Liebe mit Umwegen Teil 2

Autor: Butterfly
veröffentlicht am: 29.02.2008




Ein par Tage später rief er mir an. Ich hatte keine Ahnung woher er meine Telefonnummer hatte aber das war in diesem Moment ganz egal.
' sie hat Schluss gemacht. Sie hat uns gesehen. Im Café.' Seine Stimme klang gar nicht so enttäuscht und traurig, wie ich gedacht hatte.
'oh nein. Es ist alles meine schuld', erwiderte ich nur und war echt traurig.
'Nein das ist es nicht. Können wir uns vielleicht treffen? Auf der Bank im Park? Dann könnte ich dir alle in ruhe erklären.'
Dann legte er auf. Ich fand das echt komisch. Was wollte er mir denn überhaupt erklären?? Und wieso erzählte er mir, dass er mit seiner Freundin Schluss gemacht hatte. So gut war ich nun auch wieder nicht mit ihm befreundet. Wein bisschen komisch war er schon...
Eine halbe stunde später saß er bereits auf einer Bank im Park und wartete auf mich.
Ich setzte mich zu ihm auf die Bank, um die Bäume standen, sodass sie nicht ganz zu sehen war.
Das einzigste was die Bank verriet, war ein Weg der zu ihr führte.

'Weißt du, wir haben uns heftig gestritten. Und dann hab ich ihr alles an Kopf geknallt. Dann hat sie Schluss gemacht. Aber das war klar. Das hätte ich auch an ihrer stelle getan. Oder ich hätte es getan wenn sie es nicht getan hätte. Es hätte so nicht weitergehen können. '
'Was hast du ihr denn an Kopf geknallt??!?'
'das ich mich in dich verliebt habe'
Das saß. ...dass ich mich in dich verliebt habe.... dieser Satz ging mir noch Tage nach ihrem Treffen mit ihm durch den Kopf. Wir hatten uns so viele Male getroffen. Ob das Zufall oder Schicksal war?? Ich dachte erst gar nicht so sehr an mich. Ich dacht nur an seine Freundin. An Kim. Und an ihn, Andi. Ich hatte ihre Beziehung, die schon so lang gehalten hatte, kaputt gemacht. Und das wollte ich doch gar nicht. Und dann kam wieder diese Frage. War ich vielleicht doch in ihn verliebt?
Er hatte oft versucht bei mir anzurufen doch ich konnte nicht mit ihm reden. Ich musste mir erst mal über meine Gefühle klar werden. Das schrieb ich ihm dann auch, In einer SMS.Seine Antwort lautete 'es tut mir Leid dass ich dich so durcheinander gebracht habe. Ich wollte das nicht. Glaub mir. Ich werde versuchen dich in Ruhe zulassen. Melde dich doch bitte, wenn du es weißt, was du willst. Liebe und vermisse dich. Andi'
Eine Woche später wusste ich es. Ich war schon die ganze Zeit in ihn verliebt gewesen. Seit ich ihn wieder bei der Party gesehen hatte. Ich hatte es aber nur nicht bemerkt, sondern die ganze zeit verdrängt. Er hatte sich jetzt eine Woche lang nicht mehr gemeldet.
An einem Abend, als ich gerade voll Streit mit meinen Eltern hatte, wurde mir alles zu viel. Ich rief ihn an. Er hatte wahrscheinlich erwartet, dass ich ihm nun sagen konnte ob ich ihn auch liebte oder nicht. Aber über das Thema sprach ich nicht. Ich heulte mich nur bei ihm aus. Er tröstete mich. Überhaupt war er eigentlich sehr liebevoll und Zärtlich. Er hatte lange auf mich gewartet und ich hatte ein schlechtes Gewissen ihn so lange halb ignoriert zu haben. Er sagte, ich solle doch zu ihm kommen übers Wochenende dann wäre ich meine Familie los. Gedankenverloren schmiss ich meine Sachen in ein Rucksack und schrieb noch schnell einen Zettel dass ich bei einem Freund wäre. Erst auf dem weg zu ihm dachte ich darüber nach, was passieren könnte, aber jetzt konnte ich auch nicht mehr zurück. Er lief mir entgegen und zeigte, wo er genau wohnte. Als wir so nebeneinander zu seinem Haus liefen nahm er auf einmal meine Hand. Es war in schönes Gefühl. Ich hatte bisher noch keinen Freund gehabt. Wir kamen ziemlich schnell an seinem Haus an. Sein Zimmer war im obersten Stock und schön groß und super eingerichtet. Als es es dann gegen 11 Uhr war und ich müde und fertig von einem anstrengenden Tag war zog er schließlich eine Matratze unter seinem bett hervor, auf der ich schlafen sollte. Doch als dass Licht dann aus war war, war ich wieder hellwach und konnte nur an Andi denken. Ich lag eine zeit lang da und dacht über ihn nach. Über sein Lächeln, seine freundliche Art. Und die Anziehung die von ihm ausging. Nach einer Weile beschloss ich auf die Toilette zu gehen. Als ich zurück in Andi´s Zimmer ging fiel ein fahler Lichtstrahl durch die halbgeöffnete Tür. Hatte ich Licht angemacht?? dachte ich noch. Als ich hinein ging sah mich Andi mit seinen schönen Augen an.
'ich kann einfach nicht schlafen' entgegnete er. Ich musste grinsen. 'Ich auch nicht.'Er schlug die Decke zurück und zog mich in sein Bett. Als wir so dalagen, ganz steif nebeneinander, drehte er sich au die Seite. Oh nein, jetzt will er mit mir schlafen. Ich kann das doch jetzt noch gar nicht!! Ich will ihn doch aber nicht enttäuschen... Er legte seinen Arm auf meinen bauch und ich ließ mich sanft zur Seite rollen. Ich konnte ihm jetzt in seine Augen schauen. Seine Finger tasteten in der Dunkelheit nach meinem Mund und fuhren über meine Lippen und meine Schultern. Dann den bauch entlang und auf meinen Po zu. Wir hatten beide nicht sehr viel an, was mir in diesem Moment irgendwie unangenehm wa. Klar, ich liebte ihn aber ich konnte nicht so schnell. Als seine Finger nun sanft über meinen Po strichen zuckte ich zurück. Sofort zog er seine Hand zurück und blickte mich an.
'Tut mir Leid..', kam leise über seine Lippen. 'Nein, es ist nur ..äähm..'
'ist okay. Du hattest noch nie einen Freund nicht??'
Ich nickte. In der selben Sekunde merkte ich dass das unsinnig war, da er es ja eigentlich nicht sehen konnte. Er gab mir dennoch einen Kuss auf die Stirn, legte seinen Arm um meine Taille und so schliefen wir ein. Am nächsten morgen packte ich nach dem Frühstück ziemlich schnell meine Sachen und ging nach Hause.

Zwei Tage später trafen wir uns noch einmal im Park. Es war schönes Wetter und man konnte die Vögel zwitschern hören. und er stellte mir die Frage, die ihn schon die ganze Zeit beschäftigt haben musste.
'Liebst du mich?' Ich konnte nicht antworten. Klar liebte ich ihn aber ich hatte alles kaputt gemacht zwischen Kim und ihm. Kim war total fertig. Sie ging nicht mehr zur Schule, wie mir meine Freundin erzählte.
Schließlich versuchte ich es so 'Es tut mir leid dass ich alles kaputt gemacht habe zwischen dir und kim. Es tut mir mit kim so leid, und ich kann es nicht sehen wie sie meinetwegen so leidet.' Andi nahm mich in den Arm. Seine Arme waren fest und gefühlvoll um mich geschlungen. Er wollte mich küssen und ich lies es zu. wir küssten uns innig, als Kim auf einmal hinter ihm stand. Erschrocken wich ich ein par Schritte zurück. Er schaute mich fragend an und drehte sich um. Kim gab ihm eine Ohrfeige.
'Du Arsch!! Wieso tust du mir das an??!!!! Wieso?!'
'Kim. Es ist aus. Du hast Schluss gemacht', sprach er auf sie ein.
'Mir Egal!! Ich will doch wieder mit dir zusammen sein!!'
'Entscheide dich. Aber es wird eh nicht mehr klappen. Wenn du nicht Schluss machst , dann mach ich es.'
'Ich bring dich um!!' schrie sie mich an.
Plötzlich hörte ich die Vögel nicht mehr zwitschern und es schien mir als ob dunkle Wolken am Himmel aufzogen. Die Sonne blendete nicht mehr, sondern schien nur noch schwach.
Dann drehte sie sich auf der Stelle um und ging schnell weg. Ich sank zu Boden und Tränen stiegen mir in die Augen. War die Beziehung zu Andi das Wert? Klar war ich in ihn verliebt. Aber in diesem Moment ist mir klar geworden, dass sie ihn immer mehr lieben würde als ich. Nachdem Andi eine Zeit lang nur so dagestanden hatte, sank er zu mir auf den dreckigen und feuchten Boden und hielt mich einfach nur in seinen Armen. Wir sind lange so dagesessen als Andi dann etwas sagte, was ich irgendwie nicht begreifen konnte.
'Ich beschütze dich!' hatte er immer wieder gesagt.

Ich konnte es nicht glauben. Wie wollte er mich denn beschützen?!! Er konnte ja nicht immer an meiner Seite sein. Ein wenig Wut stieg in mir auf und ich stand wortlos auf und ging. Wieso musste er sich denn überhaupt in mich verlieben??!! Und wieso musste ich mich in ihn verlieben? Wieso konnte nicht alles so weiter gehen wie bisher..?

ich nehme weiterhin Kritik gerne an =)







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