Alex, wer sonst! Teil 3

Autor: *LikeMe*
veröffentlicht am: 27.03.2008




„So eine verfluchte sch... !“, schimpfte Kathi.
Das war nicht gut. Jetzt erwartete uns entweder ein mächtiger Aufsatz oder eine mündliche Wiederholung an der Tafel. Und auf so etwas hatte ich im Moment wirklich keinen bock. Ich wollte doch jede freie Minute mit Alex verbringen und nicht irgendwelche unnötigen italienischen Verben lernen.
Und Signora Geribaldi, wie wir sie nennen mussten, war wirklich stocksauer.
Wir nannten sie meist nur Geri, aber egal wie wir sie nannten, als wir die Klasse betraten sah sie eher aus wie Rumpelstilzchen das ums Feuer hüpfte und sich schadenfroh die Hände rieb.In voller Lautstärke donnerte sie los: „Ah Julia, Manuel, Katharina und Lukas unser Kaffeekränzchen. Konnte die Herrschaften beim Tratschen wieder kein Ende finden.“
Ihr Standartspruch, sie konnte sich langsam mal was Neues einfallen lassen. Und da sich bei mir aus einem unerfindlichen Grund die Gedanken sofort auf meine Zunge materialisieren, war das unpassende Statement auch schon rausgerutscht.
Und schon spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner Seite. Mani hatte mir seinen Ellbogen in die Seite gerammt und mir einen straffenden Blick zugeworfen.Geri lief purpurrot an und wollte schon los schimpfen, aber sie bekam kein Wort heraus, nur ein heißeres Krächzen erfüllte den Raum.
Dieses Krächzen löste bei mir ein leises Kichern aus.
Wutentbrannt stampfte Geri auf mich zu, atmete einmal tief ein und schrie dann: „Du findest das wohl lustig, oder was? Fühlst dich hier ganz mächtig in dieser Klasse!“
Naja eigentlich fand ich es schon witzig, wie sie so Tomatenrot und verschwitzt vor mir auf Zehenspitzen stand und eigentlich fast einen Kopf kleiner war als ich.
Ups hatte ich schon wieder meine Gedanken ausgesprochen! Aber was musste die mich auch so provozieren, mit solchen blöden Ansagen.
Geri sah aus als würde sie gleich platzen und schimpfte in italienisch auf mich ein. Ich verstand zwar nur Hälfte, aber „verlass sofort die Klasse“ hatte ich noch mitbekommen.Geknickt verlies ich die Klasse! Das bedeutete echt nichts Gutes! Meine Eltern werden total ausflippen wenn sie das hören! Schon wieder ein Klassenbucheintrag wegen meiner frechen Klappe!
In der Großen Pause stand ich in der hintersten Ecke des Schulhofs. Natürlich nicht alleine! Alex war bei mir! Und lachte total über die Geschichte von heute Morgen! Alex ging eine Klasse höher als ich und war schon 16.
Mir wurde langsam langweilig! Eine Pause ohne Kuscheln und Knutschen. Das gab es bei mir seit ein bar Wochen gar nicht mehr! So zog ich Alex ganz dicht zu mir und bot ihm meine Lippen an. Seufz! Knutsch!
Ich fühlte mich wie auf einer riesigen rosa Wolke.
O Gott, ich werde schon wieder megakitschig! Grins!
Und schon wieder läutete diese unbarmherzige Schulglocke und ich musste mich von meinem Süßen trennen.







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