Liebe mit Umwegen Teil 3

Autor: Butterfly
veröffentlicht am: 01.03.2008




Als ich schon ein Stück gegangen war kam ich zu dem Entschluss das sie es vielleicht gar nicht so gemeint hatte. Trotzdem hatte ich Angst. Am Montag ging ich wie gewöhnlich zur Schule. Auf dem Weg nach Hause sagte ich meiner Freundin noch, dass ich am Mittag auf der Party von einem Kumpel wäre und deshalb keine zeit hatte, mich mit ihr zu treffen. Nach dem Mittagessen packte ich also meine Sachen und das Geschenk für meinen Kumpel und klingelte bei ihm. Kim war zu meinem Entsetzen auch da. Ich ging aber nicht von der Party, denn ich dachte bei so vielen Leuten wird sie mir schließlich nichts tun können. Doch ich irrte mich. Als ich auf der Toilette war, die sich im 2. Stock ,weit weg von den Partygästen befand, lauerte sie mir auf. 'Du wirst es büßen!!' flüsterte sie und drückte mich gegen die Wand. Sie hatte erstaunlich viel Kraft und ich kam nicht gegen sie an, so sehr ich versuchte Kim von mir weg zuschieben. Ihre Augen starrten mich hasserfüllt an. Sie fing an zu grinsen, was mir noch mehr Angst machte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte als sich ihre Hand um meinen Hals legte. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Ich wollte schreien, doch ich konnte nicht. Meine kehle war zugeschnürt und ich bekam nur noch schwer Luft. 'Deine letzten Worte??' zischte sie. 'Andi. Andi!!! Ich liebe ihn!' keuchte ich, doch im selben Moment erkannte ich das es falsch war was ich gesagt hatte. Es machte sie nur noch wütender. Ihre Finger wurden fester und sie wollte gerade zudrücken, als sie jemand mit einem unsanften Ruck beiseite stieß und mich schützend in den Arm nahm. Ich wusste im ersten Moment nicht wer das war, der da seine Arme um mich legte. Ich war zu verwirrt. Eben noch dachte ich würde jetzt sterben. Doch an seinem geruch und seiner Statur erkannte ich ihn sofort. Es war Andi.
'Wen du sie umbringst, bring ich mich auch um!! Dann hast du gar nichts mehr!!' sagte er.So hatte ich ihn noch nie erlebt. Zu mir war er zärtlich, hielt mich in seinen Armen. Aber in seiner Stimme war so viel Hass und Zorn. Kim hatte das anscheinend auch bemerkt, doch sie wusste auch, dass Andi ihr nichts tun würde. Trotzdem rannte sie schnell weg.
Er hatte mich beschützt. So wie er es versprochen hatte.
'Woher wusstest du denn dass ich hier war?!', fragte ich Andi.
'Deine Freundin...'

Als ich am nächsten Tag in die Schule ging, wussten es alle. Klar, es waren ja sehr viele auch auf der Party gewesen und Kims plötzliches gehen musste schließlich einen Grund gehabt haben. Irgendwie musste es der Direktor spitz bekommen haben und ich wurde zur 3. stunde in sein Büro gerufen. Er fragte mich, ob ich Kim anzeigen wollte und ob ich ein Gespräch mit dem Schulpsychologen wollte. Ich wollte keines der beiden, klar hatte ich eine Riesenangst vor Kim aber deshalb gleich Anzeigen? Außerdem ... vielleicht hatte die Drohung von Andi ja etwas gebracht? Dennoch schickte er mich zu dem Schulpsychologen. 'Wieso sitz ich eigentlich hier?!! Das hätte Kim nötiger!!', fauchte ich ihn gleich an. Wieso sollte ich denn zu diesem blöden Typ!! Ich hatte gar nichts gemacht und mich auch wieder einigermaßen von dem Schock erholt! Ich ging zwar noch nicht gerne allein irgendwo hin aber das war ja nun wirklich nicht so schlimm, dass man mich gleich zum Psychologen schicken musste oder??!!'Ja, du hast Recht. Aber der Direktor wollte dass ich dir etwas sage. Er kennt Kims Eltern und Kim sehr gut. Deshalb war er froh, dass du sie nicht angezeigt hast. Aber, ich soll dir sagen, dass Kim immer alles in ihrem Leben so bekommen hat wie sie es wollte. Er hat Angst dass sie sich etwas antut.' 'Auf welcher Seite sind sie eigentlich?!' Mit dieser Frage rannte ich hinaus aus dem stickigen Zimmer. Ich rannte auf die Straße und in den Park. Dann setzte ich mich auf die Bank, an der Kim aufgetaucht war. Ich dachte über alles nach und wurde nur noch aufgewühlter. Würde Kim sich wegen mir sogar umbringen?? Weil ich in ihr Leben getreten war? Hätte ich Kim vielleicht doch anzeigen sollen?
Ich entschloss mich alles für eine gewisse Zeit zurückzulassen, und ging zu einem Kumpel der weiter weg wohnte. Bei ihm konnte ich gut abschalten und nachdenken.







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