Prinzessin graue Maus

Autor: daydream
veröffentlicht am: 10.07.2009




Ihre Haltung war stolz. Ihr Selbstbewusstsein war unverkennbar. Sie war stark. Sie war es. Sie musste es sein.

Ihr Kleid ging bis zum Knie und floss an der Gestalt herab. Es zeigte kaum etwas von der wirklichen Figur der Traegerin und war hochgeschnitten. Es war bage-braunfarbend und unauffaellig. Kaum einer nahm die Gestalt im Ballsaal wahr. Alle sahen vielmehr zu der wunderschoenen Prinzessin im rosenroten, bodenlangen, figurbetonenden Kleid. Sie sah einfach bezaubernd aus. Ihr guter Charakter und ihre Liebe zum Volk war weit bekannt und alle verehrten sie, besonders natuerlich die jungen oder weniger jungen adligen Junggesellen die eine Frau suchten. Wer achtet bei einer so schoenen Prinzessin schon auf ein graues Maeuschen wie Sophie? Niemand. Und so war es auch. Doch Sophie stoerte es kaum. Sie stand in der Ecke und beobachtete das treiben. Sie wussste naehmlich, dass wenn man zu interessiert in die Menge schaute fiel man auf, genauso wie wenn man allzu gelangweilt dreinschaute. Deswegen schaute sie einfach nur zu. So wuerde sie nicht auffallen.'Phine, hier bist du! Ich habe dich gesucht! Willst du nicht auch einmal tanzen?' Die Prinzessin stand aufeinmal vor ihr. 'Nein, Eure Hochheit. Ich fuehle mich hier sehr wohl. Ihr wisst, ich tanze nicht gerne. Tanzt Ihr nur. Man wartet auf Euch. Macht Euch keine Sorgen um mich. Ich bin hier sehr gut aufgehoben.' 'Wenn du meinst. Aber ueberlegs dir nochmal, ja? Die Herren hier sind wirklich amuesant.' Sophie knickste. 'Habt vielen Dank.' Woher die Hochheit sie kannte? Sophie war eine alte Freundin von Anne. Es war wohl, als sie 4 oder 5 waren. Anne hatte sich nach dem Tod der Koenigin eine Freundin gewuenscht. Und so wurde Sophie vom Nachbargut geholt und mit Anne zusammen erzogen.Sie wurden gute Freundinnen trotz der charakterischen Unterschiede. Und in der Freizeit wurde gegenseitig geduzt, aber in der Oeffentlichkeit schickte es sich nicht jemand von einem hoehern Stand, egal wie nah man sich war, zu duzen.
Nachdenklich lehte sich Sophie nun gegen die Wand. 'Ueber was denkt Ihr nach?' Ein feiner Herr lehnte sich ebenfalls gegen die Wand. Sophie zuckte zusammen. 'Nun...' Sophies Gesicht erroetete. Sie wusste ueber sie gedacht hatte, sie hatte einfach an dies und jenes gedacht, dies und jenes Problem versucht zu loesen und sich dann den Traeumen hingegeben. 'Ich habe nicht an etwas spezielles gedacht. Wieso fragt Ihr?' 'Nun, Ihr standet so alleine an der Wand. Wer seid ihr eigendlich? Ich bin auf vielen Baellen doch Euch habe ich noch nie gesehen.' 'Nun, dass koennte daran liegen, dass Sie nicht richtig schauen.' Was erlaubte er sich da? Es war unhoeflich so aufdringlich Fragen zu stellen und Bemerkungen zu machen. Sie kehrte ihm den Ruecken zu und ging zum Bueffet. Doch bald merkte sie, dass er ihr folgte. 'Nun laufen Sie doch nicht weg. Ich meinte es nicht so. Ich entschuldige mich fuer die Unhoeflichkeit.' Sie reagierte nicht. 'Fraeulein, bitte seid mir nicht mehr boese.' 'Ich bin es nicht gewohnt.' 'Was seid Ihr nicht gewohnt?' 'Dass jemand mit mir so umgeht.' 'Nun, es war nicht meine Absicht. Nun verratet mir doch, wer Ihr seid!' 'Ihr braucht es nicht zu wissen.' 'Wer hat das entschieden?' 'Es ist die Tatsache. Ihr scheint vom guten Hause zu stammen, Ihr braucht Euch nicht um mich zu kuemmern.' 'Nun, Ihr scheint mir auch adelig. Und ich suche eine Braut. Da kommt Ihr doch auch in die Auswahl. Und man muss doch seine Auswahl kennen bevor man eine Entscheidung faellt, nicht wahr?' Siegessicher laechelte der Mann Sophie ins Gesicht. 'Nun, ich komme nicht in Frage. Und bitte fragt nicht weiter. Bitte lasst mich in Frieden.' Dann verschwand sie in der Menge.
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Daydream







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