Anima

Autor: Bubbles
veröffentlicht am: 09.01.2010




Irgendwo weit weg spürte ich in meinem tiefen Schlaf ein drücken an meinem Bein. Es wurde angehoben und dann spürte ich etwas kühles auf der Wunde am Oberschenkel. Ich war so unglaublich müde, ich wollte nur in Ruhe gelassen werden, damit ich weiter schlafen konnte. Ein unverständlicher Protest entrang sich meiner Kehle. Doch jemand ignorierte das, und drückte weiter an meinem Bein herum. Ich spürte weichen Stoff an meiner Wunde. Nun fühlte ich auch ein starkes Brennen und ziehen. Endlich lies, wer immer es auch war, von meinem Bein ab. Ich wäre sofort wieder in meinen traumlosen Trancezustand zurück gefallen, doch bevor das geschehen konnte, spürte ich etwas an meinem Kopf. Ich stöhnte laut auf.
'Tut mir leid, aber ich muss das tun.' Sagte eine männliche Stimme neben meinem Ohr. Ich riss meine Augen auf, erst jetzt wurde mir richtig Bewusst dass jemand bei mir war. Die Müdigkeit war augenblicklich verschwunden. Oh nein!, schoss es durch meinen Kopf.Ich starrte panikerfüllt zu dem großen Mann auf. Er gehörte zu denen, die später in unserem Haus aufgetaucht waren. Er gehörte zu der Runde die meine Mutter umgebracht hatten!. Jetzt möchte er mich töten! Ich löste meinen Blick von ihm und suchte hektisch nach etwas brauchbaren. Er hat meine Mum getötet! Er gehörte zu den Mördern! Ging es mir durch den Kopf. Mein Blick wurde wie magisch von meinem Messer angezogen. Es lag auf einem Couchtisch, gleich neben dem braunen Sofa auf dem ich lag, wie ich jetzt bemerkte. Der Mann stand noch immer neben mir und betrachtete mich misstrauisch. Ich setzte mich blitzartig auf, und schnappte mir währenddessen das Messer.
Doch wie zu erwarten war, traf mich ein starkes Schwindelgefühl und mir wurde schwarz vor Augen. Bitte nicht jetzt! Warum passiert mir das immer an den schlechtesten Zeitpunkten?Dazu kam jetzt auch noch der Schmerz im Kopf und Bein, die mich mit voller Wucht raffen. Ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen (was sehr schwierig war, wenn man nur schwarze, kleine Punkte sah und jede Bewegung schmerzt) und saß kerzengerade auf dem Sofa, das Messer fest umklammert.
'Du hättest keine so raschen Bewegungen machen sollen. Wenn man so lange geschlafen hat wie du, ist das nur zu erwarten das dir schwindlig wird.' Informierte mich die freundliche Stimme direkt neben meinen Ohr. Ich zuckte zusammen vor der unerwarteten Nähe.







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