Muttersöhnchen

"Du bist ein Muttersöhnchen, ziehe doch gleich bei deiner Mutter ein!" Rums, die Tür fällt zu und die Frau haut ab. Ihr Mann ist ein Muttersöhnchen - was zeichnet denn ein Muttersöhnchen aus? Schon seit seiner frühen Kindheit wurde er von seiner Mutter verhätschelt. Sie machte sein Bett, sein Essen, er musste sich nur noch alleine waschen. Es fällt vielen Männern schwer sich von dieser innigen Beziehung zu trennen. Ihnen fehlt einfach dieses Umsorgen, wenn er mit einer Frau zusammenlebt, die ihm das nicht bieten will. Er braucht das umsorgt sein und fühlt sich weiterhin als ein großes Kind. Muttersöhnchen wollen auch ihre Mutter nicht verletzen. So lange hat sie für ihn gesorgt, alles gemacht, so viel geopfert und nun möchte er auch für sie da sein und sie nicht vor dem Kopf stoßen, wenn sie Ratschläge erteilt oder jeden Tag vorbeischaut. Diese Abhängigkeit führt dazu, das sich die Frau in der Beziehung vernachlässigt vorkommt. Die Mutter steht über allen, der Mann will oder traut sich nicht der Mutter entgegen zu treten. Jeder Versuch der Frau wird unterbunden und als böse hingestellt. Mütter die sich ein Leben lang um ihren Sohn gekümmert haben fühlen, das ihre Lebensaufgabe gefährdet wird. Da kommt eine Frau und will ihren Platz einnehmen. Jetzt beginnt das zermürbende Intrigenspiel und das Muttersöhnchen wird zum Spielball zwischen den zwei Frauen. Dadurch wird die Beziehung natürlich auf eine harte Probe gestellt. Hält sie das aus? In den meisten Fällen nicht. Das Ende kommt rasch. Frauen wollen keine Männer die "Schlappschwänze" sind und nur auf ihre Mutter hören, kein eigenes Leben leben und diese andauernde Fürsorglichkeit wollen. Die Männer wollen es zum Teil allen recht machen und verschlimmern dadurch nur noch alles. Besser ist es sich für die Frau zu entscheiden und der Mutter klar zu machen, das man immer für sie da ist, jedoch jetzt ein eigenes Leben leben möchte, so wie sie es einst getan hat.


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