neun stand sie an der Theke.
-Guten Morgen. - begr??te sie Margerie.
-Guten Morgen. - gab diese zur?ck.
-Ich habe heute um 09:00 Uhr einen Termin mit Mister Cooper. - sagte Kate l?chelnd.-Es tut mir leid, aber er wird heute bis zum Mittag nicht reinkommen. - lie? Margerie sie wissen und Kates Welt brach zusammen. - Er spielt heute in dem Golden Club Tennis, wie auch jeden Dienstag. - f?gte sie hinzu.
-Aber wir haben gestern einen Termin ausgemacht. - sagte sie unsicher.
-Davon wei? ich nichts. - sagte Margerie und l?chelte sie mitf?hlend an. - Er ist nicht da. - f?gte sie hinzu. Kates Unterlippe zitterte und die Augen f?llten sich mit Tr?nen. Wie konnte er blo?? Und sie war auch so bl?d ihm zu glauben. Die ganze Nacht hatte sie nicht geschlafen, um eine Kollektion fertig zu machen.
-Danke. Aus Wiedersehen. - sagte Kate und schnellte aus dem Geb?ude. Auf der Stra?e ?berkamen sie dann die Tr?nen und tropften auf ihre wei?e Bluse.
-Miss, kann ich Ihnen behilflich sein? - h?rte sie von links eine bekannte Stimme. Sie wusch ihre Tr?nen weg und l?chelte Pete an.
-Nein, es ist alles in Ordnung. - sagte sie dann. - Auf Wiedersehen. - verabschiedete sie sich und machte sich mit h?ngenden Schultern auf den Weg nach Hause.
Den ganzen Weg nach Hause rannten ihr Tr?nen ?ber die Wangen. Noch nie in ihrem Leben f?hlte sie sich so ausgenutzt und verraten. Sie hatte ihm geglaubt und ihm seinen Klaps auf den Hintern verziehen, fast verziehen und er geht so mit ihr um. Sie konnte es nicht fassen, wie ein Mensch einem anderen so etwas antun konnte. Sie versprach sich, das Modehaus Ophelia nie wieder zu betreten.

Als sie die Treppe zu ihrer Wohnung hoch lief, sah sie Betty sich mit Arthuro, einem Nachbarn unterhalten. Betty sah sehr verschlafen aus und lehnte, in ihren roten Bademantel geh?llt an den T?rrahmen.
-Hi Kate - begr??te Arthuro sie und Betty verdrehte nur l?chlend ihre Augen. Schon seit mehreren Jahren, war Arthuro ?ber beide Ohnren in Kate verliebt, was sie jedoch einfach nicht einsehen wollte. - Der Postbote hat aus versehen eure Briefe in meinen Briefkasten geworfen. - f?gte er hinzu.
-Hi. - konnte Kate nur aus sich herauspressen.
-Was ist denn los? - fragte Betty, als sie das verweinte Gesicht ihrer Freundin sah.-Er hat mich sitzen lassen. - sagte Kate und weinte. - Seine Sekret?rin sagte mir, dass er heute bis Mittag im Golden Club Tennis spielt. - f?gte sie hinzu. - Ich bin so eine Idiotin. - schimpfte sie ?ber sich selbst. - Kannst du das bitte entsorgen? - bat sie und dr?ckte Betty die heute Nacht m?hsam zusammengestellte Mappe in die Hand.
-Kate. - wollte Betty etwas sagen, doch Kate schnitt ihr das Wort ab.
-Ich bin m?de. - sagte sie nur und verschwand in der Wohnung.
-Was ist mit ihr los? - wollte Arthuro wissen.
-Sie war gestern bei einem Vorstellungsgespr?ch und der Typ sagte ihr, sie soll an ihren Skizzen arbeiten und sie heute bei ihm vorbeibringen. Aber heute war er nicht da. - erkl?rte Betty.
-Wenn ich diesen Typen treffen w?rde, w?rde ich ihn alle Rippen brechen. - drohte Arthuro und ballte die F?uste.
-Ganz ruhig. - meinte Betty in Gedanken versunken. - Wei?t du wo dieser Golden Club ist? - fragte sie dann.
-Ja. - nickte er. - Etwas 20 Minuten von hier weg. - lie? er sie wissen.
-Mach dich fertig. Du f?hrst mich dorthin. - sagte Betty und ging sich anziehen.

Fortsetzung folgt ...

***Hallo zusammen, ihr hoffe ihr habt genauso so viel Spa? beim Lesen wie ich beim Schreiben dieser Geschichte. Freue mich auf eure Kommentare. LG Allegra***







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