Behind the obvious

Autor: Franzi
veröffentlicht am: 27.02.2010




So ihr Lieben,
ich hab mich wieder an die Arbeit gemacht und eine neue Geschichte geschrieben. Diesmal etwas länger und ich hoffe sie gefällt euch. Bitte, bitte schreibt mir ganz viele Kommis, gerne auch Kritik [wobei ich Lob natürlich lieber höre ;-)], damit ich mich weiter verbessern kann und weiß ob ihr überhaupt mögt was ich so schreibe. Viel Spaß beim Lesen.Eure Franzi

Prolog

Sie stand am Herd und kochte. Spaghetti mit Tomatensoße. Sein Leibgericht. Die blauschwarzen Haare hatte sie an ihrem Hinterkopf zu einem unordentlichen Knoten zusammengefasst und sie wischte sich gerade eine verirrte Haarsträhne aus der Stirn, als sie den Schlüssel in der Tür hörte. Verflucht! Sie hatte ihn jetzt noch nicht erwartet! Das Essen war noch gar nicht fertig. Blitzschnell schoss sie aus der kleinen Küche und lief ihm entgegen. Ihre Hände zitterten als sie ihm die Jacke abnahm. Schon von weitem konnte sie den Alkohol riechen. Er schien sich auch nicht mehr allzu gut auf den Beinen halten zu können.'Was gibt's zu essen?'; lallte er.
Sie brachte nur ein Flüstern zustande.
'Spaghetti mit Tomatensoße. In 5 Minuten ist es fertig.'
'In 5 Minuten?!?!?'
Drohend baute er sich vor ihr auf, die Hände in die Hüften gestemmt und funkelte sie mit seinen kalten Augen an. Das er dabei leicht vor und zurück schwankte machte den Anblick nicht weniger bedrohlich. Zaghaft wich sie einen Schritt zurück. Machte sich noch auf den Sturm gefasst, als er auch schon losbrach.
'Was machst du eigentlich den ganzen Tag lang außer mein Geld zu verschwenden, hä?! Du bist zu nichts nütze du - '
'Aber ich habe den ganzen Tag sauber gemacht, war einkaufen, - '
'SCHWEIG! Ich will nicht wissen was du angeblich gemacht hast! Mir ist nur klar, dass du wieder einmal nicht in der Lage warst mein Essen auf den Tisch zu bringen. Du weißt genau wann ich heim komme. Du machst das mit Absicht. Ich lasse mir das nicht gefallen - ''Aber ich habe doch…'
'Ich sagte KLAPPE!'
Sie spürte den Schlag noch bevor sie ihn kommen sah. Er holte weit nach hinten aus und die Flache Hand traf sie mit solcher Wucht im Gesicht, dass sie gegen die Wand geschleudert wurde. Eine Alte Wunde an ihrer Lippe brach wieder auf.
Vorsichtig wich sie Schritt für Schritt vor ihm zurück.
'Schatz ich bitte dich. Die Spaghetti sind bestimmt schon fertig. Ich schau schnell nach ob…''NEIN! Wir klären das jetzt ein für alle mal. Du wirst mich nie wieder mit dem Essen warten lassen!'
Er packte sie an den Oberarmen und fesselte sie gegen seine Brust. Er war kräftig gebaut. Hatte die Statur eines Football Spielers. Dem war sie nicht gewachsen. Er schüttelte sie so kräftig, dass ihre Zähne aufeinander schlugen. Die ganze Zeit spürte sie seinen alkoholschwangeren Atem im Gesicht. Verzweifelt versuchte sie sich aus seinem Griff zu befreien. Als er plötzlich los ließ dachte sie schon es wäre ihr gelungen doch dann blickte sie auf in sein, zu einer wütenden Fratze verzogenes, Gesicht. Sie machte auf dem Absatz kehrt. Wollte fliehen. Irgendwohin, doch er packte sie an der Schulter, drehte sie zu sich herum und schlug ihr die geballte Faust gegen die Schläfe.
Ihre Beine sackten weg und sie schlug unsanft auf dem Boden auf. Im Rücken die Küchenanrichte. Der Schlag war so brutal gewesen, dass sie nur noch Sternchen sah und das Gefühl hatte sich übergeben zu müssen.
'Steh auf verdammt', schrie er sie an.
Aber sie konnte nicht. Ihre Beine wollten nicht mehr gehorchen.
'Ich sagte: STEH! AUF!'
Sie wurde an ihren Armen nach oben gerissen und eine Schulter gab ein ungesundes Knacken von sich. Sie konnte einen Schmerzensschrei nicht länger unterdrücken. Auf ihrem Shirt vermischte sich das Blut mit der Tomatensoße und sie klammerte sich Hilfe suchend an der Anrichte hinter sich fest.
Da spürte sie auf einmal etwas Längliches unter ihren Fingern. Das Küchenmesser! Ihre Finger schlossen sich fest um den kühlen Griff. Als er erneut zuschlagen wollte hob sie ihren Arm und stieß zu.
Im nächsten Moment wurde alles um sie herum schwarz.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

'Jane! Bitte kommen sie doch herein!'
Jane erhob sich und ging auf die riesige Holztür zu, in der ihr Anwalt stand und auf sie wartete. Anthony war Anfang dreißig, hatte braunes Haar und einen für einen Mann fast schon sehr schmalen Körperbau. Ihr gefiel er gut. Bullige Männer machten sie nervös, doch Anthony war eher der ruhige, zarte Typ.
Er geleitete sie zu seinem Schreibtisch und sie nahm Platz. Der riesige Raum war hell, mit großen Fenstern und einer riesigen Palme. In der Ecke gluckerte eine Kaffeemaschine.'Also Jane. Wie geht es ihnen? Sie sehen schon wieder viel besser aus.'
'Danke. Ja, die Schmerzen lassen langsam nach.'
Instinktiv griff sie zu ihrem rechten Arm, der noch in einer Schlinge steckte.
'Ab morgen darf ich die Schlinge abnehmen hat der Arzt gemeint. Und mein Gesicht nimmt ja langsam wieder normale Formen an wie sie sehen.'
'Gut', er nickte ihr freundlich zu und sie ahnte bereits, dass sie nicht mochte was er ihr gleich sagen würde.
'Nun, es ist langsam Bewegung in ihren Fall gekommen. Ihr Ehemann wurde gestern entlassen. Jemand hat scheinbar die Kaution für ihn bezahlt. Das bedeutet wir müssen uns etwas einfallen lassen.'
Ihr wurde eiskalt. Er war wieder auf freiem Fuß?! Seit dem Vorfall vor knapp zwei Wochen hatte sie bei ihrer besten Freundin Michelle gewohnt. Dort hatte sie sich einigermaßen sicher gefühlt in dem Wissen, dass Greg hinter Gittern saß und ihr nichts tun konnte. Doch nun war er frei. Und sie war sich sicher, dass er kochte vor Wut.
'Jane ich denke wir sind uns beide einig darin, dass ihr Ehemann - '
'Bitte nennen sie ihn nicht so. Er ist nicht mehr mein Ehemann!'
'Nun rechtlich gesehen…'
'Ich weiß. Aber bitte - tun sie mir den Gefallen.'
'In Ordnung. Also ich denke wir sind uns einig das Mr Mason eine Gefahr für sie darstellt. Er hat sie bereits mehrere Male misshandelt und es besteht die Gefahr, dass er es wieder versuchen wird. Leider ist die Sachlage etwas kompliziert. Mr Mason war schwer verletzt durch den Messerstich und er war stark alkoholisiert. Ich fürchte, dass wird sich strafmildernd auswirken.'
'Was? Er bekommt keine Strafe nur weil er betrunken war? In was für einem Land leben wir hier denn?'
Jane konnte es nicht fassen. Sie hatte in jahrelanger Angst vor ihrem Mann Greg gelebt. Sie war gerade einmal 23 als sie sich das Ja-Wort gaben. Die ersten beiden Jahre ging alles gut. Sie waren glücklich miteinander. Doch als Greg seinen Job verlor, ging auf einmal alles schief. Er wurde depressiv, fing an zu trinken und schließlich auch sie zu schlagen wenn er wieder einmal alkoholisiert war und etwas nicht nach seiner Nase lief. Es war immer schlimmer geworden und die Nachbarn hatten bereits angefangen zu tuscheln, doch Jane hatte niemandem etwas verraten. Nicht einmal ihrer besten Freundin Michelle gegenüber war sie mit der Wahrheit heraus gerückt. Die ganze Zeit über hatte ihr naives Herz gehofft es würde wieder besser werden.
Michelle war natürlich nicht dumm. Sie wusste genau, dass sie nicht gestürzt war, wenn sie wieder einmal mit einer Wunde auftauchte. Dafür kam es zu häufig vor. Sie drängte Jane drei Jahre lang Greg zu verlassen, doch sie brachte es nicht über sich. An diesem schicksalsschweren Abend schließlich als Greg nach Hause kam und das Essen noch nicht fertig war hatte sich das Blatt gewendet. Aus Reflex hatte sie ihm das lange Messer in den Bauch gestoßen, bevor sie ohnmächtig wurde. Das nächste woran sie sich erinnern konnte war, dass sie im Krankenhaus aufwachte und Michelle sie besorgt ansah.
Anscheinend hatte eine Nachbarin die Schreie gehört und die Polizei gerufen. Diese war schließlich mit dem Krankenwagen angerückt, hatte die Tür aufgebrochen und sie und Greg in einer Blutlache vorgefunden.
Sie waren beide medizinisch versorgt worden und anschließend separat verhört.
Bleibende Schäden hatte Jane keine erlitten nur ein paar Schürfwunden und blaue Flecken waren noch zu sehen. Ignorierte man mal die Tatsache, dass sie im Moment einfach keine körperliche Nähe zu einem Mann ertragen konnte.
Sie war felsenfest davon überzeugt gewesen, dass Greg verurteilt werden würde. Für sie war nicht einmal eine andere Möglichkeit in Betracht gekommen und nun das. Jane atmete tief durch.
'Was genau meinen sie damit?'
'Jane es ist leider so, dass in diesem Fall der Alkoholpegel die Zurechnungsfähigkeit eingeschränkt hat und Mr Mason deshalb nicht voll straffähig ist. Noch dazu kommt, dass sie ihn ebenfalls verletzt haben. Deswegen hat er nun anscheinend ebenfalls vor sie zu verklagen.'
'Was? Aber jahrelang - '
'Ich weiß! Nur leider haben sie vorher nie gegen ihn ausgesagt. Aber machen sie sich deswegen für den Moment keine Gedanken. Ich werde alles Rechtliche sofort einleiten. Schließlich war es Notwehr. Der Hauptgrund weshalb ich sie heute sehen wollte ist, dass sie in Gefahr schweben! Mr Mason ist sehr aggressiv und von dem was sie mir erzählt haben kann ich schließen, dass er sich wird rächen wollen. Leider ist die Polizei nicht bereit ihnen Personenschutz zur Verfügung zu stellen, deswegen habe ich mir etwas anderes ausgedacht.''Personenschutz? Aber meinen sie nicht, dass eine einstweilige Verfügung oder so etwas ausreicht?'
'Natürlich könnten wir das durchsetzten, aber das ist noch längst keine Garantie dafür, dass er sich ihnen nicht nähern wird.'
Jane nickte. Natürlich hatte Anthony Recht. Greg würde sich nicht von einem Blatt Papier aufhalten lassen.
'In Ordnung. Was schlagen sie also vor?'
'Ein guter Freund von mir, Benjamin Green, ist bereit ihnen eine Stelle als Haushaltshilfe zu geben. Er arbeitet ziemlich viel und deswegen kann er Unterstützung gebrauchen und sie brauchen Schutz. Den kann er ihnen geben. Sie bekommen ein Zimmer in seinem Haus und ich glaube sie wären nirgends sicherer. Er arbeitet als Sicherheitschef bei der National Bank und sein Haus ist absolut einbruchssicher. Außerdem hätte er ein Auge auf sie und kann ihnen im Notfall helfen.'
'Ich soll bei ihm arbeiten?'
'Ja. Oder haben sie bereits einen Job gefunden? Sie waren doch vor dem Zwischenfall ausschließlich als Hausfrau tätig oder? Und sie brauchen schließlich Geld.'
'Das stimmt schon. Ich bin nur etwas verwundert. Dieser Benjamin Green hat mich noch nie in seinem Leben gesehen, will mir einen Job geben UND mich auch noch bei sich wohnen lassen? Er muss ein verdammt großzügiger Mensch sein.'
'Ähm…tja…so ist er.'
Anthony hoffte sie würde nicht weiter darauf eingehen. In Wirklichkeit hatte er Ben praktisch dazu zwingen müssen Jane bei sich aufzunehmen. Aber er hatte noch etwas bei ihm gut, also hatte Ben keine andere Wahl gehabt auch wenn er ganz und gar nicht glücklich darüber war. Aber das war Anthony egal. Er mochte diese Jane ziemlich gerne und es war die einzige Möglichkeit, die er sah um sie in Sicherheit zu bringen.
Natürlich hätte er sie auch liebend gerne bei sich einziehen lassen, aber das hätte sie wahrscheinlich nicht zugelassen. Er hatte bereits gemerkt, dass sie es nicht mochte wenn man ihr zu viele Gefallen tat. Und außerdem konnte Ben ja wirklich besser auf sie acht geben als er.
'Also wenn sie wollen können sie jetzt ihre Sachen packen gehen und dann bringe ich sie zu ihm um sie miteinander bekannt zu machen.'

In der Zwischenzeit sann Greg auf Rache. Er war soeben in ihrer gemeinsamen Wohnung angekommen und nicht überrascht, dass sie nicht da war. Das kleine Miststück hatte es also tatsächlich gewagt ihn anzuzeigen. Ihn. Der sie jahrelang durchgefüttert hatte. Auf keinen Fall würde er sich diese Behandlung gefallen lassen. Sein Anwalt hatte ihm geraten nichts Unüberlegtes zu tun, aber Greg war ja nicht blöd. Er würde es sich sogar sehr gut überlegen wie er die Schlampe bezahlen lassen würde. Kein Mensch würde je erfahren, dass er es gewesen war.

'Du ziehst aus? Aber du kannst doch bei mir bleiben Süße, das macht mir gar nichts aus. Du weißt doch, dass du bei mir immer willkommen bist!'
Jane drückte ihre Freundin fest an sich.
'Ach Michelle! Natürlich weiß ich das. Und glaub mir ich wäre lieber hier bei dir als bei einem wildfremden Mann im Haus. Allein bei dem Gedanken daran wird mir schon ganz schlecht. Aber ich will dich nicht in Gefahr bringen verstehst du? Greg wird sich denken, dass ich bei dir bin und dann wir er hierher kommen. Deshalb muss ich so schnell wie möglich verschwinden. Das Risiko, dass du auch etwas abbekommst ist mir zu groß! Und außerdem hat Anthony ja Recht. Ich brauche Geld.'
Ihre Freundin zog eine Schnute.
'Von mir aus.'
Michelle sah alles andere als glücklich aus. Sie wollte Jane bei sich haben und nicht, dass sie bei einem Fremden leben musste nach allem was in letzter Zeit passiert war.
'Aber dass du mich ja jeden Tag anrufst verstanden! Und wenn dir der Typ irgendwie unangenehm ist, dann kommst du sofort wieder zu mir!'
'Klar. Aber ich denke, dass er schon in Ordnung ist. Immerhin ist er Anthonys bester Freund und ein hohes Tier bei der Bank.'
Als Michelle grinste sah Jane sie verwirrt an.
'Apropos. Ich wollte dich noch was fragen! Seit wann sind du und dieser ‚Anthony'
eigentlich so vertraut? Da bahnt sich doch nicht etwa was an?'
Jane sah ihre Freundin fassungslos an.
'An was denkst du nur schon wieder Michelle? Ich bin gerade aus meiner Ehe entkommen und denkst ich schmeiße mich meinem Anwalt an den Hals? Anthony ist sehr nett aber mehr auch nicht. Er hilft mir aus diesem Mist raus.'
'Ach komm schon Jane. War doch nicht böse gemeint. Ich hab den Typen letztens gesehen und mir gedacht, dass er genau dein Fall wäre. Na ja…gewesen wäre. Bevor du Greg kennen gelernt hast.'
Jane nickte. Natürlich wäre er das gewesen. Aber jetzt hatte sie die Nase gründlich voll von Männern. Nie wieder wollte sie eine Beziehung haben. Sie glaubte die Fähigkeit verloren zu haben einem männlichen Wesen zu vertrauen. Greg hatte sie vertraut und was hatte es ihr gebracht? Fünf Jahre in der Ehehölle. Sie hätte damals auf Michelle hören sollen. Die hatte Greg von Anfang an nicht leiden können. Sie hatten sich oft gestritten deswegen. Jane war froh, dass Michelle ihr jetzt kein ‚hab ich's doch gesagt' unter die Nase rieb. Das bewies nur wieder einmal wie gut ihre Freundschaft war.
Die nächste halbe Stunde packte Jane schweigend ihren Koffer bis es an der Tür klingelte. Michelle öffnete und führte Anthony ins Wohnzimmer.
'Hallo Jane. Sind sie schon fertig?'
Sie nickte nur und versuchte den Kloß wegzubekommen, der ihr im Hals steckte. In den letzen beiden Wochen war Michelles Wohnung für sie der einzige Zufluchtsort gewesen und nun sollte sie diesen schon wieder aufgegeben.
Michele schien zu ahnen was in ihr vorging, denn sie drückte sie fest an sich und flüsterte ihr ins Ohr:
'Es ist ja nicht für immer. Bald ist dieser Mistkerl hinter Gittern und du kannst wieder nach Hause kommen. Und du kannst mich immer anrufen. Ganz egal wie spät es ist, ja?'
Jane nickte den Tränen nahe, löste sich von Michelle und atmete einmal tief durch.
'In Ordnung lassen sie uns fahren.'
Anthony hatte dem ganzen nur schweigend zugesehen, nahm ihr jetzt aber ihren Koffer ab und brachte sie zu seinem Wagen. Irgendwie wirkte er ein bisschen verwirrt. Was wohl mit ihm los war? Doch im nächsten Moment hatte er schon wieder seine durch und durch professioneller-Anwalt-Miene aufgesetzt.
'Machen sie sich keine Sorgen Jane. Ben ist wirklich ein guter Kerl und er wird sich um sie kümmern so gut er kann.'
Ein nicken.
Die nächste Stunde saßen sie schweigend in dem schwarzen Mercedes, während sie die Stadt verließen und die Umgebung immer ländlicher wurde. Sie passierten ein kleines Dorf, welches scheinbar aus nicht mehr bestand als zwanzig Häusern und einem Pub, und fuhren eine Weile durch das Nirgendwo bis Anthony schließlich in eine Einfahrt einbog.Jane klappte der Unterkiefer hinab. Das Haus, Verzeihung, die Villa war riesig. Sie hielten vor einem zweistöckigem, weißen Gebäude mit einer Veranda, welche um das ganze Haus herum führte. Vor der Einganstüre standen zwei prächtige Säulen und vor jedem Fenster waren Blumenkästen mit wunderschönen Geranien in allen rosa Tönen angebracht. Die Villa stand inmitten eines prächtigen Gartens, der scheinbar mit viel Liebe gepflegt worden war und von einer hohen Thuja - Hecke begrenzt wurde. Hinter dem Haus hörte man das Plätschern eines Pools.
'Hört sich so an als wäre er schwimmen', meinte Anthony und ging voran. Tatsächlich befand sich ein Mann in dem Becken und kraulte mit kräftigen Zügen. Er schien sie nicht zu bemerken.
'Hey Ben! Wir sind da. Komm raus da!'
Der Mann im Wasser, welcher scheinbar wirklich Benjamin Green war sah kurz auf und schwamm dann gemächlich noch eine Runde bevor er sich zur Leiter begab.
Als er dann schließlich doch herauskletterte wäre Jane beinahe noch einmal der Mund offen stehen geblieben. Es war als stünde auf einmal Brad Pitt vor ihr. Sie hatte immer gedacht solche Oberkörper gäbe es nur in Hollywood und durch geschickte Retusche, doch anscheinend hatte sie sich getäuscht.
Nervös strich sie sich durch ihre langen, schwarzen Haare. Sie hasste Männer die eine solch gewaltige körperliche Präsenz und Sexualität ausstrahlten. Sie fühlte sich davon bedroht und eingeschüchtert. Deshalb war Anthony ihr ja auch sympathisch. Weil er das genaue Gegenteil von diesem brünetten Traum aller Frauen war. Na ja, aller Frauen außer ihr.

Auch Benjamins erster Eindruck war nicht unbedingt der Beste. Erstens wäre da mal dieser Blick, den sie ihm zu warf. So als hätte sie die totale Panik vor ihm. Normalerweise schmachteten ihn die Frauen an, doch diese hielt scheinbar nicht viel von seinem Äußeren.Dann wäre da noch die Tatsache, dass sie überhaupt nicht sein Typ war. Na gut er musste zugeben, dass ihre Haare glänzten wie Seide und ihre Haut unglaublich zart aussah, aber sie war ziemlich zierlich. Busen war kaum vorhanden. Er mochte eher den weiblichen Typ Frau, an dem was dran war. Üppige Brüste, die bei jeder Bewegung schaukelten und ein Hintern, den man ordentlich anpacken konnte.
Er hatte gehofft, dass er wenigstens ein paar Vorteile aus ihrem Aufenthalt ziehen könnte, aber Anthony hatte ihm eingeschärft bloß die Finger von ihr zu lassen. Angeblich wegen ihrer Vergangenheit, die dazu führte, dass sie nun hier bei ihm versteckt werden musste, doch insgeheim vermutete Ben, dass Thony einfach selbst scharf auf sie war.
Es wurmte ihn dennoch ganz gewaltig, dass er nicht wissen durfte was es mit dieser kleinen Lady auf sich hatte. Keiner hatte ihm sagen wollen was ihr widerfahren war und trotzdem verlangte man von ihm, dass er den Babysitter für sie spielte. Und dann durfte er sie noch nicht mal anfassen.
Benjamin schlenderte lässig auf Jane zu, die fasziniert den Wassertropfen folgte die seinen Waschbrettbauch hinunter rannen. Sie hatte einen trockenen Mund bekommen und musste schlucken.
'Hi, ich bin Ben. Du musst Jane sein.'
Er streckte ihr eine sonnengebräunte Hand hin, nach der sie nur zögerlich griff. Kaum hatte sie den Druck seiner großen Hände kurz erwidert ließ Jane auch schon wieder los, als hätte er ihr einen Stromschlag verpasst. Sie konnte lediglich nicken. Erleichtert registrierte sie, dass Ben sich nun Anthony zuwandte und ihm freundschaftlich auf die Schulter schlug.
'Alles klar bei dir? Warst in letzter Zeit ja ziemlich beschäftigt, was? Und dann meldest du dich doch und warum? Um einen Gefallen einzufordern.'
Anthonys Kopf ruckte nach oben und er funkelte Ben wütend an. Doch es war schon zu spät. Jane hatte längst kapiert was er damit gemeint hatte. Sie war hier alles andere als erwünscht. Scheinbar hatte Anthony noch etwas Gut gehabt. Zaghaft wandte sie sich an den Anwalt.'Anthony wenn ich hier nicht erwünscht bin dann…'
Doch Ben hatte sie bereits rüde unterbrochen.
''Anthony'? Seit wann dürfen dich deine Klienten denn duzen? Warst du es nicht der mir eingetrichtert hat, dass das Verhältnis zu den Kunden immer so professionell wie möglich bleiben sollte?'
'Benjamin es reicht jetzt ich…'
'Was den? Ich wollte das nur noch einmal klar stellen. Du kannst dann jetzt gehen. Ich werde mich um die Prinzessin schon kümmern.'
Mit diesen Worten legte Ben ihr plötzlich einen Arm um die Schultern, zog sie fest an sich und lief los. Sie hatte keine Möglichkeit sich aus seinem eisernen Griff zu befreien. Es war als ob Greg sie wieder bei den Schultern packte und schüttelte. Ihr Atem beschleunigte sich und sie bekam keine Luft mehr. Sie spürte wie ihre Hände anfingen zu zittern und wie sich das Beben über ihre Hände in den ganzen Körper ausbreitete. Während sie panisch anfing nach Luft zu schnappen versuchte sie sich gegen seinen Arm zu wehren.
Benjamin hatte gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Er spürte ihr Zittern und wie sie sich sträubte. Als sie versuchte ihn zu treten ließ er schnell los und sah wie sie vor ihm zurück taumelte. Ihr Blick war panisch und angstverzerrt und ihr winziger Busen hob sich rasend schnell. Was war denn auf einmal los? Eigentlich hatte er nur Anthony so schnell wie möglich wieder loswerden wollen, weil er sauer auf ihn war. Er hatte nur versucht sie ins Haus zu bugsieren.
Anthony kam mit zwei riesigen Schritten auf ihn zu und sah ihn wütend an.
'Du verdammter Idiot. Was hast du nur wieder gemacht. Ich hab dir doch klar und deutlich gesagt, dass du die Finger von ihr lassen sollst oder?'
'Ja verdammt aber ich dachte doch nicht, dass du das wörtlich meinst. Ich bin davon ausgegangen, dass du nicht willst, dass ich mit ihr ins Bett gehe!'
Doch Anthony hörte ihm schon nicht mehr zu. Er wandte sich um und näherte sich vorsichtig der verstörten Jane.
'Ist ja gut Jane. Ganz ruhig. Keiner hier tut ihnen etwas okay? Kommen sie, wir setzten uns da drüben auf die Veranda damit sie sich wieder beruhigen können.'
Vorsichtig streckte er eine Hand nach ihr aus wie nach einem verschrecktem Tier und wartete. Als sie sie schließlich ergriff führte er sie langsam zu einem Stuhl.
'Verdammt Anthony wenn du willst, dass ich die Kleine hier in meinem Haus behalte, dann sagst du mir gefälligst was ihr Problem ist, kapiert!'
Benjamin hatte die ganze Situation einen gewaltigen Schrecken eingejagt. Natürlich war es seine Absicht gewesen gleich von Anfang an klarzustellen wer hier der Mann im Haus war, aber hatte doch nicht gewollt, dass sie solche Angst vor ihm hatte. Was war diesem zierlichen Geschöpf nur zugestoßen?
Zu seiner Überraschung nickte Anthony.
'Ja ich denke es wäre vielleicht wirklich besser wenn du wüsstest was passiert ist. Nur damit du auf eventuelle…nun…sagen wir ‚Komplikationen' vorbereitet bist.'
Er sah zu seiner Klientin, die sich abmühte ruhig und gleichmäßig zu atmen. 'Jane? Ist das in Ordnung für dich? Du musst es auch nicht selbst erzählen. Ich kann das für dich tun.'Jane nickte. Sie sah ein, dass es keinen Sinn machte diesem Ben ihre Situation zu verheimlichen. Sollte es wirklich hart auf hart kommen musste er ihr helfen können. Und anscheinend vertraute Anthony ihm blind. Dann konnte sie das sicher auch tun, oder etwa nicht?
Ohne der Erzählung ihres Anwalts zu folgen saß sie teilnahmslos auf der Bank. Sie kannte die Geschichte schließlich schon. Ihre Gedanken wirbelten die ganze Zeit wie wild in ihrem Kop herum. Keiner ließ sich einfangen um genauer betrachtet werden zu können. Sie hoffte so sehr, dass bald wieder Normalität in ihr Leben zurückkehren würde.
Hätte sie doch jetzt nur ihre Eltern an ihrer Seite, doch diese waren beide seit drei Jahren tot. Noch immer lastete ihr Verlust schwer auf ihr, denn er war nicht natürlich gewesen. John und Alma waren ermordet worden. Die Polizei hatte damals monatelang in dem Fall ermittelt, doch zu einem Ergebnis war man nie gekommen. Der Mörder blieb unentdeckt.
Auf einmal bemerkte Jane, dass es um sie herum ruhig geworden war. Alles was man noch hörte war das plätschern des Pools, das rauschen des Windes in den Bäumen und das fröhliche zwitschern der Vögel an diesem Augusttag, welches das genaue Gegenteil ihrer Stimmung darstellte.
Anthony hatte seine Erzählung beendet und er und Benjamin sahen sie nur schweigend an.Schließlich meldete sich Ben. Seine Stimme klang resigniert.
'Verdammt Thony was hast du mir da nur ins Haus geschleppt? Wenn ihr Mann wirklich so durchgeknallt ist wie du behauptest, dann kann ich der Kleinen auch nicht weiterhelfen. Da braucht sie schon eine Eskorte vom Secret Service.'
'Bitte Ben! Tu mir den Gefallen. Du weißt jetzt was Sache ist und sie kann unmöglich unbeaufsichtigt bleiben. Aber die Behörden stellen sich quer!'
'Na jetzt ist es ja eh schon zu spät. Ich hab versprochen, dass sie bei mir bleiben kann. Aber hätte ich das vorher gewusst wäre ich nie darauf eingegangen. Und sie verlässt nie das Grundstück verstanden?! Wenn ich sie schon im Auge behalten muss, dann unter meinen Bedingungen. Keine Ausflüge in die Stadt und wenn irgendjemand sie sieht, dann hat sie sich als meine Haushaltshilfe auszugeben! Eigentlich bin nämlich ich derjenige, der für das ganze hier Geld kassieren sollte. Dann kann sie auch für die Kohle arbeiten.'
Jane passte es gar nicht wie die beiden sprachen. So als wäre sie gar nicht anwesend. Schließlich war sie ein vollwertiger Bürger mit Rechten und sie wollte nicht, dass einfach diese beiden Kerle über ihr Leben bestimmten!
'Und was ist wenn ich das gar nicht will? Ihr könnt doch nicht einfach - '
Doch sie wurde rüde von Benjamin unterbrochen, der sie mit einem gefährlichen Ausdruck in den Augen anfunkelte.
'Schätzchen wenn du das nicht willst dann ist mir das nur zu recht, denn das würde für mich einiges an Arbeit weniger bedeuten. Aber lass dir gesagt sein, dass du solltest du deinen Hintern jetzt gleich von diesem Grundstück schwingen, dann setzt du nie wieder einen Fuß darauf, verstanden? Also überleg dir lieber vorher was du sagst und ob du nicht lieber etwas Dankbarkeit zeigen willst!'
Jane klappte den Mund auf…und wieder zu…und wieder auf. Sie kam sich vor wie ein Karpfen. Wie redete dieser Schnösel eigentlich mit ihr? Es war offensichtlich, dass er verdammt viel Geld besaß und scheinbar war ihm dieses zusammen mit seinem unverschämt guten Aussehen zu Kopf gestiegen. Unfassbar! Entrüstet erhob Jane sich und streckte ihren kompletten ein Meter achtundsechzig Körper.
'Wie können sie es wagen so mit mir zu sprechen?! Ich bin vielleicht nicht so reich wie sie und sehe nicht so gut aus. Ich habe keinen Job und noch nicht einmal eine Wohnung, aber ich brauche mich nicht so behandeln lassen! Versuchen sie sich mal zurückzuhalten wenn man über ihren Kopf hinweg ihr Leben plant! Und jetzt entschuldigen sie mich, ich habe zu tun!'Mit diesen Worten machte sie auf dem Absatz kehrt und lief zur Vorderseite des Hauses. Natürlich war das ein schwacher Abgang denn was sollte sie schon zu tun haben? Sie wusste ja schließlich nicht einmal wo sie war, aber eine bessere Ausrede für ein schnelles Verschwinden mit Würde war ihr gerade nicht eingefallen. Immer noch stinkwütend lief sie in das kleine Wäldchen, welches sich auf dem Grundstück neben dem Haus befand. Sobald sie zwischen die Bäume trat, umgab angenehme Kühle sie und es duftete nach Harz.
Eine Weile lief sie so durch das Grün und beobachtete ein Eichhörnchen, welches blitzschnell von Ast zu Ast sprang. Unter ihren Füßen knackte das Unterholz und sie strich mit den Fingern über die Rinde der Bäume, welche sie passierte, um die raue Struktur unter ihren empfindlichen Fingerspitzen zu fühlen.
Es war so friedlich.
Auf einer kleinen Lichtung angekommen legte sie sich ins Gras und blickte in den strahlend blauen Himmel über sich, auf dem nur vereinzelt die eine oder andere Schäfchenwolke zu sehen war.
Um sie herum zirpten alle möglichen Insekten und ganz sanft strich eine leichte Brise über ihren erhitzten Körper und liebkoste sie. Ihre Lider wurden immer schwerer und sie konnte zum ersten Mal in zwei Wochen wieder etwas entspannen. Die Welt um sie herum wurde immer kleiner bis sie schließlich gänzlich in den Hintergrund trat und Jane einschlief.

'Lass sie gehen Anthony hier kann ihr doch nichts passieren. Die solch sich erst mal wieder etwas beruhigen und dann wird sie schon noch erkennen, dass es die einzige Wahl ist, die sie hat.'
Anthony lief unruhig auf der Veranda auf und ab während sich Benjamin seelenruhig einen Drink einschenkte.
'Willst du auch einen? Siehst ehrlich gesagt so aus als könntest du ihn vertragen.'
Sein Freund blitzte ihn nur aus zu Schlitzen verengten Augen an.
'Mann, du bist heute vielleicht empfindlich! Hast du mit der Prinzessin was am laufen oder warum bist du so überdurchschnittlich besorgt um sie?'
'Ben! Natürlich nicht. Sie ist schließlich immer noch eine Klientin. Ich mag sie einfach. Sie ist mir sympathisch und hat einiges durchgemacht in letzter Zeit. Ich möchte ihr helfen so gut es geht. Mal abgesehen davon, dass es meine Schuld ist, dass sie sich überhaupt in dieser Lage befindet!'
'Warum sollte das deine Schuld sein? Hast du ihren Mann etwas dazu überredet sie zu verprügeln oder was?'
Anthony blieb wie angewurzelt stehen um Ben wieder einen tödlichen Blick zuzuwerfen.'Sei doch bitte einmal ernst! Es ist meine Schule weil ich diesen Schläger nicht schon längst hinter Gitter gebracht habe! Das ist immerhin mein Job. Du hättest ihr Gesicht sehen sollen als sie erfahren hat, dass er auf freiem Fuß ist. Sie sah aus als…als ob…ach ich weiß auch nicht! Als ob das, dass schlimmste wäre was ihr jemals passiert ist!'
Benjamin musterte seinen Freund lange. Ihm schien wirklich etwas an dieser Jane zu liegen. Und er war sein bester Kumpel. Er hatte auch schon einiges durchgemacht und auf ihn war immer Verlass gewesen. Nun war die Zeit gekommen sich für all das zu revanchieren.'Mach dir keine Sorgen Thony. Ich werde mein bestes geben um auf sie aufzupassen. Du hast mein Wort.'
Er sah ihn ernst an und Anthony nickte. Er wusste wann es Benjamin mit etwas ehrlich meinte und in diesem Fall tat er es. Erleichtert kreiste er seine Schultern um die Verspannung etwas zu lösen, die sich gebildet hatte.
'Ich muss jetzt gehen Ben. Ich habe noch einen Termin in der Kanzlei. Meinst du, du kommst mit ihr alleine klar? Sie ist ja sicherlich noch auf dem Gelände. Weit kann sie nicht sein und für den Fall, dass etwas nicht stimmt hast du ja meine Nummer.'
Benjamin grinste ihn frech an.
'Ich werde schon mit ihr fertig. Bisher hat mir noch keine Frau Ärger gemacht.'
Anthony war schon auf halbem Weg durch den Garten doch bei diesen Worten blieb er noch einmal stehen und drehte sich zu seinem Freund um.
'Nicht vergessen Ben: Kein! Körperkontakt! Ganz egal welcher Natur! Verstanden?!'Benjamin lachte nur und machte sich auf die Suche nach seiner neuen Mitbewohnerin.

Jane hatte wohl eine Stunde geschlafen als das Knacken eines Astes sie aufweckte.
Blitzschnell fuhr sie hoch und es dauerte einen Moment, bis sie ihre Orientierung wieder gefunden hatte. Wieder ein Rascheln im Unterholz. Jane fuhr herum.
'Wer ist da?'
Sie hob einen langen Ast zu ihren Füßen auf um ihn als Waffe zu benutzen. Da trat Benjamin auf die Lichtung.
Sein wissender Blick senkte sich auf den Stock in ihrer Hand.
'Du glaubst doch nicht wirklich, dass du damit etwas ausrichten könntest oder?'
Verschämt ließ sie die Hand sinken. Wer anders als Ben hätte es schon sein können?
Schließlich befand sie sich auf seinem Grundstück.
'Komm lass uns ins Haus gehen. Ich zeige dir dein Zimmer.'
Jane nickte und folgte ihm schweigend in die riesige Villa. Von innen war sie eben so schön wie von außen. Eingerichtet in einem rustikalen, ländlichen Stil mutete sie schon fast romantisch an. Gleichzeitig war sie aber auch zeitlos und elegant. Er hatte scheinbar einen ziemlich guten Innenarchitekten beauftragt, denn er war viel zu unsensibel, als dass er etwas so wunderschönes hätte schaffen können.
Sie folgten einer geschwungen, breiten Treppe mit schnörkeligem Geländer in den ersten Stock und blieben schließlich gleich an der ersten Tür stehen. Hier oben wand sich eine Galerie fast komplett um die Eingangshalle herum.
'Das hier ist dein Zimmer. Dein Gepäck habe ich schon rauf gebracht. Und hier ist dein Bad.'Er deutete auf die Türe rechts neben ihrem Zimmer.
'Wir treffen uns in einer halben




Teil 1 Teil 2


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