Glück im Unglück Teil 1

Autor: Dani
veröffentlicht am: 03.02.2008




Hallo ihr Lieben!
Das ist meine neue Geschichte 'Glück im Unglück'. Ich hoffe sie gefällt euch!
Mit 'Ist das alles' wird es auch demnächst weiter gehen, aber da komme ich im Moment nicht weiter :(
Naja, jetzt erstmal viel Spaß beim Lesen... ich freu mich über Kommis :)
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'Papa, bitte! Nur heute Abend…', bettelte Victoria ihren Vater an, auch wenn sie insgeheim wusste, dass es keinen Sinn hatte.
'Nein, Victoria! In zwei Wochen sind die Deutschen Meisterschaften im Springreiten und ich will eine gute Platzierung von dir sehen. Du kannst jetzt keine Ablenkungen gebrauchen, sondern sollst dich ganz auf dein Training konzentrieren. Also geh und ruf deine Freundin an, dass du heute nirgends wo hin gehst.'
Richard Schäfer wandte sich wieder seiner Zeitung zu, und die Diskussion um den Kinobesuch am Abend war beendet. Victoria wusste, dass es nichts bringen würde, weiter auf ihren Vater einzureden, also trollte sie sich, um ihre bester Freundin Sabine anzurufen und für den Abend abzusagen.
Sie tippte die wohlbekannte Nummer in die Tasten des Telefons und wartete auf das Freizeichen.
Nach wenigen Sekunden meldete sich eine herzliche Frauenstimme am anderen Ende der Leitung: 'Hier Krüger, mit wem spreche ich?'
'Hallo, Frau Krüger. Hier ist Victoria. Ist Sabine da?'
'Oh Victoria… ja sie ist da, einen Moment ich hole sie'
Wieder wartete Victoria einige Sekunden, bis sie dann ihre beste Freundin an der Leitung hatte: 'Hey Vicky, was gibt's?'
'Ach Bine, ich kann heute Abend nicht mit kommen. Papa sagt ich soll trainieren und mich nicht ablenken lassen…'
'Och Süße… und da ist echt nichts zu machen?'
'Null komma nichts… du kennst ihn doch. Wenn ich bei der Deutschen nicht mindestens auf dem Treppchen stehe, komm ich gar nicht mehr aus dem Sattel'
'Hmm, na gut… also dann sehen wir uns am Montag, okay?'
'Ja Bine, viel Spaß heute Abend!'
'Danke Vicky. Hab dich lieb und nimms nicht so schwer, versprochen?'
'Ich dich auch, ja versprochen'
Ein Klicken in der Leitung verriet, dass Sabine aufgelegt hatte. Für einige Momente blieb Victoria noch auf der Kante ihrer großen Bettes sitzen mit dem Blick auf den Telefonhörer.Dann stand sie auf, ging in die Küche um sich einen Apfel aus dem Obstkorb zu holen. Sie lugte durch die Tür ins Wohnzimmer und rief ihrem Vater zu: 'Ich geh dann reiten…'Mit einen kurzen Kopfnicken gab Richard ihr zu verstehen, dass er sie gehört hatte.Victoria schnappte sich ihre Reitstiefel aus dem Schuhschrank und verließ das Haus. Es waren nur wenige Schritte bis zum Stall, in dem insgesamt 6 Pferde untergebracht waren.Zwei davon gehörten Victoria, eines sollte sie zusätzlich auf Turnieren vorstellen. Die anderen drei gehörten ihrem Vater, ihrer Mutter und ihrem großen Bruder.
Genau dieser begegnete Victoria, während sie den Stallgang hinunter schlenderte, um zu ihrem Erfolgspferd 'Mr. Wonderful' oder einfach nur 'Mister' genannt, zu kommen.'Hey Schwesterherz. Reitest du mit mir aus?'
'Ach, Sebastian… Papa hat gesagt, ich soll trainieren.'
'Das kannst du später noch machen. Ich bau dir dann die Sprünge auf.'
'Überredet…', lachend hakte Victoria sich bei ihrem Bruder unter. Er schaffte es immer wieder, ihre schlechte Laune verfliegen zu lassen.
In Windeseile waren die beiden Pferd gesattelt, und die Geschwister trafen sich vor der Stalltür.
Geschmeidig stiegen sie in den Sattel und ritten Seite an Seite ihren gemeinsamen Lieblingsweg entlang.
Victoria spürte den Blick ihres Bruders auf sich ruhen. 'Was guckst du mich so an? Hab ich plötzlich eine schwarze Nase oder so?'
Sebastian lächelte: 'Nein, Kleines. Ich hab mich nur gerade gefragt, was los ist. Du siehst so bedrückt aus…?'
Victoria schaute stur zwischen den Ohren von Mr. Wonderful hindurch nach vorn. Es fiel ihr schwer, ihre Gefühle zu zeigen, selbst vor ihrem Bruder, der sie kannte, wie seine eigene Westentasche.
'Es ist nichts…'
'Hey, Victoria… das stimmt nicht, dass seh ich dir an der Nasenspitze an! Also los, raus damit… vielleicht kann dein alter Bruder dir ja helfen.'
Gegen ihren Willen musste Victoria bei den Worten ihres Bruders lachen. Er war zwar älter als sie, aber trotzdem erst 23, was man beim besten Willen nicht als 'alt' bezeichnen konnte.'So gefällst du mir schon besser, Schwesterchen. Trotzdem, raus mit der Sprache, sonst kannst du deine Sprünge nachher allein aufbauen'
'Hey das ist Erpressung!'
'Ich weiß! Also?'
'Ach, ich wollte heute Abend mit Bine und ein paar anderen ins Kino gehen. Aber Papa hat es mir verboten, er meint ich soll mich nicht ablenken lassen.'
'Ach daher weht der Wind. Hmm, da kann selbst dein hochintelligenter Bruder dir nicht helfen. Wenn Vater sich was in den Kopf gesetzt hat, bekommt mans nicht mehr da raus''Hochintelligent?', Victoria prustete los.
'Ja, etwa nicht?'
'Willst du eine ehrliche Antwort?', fragte Victoria ihren Bruder mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.
'Oh, du kleines Biest, wart nur ich krieg dich!'
Doch Victoria hatte ihrem Hengst schon längst die Sporen gegeben und hatte bereits einen Riesenvorsprung.
Als die beiden nach etwa einer Stunde lachend auf den Hof zurück kamen, stand Richard Schäfer bereits Unheil verheißend in der Haustür.







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