10 Jahre....

Autor: >Lena
veröffentlicht am: 22.02.2008




So, das ist meine erste Geschichte.
Sie ist nicht allzu lang,da es mein erster Versuch ist!
Ich hoffe sie gefällt euch!=)

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Es ist jetzt schon 10 Jahre her. 10 lange Jahre als ich mit meinen Eltern nach Amerika zog. Der 23. Juni war mein letzter Tag in der Schule und auch der letzte Tag als ich zum letzten Mal Ben sah. Ben war 2 Jahre älter als ich. Wir waren immer nur Freunde, nie mehr.Ich war damals in der 10. Klasse, er in der 12. und stand kurz vor dem Abi.
Meine Mutter ist Amerikanerin und mein Vater Deutscher, somit bin ich von klein auf zweisprachig aufgewachsen. Wir lebten in Hamburg, wo mein Vater einen sehr gut bezahlten Job hatte. Ich bin auch dort geboren. Mein Bruder Sebastian ist vier Jahre älter als ich, und somit ging er schon in Amerika auf die Uni. Mein Vater hatte eine neue Anstellung in Boston bekommen und auch meine Mutter konnte hier in der Kanzlei ihres Vaters wieder als Anwältin arbeiten. Somit zogen wir nach Boston. Mein Bruder verschwand auf die Uni. Alle waren sehr stolz auf ihn, als er eröffnete nach Harvard zu gehen, um dort auch Jura zu studieren. Ich bin in meiner Familie eine Art Außenseiter. Ich war vielleicht gut in der Schule, aber wiederum ruhig, somit fragten meine Freunde und ich mich selbst, wie ich mit Ben, einer der beliebtesten Jungs der Oberstufe befreundet sein konnte. Am Anfang war ich in ihn verliebt, dies legte sich wieder, da er tausend Freundinnen hatte, nie länger als 3 Wochen. Somit der Zeit hatte ich auch einen netten Freund und es war ziemlich schwer Max zurück zulassen. Nach dem Umzug ging ich auf eine Privatschule, um nicht nach dem High Schoolabschluss noch meine Zeit auf dem College zu 'verdödeln', laut meiner Eltern. Für sie war es auch sehr schwer, meinen Berufswunsch, Ärztin zu akzeptieren. Somit begann ich mein Studium an der YALE Universität, wo ich auch Jason kennen lernte wir waren unzertrennlich, doch nicht zusammen. Jason war schwul und mein allerbester Freund. Einen richtigen festen Freund hatte ich nie. Nach meiner Doktorarbeit erhielt ich meinen Abschluss und freute mich total ins Berufs Leben ein zusteigen. Meine Eltern wollten unbedingt, dass ich an der Ostküste bleibe, ich wollte aber nach Chicago oder Seattle. Somit entschied ich mich für eine ganz andere Stadt und zwar, den Big Apple New York. Hier hatte ich auch eine Wohnung meiner Großtante Mary geerbt. Eine wunderschöne Wohnung am Central Park. Es war eine 3 Zimmer Wohnung- für eine Assistenzärztin groß. In dem Haus waren mehrer Penthäuser noch.

Vielleicht sollte ich mich jetzt mal vorstellen. Mein Name ist Dr. Jana Frankmann Stillers. Ich bin 26 Jahre alt, und habe meine Jugend in Hamburg verbracht. Bis zu meinem 16. Lebensjahr bin ich auf die Internationale Schule in Hamburg gegangen. Ich habe meinen Abschluss/ Doktorarbeit mit 1,7 bestanden und bekam mehrere Jobangebote. Mein Fachgebiet ist Chirurgie.
Zeit für Freunde und Familie bleibt mir kaum noch. Meine allerbeste Freundin heißt Alicia, sie ist Journalistin bei der New York Post. Wir kennen uns von der Uni. Mein bester Freund ist Jason, ein Psychologe. Zu vielen Freunden aus Deutschland ist der Kontakt abgebrochen. Meine Oma in Hamburg meinte, dass Ben ein bekannter Börsenmakler ist und an der Frankfurter Börse arbeitet. Ich vermisse ihn total. Er konnte mich immer verstehen und war mein persönlicher Seelenklempner. Das hört sich vielleicht total schrecklich an, ich meine es aber so. Jason analysiert dies als langjährigen Liebeskummer, ich aber nicht. Na ja, vielleicht hat er teilweise recht, aber sonst… Ja, ich war in Ben verliebt, und es war schrecklich zu sehen, wie er mit anderen Mädchen rum machte. Ben' s Mutter ist Australierin, deshalb besuchte auch er die Internationale Schule. Am Anfang standen wir immer noch in Kontakt, doch dieser wurde mit der Zeit immer schlechter. So brach der Kontakt nach 2 Jahren ab.Jetzt sitz ich hier alleine in meiner Wohnung, nach einer 48- Stunden Schicht und fühl mich leer. Leer, jeden Tag komm ich nach Hause, keiner nimmt mich in den Arm, wegen eines schlechten Tags. Ich fühl mich mit meinen 26 Jahren schlecht, da ich keinen Lebensabschnittsgefährten habe, der meine guten wiederum auch meine schlechten Tage miterlebt.
New York ist eine riesige Stadt, mit vielen einsamen Herzen. Meine Mutter hat schon einen, wie sie es Ausdrückt netten, jungen Mann für mich gefunden. Doch wir teilen nicht den gleichen Geschmack. Mein Bruder hat seine Traumfrau schon gefunden. Charly ist genauso alt wie er und total nett. Die Beiden stehen kurz vor ihrer Hochzeit und ich bin die erste Brautjungfer. Mein Problem ist es, dass ich immer noch keine Begleitung habe, somit muss Jason mitkommen. Ein normaler Passant würde ihn niemals für schwul halten. Er sieht einfach klasse aus, hat blonde kurze Haare und ist gut gebaut. Doch er ist für die Frauenwelt nicht zu haben. Er kann Frauen verstehen, kein Wunder, dass er mehr weibliche Patientinnen hat.

Heute war mal wieder einer von diesen total anstrengenden Tagen. Leben retten ist mein Beruf. Ich wollte mir gerade ein Bad einlassen, als es an der Tür klingelte. Mit meinen rosa Schlappen und Bademantel schlurfe ich zur Tür. Dort steht ein Strauß Lilien, meine Lieblingsblumen. ‚Von wem konnten die bloß sein?'
Gerade als ich mich umdrehen wollte, hält jemand mir die Augen zu.
'Mein Gott, wer sind Sie?'
'Rate doch mal!'
'Keine Ahnung! Außerdem habe ich jetzt wirklich keine Lust auf diese beschissenen Ratespiele.'
‚Auf solche scheiß Spielchen hatte ich wirklich keine Lust.' Auf einmal ließ der Mann seine Hände fallen, somit konnte ich mich umdrehen und blickte in ein paar strahlende grüne Augen. Solche Augen hatte nur Ben.
'Ben?'
'Endlich, du hast mich erkannt!'
'Mein Gott, ich kann es kaum glauben.'
Wir fielen uns in die Arme. ‚Mein Gott sieht der gut aus.' Ben hat braune Haare und ist total groß und muskulös.
'Komm doch erstmal rein!'
Ben ist sichtlich nervös.
'Was machst du hier in New York?'
'Eine Wohnung angucken. Ich hab hier ein Jobangebot bekommen. Ist echt nicht leicht hier eine angemessene Wohnung zu finden.'
'Was bist du denn von Beruf?'
'Ich hab eine Ausbildung zum Börsenmakler gemacht und danach noch BWL studiert und somit kam es, dass ich an die Frankfurter Börse einen Job bekam, und jetzt an die Wall Street versetzt wurde. Und du?'
'Ich hab in Yale Medizin mit Fachgebiet Chirurgie studiert und arbeite jetzt hier im Krankenhaus.'
'Also, ist dein Traum in Erfüllung gegangen.'
'Ja. Achso, warte mal einen Augenblick, ich zieh mich mal schnell richtig an und möchtest du vielleicht etwas trinken?'
'Gerne. Ein Wasser.'
Schnell brachte ich ihm sein Wasser und verschwand ins Bad. Ich zog meine Jeans, eine Bluse und Turnschuh an.
'Ben, hast du Lust spazieren? Wir müssen nur über die Straße gehen und dann sind wir im Central Park!'
'Okay. Du kennst dich hier ja aus. Ich werde dir dann folgen.'
'Dort gibt es auch das Boathouse Restaurant, da könnten wir was essen.'
Jana schnappte sich ihre Tasche und los ging es. Die Beiden schlenderten gemütlich durch den Park.
'Und was hast du die letzten 10 Jahre gemacht?'
Jana musterte erst jetzt Ben etwas genauer. Er trug ein Hemd und darüber einen Pullover, außerdem ein paar verwaschene Levis' s. Er sah verdammt gut aus, noch besser als früher.'Na ja, ich habe 4 Jahre meines Lebens mit Catharine verschwendet nach dem du weg warst und ich dich schrecklich vermisst habe.'
'Du hast mich vermisst?' ‚Mein Gott, was laber ich nur für ein Scheiß??!'
'Ja, natürlich. Du bist meine beste Freundin, oder vielleicht sollte ich dich besser Fragen, ob du noch meine beste Freundin sein willst??'
'Ich hab dich vermisst, du Idiot. Und natürlich bin ich noch gerne deine beste Freundin. Warum bist du mich nicht besuchen gekommen?'
Die Beiden nehmen sich in den Arm und gehen Arm in Arm weiter.
'Ich weiß nicht. Ich war nach meinem Abi, ein Jahr in Australien bei meiner Oma und dann na ja haben wir uns aus den Augen verloren.'
'Du hast recht.'
'Jetzt können wir uns aber wieder jeden Tag sehen.'
'Hast du deinen Umzug schon geplant?'
'Ja. Montag flieg ich nach Frankfurt zurück und feiere dann in Hamburg meinen Abschied und flieg am Donnerstag wieder zurück. Wenn du möchtest kannst du mir beim Wohnungseinrichten helfen!'
'Okay, gerne. Aber vorher musst du eine anständige Wohnung finden. Ich hab gesehen, dass eine Wohnung in meinem Haus frei ist. Vielleicht rufst du morgen mal meinen Hausbesitzer an? Außerdem können wir uns morgen darüber Gedanken machen. Komm lass uns was essen gehen.'
'Okay. Du bist der Boss und kennst dich hier aus.'

Zusammen sind wir ins Boathouse etwas essen gegangen.
Ich starrte die ganze Zeit auf meine Karte, um nicht Ben anschauen zu müssen und das war verdammt schwierig. ‚Warum hatte er eigentlich keine Freundin?!
Bei dem Aussehen. Ich mach mir viel zu viele Gedanken darüber. Er sieht mich doch sowieso nur als seine beste Freundin…'
'Jana, hat du endlich dich für etwas entschieden?'
Der Kellner stand an unserem Tisch.
'Oh, ja. Ich nehme die Scampis und danach das Steak, also Nr. 95.'
'Was möchtest du trinken. Einen Weißwein??'
'Ja.'
'Okay. Eine Flache Weißwein. Den Blanche de Bordeaux.'
'Okay.'

'Also, Jana. Warum bist du so komisch?'
'Was?? Achso, nichts. Es ist alles in Ordnung.'
'Das glaube ich dir nicht. Hat es mit meinem Besuch zu tun.'
'Es ist einfach nur komisch. Du tauchst hier nach 10 Jahren auf und ich… na ja ich habe 10 lange Jahre darauf gehofft.'
'Warum bist du dann nie nach Deutschland gekommen?'
'Ich weiß es nicht. Es war vielleicht die Angst, alle Menschen die ich zurück lassen musste wieder zu sehen…und du warst auch vergeben und ich wollte dir nicht in die Beziehung platzen.'
'Du hättest einfach nur anrufen müssen. Du hättest einfach kommen können!'
'Ach, vergessen wir das Thema…jetzt bist du ja hier. Woher wusstest du eigentlich, dass ich in New York lebe?'
'Meine Großmutter kennt deine, und da deine Großmutter immer so stolz von ihren Enkeln erzählt…'
'Aha. Na, dann muss ich bei Grandma mal anrufen!'

Unser Essen kam. Wir lachten viel und hatten uns unendlich viel zu erzählen. Es war so, als hätten wir uns nie aus den Augen verloren.
Endlich hab ich ihn wieder…

So gegen 10h waren wir fertig und machten sich auf den Rückweg.
Auf einmal blieb Ben stehen.
'Jana, ich hab dich so vermisst, und nicht nur weil du meine beste Freundin bist, sondern weil ich mich damals in dich verliebt habe und dich nie vergessen konnte!'
'Wow. Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht mit einem Liebesgeständniß. Aber wenn es dich beruhigt. Ich war die ganze Zeit in dich verliebt und konnte sich niemals vergessen. Wenn ich einen Freund hatte, habe ich mir immer vorgestellt du wärst es!'
'Komm her du nichst-sagendes-Huhn…Ich liebe dich!'
Ben küsste mich so leidenschaftlich, dass mir mein Herz mir fast in die Schuhe rutschte. Es war das schönste was mir passierte. Ein unbeschreiblicher Kuss, den ich nie vergessen werde!'Oh mein Gott, küsst du gut!'
'Ja Ja, das haben schon viele Frauen gesagt.'
'Du bist echt ein Witzbold. Ich hoffe, es waren nicht allzu viele Damen.'
'Aber ich darf, das Kompliment auch an dich zurück geben. Du küsst auch nicht schlecht.'
'Ich hatte ja auch 10 Jahre Zeit, um zu üben.'
Ich kuschelte mich an ihn und zusammen gingen wir zurück zum Haus.
'Du, ich möchte das alles langsam angehen.'
'Das wollte ich auch vorschlagen.'
'Wenn du willst kannst du heute hier bleiben. Aber nur kuscheln - mehr nicht!'

Beide zogen sich ihre Kleidung aus. Mia trug ihren Schlafanzug und Ben seine Boxershorts. Zusammen krabbelten wir in mein großes kuscheliges Bett und ich kuschelte mich an Ben. Ich will ihn nie mehr verlieren.









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