Du bist mein Leben

Autor: Allegra
veröffentlicht am: 27.09.2009




Kapitel 9

Vor Kates Haus brachte Mike das Auto zum Stehen und schaltete den Motor aus. Er drehte sich zu ihr und nahm ihre in ihrem Schoss liegenden Hände in seine.
-Kate. - sprach er sie an, doch sie reagierte nicht. Ihr Blick war nach Vorne gerichtet. - Es tut mir leid. - entschuldigte er sich für das Verhalten seiner Mutter. Kate schluchzte. - Kate, es ist … - fing er an, doch sie unterbrach ihn.
-Es ist spät. - sagte sie und zog ihre Hände aus seinen. - Ich gehe dann. - fügte sie hinzu und stieg aus dem Auto.
-Kate, warte. - Mike schnallte sich ab und holte sie ein. - Ich werde heute mit meinem Vater sprechen und erfahren, was das gerade passiert ist. - versprach er ihr. Sie nickte kaum sichtbar. Mike legte seinen Zeigefinger und ihren Kinn und schob ihren Kopf nach oben um ihr in die Augen zu sehen. - Glaubst du mir? - fragte er sie. Sie lächelte traurig und nickte. - Gute Nacht. - wünschte er ihr und küsste sie.
-Gute Nacht. - verabschiedete sie sich und verschwand im Inneren des Hauses.
Mike setzte sich wieder in sein Auto und fuhr nach Hause.

Mike wollte die Sache nicht herauszögern und lief sofort in das Zimmer seiner Mutter, als er sein Auto in die Garage gestellt hatte. Er klopfte an und betrat das Zimmer.
-Mom. - rief er nach ihr. Sie lag auf ihrem Bett. Ihre festliche Robe hatte sie bereits abgelegt und hatte jetzt einen Bademantel an. Sie hielt sich einen Kältebeutel an die Stirn. - Geht es dir gut? - fragte er und setzte sich zu ihr auf das Bett.
-Nein. - sagte sie mit einer schwachen Stimme. - Mir geht es ganz schlecht. - fügte sie hinzu. Mike streichelt über ihren Handrücken.
-Ich würde gerne mit dir reden. - meinte Mike.
-Siehst du denn nicht, wie schlecht es mir geht. - sagte sie dazu.
-Es ist wichtig. - ließ Mike nicht nach. - Warum hast du Kate heute so beschimpft? Du kennst sie doch gar nicht. - fragte Mike. Vivian setzte sich auf und schaute ihren Sohn an.
-Ich brauche sie nicht zu kennen, um zu wissen, was für ein Mensch sie ist. - erklärte sie und kniff ihre Augen zusammen. - Genauso ein Flittchen wie ihre Mutter. - fügte sie hinzu.-Du kanntest Kates Mutter? - fragte er.
-Oh ja. - sagte Vivian mit zusammengebissenen Zähnen. - Diese dreckige Schlampe. - schimpfte sie. - Aber darüber solltest du vielleicht mit deinem Vater sprechen. - sagte sie und ließ sich wieder in die zahlreichen Kissen auf dem Bett fallen. - Ich bin müde. - sagte sie und Mike erhob sich.
-Gute Nacht. - wünschte Mike ihr und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Als er das Zimmer seiner Mutter verließ, machte sich Mike sofort auf den Weg zum Büro seines Vaters, das sich im ersten Stock befand.
-Darf ich reinkommen? - fragte er an, als er angeklopft hatte und keine Antwort bekam. Ricardo saß in seinem Chefsessel an dem Tisch und hatte sie Augen geschlossen.
-Mike? - sagte er überrascht und richtete sich auf. - Komm rein. - meinte er und zeigte auf den Stuhl gegenüber.
-Ich muss mit dir reden. - kam Mike sofort zur Sache, als er Platz genommen hatte. Ricardo nickte nur verständnisvoll. - Ich habe schon mit Mutter gesprochen, aber sie sagte, dass du der bessere Gesprächspartner wärst. - fügte er hinzu.
-Wie geht es Kate? - fragte Ricardo.
-Nicht so gut. - antwortete Mike wahrheitsgetreu. - Sie ist mehr als erschüttert über die ganze Sache. - sagte er dazu.
-Das verstehe ich. - versicherte Ricardo.
-Aber ich verstehe gar nichts. - sagte Mike aufgeregt. - Mutter beschimpft Kate und ihre Mutter und wirft sie ohne jegliche Erklärung aus dem Haus. - meinte er. - Was ist hier los? - fragte er und schaute seinen Vater erwartungsvoll an.
-Deine Mutter ist ein sehr nachtragender Mensch. - sagte Ricardo dazu. -Auch nach so vielen Jahren kann sie nicht verzeihen. - fügte er hinzu. - Und hat ein ausgezeichnetes Gedächtnis. - sagte er hinzu.
-Dad, sprich bitte nicht in Rätseln. - bat Mike.
-Vor vielen Jahren hat eine junge Frau namens … - er stockte und holte tief Luft. - Isabelle Valenciano hier gearbeitet. Sie war Dienstmädchen. - erzählte Ricardo. - Ich verstehe nicht, wie ich die Ähnlichkeit nicht gesehen habe. - fragte er eher sich selbst als Mike-Kates Mutter? - holte Mike ihn aus seinen Gedanken und Ricardo nickte dazu.
-Zwischen dir und deiner Mutter lief es nicht so gut. - erklärte Ricardo. - Und Isabelle war so verständnisvoll und … - er stoppte mitten im Satz.
-Oh mein Gott. - meinte Mike entsetzt und sprang auf. - Du hattest eine Affäre mit Kates Mutter? - fragte er und tigerte im Büro seines Vaters auf und ab.
-Es war nur eine kurze Affäre, aber deine Mutter hat davon erfahren und hat Isabelle rausgeworfen. - sagte Ricardo.
-Oh mein Gott. - wiederholte Mike und fuhr sich nervös durch das blonde Haar. - Kate könnte meine Schwester sein. - meinte Mike fassungslos dazu.
-Nein, nein. - fuhr Ricardo dazwischen. - Deine Mutter war mit dir schwanger als das geschah. - fügte er eilig dazu. Mike atmete erleichtert auf. Er biss sich auf die Unterlippe und schwieg.
-Mike. - meinte Ricardo.
-Ich muss das alles zuerst überdenken. - fuhr Mike ihm über den Mund. - Ich gehe schlafen. - meinte er dazu. - Gute Nacht. - wünschte er noch und verließ das Büro.
Ricardo ließ sich zurück in seinen Sessel fallen und legte seine Handflächen über sein Gesicht.

Um seine Frau nicht aufzuwecken, schloss Ricardo leise die Tür.
-Hast du mit Mike gesprochen? - fragte sie. Ricardo legte sein Sakko ab.
-Ja. - antwortete er.
-Hast du ihm alles erzählt? - bohrte sie weiter nach.
-Nicht ganz. - antwortete er und lockerte seine Krawatte. - Ich habe ihm erzählt, dass ich eine Affäre mit Isabelle hatte aber noch vor seiner Geburt. - erzählte er ihr. Sie setzte sich auf.-Du bist ein Feigling. - warf sie ihm an den Kopf.
-Er ist in Kate verliebt. - verteidigte sich Ricardo.
-Genau das ist das Schlimmste bei der ganzen Geschichte. - meinte Vivian aufgebracht. - Sie ist d … - fing sie an, doch Ricardo unterbrach sie.
-Das wissen wir nicht. - sagte er. - Ich möchte keine voreiligen Schlüsse ziehen. Ich werde erstmal Recherchen anstellen und erst wenn es sich bestätigt, werde ich Mike die Wahrheit erzählen. - teilte er ihr mit. Sie schüttelte bloß mit dem Kopf.
-Ich will nicht, dass mein Sohn mit dieser Hurentochter zusammen ist. - sagte Vivian.-Sprich nicht so über sie. - ermahnte Ricardo sie.
-Es sind so viele Jahre vergangen und du nimmst dieses Flittchen immer noch in Schutz. - sagte sie verachtend.

Als Ricardo den flachen und regelmäßigen Atem seiner Frau neben sich hörte, ließ er sich in die Erinnerungen der Tage zurückfallen, an denen er glücklich war. Er starrte in die Decke, des in Dunkelheit und Stille gehüllten Zimmers und vor seinem inneren Auge sah er diese wunderschönen grünen Augen, mit einem frechen Glanz. Er sah diese vollen roten Lippen, die ihn sanft anlächelten. Die schwarzen Haare, deren Duft er jetzt noch wahrnahm. Nach Lavendel duftete sie stets.
Als er ihr herzförmiges Gesicht sah, hatte er keine Möglichkeit mehr seinen Erinnerungen zu entkommen und ließ sich mittreiben.
Damals war er 30 Jahre als und in einer lieblosen Ehe gefangen. Vivian hatte er nie geliebt, doch nachdem sie schwanger wurde haben seine und ihre Eltern ihn zu dieser Ehe gezwungen. Er dachte, er könnte sich an sie gewöhnen, immerhin war sie eine hübsche und liebe Frau. Doch kaum hatten sie die Heiratsurkunde unterschrieben, änderte sie sich. Sie fing an, auf ihn rumzuhacken und ihn für alles verantwortlich zu machen. Die schrecklichsten Dinge und die schlimmsten Beschimpfungen warf sie ihm an den Kopf.
Vivian wurde zum dritten Mal schwanger und zu ihrem bis dahin schon schlechten Charakter kamen auch noch Hormone. Gerne verzog sich Ricardo in die Küche, wo Vivian ihn sicherlich nicht suchen würde und dachte über sein Leben nach.
Auch an diesem Abend saß er am Küchentisch und hatte sein Gesicht in den Händen vergraben.
-Geht es Ihnen gut? - eine sanfte Stimme hörte ihn aus den grässlichen Gedanken. Er sah auf und verlor sich in den smaragdgrünen Augen.
-Ja. - antwortete er. -Ich bin einfach nur müde. - log er und strich sich das dunkele Haar aus dem Gesicht.
-Soll ich Ihnen einen Kaffee machen? - bot sie an.
-Ein Kaffee wäre toll. - sagte er und lächelte sie müde an. Zackhaft lächelte sie zurück. Sie drehte sich zum Herd um und setzte eine Kanne Wasser auf. Er gönnte sich einen Moment und schaute sie an. Sie war groß und schlank. Das lange lockige Haar hatte sie zu einem Dutt auf dem Hinterkopf zusammengebunden. Die türkise Dienstbodenuniform stand ihr noch besser, als den Frauen seiner Kreise die Kleider von berühmten Modemachern. Sie könnte Model werden, kam ihr der Gedanken.
-Bitte. - sie stellte eine dampfende Kaffeetasse von ihm auf den Tisch. - Gute Nacht. - wünschte sie ihm.
-Isabelle? - rief er nach ihr und sie drehte sich zu ihm um. - Würde es dir was ausmachen, mit einwenig Gesellschaft zu leisten? - bat er sie und hoffte innständig auf eine positive Nachricht von ihr. Einige Momente blieb sie unentschlossen da stehen.
-Ich leiste Ihnen gerne Gesellschaft. - sagte sie dann und setzte sich neben ihn.
-Ich dachte immer, wenn man reich ist, läuft das Leben von alleine. Man wird respektiert und ist glücklich. - fing er an.
-Das Glück eines Menschen liegt nicht in seinen Reichtümern. - entgegnete sie weise. - Andere Umstände machen uns glücklich. Solche Umstände wie Liebe, Geborgenheit oder Freiheit. - fügte sie hinzu. Er schaute sie an, während sie sprach. Ihre Stimme war ruhig und sanft. - Mann kann nicht alles kaufen. - sagte sie und erwiderte seinen Blick.
-Da hast du wohl Recht. - gab er zu und schaute in seine Kaffeetasse. Die Farbe des Kaffees erinnerte ihn an sein Leben, schwarz und hoffnungslos.
-Es steht mir nicht zu das zu sagen. - fing sie an. - Aber ich habe gehört, wie Sie sich mit Madam gestritten haben. - sagte sie dazu und schaute ihn entschuldigend an.
-Das hat das ganze Haus gehört. - meinte er.
-Sie streiten sich sehr oft. - fügte sie hinzu.
-Ja. - gab er traurig zu. - Vivian ist keine einfach Person und ich auch nicht. - sagte er und lächelte traurig. Er sah aus dem Augenwinkel wie Isabelle nickte.
-Wenn Sie jemandem zu reden brauchen. - meinte sie. - Ich kann sehr gut zuhören. - fügte sie hinzu und legte ihre Hand auf seine. Ihre Hand war weich und warm. Ein Gefühl von Geborgenheit umgab ihn.
An diesem Abend erzählte er von seinem unglücklichen Schicksal und von der zerrütteten Ehe. Isabelle hörte ihm zu, ohne zu unterbrechen. Ab und zu nickte sie oder lächelten ihn aufmunternd an.
Fast jeden Abend kam er in die Küche. Isabelle kochte Kaffee und sie redeten bis zum Sonnenaufgang. Zwischen ihnen entwickelte sich Freundschaft und aus der Freundschaft Liebe.
Immer und immer wieder nahm Ricardo sich vor diese Liebschaft zu beenden. Er wollte Isabelle nicht unglücklich machen und er wusste auch, dass sie sich Hoffnungen machen. Doch er konnte nicht, zu sehr war seine Liebe inzwischen. Und nach jedem Streit mit Vivian ging er zu Isabelle und ließ sich von ihr trösten.
Es dauerte nicht lange bis Vivian davon Wind bekam. Sie machte Ricardo schwere Vorwürfe und warf Isabelle raus. Er war damals zu feige um sie zu verlassen um mit der geliebten Frau zusammen zu sein. Die Kinder waren noch zu klein und er wollte kein Rabenvater sein.Seit dem Tag hatte er Isabelle nicht mehr gesehen und er hatte auch nicht nach ihr gesucht. Doch vergessen konnte er sie nicht und immer öfters saß er alleine in seinem Büro und dachte an sie. Jeden ihrer Gesichtszüge kannte er, jede Bewegung. Sie war wie ein Geist, der ihn über Jahre verfolgte und ihn für seine Feigheit bestrafte und nun hat der Geist eine Gestalt angenommen, in Kate. Es war, als ob die Vergangenheit ihn wieder einholte. Er musste zugeben, dass Kate nicht viel Ähnlichkeit mit ihrer Mutter hatte, nur das Haar und die Augen. Doch die Gesichtszüge waren härter und sie war auch entschlossener als ihre Mutter es damals war. In Kate erkannte er seine Gesichtszüge und hoffte inständig, dass er sich irrte.

Ricardo fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und schloss die Augen. Mike würde es ihm nie verzeihen und er würde es auch nicht. Er hatte nicht von Isabelles Schwangerschaft gewusst, aber jedoch war er daran schuld. Er hoffte, dass sie einen Mann gefunden hatte, der ihr das Leben gab, das sie verdiente und das dieser Mann auch Kates Vater war. Er beschloss am nächsten Morgen mit Mike zu reden und ihn über Kates Familie auszufragen.
Leise warf er die Decke bei Seite und zog seinen Morgenmantel an. Er lief die Treppe runter und ging in die Küche. In dieser Nacht würde er keinen Schlaf mehr finden.

Er machte sich einen Kaffee und setzte sich an den Tisch. Das Quietschen der Dienstbotentür ließ ihn aufhorchen.-Wer da? - fragte er erschrocken und stand auf.
-Ich bin es Dad. - hörte er Brads Stimme und schon in wenigen Sekunden sah er schon seine ältesten Sohn die Küche betreten.
-Brad. - sagte Ricardo und schloss ihn in die Arme. Brad sah seinem Vater sehr ähnlich. Nicht so großgewachsen mit braunen Haaren und Augen.
-Hallo Dad. - begrüßte Brad und klopfte Ricardo auf den Rücken.
-Wie geht es dir? - fragte Ricardo ihn. - Warum kommst du erst so spät? - wollte er wissen.-Der Flug hatte Verspätung. - meinte Brad und stich sich das Haar aus dem Gesicht. -Aber ansonsten geht es mir sehr gut. - sagte er und lächelte Ricardo an. - Du siehst aber älter aus. - stellte er fest.
-Bin auch nicht mehr 30 Jahre alt. - bemerkte Ricardo und schenkte Brad, der am Tisch Platz genommen hatte Kaffee ein. - Ich wecke deine Mutter. Sie wird wahnsinnig froh sein, dich zu sehen. - sagte Ricardo, doch Brad hielt ihn aus.
-Es ist schon spät. - sagte er. - Ich begrüßte sie Morgen am Frühstückstisch. - fügte er hinzu. Ricardo setzte sich ihm gegenüber.
-Es ist schön dich mal wieder zu sehen. - sagte er dazu.
-Dich auch Dad. - entgegnete Brad und nahm ein Schluck von dem Kaffee. - Wie geht es dir so? - fragte Brad.
-Mir geht es auch gut. - log Ricardo.
-Und Mum und Dylan? - fragte Brad weiter.
-Deiner Mum geht es auch gut. Sie ist wie immer. Dylan studiert jetzt und Mike hat seine eigene Modefirma. - erzählte Ricardo.
-Nach ihm habe ich gar nicht gefragt. - sagte Brad hart. Einige Minuten saßen sie sich schweigend gegenüber.
-Brad, es ist so lange her. - fing Ricardo vorsichtig an. - Wird es nicht langsam Zeit, dass ihr das Kriegsbeil wieder begrabt? - schlug er vor. Brads Kiefer wurde sperrig.
-Nein. - antwortete er dazu. - Es ist zu viel vorgefallen, um es einfach zu vergessen. - fügte er hinzu und rührte abwesend in seiner Tasse.
-Ihr seid Brüder. Und du hast genauso Fehler gemacht wie Mike. - machte Ricardo klar.-Vater, - unterbrach Brad seine Rede. - Mike hat mir alles genommen, was mir lieb war. Und im Nachhinein hat er sich über mich noch lustig gemacht. Das kann ich nicht verzeihen und schon gar nicht vergessen. - sagte Brad dazu. Ricardo seufzte traurig. Nur eine Eigenschaft hatten die Brüder gemeinsam und das war Sturheit. -Ich bin müde. - sagte Brad und erhob sich. - Ich habe noch ein Zimmer in diesem Haus? - fragte er dann und lächelte.
-Natürlich. - bestätigte Ricardo. - Dein alters Zimmer bleib dir immer vorbehalten. - sagte er.-Danke. - sagte Brad und legte Ricardo eine Hand auf die Schulter. - Wir sehen uns morgen beim Frühstück. Er nahm seinen Koffer, den er zuvor vor der Tür abgestellt hatte und verließ die Küche.

Brad lief die Treppe hoch in sein altes Zimmer. Er stieß die Tür auf und wurde von Erinnerung überschwemmt. Er schaltete das Licht ein und schaute sich um. Das Zimmer wurde seit seiner Abreise vor 5 Jahren nicht verändert. An den Wänden hingen immer die gleichen Bilder, auf dem Bett lag immer noch die gleiche Tagesdecke. Er stellte seinen Koffer auf dem Boden und schloss hinter sich die Tür. Er ging zu seinem Schrank und öffnete die Tür. Er kniete sich hin und entfernte den Boden des Schrankes. Es war ein Doppelboden, den er mal eingerichtet hatte, um dort seine Notizhefte zu verstecken. Er nahm ein schwarzes Buch raus und setzte sich damit auf das Bett. Er blätterte die alten bereits gelben Seiten durch und las flüchtig mit. 'Ich hasse Mike' stand fasst am Ende jeder Seite. 'Ich töte Mike' stand mit großen Buchstaben auf der letzten Seite geschrieben. Brad fixierte einen imaginären Punkt vor sich und lächelte über das ganze Gesicht. Es war Zeit den letzten Satz in die Tat umzusetzen.

Fortsetzung folgt ...







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