Zauber der Sommernächte Teil 1

Autor: Felia
veröffentlicht am: 14.02.2008




Ich hab mich mal hier an einer etwas längeren Geschichte versucht ist der Anfang…hab aber momentan aber auch nicht weiter geschrieben^^ könnt also immer Ideenvorschläge bzw Verbesserungsvorschläge machen und Kritik üben…
=)

Magali wurde von dem frischen Lufthauch und der durch die Balkontür scheinenden Sonne geweckt.
Sie lächelte und war glücklich über den Anblick, der sich ihr von ihrem Bett bot.
Es stand gegenüber vom Balkon und wenn sie sich aufrecht hinsetzte, dann konnte sie die Aussicht auf die vielen Weinberge genießen. Ein wohliger Schauer lief ihr über den Rücken, dieses Zimmer gehörte ihr schon seit so vielen Jahren und so viele Erinnerungen waren damit verbunden, Gefühle, Eindrücke, natürlich nicht immer nur gute.
Sie konnte sich auch daran erinnern manches Mal sich auf dem Balkon in den flauschigen Sessel verkrochen zu haben, um den Tränen freien lauf zulassen.
Sie stieg aus dem Bett und ging auf den Balkon hinaus, der seit ihrer Kindheit von bordeauroten Kletterrosen umrahmt war.
Sie zog nie die Vorhänge zu und den ganzen Sommer über war die Balkontür immer offen, es sei denn sie verreiste…was in den letzten 5 Jahren nie der Fall war.
Früher war sie immer mit ihrem Mann verreist, es ging immer in unterschiedliche Länder, mal waren sie 3 Monate weg, mal ein Jahr.

Sie konnten es sich auch wirklich leisten, bei dem, was die Weinplantage ihnen einbrachte. Nicht dass sie jetzt um diese Zeit trauerte, nein, es mag vielleicht etwas kaltherzig klingen, aber sie hatte ihren Mann nie geliebt, sie hatte ihn respektiert und ihm eine gewisse Zuneigung entgegengebracht, aber nur wie einem guten Freund.
Sein Verlust, war der Verlust eines guten Freundes, nicht der eines Mannes, so war es auch kein Wunder, dass ihre älteste Tochter völlig empört auf das Benehmen ihrer Mutter reagierte.
5 Jahre, was für eine lange Zeit das doch war, die so schnell verflogen ist…
Magali blickte in den Spiegel neben ihrem Bett.
Sie betrachtet das von Falten zerfurchte Gesicht. Sie war alt, doch man konnte noch erkennen, dass sie in ihrer Jugend eine außergewöhnlich schöne Frau war.
Ihr Haar war mittlerweile schon ergraut, doch einst war es mal schwarz gewesen, die gerade feine Nase, die vollen Lippen und die hohen Wangenknochen, die mittlerweile von dem vielen Aufenthalt in der Sonne wettergegerbte Haut, dies alles war gealtert…Doch ihre strahlendgrünen Augen sprühten voller Lebensfreude.
Diese Augen hatten schon immer alles Leute fasziniert und in ihren Bann gezogen. Die Männer kämpften darum einen kurzen Blick von ihr zu erhaschen, um für einen Augenblick alles vergessen zu können.
Sie mochte zwar schon Enkelkinder haben, doch in ihren Augen und ihrem Geist war die Jugend geblieben.

Sie setzte sich aufs Bett und schaute auf die Uhr, es war halb neun.
Sie seufzte und als ob ihre Gedanken von irgendwem gehört worden wären hallten von unten eine dröhnendes Poltern und das laute Weinen eines kleinen Kindes.
Kurz darauf öffnete sich die Zimmertür und ein 5jähriges Mädchen streckte ihren schwarzen Wuschelkopf rein.
Als sie merkte, dass Magali bereits wach war, stürzte sie freudestrahlend auf sie zu und gab ihr einen lauten Schmatzer auf die Wange.
'Ricarda hat schon wieder die Jungs geärgert, dabei weiß die dumme Gans ganz genau, dass Pico und Carlo stärker und schneller sind als sie! Als sie dann weggerannt ist sie wie immer gegen den kleinen einbeinigen Tisch gelaufen und mit viel Krawall umgerannt….
Zum Glück hatte Tante Franceska die Vasen noch nicht hingestellt….', sprudelte es freudig aus dem kleinen Mund hervor.
'Chiara!', tat Magali empört, 'Du darfst dich nicht darüber freuen, wenn deien Cousine sich wehtut!' Sofort bildete sich eine kleine Falte auf der glatten Stirn, sie mochte es nicht wenn Magali sie tadelte.
'Aber Magali, Ricarda ist ne dumme Gans, ich hab ihr gesagt, sie sollte besser mit den beiden befreundet und nicht im Krieg sein!' Das kleine Mädchen versuchte krampfhaft sich zu rechtfertigen, doch als sie aufblickte und das strahlende Gesicht ihrer Uhrgroßmutter bemerkte verschwanden die Sorgenfalten und sie traute sich sogar zu lächeln, da sie nicht wusste, ob es Magali nicht doch missfallen würde.

Oh ja, das 5jährige Mädchen war ganz schön clever für ihr Alter. Einerseits war sie ein Wildfang, doch andererseits war sie auch viel reifer als ihre 4 Monate ältere Cousine.Chiara konnte lieb sein, war aber meist ziemlich frech, jedoch nie respektlos oder gar hinterhältig und gemein.
Nur ein einziges mal hat sie Pico ein blaues Auge verpasst, weil er sie am schönen neues Kleid gezogen hatte und es gerissen ist, seitdem hatten die beiden Jungs ihre kleine Cousine respektiert, vor allen Dingen hatte sie immer die lustigsten Ideen für Streiche und Spiele auf Lager, sodass es nie langweilig mit ihr wurde, ganz anders als mit der nörgelnden Ricarda, ihrer kleinen Schwester….

'Magali, gehen wir heute runter zu der Plantage? Ich habe Tante Franceska gefragt, ob ich hin darf doch sie hat mit mir nur geschimpft…hm…ob das was mit dem kaputten Blumentopf zu tun hatte?'







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