Die Insel

Autor: chanti95
veröffentlicht am: 11.01.2009




Kapitel 1
Abschlussreise

Als wir im Bus sassen, der uns zum Schiff bringen w?rde, schaute ich sehns?chtig raus. Wir waren nicht einmal fort, und schon vermisste ich meine drollige Mutter. Ich winkte ihr zum Abschied, und sie winkte mir zur?ck. Die 26 Personen in unserer Klasse (22 Sch?ler und 4 Lehr- und Begleitpersonen) waren sicherlich alle genauso aufgeregt wie ich. Ich war so froh, dass Herr Kenzle (unser Klassen- und Franz?sischlehrer) mitkam, denn er war (von meiner Sicht aus, der beste Lehrer! Er ist ein etwa 50 j?hriger Mann, gut gebaut, mit einigen grauen Haaren. Grosse H?nde, etwas zu kleiner Kopf. Seine kurzen Haare lassen ihn jedoch einwenig j?nger aussehen. Heute hatte er ein blau-graues Hemd an und sehr breite Bermudas.Neben mir sass Vani (eigentlich Vanessa), ein blondes, lang haariges M?dchen mit geraden Haaren, smaragd gr?nen Augen und roten, vollen Lippen. Ausserdem ist sie meine beste Freundin. Und auf der gegen?ber liegenden Seite:
Jack.
Ein dummer, ignoranter Vollidiot und Schn?sel, einen gut gebauten K?rper, den man durch sein ein wenig enges, weisses T-Shirt sehr gut anschauen konnte. Allerdings gibt er mit diesem K?rper immer nur an und will Eindruck schinden. Ich finde, er hat nur Stroh im Kopf.In der Klasse ist ausser dem noch Jessica (die nat?rlich einen gelben Minirock anhatte, sehr passend?!), eine dumme, zickige Pute, die unbedingt mit Jack zusammen kommen will, was ihr allerdings nicht gelingt, denn da ist auch noch Leila. Sie ist Jacke 's Scheinfreundin. Die beiden sind nur f?r ihr Image zusammen. Tja, da sieht man wieder, wie hohl Jack doch ist.Dann ist da noch Frau Wiedman. Sie ist eine weitere Lehrperson. Sie ist eine sehr strenge Lehrerin, geht etwa auf die 45 zu. Sie hat ihre blonden, nicht soooo langen Haare immer zu einem Knoten gebunden und ewig einen altmodischen, braunen Hut aufgesetzt. Eine d?rre Frau, man spekuliert in der Schule, ob sie nicht magers?chtig ist?? Sie hatte ein viel zu enges T-Shirt an, durch welches man sehr gut ihre Knochenabdr?cke sehen konnte. Ihr minimaler Busen stach ?berhaupt nicht heraus. Von der Seite her gesehen, ein Brett.
Dann w?re da noch Frau Oraks, die Mutter von Steven, einem aus der Klasse. Der tut mir echt Leid, einen Elternteil auf der Abschlussreise immer dabei zu haben.
Und nicht zu vergessen Herr Karlson, der Vater von Marc, auch einem aus der Klasse. Marc tut mir, ebenso wie Steven, Leid. Obwohl, mit dem Vater ist es vl. Schlimmer? Auf jeden Fall macht mir Herr Karlson Angst. Der schaut den M?dchen immer auf'n Arsch und be?ugt mich immer so gierig. Ich will ja nicht mit dem einmal alleine im Zimmer sein. Wer weiss, was da passiert!
Und dann w?ren da noch viele andere. Mit denen komme ich eigentlich ganz gut zu recht. Einen Schwarm habe ich nicht. Naja, ich hatte mal 2 Freunde (nat?rlich nicht gleichzeitig); erst Marc, und dann Steven. Jacke hatte mich mal heftig angebaggert, aber ich glaube nicht, dass es Ernst gemeint war.

Als wir schon einige Zeit unterwegs waren (1 Stunde war es... glaube ich) da kamen wir auch schon am Hafen an.
'Ok, Leute. Kommt schon, wir m?ssen in 1 ? Stunden auf dem Schiff sein, also bitte aufwachen, Steven!'
Das war Herr Kenzle.
'Caro, aufwachen.'
Ich war eingeschlafen und Herr Kenzle weckte mich.
?Wo ist den Vani??', dachte ich.
Ja, wo war sie? Etwa auf dem Klo?
'Na, du Schlafm?tze? Hast du deinen Teddy vermisst? Oder etwa deine Schmusedecke?'
'Ach, halt die Klappe, Jacke.'
Dass Jacke immer diese dummen, hirnlosen Spr?che loslassen musste?!!
'Komm, lass sie Jack. Madame Schlafm?tze ist noch m?de. Lassen wir sie doch Schlafen', piepste Jessica in ihrer viel zu hohen Stimme.
'Na, Jessica? Heute schon deinen Kopf geschminkt und mit Stroh gef?llt??', sagte Vani, die nun in ihrem gelben T-Shirt und den kurzen Hosen da stand.
Jacke ging wortlos raus und Jessica warf Vani einen giftigen Blick zu und mir warf sie einen Komm - mir - nicht - in - die - Quere - Blick zu.

Als wir alle unser Gep?ck auf das Schiff bef?rdert hatten, konnte ich es kaum erwarten, mein Zimmer zu sehen. Vani und ich hatten Herrn Kenzle darum gebeten, zusammen ein Zimmer zu haben. Da wir allerdings 11 M?dchen waren, blieb f?r uns zwei das dreier-Zimmer mit einem M?del aus der Klasse.
Wir rannten in unser Zimmer.
'Was???', rief ich erschrocken.
Wie konnte uns Herr Kenzle nur mit der Oberzicke JESSICA zusammen stecken????
Da stand sie in ihrem Minirock, sie legte gerade ihr Zeug auf das obere Bett des Doppelbetts.Ich ging wieder raus und rannte zu Herrn Kenzle.
'Herr Kenzle, das k?nnen sie mir nicht antun!! Doch nicht mit JESSICA! Ich w?rde mir mein Zimmer mit allen teilen, nur nicht mit JESSICA!!!!', rief ich emp?rt aus.
'Aber was hast du denn? Das ist doch die perfekte Gelegenheit, sich n?her zu kommen. Und ausserdem, ganz unter uns: Niemand anderes wollte sie im Zimmer haben.'
'Ach, und da kommen sie auf die Idee, sie einfach uns unter zu jubeln??!!!'. Das war jetzt Vani, die auch aus dem Zimmer gest?rmt kam und ebenfalls emp?rt ausrief.
'Bitte, M?dchen. Nur f?r 2 N?chte.'
'Und drei Tage!!', riefen wir im Chor.
'Nanu, was ist den hier los?', mischte sich nun auch Frau Wiedman ein.
'Nichts!', rief ich giftig aus.
'Wie bitte, junge Dame??!' Ich glaubte, da war so etwas wie eine Emp?rung in Frau Wiedman's Ton.

Nachdem das endlich gekl?rt war (Herr Kenzle hatte uns mit einem Eis an jedem Tag bestochen), gingen wir in das Zimmer (Wo leider auch unsere ALLERLIEBSTE Zimmergenossin sass).
'Na, ihr beiden? Nur damit ihr's wisst:
Das, ist mein Bett', und zeigte demonstrativ auf das Bett, auf welchem sie sass, 'und wer mir zu nahe kommt, dem setzt's was!'
Oje, wie ich diese dumme Pute hasse!
'H?r mal zu, Miss Oberzicke:
Wir sind in der ?berzahl. Wenn du also wieder so bl?d tust, oder auch nur einen bl?den Spruch abl?sst, dann schmeissen wir dein Gep?ck und dich mitsamt raus! Hast du verstanden??!!'
Ich weiss, man sollte nicht drohen. Aber hier war es bitter n?tig.
'Nat?rlich, ich werde mich immer so verhalten, wie ihr es w?nscht.' Da schwang zu viel Sarkasmus mit drin.
Ich packte ihre kleine Tasche und schmiss sie aus dem Zimmer.
'Das n?chste mal geht sie ?ber Bord, verstanden? Und wehe, du nervst uns!'
Ich glaube, diese Lektion hatte sie gelernt.
Komisch, dass Vani so still war?!
Am Abend wurden wir zum Abendessen und zum Spielen gerufen (h?rt sich vl. Komisch an, 9. Kl?ssler und spielen). Es gab Spaghetti. Mit verschiedenen Saucen und Beilagen. Als ich zum Tisch kam, sass Herr Karlson mir gegen?ber. Und wieder musterte er mich mit seinem gierigen Blick.
?Dieses fette, dumme Arschgesicht!!', dachte ich.
Mensch, wie bl?d der gaffte! So als seie ich eine Ausserirdische! Und wie h?sslich er ass!*Wh?*, so h?sslich!

Als 'Spiele' hatten wir eine Tafel (Wandtafel, wie in der Schule) und Kreiden. Wir wurden von Herrn Kenzle in zwei Gruppen eingeteilt. Er zeigte uns dann eine Karte, auf dem ein Begriff stand und denn mussten wir dann an die Tafel malen, damit die anderen der gleichen Gruppe den Begriff erraten konnte.

Komisch, denn Frau Oraks fehlte die ganze Zeit ?ber. Frau Wiedman machte gar nicht mit, sondern verschwand nach dem Essen mit einem Teller Spaghetti in ihr gemeinsames Zimmer mit Frau Oraks.
'Dieser dumme Karlson stiert mich schon wieder an!', fl?sterte ich zu Vani, und prompt wurde ich vom Kenzle aufgerufen, um an zu zeichnen.
Kaleidoskop stand da. Oje, wie soll ich das bloss zeichnen??

Wir hatten schlussendlich gewonnen, kein Wunder, denn in der anderen Gruppe war Jacke, Jessica und Leila.

In der Nacht wurde ich von einem f?rchterlichen Schnarchen geweckt. Vani lag auf der gegen?ber liegenden Seite im Einzelbett. Ober mir lag das schnarchende BIEST Jessica. Ich stand auf, nahm ihr Kissen und stopfte es ihr in den Mund.
Sie war still.

Irgendwann in der sp?teren Nacht wurde ich wieder geweckt. Aber weder von Jessica, noch von Vani. Es war ein Matrose, der uns weckte. Ich war als erste wach:
'Schnell, weck alle anderen, die noch schlafen, aber ziehe dir erst eine Schwimmweste an. Dann schickst du alle raus. Aber dalli!!!'
Oje, was war los?
Ich zog mir, so wie er es befehlt hatte, die Weste an und weckte erst Vani, dann Jessica.Vani hatte ich es schnell erkl?rt und sie half mir, die anderen zu wecken.

'Jessica, JESSICA!! Wach auf!!'
'Hmmm. Was willst du?', muffelte sie mich an.
'Los, steh auf, zieh deine Schwimmweste an und geh nach draussen. Schnell! Keine Widerrede, der Matrose hat es mir gesagt!!'
Als sie das h?rte, sprang sie aus dem Bett.
Ich konnte allerdings noch nicht raus.
?Was, wenn das Schiff untergeht? Dann will ich noch das wichtigste mitnehmen!!'
Ich zog unter meinem Bett die braune Ledertasche hervor, in welcher meine Gitarre verstaut war.
?Das Leder wird die Gitarre schon sch?tzen! Hoffentlich....'

Draussen st?rmte es. Es war ein Sturm aufgekommen. Ich rannte heraus mit meiner Tasche in der Hand, die gelb - rote Rettungsweste angezogen.
'Caro, was ist los?? Was ist in der Tasche?', wollte Vani von mir wissen.
'Die Gitarre von meinem Vater. Die lass ich nicht hier!'
Ich glaubte, das verstand sie, denn sie stellte keine weiteren Fragen.

Pflatsch, da war eine riesige Welle. Ich h?rte nur noch Geschrei und wie einige immer meinen Namen riefen. Die Tasche hatte ich dabei fest umklammert.....







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