Anima

Autor: Bubbles
veröffentlicht am: 09.01.2010




Ich konnte mich nicht bewegen und starrte den Lauf der Pistole an.Doch auf einmal stieß einer der Männer die Waffe aus den Händen seines Kollegen und sie landete am Boden.
Im gleichen Moment tauchten hinter den bereits schon stehenden Männern weitere auf, sie waren auch groß und dunkel bekleidet.
Ich beobachtete die plötzliche Verwirrtheit der Runde, als der Mann, der die Pistole weg gestoßen hatte, nun auf mich zu rannte, mich an den Armen packte und mich hinter sich mitschleifte. Meinen jämmerlichen Protest schien er noch nicht einmal zu bemerken, bis ich anfing hysterisch zu schreien.
Er sah mich verärgert an und gab mir dann einen so kräftigen Stoß auf den Hinterkopf, dass mir schwarz vor Augen wurde und ich das Bewusstsein verlor.


'Wo ist er?' grollte eine tiefe Stimme neben meinem Ohr. Erst jetzt bemerkte ich das ich auf etwas hartem, kalten lag. Etwas schüttelte mich grob und schlug mir ins Gesicht. Benommen öffnete ich meine Augen. Das Erste was ich sah waren Bäume. Irritiert drehte ich meinen Kopf auf die andere Seite. Pechschwarze Augen starrten mich an. Die Pupille eng zusammengezogen. Es war der Mann der mich Bewusstlos geschlagen hatte.
Erneut traf eine Faust mein Gesicht. Blut spritzte aus meiner Nase.
'Sag mir wo der verdammte Stein ist!' Der Mann, der mich vorm erschossen werden bewahrt hatte, hatte mich auf einen rauen Stein gelegt. Ich lag irgendwo im Wald, hatte keine Ahnung was dieser Fremde von mir wollte und mein Gesicht schmerzte als hätte jemand die ganze Zeit darauf eingeschlagen. Er packte mich an beiden Armen und krallte seine Finger in meine Haut. Ich schrie auf.
'Na schreien kannst du also noch. Wirst du mir sagen wo er ist, oder soll ich dich hier verstümmeln?!'
'Ich weiß nicht was du suchst. Bitte las mich gehen.' Krächzte ich. Er lachte laut auf, griff meine Schultern und zog mich zu seinem Gesicht.
'Ich suche den Stein und du weißt wo er ist!'
'Ich habe noch nie zuvor davon gehört, und ich weiß auch nicht wo er sein könnte.' schwur ich. Er schleuderte mich zurück auf den harten Stein und ich hörte Knochen splittern. Ich spürte wie warme Flüssigkeit aus meinem Hinterkopf ran.
'Zum letzten Mal, sag mir wo der Stein ist und als Gegenzug lasse ich dich am Leben.' Ich überlegte fieberhaft was ich ihm erzählen konnte. Frustriert stöhnte er auf.
'Ich hätte dich nicht mitnehmen sollen. War schön mit dir, Schätzchen.' Dann hob er seine Hand und ich sah mit schreck geweiteten Augen wie seine Nägel länger und dicker wurden. Seine Finger verwandelten sich zu mächtigen Krallen. Er grinste breit und fuhr mit seiner Hand zurück um zum Schlag aus zu holen. Mit aller Kraft warf ich mich auf die andere Seite um den Klauen auszuweichen. Doch sie fuhren tief in mein Fleisch, rissen Sehnen heraus. Blut quoll aus der Stelle an meinem Oberschenkel, wo er mich erwischt hatte. Ich schrie verzweifelt auf. Vergessen war der Schmerz an meinen Kopf. Ich fuhr zusammen. Er zog mich zurück. Ich betrachtete sein Gesicht, das mir vor den Augen verschwamm.'Wo willst du denn hin?' vernahm ich die eisige Stimme. Ich ließ mich zusammensacken und sämtliche Muskeln in mir erschlafften, dann schloss ich die Augen mit dem letzten Gedanken, dass ich jetzt bald keine Schmerzen mehr verspüren würde. Dann war da nur mehr Dunkelheit.


Mir wurden die Lippen auseinander gepresst und ich fühlte wie mein Kopf leicht nach hinten gedrückt wurde. Kühle Flüssigkeit lief in meinen Mund. Ich hustete doch die Flüssigkeit verschwand nicht. Ich versuchte zu schluckte um nicht daran ertrinken zu müssen. 'So ist es gut.' Drang eine ruhige Stimme in mein Bewusstsein. Jemand strich mir meine Haare aus der Stirn. Mein Kopf wurde angehoben und dann auf etwas weiches gedrückt. 'Hier bist du in Sicherheit, du brauchst keine Angst zu haben.' Fuhr die Stimme sanft fort. Ich fragte mich zwar wo ich war, doch in meinem Dämmerzustand war mir das alles ziemlich egal.







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