Verzeihung Teil 1

Autor: >>Jessy
veröffentlicht am: 23.02.2008




'Ich hasse dich! Ich hasse euch alle!!!'
Dies war mein letzter Satz in meinem Leben, warum ich ihn gesagt habe?
Das war ganz einfach, ein Streit in der Familie.
Sie wird es vermutlich für immer bereuen.
Ich war schwanger mit 16 das hab ich meinen Eltern natürlich erzählt, denn ich dachte sie stehen hinter mir. Genau das selbe hab ich von dem Vater des Kindes gedacht. Ich hatte mich getäuscht er bekam Schiss und hat sich aus dem Staub gemacht.

Nach dem er sich von mir getrennt hatte bin ich nach Hause gegangen, blind vor Tränen, doch ich tröstete mich mit dem Gedanken, das meine Eltern das Regeln würden, sie haben bisher alles im meinem Leben geregelt. Mir kam Abtreibung in den Sinn. Warum nicht es war noch nicht zu spät, genau das würde ich meinen Eltern sagen.
Das einzige Problem war einfach das sie streng katholisch waren. Das heißt bei ihnen, keine Verhütung, kein Sex vor der Ehe. Naja keine Verhütung, daran habe ich mich wohl gehalten doch, mhm, ja der Sex hat an sich ja doch seine reize gehabt.
Das hatte ich davon. Nun ja es war meine eigene Schuld. Die Sache ist die ich musste meinen Eltern nur noch einen vernümpftigen Grund geben der Abtreibung zuzustimmen.
Als ich in Strömenden Regen ca. 15 min vor meinen Tod nach Hause kam, erwartete mich das Chaos, mein Bruder wurde beim Kiffen erwischt. Was natürlich bei meinen Alten nicht gut ankam....
Mein Vater war auf 180, meine Mutter war auf dem Tiefpunkt und natürlich musste ich sie grade jetzt mit meiner Schwangerschaft konfrontieren.
Was natürlich nur im Streit Enden konnte. Doch anscheinend war mir das egal denn ich platze vor versammelter Mannschaft heraus was mich bedrückte.
' Mama, Papa, Ryan, mhm ja ich muss euch was sagen. Also ich bin Schwanger.'
Verblüfftes Schweigen war die erste Reaktion die zweite war eine saftige Ohrfeige die ich von meinem Vater kassierte. Von dem Schlag herumgerissen fiel ich zu boden.
Meine Mutter ließ einen entsetzten Schrei hören, mein Bruder guckte mich an als wären mir Hörner gewachsen.
Doch die dritte Reaktion war von allen Seiten, Beschimpfungen.
Mein Vater schrie ich sei eine Hure, ein billiges Miststück und für ihn wäre seine Tochter gestorben.
Mein Mutter sagte gar nichts. Sie schaute weg, sie konnte mich nicht ansehen.
Mit schreien konnte ich zurecht kommen, aber nicht mit diesem eisigen Schweigen von einer Frau die sich in den letzten 16 Jahren um mich kümmerte.
Ich wurde zornig! Heiße Wut stieg in mir auf.
' So ich bin also Tod für euch und ihr meint so was lässt sich heute nicht mehr beheben??
Verdammt, ihr seid meine Familie, ihr solltet hinter mir stehen. Mich trösten!
Für mich da sein. Stattdessen verstoßt ihr mich wie ein bettelnder Köter!'

' Du bist nicht unsere kleine süße unschuldige Nina, du bist eine Gottlose Schlampe!'Mit einem letzten tief verletzten Blick in seine Richtung rannte ich raus in den Regen und schrie so laut ich konnte ' Ich hasse dich! Ich hasse euch alle!'
Unglücklicherweise stand ich auf der Straße und da es stark regnete war es bloß eine schlechte Sicht. Plötzlich hupte es , ich sah Scheinwerfer.
Ich riss entsetzt meine Augen auf und schrie. Dann wurde ich von dem Auto erfasst und überrollt.

Irgendwie war es komisch ich stand wieder auf der Straße und sah das die Leute auf die Straße rannten. Unter diesen Menschen war auch meine Mutter sie kniete auf der Straße und rief nach mir. Ich schaute mich um und wusste nicht was los war. Als ich einen Körper sah der merkwürdig verdreht aussah.
Ich ging langsam zu der Stelle und keiner kümmerte sich um mich, anscheinen bemerkte mich noch nicht einmal jemand.

Dann sah ich wer auf der Straße lag, das war ich.

Ich schluckte und fragte mich verzweifelt, `wie kann ich gleichzeitig hier stehen und dort mit komisch verdrehten Glieder am boden liegen? Warum um Himmels Willen sah meine Mutter mich denn nicht??`
Ich schluchzte auf und verstand die Welt nicht mehr.
Der Krankenwagen kam aber die Notärzte konnten nur noch den Tod feststellen. Ich wurde auf eine Bahre gelegt, jedenfalls sah das Ding wie ein Bahre aus. Sie deckten mich mit einem weißen Tuch zu und ich hörte die lauten Schluchzer meiner Mutter ich drehte mich um und sah sie höhnisch grinsend an. So fühlt man sich wenn die Tochter tatsächlich stirbt. Nun kam auch mein Vater raus und sah verbittert aus, wahrscheinlich dachte er sich, das ich es nicht anders verdient hätte. Dieses blöde Arschloch!
Jetzt war ich also Tod so wie er es wollte. Mein Bruder war auch rausgerannt schon als ich überfahren wurde. Er war still und Kreidebleich, allein um ihn tut es mir Leid. Ich habe ihn geliebt, er war immer da für mich. Ich konnte mich eigentlich immer auf ihn verlassen. Bis auf heute, heute hatte er versagt.
`Nun gut da kann man nichts machen, nur würde ich jetzt verdammt gerne wissen was mit mir, meinem Geist, meiner Seele passiert.
Und plötzlich hielt ich einfach alles nicht mehr aus.
Das Missverstehen, schließlich war ich erst 16!! Verdammt ich hatte mein ganze Leben noch vor mir! Ganz zu schweigen von dem Baby.
Ich schrie, schrie alles aus mir raus.
Nach ein paar Minuten kam jemand auf mich zugeschlendert und hielt vor mir an. Ich beachtete ihn nicht weiter und schrie immer noch, na ja Schreie waren es eigentlich nicht mehr eher eine Art schluchzen.
Erst als mich jemand an der Schulter berührte schaute ich auf und blickte den Typ verwundert an. ' Komm mit hier ist nichts mehr!' Du erkältest dich noch.'
`Äh erkälten schon klar, ich denke Geister haben keinen Körper` Genau das hab ich ihm auch gesagt.
Er, der Typ, heißt übrigens Seth er sollte später mein bester Freund werden.
' Hör zu kleine komm einfach mit, ich bring dich zu den andren' `Anderen was soll das denn jetzt heißen??`
'Mhm, mh...ähh, also...Wer bist du überhaupt? Und was ist hier los?
Ich will eine Antwort oder ich gehe hier nicht weg!'
' Ok' Dann drehte sich dieser scheiß Kerl einfach um und ging. Und nun musste ich ihm wohl oder übel hinterherlaufen.Anscheinend ist der Tod nicht so viel anders als das Leben, nur konnten mich die ‚sterblichen' einfach nicht sehen.
Also lief ich diesem Seth nach da er mich sehen konnte und wahrscheinlich wusste was passiert war.
Währendessen verfluchte ich das Wetter, den inzwischen war ich bis auf die Haut durchnässt.

Als ich ihn erreichte trottete ich neben ihm her, er sagte kein Wort und ich schwieg ebenfalls und haderte mit dem Schicksal. Das einfach ungerecht war.
Wir kamen zu einem Haus und Seth machte sich nicht die mühe und ging einfach durch die Tür und ich folgte ihm.
Durch Wände gehen hatte natürlich seine Vorteile, doch auch so ein zwei Nachteile=) Z.B. konnte man die Sterblichen in etwas ungelegen Situationen überraschen, nur die bekamen davon fast nie etwas mit.

In dem Haus war anscheinend etwas wie eine Versammlung der Toten oder was auch immer es waren einberufen worden.
Alle starrten mich an. Ich fühlte mich wie ein Ferkel auf dem Weg zum Schlachter, der einzige Unterschied war das ich bereits TOD war.
Alle starrten mich weiter an ohne ein Ton zu sagen.
Ich fühlte mich unbehaglich. Die Toten, Seelen oder was auch immer sahen alle anderes aus. Es waren Kinder, Frauen und Männer jeden Alters da und nun kam einer der Männer auf mich zu. Er sah alt und doch iregdwie Jung aus. Ich weiß es nicht. Er ahtte Graue haare und ein faltenloses gesicht. Ganz als ob er sich die haare gefärbt hatte.
' Bist du Nina? ' 'Ja, wieso ? ' Ich verstand nicht. 'So, dein Kind..' ich fiel ihm ins Wort 'Woher zu Teufel wissen sie das ich schwanger bin??' ' ich weiß es halt, das tut jetzt aber nichts zur Sache. Du bist mit dem Kind gestorben also wirst du weiter mit deinem Kind hier leben.' 'Was in diesem haus?' ich lachte höhnisch, na toll ich wollte in der einen Welt ‚sein' Kind nicht bekommen warum sollte ich das hier bekommen wollen?' ' Mädel du hast gar keine andre Wahl, der Tod wie du siehst ist nicht die Erlösung, sondern einfach eine Vorstufe. Wir bleiben so lange hier bis wir alles bereinigt haben was uns in dem letzten Leben Schwierigkeiten bereitet hat. Das bedeutet für dich das du das Kind austragen musst und dich um es kümmern musst. Du musst irgendein

weg finden um dich mit deinen Freunden und Eltern und mit dem Vater zu klären erst dann wirst du endlich Ruhe finden. Aber für das weiter wirst du von uns ein Platz bekommen wo du wohnen kannst und darüber nachdenken kannst wie dein Leben für dich war.'

‚Uff....das war mal ne Ansprache, der soll sich doch ins Knie ficken!! Ich bin Tod !!!!wie soll ich da mit allen Leuten ins reine kommen???' Hallo geht's noch?

Ich blickte den Mann nur mit leeren Augen an und fing an zu schluchzen mal wieder, es wundert mich tatsächlich das ich überhaupt noch Tränen habe.

'Ich lasse dir Seth da damit er sich während der Schwangerschaft um dich kümmert. Er hat eine ärztliche Ausbildung, also keine sorge.' Pah als ob mich das beruhigen würde.

Seth, nahm mich in den Arm und brachte mich in eine Wohnung die sehr luxuriös aussah.Er brachte mich zu Bett und ging in Wohnzimmer während ich mich leise in den Schlaf weinte.


Wenn ihr mehr möchtet sagt mir einfach Bescheid!







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