Du sollst nie mehr weinen

Autor: Chris
veröffentlicht am: 08.04.2005




'Das wollte ich nicht…Bitte, Geena, es tut mir so leid.' Dann küsste er sie ein letztes Mal und verschwand im Dunkeln der Nacht. Soeben hatte er mit mir Schluss gemacht. Sie stand da und sah ihm weinend nach, wie er verschwand und sie konnte es nicht fassen. 'Das wollte ich nicht' schwirrte es immer wieder durch ihren Kopf. 'Es tut mir so leid.' Das sind Sätze, die sie wohl nie mehr vergessen wird. 'wenn er es nicht wollte. Warum hat er es dann getan?' Sie lehnte sich gegen die Wand und weinte, sie ließ alle Tränen fließen, die sie hatte - Tränen der Wut & der Verzweifelung. Ihr Blick fiel auf ein Foto, das auf dem Tisch lag. Greg hatte es gerade eben dort hingelegt. Auf dem Foto waren Geena und Greg zu sehen, lachend & glücklich. Sie nahm das Foto und zerriss es, immer noch weinend, in hundert kleine Einzelteile.
'Greg, ich liebe Dich doch so sehr, warum machst du das mit mir?' Sie ließ sie sich immer noch weinend auf ihr Bett sinken. Sie rollte sich unter der Decke zusammen und wollte nie wieder aufstehen! Sie schluchzte und weinte, bis sie endlich einschlief.
Plötzlich wurde sie von einem lauten Knall geweckt. Sie schreckte hoch und wusste gar nicht, was passiert ist. Das Geräusch kam auf jeden Fall von draußen.
Verschlafen ging sie zum Fenster und dachte an wieder an Greg. Wie oft hat sie aus dem Fenster gesehen, wenn er gegangen ist? Plötzlich war sie hellwach. Im Scheinwerfer eines Autos sah sie Greg auf dem Boden liegen. Sofort rannte sie nach draußen. Sie kniete sich neben ihrer großen Liebe nieder und weinte noch mehr, als noch vor ein paar Stunden. Sein Gesicht war blutverschmiert. Es rann seinen Mundwinkel hinab.
Der Autofahrer war total fassungslos & begriff anscheinend nicht, was er getan hat. Er rief Polizei & Krankenwagen an.
Geena streichelte Greg über die Wange und flüsterte ihm zu. 'Greg, ich liebe Dich. Ich werde dich immer lieben!' Er öffnete seine Augen und sah sie an. 'Geena…' flüsterte er. Er versuchte zu lächeln. Er hob eine Hand und legte sie auf Geenas Wange. 'Ich liebe Dich auch, Geena, für immer. Es tut mir so leid…' Geena weinte jetzt nur noch mehr. Sie nahm seine Hand drückte sie und flehte Gott an, ihn am Leben zu lassen. Wie sollte sie denn ohne ihn leben? Der Kummer der letzten Stunden war vergessen. Sie wollte nur noch, dass er weiterlebte. Alles andere war egal. 'Ich wollte dich nie verletzen, Geena. Das musst du mir glauben.' Diese Worte kamen nur mühsam von seinen Lippen. 'Ja, ja, ich glaube dir. Greg, bitte, bleib bei mir. Ich liebe dich doch so sehr.' Greg sah sie an, lächelte noch einmal und schloss die Augen. Sein Kopf sank langsam zur Seite. Seine Hand, die eben noch auf Geenas Gesicht gelegen hatte, wurde schlaff. Geena ergriff sie, bevor sie auf den Boden aufschlug. Tränen verschleierten ihre Augen. Sie schrie und weinte und klammerte sich an Gregs Hand...Dann kam der Krankenwagen. Geena wurde zur Seite gestoßen, aber sie wollte doch bei Greg bleiben. Sie wollte ihn nicht alleine lassen. Er wurde untersucht, aber nur kurz. Dann sah Geena, wie der eine den anderen anblickte und den Kopf schüttelte. Geena sah das und weinte jetzt noch mehr, als sie sowieso schon weinte. Sie zitterte am ganzen Körper und blickte schnell von einem zum anderen und dann wieder zu Greg. Sie glaubte, dass sie nie mehr aufhören könnte zu weinen. Einer der beiden stand auf und kam auf Geena zu. Er hielt etwas in der Hand. Der Mann überreichte ihr einen Zettel, den er bei Greg gefunden hatte. 'Ich nehme an, Sie sind Geena? Es tut mir leid.' Geena nahm stumm den Zettel, sah ihren Namen und faltete ihn auseinander:

Liebe Geena,
ich hoffe, du kannst mir verzeihen. Ich habe geglaubt, ich liebe dich nicht mehr, aber ich habe mich so geirrt. Ich liebe Dich mehr als mein Leben. Das habe ich in den letzten Stunden, die ich ohne Dich war, festgestellt. Ich liebe dich für immer, mein Engel und ich will nie mehr dafür verantwortlich sein, dass du weinen musst. Ich will immer für dich da sein. In ewiger Liebe. Greg.

Neue Tränen stiegen Geena in die Augen.
'Wenn du wolltest, dass ich nie mehr weine, warum hast du mich dann verlassen?'









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