Die Insel

Autor: chanti95
veröffentlicht am: 11.01.2009




Kapitel 2
Hilfe!

Wo bin ich??', war mein einziger Gedanke. Wasser drang durch meine Kleidung. Die Stimmen hatten aufgehört zu rufen. Oder hörte ich sie einfach nicht mehr? Ich wusste es nicht ich hatte die Tasche immer noch umklammert. Ich war wohl unter Wasser.
Ich merkte wie ich langsam das Bewusstsein verlor, als mich eine grosse Hand an der Schulter packte und an sich zog. Mein Kopf kam endlich wieder aus dem Wasser.
Eine mir vertraute Stimme sagte:
'Nicht weg kippen, Caro!! Wenn du jetzt nicht durch hältst!'

Dann war ich weg....


Ich wachte erst an einem wunderschönen Strand auf. Schneeweisser Sand.
Ich öffnete die Augen und drehte mich auf die linke Seite. Ich war am Rücken tropfnass, an der Bauchseite war ich schon langsam getrocknet, also musste ich schon eine Weile da liegen. Ich sah neben mir meine Tasche liegen. Als ich mich auf den Bauch drehte und mich auf meine momentan schwachen Arme stützte, entdeckte ich Spuren im Sand. Neben mir lagen ausserdem noch Schuhe.
‚Von wem die wohl sind?'
Mir war gar nicht bewusst, was passiert war. Ich wusste nur, dass ich gestern ins Wasser geschläudert wurde. Und dass ich die ganze Zeit meine Tasche verkrampft in den Armen umschlossen hatte.
Und jemand hatte mich mit seinen Armen umschlossen?!
Dieser jemand musste wohl oder übel mit mir auf der Insel sein.
Ich stand auf und öffnete die Tasche. Alles war trocken geblieben, erstaunlicher weise. Ich nahm die Gitarrentasche heraus und nahm sie in die Hand. Das Paar Schuhe nahm ich auch, vielleicht würde dieser seine Schuhe noch gebrauchen.

Ich folgte den Spuren am Strand entlang...

Als ich gegen Mittag immer noch niemanden gefunden hatte, setzte ich mich.
Nach einer kurzen Pause ohne Wasser ging ich weiter.

Nach einer kurzen Zeit sah ich jemanden am Strand sitzen. Und wie ich es schon einwenig vermutet hatte, war es


Jacke.

Gerade dieser Idiot.
Früher war ich mit ihm befreundet. Sehr gut befreundet. Dann hat er miese Lügen über mich erzählt und ein paar meiner intimsten Geheimnisse ausgeplaudert.

Aus.

Und jetzt sass er da, vielleicht hatte er mir das Leben gerettet.
Ich ging hin.
'Darf ich?'
Er blickte erschrocken hinauf.
'Ja, klar, setz dich ruhig.'
'Du hast deine Schuhe vergessen.'
Er nickte nur und nahm sie an sich.
Nun sah man seinen Körper besser, denn sein T-Shirt war völlig durchnässt.
'Wie geht's?', fing er wieder das Gespräch an.
'Naja, wie's einem halt so geht, wenn man gerade gestrandet ist.'
'Nein, wir sind nicht gerade gestrandet, sondern schon seit heute Morgen um 5.15 da. Dass weiss ich so genau, weil ich eine Uhr habe.'
Es schien, als hätte er meine Gedanken gelesen und beantwortet.

Wir sassen noch einige Zeit da. Ich fühlte mich immer wie stärker.
'Sag mal, was sollen wir denn machen?'
'WIR? Ich gar nix! DU kannst von mir aus Holz sammeln oder so was. Ich bleibe hier sitzen, bis uns jemand abholt!'
'JACKE! Das kannst du nicht! Uns holt niemand ab, sie wissen ja nicht einmal, wo wir sind, geschweige denn, ob wir überhaupt noch leben!!'
Wütend stand ich auf.
'Du dummer Idiot, du kannst von mir aus selber schauen, wo du bleibst!!', rief ich ihm wütend entgegen und stapfte davon.

Ich legte meine Gitarre ab.
‚Das ist doch ein schöner Platz?!'
Ja, hier wollte ich ein Lager auf richten. Ich hatte schon viele Überlebensshows gesehen, jetzt konnte ich zeigen, das Fernsehen eben doch nicht dumm macht. Hier auf der Insel gab es keine Menschen ausser mir und Jacke. Ich war um die ganze Insel gelaufen.
Und hier ist der perfekte Rastplatz;
Einen Hügel aus Gestein, darin eine Höhle. Ringsherum Palmen und Kokosnussbäume. Ich inspizierte erst mal die Höhle. Sie war geräumig, hatte so was wie zwei Nebenhöhlen. Ich legte meine Gitarrentasche ab. Dannach rannte ich runter zu den Palmen.

Ich versuchte eine Palme rauf zu klettern. Das war schwieriger, als ich dachte. Ich brauchte ein paar Anläufe, bis ich endlich oben an gekommen war.
Als ich oben war, nahm ich mein Taschenmesser (das glücklicherweise immer noch da war) und schnitt ein paar Palmwedel ab und liess sie fallen.
Ich kletterte noch auf vier weitere Bäume und schnitt dort ebenfalls ein paar Wedel ab. Dannach sammelte ich sie ein und ging in die Höhle.
Nachdem ich wieder in der Höhle war, legte ich ein grosses Bett aus den Wedeln hin. Es war schon dunkel und ich hatte riesigen Hunger. Ich ging also zu einem Kokosnussbaum und versuchte ihn zu schütteln. Dies gelang mir allerdings nicht. Dann versuchte ich hinauf zu klettern. Wieder funktionierte das auf Anhieb nicht. Als ich mir eine Kokosnuss und ein Blatt abgeschlagen hatte, ging ich mit beiden Gegenständen in der Hand hinauf in die Höhle, wo ich dann mit einem dicken Ast die Kokosnuss erschlug. Ich höhlte sie aus und ass das Fruchtfleisch.
'Das schmeckt wirklich gut!', murmelte ich vor mich hin und viel dann erschöpft auf das Bett, wo ich dann einschlief.
‚Wo ist wohl Jacke? Ob es ihm gut geht?'
Das waren meine ersten Gedanken am Morgen.
Ich stand von meinem Nachtlager auf und ging raus. Die Sonne schien, es war ein wunderschöner Tag. Erstaunlicher weise kam ich ganz gut damit zurecht, dass ich mit Jacke hier auf der Insel festsass. War irgendwie lehrreich und trotzdem interessant...







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