Die zwei Schwestern - Ladys von Shiringham Teil 1

Autor: 2-Autoren-Geschichten
veröffentlicht am: 23.05.2008




Hallo an alle, also das hier wird eine Geschichte, wie sie hier scheinbar noch nicht vorgekommen ist. Sani und ich schreiben zusammen eine Episodengeschichte. Da das unser erster Versuch wird bitte ich euch nicht ganz so streng zu urteilen ja??? Natürlich sind Verbesserungsvorschläge immer willkommen und werden auch (soweit möglich) umgesetzt.

So, jetzt zur Geschichte und der Art wie sie geschrieben ist: Sani und ich werden immer abwechselnd einen Teil einreichen, wobei die Dialoge aber zusammen geschrieben sind, d.h. jede lässt ihre Person reagieren wie sie denkt.
Jedes mal wenn wir wechseln (also vom schreiben) steht ein Strich. Dann nimmt der andere den Faden auf, ok??
So, aber den Rest seht ihr dann ja selber, deshalb husch husch schnell weiter lesen^^

Lg Dani & Sani

Die Hauptpersonen:

Die Schwestern von Shiringham, Catherine & Vivien:

Lady Vivien Shiringham (geschrieben von Dani):

Aussehen:
- rote, hüftlange Haare,
- tiefe, grüne, blitzende Augen
- blasse, zarte Haut
- klein und zierlich

Charaktereigenschaften:

Positiv:
- mutig & stark
- lebenslustig & quirlig,
- rebellisch
- verträumt
- anmutig

Negativ:
- temperamentvoll (manchmal zu hitzig)
- dickköpfig,
- manchmal zu draufgängerisch,
- rebellisch
- ungeduldig

Besondere Fähigkeiten:

- spricht dank guter Kinderstube 3 Sprachen (spanisch, englisch und französisch)
- wurde von ihrem Vater im Bogenschießen unterrichtet und schießt besser als mancher Mann
- weiß ihre Augen und Reize überzeugend einzusetzen
- gewitzt und gerissen
- sehr gut ausgeprägte Instinkte (wie hören und sehen)

Lady Catherine Shiringham (geschrieben von Sani):

Aussehen:
- hellblonde Locken bis zur Mitte der Wirbelsäule,
- tiefe, blaue Augen,
- ein kleines Muttermal neben dem Mund

Charaktereigenschaften:

Positiv:
- höflich,
- temperamentvoll,
- gutmütig,
- klug,
- zielstrebig,
- naiv,

Negativ:
- aufbrausend,
- angriffslustig,
- naiv,
- zu hilfsbereit,

Besondere Fähigkeiten:

- immer eine Antwort parat
- klüger als sonst mancher Gelehrte
- kann gut mit Waffen umgehen (wenn auch nicht gern)
- weiß sich selbst zu verteidigen

London, England 1531:

„Cathy!!... Cathy!! Wo bist du??' rief Vivien immer wieder laut während sie durch den riesigen Garten des Anwesens derer von Shiringham lief.
Sie hatte schon das ganze Anwesen abgesucht und hier der Garten war ihre letzte Hoffnung. Sie hatte ihre Schwester Catherine seit zwei Monaten nicht gesehen, da sie zu ihren Verwandten gereist war. Jetzt, wo sie sich wieder bei ihrer Schwester wusste, wurde der Drang jemandem zu erzählen was sie beschäftigte beinahe übergroß. „Cathy!' rief sie noch einmal und dieses Mal bekam sie Antwort. „Was machst du denn so einen Lärm? Ich bin hier Vivi.' Vivien sah in die Richtung aus der die Stimme kam und als sie eine vertraute Gestalt aus dem Laubengang heraustreten sah, rannte sie so schnell ihre Beine sie trugen und ihre vielen Röcke es zuließen. Überglücklich fiel sie ihrer Zwillingsschwester um den Hals. Wie hatte sie sie vermisst!!
Es war keine schlechte Zeit gewesen, der Monat bei ihren Cousinen, aber keine einzige hatte Catherine auch nur ansatzweise ersetzen können.
Nach einiger Zeit, in der sie nur dagestanden hatten und glücklich waren wieder beieinander zu sein, hob Vivien den Kopf und löste sich sanft von ihrer Schwester. Da bemerkte sie die dunkeln Ringe unter deren Augen und ihre sorgenvolle Mine. Ihre Probleme und Gedanken traten in den Hintergrund und sie fragte vorsichtig: „Cathy, was ist passiert? Du siehst aus als ob du Kummer hast...'

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'Ach, es ist nichts“, versucht Catherine sich geschickt rauszureden, doch es gelang ihr nicht so wie sie es sich erhofft hatte. Besorgt und neugierig sah Vivien sie aus ihren großen, grünen Augen an und versuchte es ein zweites Mal. „Jetzt sag schon Schwesterherz. Du weißt genau, dass ich fühle wenn es dir schlecht geht. Und du weißt auch, dass es mir erst dann wieder gut geht wenn du wieder lachst. Also bitte, erzähl es mir doch.“
Ein kleines Lächeln huschte über Catherines Gesicht. Doch genauso plötzlich wie es gekommen war, verschwand es auch wieder. Nun breitete sich ein Schleier großer Besorgnis und Trauer über ihr Gesicht. Catherine war sich unsicher über Viviens Reaktion. Sie wusste dass ihre Schwester manchmal zu temperamentvoll war - genauso wie sie selbst.'Es gibt da etwas dass du wissen solltest, Vivi“, sprach Catherine endlich.

'Und was? Was meinst du? Sag es mir doch bitte ich mach mir langsam echt Sorgen.' Vivien blickte Catherine flehentlich an.
'Vater. E-e-es geht um Vater“, stotterte Catherine. Wieder verließ sie der Mut, als sie in das Gesicht ihrer Schwester blickte. 'Na gut. Hör mir bitte zu, ja?', sagte sie als sie ihre Sprache wieder fand.

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Nun wurde Vivien panisch: 'Vater?! Wieso, was ist mit ihm? Ist er krank?! Jetzt sag doch endlich!!“
'Er wollte nicht dass du es erfährst. Er dachte, er könnte es überstehen...es überleben“, ein leiser Schluchzer drang aus ihrem Mund und die erste Träne kullerte herunter.'Wieso?' Viviens Stimme drohte zu brechen. 'Was ist passiert?! Wo ist Vater?!' Sie wollte sich umdrehen und davon stürmen um ihren Vater zu suchen, aber Catherine hob schnell ihre Hand und ergriff dir ihre.
'Vivi, hör mir bitte zu, ja? Ich...ich dachte er hätte noch Zeit. Wenigstens noch ein paar Wochen. Vivi, es tut mir so Leid, „ sagte Catherine mir solcher Traurigkeit in ihrer Stimme, dass Vivien sie nicht mehr anzuschauen brauchte um zu wissen was passiert war.

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„Wann?“ war alles was Vivien heraus brachte. In diesem winzigen Moment hatte sich ihr ganzes Leben in Scherben zerschlagen und sie hatte das Gefühl in einen dunklen Strudel gesaugt zu werden. In diesem Moment hatte sie das Gefühl nie wieder Glücklich zu werden. 'Wann?' fragte sie noch einmal und sah ihre Schwester mit tränenverschmiertem Gesicht an. Sie fürchtete sich vor der Antwort…
'Gestern am Abend“, murmelte Catherine.
„Nein, nein, nein“ war alles was Vivien herausbrachte bevor sie weinend zusammenbrach und in dunkler Verzweiflung versank.
Ihr Vater, der immer ihr Anker, ihr Fels gewesen war, hatte sie alleine gelassen. Der Mensch, der sie als einziger so verstanden und geliebt hatte wie sie war, war fort und würde nie wieder zurückkommen.
Nie wieder würde er ihr lachend zusehen wenn sie den Bogen spannte. Nie wieder würde er sie vor ihrer Mutter verteidigen und sie hinterher tröstend in den Arm nehmen. Nie wieder würde er lachen neben ihr her reiten und liebevoll ihre Haltung korrigieren. Es würde nie wieder ein gemeinsames Schachspiel am Abend vor dem Kaminfeuer geben, an dem es nur sie beide gab. Nie wieder würde es ein Wettreiten geben, nie wieder würde sie gewinnen lassen. Nie wieder, nie wieder, nie wieder…
Schluchzend saß sie auf dem Boden vor der Laube und der Schmerz nahm ihr die Luft zum atmen. Sie begann zu zittern, als ihr klar wurde, dass er nun für immer weg war. Dass er sie nie wieder zum lachen bringen würde und sie von ihm nie wieder liebenvoll ausgeschimpft werden würde.
Gerade als sie glaubte ihr Herz würde brechen, spürte sie eine Bewegung neben sich.

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Auch Cathy ging zu Boden und umarmte ihre Schwester. 'Sch..sch..', wie eine Mutter ihr Kind wog sie Vivien hin und her. Sie versuchte sie zu trösten, auch wenn sie wusste dass es im Moment keinen Trost für Vivien gab. Nicht in diesem Moment, in dem für sie alles zusammen gebrochen ist. Nun erreichte auch Cathy der Schmerz, denn sie die letzten Tage gekonnt ignoriert hatte.

Wieder fing sie an zu weinen und ermahnte sich innerlich aufzuhören. -Beruhig dich. Du musst stark sein.- Immer fester wurde ihr Griff um Vivien. -Ich muss stark sein, für Vivi.- Sanft strich sie ihrer Schwester durch die Haare.
'Cathy... Cathy hat er was gesagt?? Über... über...mich?!' fragte Vivien unter Tränen. 'Hat er... hat er sehr leiden müssen? Erzähl es mir, bitte!!'

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Catherins Magen find an sich zu drehen. Schlagartig kam alles wieder. Wie Vater da lag. Wie er sich gekrümmt hatte vor Schmerz. Wie er flehend nach Vivien gerufen hatte, immer wieder. Und Cathy war die ganze Zeit da. Sie hatte ihm die Hand gehalten und ihm immer wieder erzählt Vivien würde bald kommen, wohl wissend dass sie es nicht schaffen würde.Langsam richtete Catherine ihren Blick wieder auf Vivi. 'Er wollte nicht dass du dir Sorgen machst“, fing sie an zu erzählen 'Er...er...er hat gesagt „lass meinen Sonnenschein nicht allein“. Immer wieder hat er nach dir gerufen. Besonders in der letzten Nacht, in der Nacht in der er...in der er...gestorben ist. Er hatte schreckliche Schmerzen, aber er hat gekämpft.Er wollte dich noch ein allerletztes Mal sehen. Als sich sein Zustand verschlechtert hatte hab ich dich sofort holen lassen. Ich hatte so sehr gehofft, dass du es schaffen würdest, so sehr gehofft dass er noch ein paar Stunden haben würde. Am Anfang hat es gut ausgesehen. Er wollte die Krankheit besiegen. Ich hatte beinahe gedacht er hätte es geschafft...ich hatte gedacht dass...dass'

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Das war zu viel für Vivien. Sie kauerte sich schluchzend auf dem trockenen Laub zusammen und versuchte die Flut von Erinnerungen einzudämmen die sie auf einmal überschwemmten. Sie sah all die Erinnerungen die sie mit ihrem Vater verbanden und bei jeder Erinnerung an einen Streit schnitt ihr ein scharfer Schmerz durch die Brust. Wie gerne hätte sie jeden Streit ungeschehen gemacht und jedes böse Wort zurück genommen. Die Streitereien über die banalsten Dinge erschienen ihr jetzt wie eine riesige Last.
Was würde sie dafür geben die Zeit zurück drehen zu können, damit sie ihm noch einmal sagen konnte wie viel er ihr bedeutete und wie sehr sie ihn vermisste. Ihn nur noch einmal einen Augenblick in den Arm zu nehmen und ihn vor Glück lächeln zu sehen erschien ihr nun wie das größte Glück.

Leise schluchzend drehte sie sich zu ihrer Schwester und sah sie an. „Und nun?! Wann ist die Beerdigung? Kann ich ihn noch mal sehen?!“
'Morgen. Die Beerdigung ist Morgen“, sagte Catherine und versuchte Viviens Blick aufzufangen.
Vivien erwiderte Cathys Blick und sah darin den gleichen Schmerz den sie such selbst fühlte. Sie drückte ihre Schwester noch einmal an sich und stand dann mit müden Bewegungen auf.'Bitte... kann ich ihn sehen?!'

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Catherine nickte nur stumm und erhob sich auch. Erhobenen Hauptes ging sie vor und Vivien folgte ihr. Immer noch loderte der Schmerz in ihrem Inneren und ließ sich nicht vertreiben. Sie beschleunigte ihre Schritte und versuchte dadurch den Schmerz zu verbannen oder wenigstens zu lindern. Doch keines von beiden geschah. Stumm gingen die Schwestern nebeneinander in das Haus zurück. Beide in Gedanken. Beide voller Schmerz und Traurigkeit. 'Mutter hat es nicht gut aufgenommen. Man kann kaum mit ihr reden“, sagte Catherine als sie zum Haus zurück gekehrt waren.

Hallo Leute, also wir würden uns freuen wenn es hier ebensoviel Anmerkungen und Kritik geben würde wie bei unseren anderen Geschichten (veröffetlicht unter Sani & _Schmusekätzchen_... Das ist ein Versuch zwei Charakteren unterschiedliche Schreibstile zuzuordnen und wir hoffen dass es euch gefällt.

Wenn erwünscht schreiben wir gerne noch einige Fortsetzungen^^

lg Sani & Dani







Teil 1 Teil 2 Teil 3


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