Black Tiger Teil 17

Autor: Any
veröffentlicht am: 28.06.2008




Es klopfte an Jessies Tür. Müde rappelte sie sich auf und öffnete sie. Vor ihr stand Raven mit denselben traurigen, dunklen Augen, die er, seit sie ihm gesagt hatte, dass sie nicht zusammen sein konnten, hatte, an.
'Was willst du?', murmelte sie verschlafen. Er hatte sie geweckt.
'Wer ist da?', hörte sie Silvers Stimme aus ihrem Raum. Er hatte sich in den letzten Monaten wieder vollständig erholt und hatte Gott sei Dank nur ein paar Narben die an das grausame Geschehen erinnerten übrig. Leider wussten sie noch immer nicht, wer Silver angegriffen hatte und tappten noch immer im Dunklen, auch wenn Raven alles daran setzte, den Täter zu finden, ohne Erfolg.
'Raven.', sagte sie knapp nach hinten, hatte ihren Blick aber nicht von dem 17jährigen vor ihn abgewandt.
'Griffin will dich sehen…'
Jetzt wurde sie hellhörig. 'Griffin?'
Ihr Gegenüber nickte.
'Was will er von mir?'
'Du hast dein Training abgeschlossen.'
Ungläubig sah sie ihn an. Ihr Training war beendet??? Sie konnte nun alles, was sie für die Suche nach den schwarzen Tigern brauchte?
Sie hatte es geschafft! Endlich! Hatte ja auch lange genug gedauert!
Sie lächelte zum ersten Mal, seit langem, wieder, aber es gefror, als sie daran dachte, dass sie nun alleine, mit ihrem `dunklen Bruder´ in diesem riesengroßen Urwald nach zwei Tigern suchen musste! Und wer weiß, was nicht noch alles auf sie lauerte!?
'Ich… werde also jetzt meine Mission beginnen?'
Raven sah ihr lange in die Augen. Auch er konnte es nicht glauben, dass sie nun einfach verschwinden würde und er sie womöglich nie wieder sah. Er hatte es genossen, soweit er konnte, bei ihr sein zu dürfen, aber er hatte nichts mehr zu dem Thema, das ihn so beschäftigte, gesagt und auch Jessie hatte sich in Schweigen gehüllt, was er aber nicht anders erwartet hatte. 'Ja, das wirst du zusammen mit deinem dunklen Bruder.'
'Ich werde ihn endlich kennen lernen?'
'Ja, allerdings.'
Jessica wurde nur noch mulmiger. Nun würde sie den DarkSoul kennen lernen, aber in seiner anderen Form, aber das bedeutete nicht, dass er weniger gefährlich war.
'Komm jetzt mit, Griffin wartet schon.'
Schweigend folgte sie ihm und hang ihren Gedanken nach, als er sie führte. Aber er führte sie nicht zu der großen Halle, sondern nutzte einen anderen Weg, der ihr nicht bekannt war. Sie sollte Griffin also woanders treffen und nicht so wie beim ersten Mal, bei dem vielen Grün.Schließlich machte Raven vor einer Metalltür Halt und legte seine Hand auf die elektronische Fläche, welche es auch bei dem Glaslift, der sie in den Urwald brachte gab.
Die Tür schwang lautlos auf und Raven machte einen Schritt zur Seite um Jessica durchzulassen. Sie trat in einen großen Raum, der wie ein Büro eingerichtet war, und sah auch schon Griffin, der in einem der Stühle, die um einen großen Tisch standen, sitzen. Langsam trat sie näher, als er sie zu sich heran winkte und auf einen der Sessel deutete, aus den Augenwinkeln vernahm sie, dass Raven wieder wegging und sich die Tür von selbst schloss.'Hallo Jessica.', sagte Griffin mit seiner dunklen Stimme, als sie sich ihm gegenüber niederließ.
'Jessie.', sagte sie unfreundlich und knapp. Sie wusste selbst nicht warum sie so unfreundlich zu ihm war, aber sie hatte plötzlich so eine unermessliche Wut auf ihn, die sie kaum zu unterdrücken vermochte.
'OK, Jessie.', sagte er betont und lächelte sie verständnisvoll an. Er wusste, wie sie sich im Moment fühlte und er konnte es ihr nicht verdenken. Schließlich hatten er und Viper angeordnet sie zu entführen damit sie die Welt retten würde. Schon ein bisschen viel verlangt für ein so junges Mädchen, aber sie konnten nicht anders, es ging doch um die Rettung der Welt und da musste man gewisse Opfer bringen, auch wenn man es nicht wollte.
'Ich teile dir hiermit mit, dass du dein Training nun erfolgreich beendet hast und du dich nun endlich auf die Mission begeben kannst.'
'Das hat mir Raven schon gesagt.', sagte sie kalt.
Griffin nickte, immer noch lächelnd. 'Dann wirst du ja auch wissen, dass du nun deinem dunklen Bruder zum ersten Mal begegnen wirst.'
Nun nickte Jessie, aber von einem Moment zum Anderen war sie gar nicht mehr so ruhig. Schließlich würde sie nun die Person kennen lernen, die sich nichts sehnlicher wünschte, als ihren Tod, zumindest die dunkle Form, oder was auch immer der DarkSoul war, in ihm. Nervös verlagerte sie ihr Gewicht und spielte mit einer Haarsträhne, die ihr ins Gesicht gefallen war. Ihre übrigen Haare waren zu einem Pferdeschwanz gebunden. Seitdem sie hier war hatte sie nicht mehr Probleme damit, ihre Augen zu zeigen. Hier war niemand, der ihre Augen hässlich fand sondern immer nur bewunderte. Sie war die Tochterschlange, die Rettung der Welt. Hier brachte man ihr Respekt und sogar ein bisschen Erfurcht entgegen, das hatte sie sich doch so sehr gewünscht.
Suchend sah sie sich im Zimmer um. 'Und wo ist er?'
'Keine Sorge, er sollte jeden Moment hier eintreffen. Wir werden warten müssen, damit ich euch beiden alles Nötige für die Mission erklären kann.'
Gespannt sah Jessie immer wieder zur Tür während sie warteten. Wer ihr dunkler Bruder wohl war? Es kam ihr vor wie eine halbe Ewigkeit, als sich die Tür endlich wieder beiseite schob und ein Junge, der ungefähr 16 Jahre alt war, eintrat. Er war stattlich gebaut und seine braunen, warmen Augen sahen sich neugierig um. Sein Blick blieb an ihr hängen und musterte sie interessiert.
Jessie hielt die Luft an. Das konnte doch nicht war sein! Lukas Spencer! Der beste Freund ihres Ex! Warum ausgerechnet er? Sie hoffte, dass er sie nicht erkannte, aber in seinen Augen, sah sie Wissen, Wissen über sie. Es gefiel ihr nicht.
Argwöhnisch sah sie ihn sich an. Er war weitaus durchtrainierter, als sie ihn Erinnerung hatte, aber das lag wohl an dem intensiven Training, das er genauso wie Jessie absolvieren hatte müssen. Er war ganz in schwarz gekleidet und trug einen breiten Gürtel an dem allerlei Taschen und sonstige Sachen, zum Beispiel Waffen, angebracht waren. Seine Erscheinung sah irgendwie bedrohlich aus, obwohl sein Blick freundlich war und nicht vermuten ließ, dass ihn ihm so ein Monstrum schlummerte.
Er lächelte Jessie an, dann öffnete er seinen Mund und sagte: 'Nun lerne ich also endlich meine `Schwester´ kennen. Es ist mir eine Ehre.', seine Worte klangen ehrlich und Jessie keuchte überrascht auf, als mit schnellen Schrittes zu ihr kam und einfach ihre Hand packte und schüttelte. Sein Griff war fest und bestimmend. Stark…
'Du?', sagte sie nur ungläubig. Sie hatte noch immer nicht ganz gefasst, dass sie wieder, nach so langer Zeit, ein ihr bekanntes Gesicht sah.
Er lächelte wieder mit einem umwerfenden Lächeln und nickte. 'Ja, ich. Lange nicht gesehen, Schlange.', sagte er scherzhaft, aber es verpasste ihr doch einen Stich im Herzen, auch wenn es nur ein Scherz war. Sofort bemerkte er seinen Fehler und sah sie entschuldigend an. 'Tut mir leid, ist mir so rausgerutscht.'
Jessie winkte ab. 'Ist schon OK.'
'Wirklich?'
'Ja, vergiss es einfach. Aber viel mehr würde mich interessieren, warum ausgerechnet du mein `dunkler Bruder´ bist?'
Er zuckte mit den Schultern. 'Ich weiß es ja selbst nicht so genau. Nur eines Nachts stand River plötzlich bei mir im Haus und nahm mich einfach mit.'
'Kenn ich irgendwoher.', sagte sie schmunzelnd.
Griffin meldete sich wieder zu Wort, indem er sich räusperte: 'Genug mit den
Wiedersehensbegrüßungen. Wir haben Wichtigeres zu besprechen.'
Lukas setzte sich neben Jessica und sah, wie sie, gespannt zu Griffin, der einen geheimnisvollen Blick aufgesetzt hatte.
`Das kann ja was werden…´, dachte Jessie.
'Als erstes werdet ihr von nun an auch Decknamen, zu eurem Schutz, verwenden.'
Jessie klappte der Mund auf. Sie konnte es nicht fassen! Decknamen?!
'Und was wird da gedacht?', fragte Lukas ganz sachlich und musterte Griffin eingehend. Er war vollkommen ruhig und man merkte keine Regung in seinen Gesichtszügen. Fast schon gruselig, dachte sich Jessie.
Griffin schmunzelte. 'Nun gut, ich rede nicht lange um den heißen Brei herum: Du wirst `Nightmare´ heißen und Jessie, du wirst ab sofort nur noch unter `Snake´ bekannt sein.'Das Mädchen sah ihn mit großen Augen an. 'Snake?!' Irgendwie war es zwar klar gewesen, dass sie einen Decknamen in dieser Art bekommen würde, aber trotz allem war sie unzufrieden damit.
'Gefällt er dir denn nicht?'
'Nein, er gefällt mir nicht!', sagte sie kopfschüttelnd. Lukas beobachtete das Gespräch stillschweigend. Er hatte offensichtlich kein Problem mit seinem Decknamen.
'Was gefällt dir denn daran nicht? Es ist doch nicht dein echter Name.'
'Ja, aber `Snake´ klingt extrem böse… Irgendwie.'
'Aber du bist nun mal die Tochterschlange! Ich empfand den Namen als sehr passend.'
'So? Ich aber nicht!'
Griffin seufzte. 'Weißt du einen Besseren?'
Jessie hatte gerade noch etwas hinzufügen wollen, aber jetzt verstummte sie abrupt. Hatte sie einen Besseren? So sehr sie auch nachdachte, sie fand keinen! Griffin sah mit Wohlwollen, dass sie sich ergeben hatte und setzte nun unbeirrt fort. 'Da das mit den Decknamen nun geklärt wäre, zum nächsten Punkt: Euer Ziel!'
'Ich dachte unser Ziel ist es, die schwarzen Tiger zu finden und hier her zu bringen.', sagte Jessie verwirrt.
'Ja, das ist die Kurzversion eures Auftrags. Aber ihr müsst trotzdem noch einiges wissen. Als erstes muss ich euch warnen. `Viper´ hat viele Feinde, die leider nicht dasselbe Ziel haben, sondern im Gegenteil: Sie wollen, dass die Welt in Verdammnis gerät und sie dann die Herrschaft übernehmen können. Leider haben sie nicht bedacht, dass sie damit auch die Welt vernichten, die sie beherrschen wollen. Auch haben wir viele Stämme des Urwalds als Feinde. Sie sind nicht zufrieden mit unserer Arbeit und meinen, wir würden ihnen ihr Land wegnehmen, was aber nicht stimmt, da wir unsere Station tief unter der Erde gebaut haben, wie ihr bereits gemerkt habt, auch sind sie nicht glücklich über unseren Versuch die Tiere zu retten, speziell die schwarzen Tiger. Sie sind der festen Überzeugung, dass es Unglück bringt, wenn man die heiligen Tiere, so werden die Tiger von den Ureinwohnern hier genannt, eingesperrt werden. Das kann natürlich der Wahrheit entsprechen, aber wir müssen es versuchen…'
Jessie und Lukas nickten zur gleichen Zeit und warteten gespannt darauf, dass Griffin seine Erzählung weiterführte. Er machte eine kleine Pause und holte tief Luft bevor er fortsetzte. Jessie kam es so vor, als wollte er das Ganze noch spannender machen, als es ohnehin schon war.
'Außerdem, falls ihr auf einen dieser Urwaldstämme treffen solltet, werden sie euch nicht glauben, dass ihr die `Auserwählten´ seit, auch wenn ihr es ihnen versichert, was ihr eigentlich nicht dürft! Ihr dürft niemandem eure wahre Identität sagen, oder was eure Aufgabe ist, außer ihr kennt diese Person und wisst, erstens, dass ihr ihr vertrauen könnt und zweitens, dass sie in die Mission eingeweiht ist, verstanden?'
Wieder nickten die beiden Jugendlichen brav.
'Dann ist ja gut.', setzte Griffin fort. 'Ich muss euch noch etwas über die Legende sagen: Es steht, dass die Tiger von niemandem anderen, als von euch beiden berührt werden dürfen, von keiner Menschenhand und auch nicht', sein Blick wanderte zu Lukas und wurde
eindringlicher. 'von dir, Lukas, wenn du in der Form des DarkSouls bist! Das wäre das Ende! Und das wäre dann wohl auch eine deiner weiteren Aufgaben, Jessie.', wandte er sich nun wieder ihr zu. 'Du musst darauf achten, dass Lukas sich im Griff hat und falls er denn DarkSoul nicht zurückhalten kann musst du ihn unbedingt davon abhalten, klar?', sagte Griffin ernst.
Jessie hatte gewusst, dass das Ganze nicht so einfach war, wie es sich eigentlich anhörte, aber das sie in Wirklichkeit so viele Feinde hatte schockierte sie schon ein wenig. Vielleicht überschätzten sie alle und am Ende würde sie doch scheitern! Was dann? Würde die Welt wirklich untergehen? Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass die Existenz einer Tierart so viel Einfluss auf das ganze Leben haben konnte.
'Ich weiß, dass das alles ziemlich viel verlangt ist und das es eigentlich nicht mein Recht ist, so etwas von dir zu verlangen, aber ich muss es tun und glaube mir, mir selbst macht das Ganze auch keinen Spaß.', sagte Griffin mitfühlend, als er Jessies schockierten Blick sah. Lukas dagegen saß ganz ruhig neben seiner `Schwester´ und hörte sich alles stillschweigend an.
'Wie sollen wir sie eigentlich einfangen, wenn wir sie gefunden haben?', fragte er plötzlich ohne Vorwarnung.
Annerkennend nickte Griffin ihm zu. Lukas dachte mit.
'Nun ja… Das wäre unser nächstes Problem: Die Tiger werden bestimmt nicht freiwillig mit euch kommen, so viel ist sicher, aber da Jessie ja die Gabe besitzt, mit den Tieren zu sprechen, könntet ihr vielleicht mit ihnen verhandeln.'
'Verhandeln?!', rief Jessie geschockt aus. 'Wie soll ich denn bitte mit Tigern, und ich betone hier, dass das Raubkatzen sind, die uns womöglich ehr fressen, als uns auch nur eine Sekunde lang zuzuhören, verhandeln?'
'Das ist zwar noch nicht unser jetziges Problem, da ihr ja erst mal die Tiere finden müsst, um mit ihnen zu verhandeln, aber es ist von größter Wichtigkeit! Die Tiger müssen freiwillig mit euch kommen, anders geht es nicht.'
Jessie stöhnte auf. 'Warum muss das alles so kompliziert sein? Kann die Legende nicht so gehen, dass die Tiger nur darauf warten, dass die Tochterschlange kommt um dann mit ihr gemeinsam die Welt vor dem Untergang zu bewahren? Das wäre, finde ich, eine bessere Lösung.'
Nun lachte Griffin und auch Lukas musste leicht schmunzeln. 'Ja, wenn es nur so einfach wäre… Aber sieh es mal positiv! Jetzt kannst du ein Abenteuer erleben und andere können ihr Leben lang nur davon träumen.', meinte Griffin.
Das Mädchen zog geräuschvoll Luft durch ihre Zähne ein. 'Das ist kein sehr guter Trost.''Das hab ich mir gedacht.', seufzte Griffin.
Nun räusperte sich Lukas um anzukündigen, dass auch er noch ein paar Fragen hatte. 'Also, nehmen wir mal an, wir treffen auf jemanden, oder Etwas, dass uns nicht gerade willkommen heißt: Wie verteidigen wir uns am Besten? Einfach mit unseren Kampftechniken, und damit meine ich auch das `Lightning´ und das Telejumpen eventuell auch, oder lieber mit unseren Waffen sodass wir nicht allzu großes Aufsehen eregen?'
`Lightning?´, dachte Jessie entsetzt. Wie sollte das gehen? Sie hatte die gewaltige Kraft des Lightnings zu Genüge kennen gelernt und wusste, dass man, wenn man getroffen wurde unter normalen Umständen in alle Einzelteile zerfetzt wurde. Sie hatte lange gebraucht um diese Fähigkeit zu beherrschen und oft hatte sie sich durch die falsche Anwendung ihre Hände verbrannt. Ja, ganz ungefährlich waren die blauen Blitze, die man aus seinen Händen schoss, nicht gerade. Vor allem nicht für seinen Gegner.
Griffin schien zu überlegen. 'Am besten ist es natürlich, wenn ihr es gar nicht zu solch einer Situation kommen lasst, aber wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann fallt bitte möglichst wenig auf uns setzt eure Kräfte nur in äußersten Notfällen ein, wenn es einfach nicht mehr anders geht, verstanden?'
Beide Jugendlichen nickten.
'OK, dann noch eine Frage.', setzte Lukas fort. 'Wohin sollen wir die Tiger bringen, wenn wir sie gefunden haben?'
'Das ist eine sehr gute Frage.', lobte ihn Griffin. 'Du denkst mit, das freut mich!'
In Jessies Augen loderte kurz Wut auf. Was sollte das nun wieder bedeuten? Das sie nicht mitdachte?
'Also…', setzte Griffin an und machte wieder eine kleine Pause. Nun war Jessica sich sicher, dass er das absichtlich machte um die Spannung, die sie, und Lukas wahrscheinlich auch, empfand noch zu steigern. Eine miese Taktik, wie Jessie fand.
'Ihr werdet uns eine Nachricht zu kommen lassen, in der ihr uns genauerstens informiert, wo ihr seid. Ich werde dann eine Spezialeinheit losschicken um euch und die Tiger zu holen und hierher zu bringen. Ich weiß zwar noch nicht, ob die Tiger das gut heißen werden, aber so ist es am besten.'
'Wäre es nicht besser, wenn Lukas-…'
'Luke.', unterbrach sie der Junge und sie sah ihn verwirrt an. Ein großes Fragezeichen stand auf ihrer Stirn geschrieben. 'Luke?'
'Nenn mich bitte nicht `Lukas´, sondern `Luke´, so nennen mich alle meine Freunde, auch wenn im Moment keiner von denen hier ist.', er grinste sie schief an. 'Und entschuldige bitte, dass ich dich unterbrochen habe.'
'Ehm, OK… Also: Wäre es nicht besser, wenn Luke und ich einfach mit den Tigern gemeinsam hierher jumpen?'
'Ah! Ja, das ist gar kein so schlechter Einfall, aber leider steht in der Legende geschrieben, dass die Tiger viel zu machtvoll sind, als das sie von zwei Personen alleine transportiert werden könnten. Ihr braucht dafür mehr Männer mit denen ihr eure Kräfte bündeln müsst um sie hierher zu schaffen.', antwortete Griffin.
'Das Ganze wird ja immer komplizierter.', seufzte Jessie.
'Ach ja! Ihr bekommt noch eine spezielle Tarnkleidung und noch die nötige Ausrüstung, dann kann es eigentlich losgehen. Habt ihr noch Fragen?'
'Ja.', sagte Luke. 'Wie können wir die Tiger aufspüren? Wir können ja schlecht jemanden nach ihnen fragen.'
'Da hast du allerdings Recht und es macht das Alles nicht gerade einfacher… Aber ihr werdet schon einen Weg finden. In der Legende steht, dass ihr spürt, wenn ihr in ihrer Nähe seit, oder sie an einem Fleck gewesen sind, an dem ihr euch gerade befindet.'
'Und was spürt man da genau?', hakte Luke nach.
'Das kann ich euch leider nicht sagen, es heißt nur, dass die Tochterschlange und ihren dunklen Bruder Gefühle zuteil werden, an denen sie erkennen, dass die Aura der schwarzen Tiger in der Nähe ist, beziehungsweise war.'
'Na toll.', seufzte Jessie wieder und erhob sich. Für sie war das Gespräch beendet.'Eine Sache noch!', sagte Luke schnell, der nun auch aufgestanden war. 'Wann geht es los?''In zwei Tagen. Trefft euch beim Glaslift, bevor die Sonne aufgegangen ist. Eure Ausrüstung liegt bereits in euren Zimmern.'
Beide nickten und dann verschwand Griffin, wünschte ihnen aber vorher noch viel Glück.Schweigend traten sie aus dem Raum heraus und standen so eine Weile neben einander.'Jetzt geht es also los.', durchbrach Luke die Stille und wandte sein Gesicht zu ihr.
Geistesabwesen nickte sie.
'Was ist los? Du wirkst verwirrt.'
'Hm… Ja, bin ich auch.', sagte sie wahrheitsgemäß.
'Das liegt aber nicht an dem Gespräch, das wir gerade mit Griffin geführt haben.', vermutete er und Jessie war überrascht, dass er sie so schnell durchschaute.
'Nein, daran liegt es nicht.'
'Woran dann?'
'Ich wundere mich, warum ausgerechnet du mein dunkler Bruder bist.'
Er lächelte. 'Das frage ich mich auch oft genug.'
'Aber hier wirkst du viel offener als damals bei uns an der Schule!', warf sie ein.
'Meinst du? Vielleicht hast du recht, aber das liegt daran, dass der Einzige, der mich damals verstanden und wirklich ernst genommen hatte, Martin war.'
Erstaunt sah sie ihn an. 'Was meinst du damit?'
'Na ja… Jeder Schüler hatte Respekt vor mir, weil ich so gut in Football war, aber keiner hat sich wirklich Gedanken um mein `wahres Ich´ gemacht, sondern jeder wollte nur mit mir befreundet sein um gut dazustehen und die Mädchen sind ja alles fast umgekippt, wenn sie mich gesehen haben.'
Da gab sie ihm recht, aber warum war ausgerechnet Martin derjenige, der ihn wirklich verstand?
'Ich sehe, dass dich das ein bisschen aus der Bahn wirft.', sagte er und wieder sah sie ihn verdutzt an, da er schon wieder ihre Gedanken gelesen hatte.
'Ja, mich wundert es, dass ausgerechnet Martin derjenige ist mit dem du wirklich gut zu recht kommst.'
Er lächelte sie an. 'Martin ist nicht so schlimm, wie du denkst!'
'Ach ja?! Warum hat er dann nur mit mir gespielt?', rief sie empört aus.
'Er hat nicht mit dir gespielt. Er wollte nur, dass du ihn hasst.'
Mit offenem Mund starrte sie ihn an. 'Wie darf ich das bitte verstehen?'
'Na ja… Ich sollte das eigentlich nicht sagen…', begann er.
Doch nun war Jessie neugierig. Was hatte das zu bedeuten?
'Er wollte, dass du ihn hasst, nachdem er mit dir Schluss gemacht hat… Obwohl er eigentlich gar nicht wollte, dass eure Beziehung beendet wird… Gewissermaßen wurde er dazu gezwungen.'
Nun verstand sie gar nichts mehr. 'Er wurde dazu gezwungen.'
'Wer sollte ihn den dazu zwingen?'
'Ich darf dir das alles eigentlich nicht sagen.'
Jessie seufzte. So würde sie wohl nichts weiterbringen. 'Ich verstehe trotzdem nicht, warum er mein Leben so zerstören musste. Er hat mir gespielt, von Anfang an.'
Luke schüttelte den Kopf. 'Nein, er hat nicht nur mit dir gespielt! Er hat dich geliebt und es hat ihm wehgetan als er dir das alles antun musste. Er wollte das nicht, aber im Endeffekt konnte er nicht anders. Es war zu deinem besten.'
'Zu meinem besten?! Wie kann das sein? Mein Bestes wäre gewesen, wenn ich noch mit ihm zusammen sein könnte und das alles niemals passiert wäre!', brach es aus ihr heraus. Traurig sah er sie an, dann schüttelte er nur den Kopf, murmelte etwas von wegen, sie sehen sich in zwei Tagen wieder und verschwand hinter der nächsten Ecke.
Etwas verwirrt sah sie ihm nach.
Wieso sagte er ihr nicht, was das zu bedeuten hatte? Schließlich ging es ja quasi um sie? Und warum musste er es erst andeuten und sagte ihr dann nicht, was er wirklich meinte? Noch einmal sah sie in die Richtung, in der er verschwunden war, wandte sich dann um und ging auf ihr Zimmer zurück, wo sie die bereitgelegten Sachen auf ihrem Bett fand und Silver, der sie neugierig musterte.
'Und? Was wollte er?', damit konnte der kleine Vogel nur Griffin meinen.
'Ach, er hat nur gesagt, dass es übermorgen los geht und dass die Sachen auf dem Bett unsere Ausrüstung ist… Und dann hat er mit uns noch ein bisschen besprochen, wie wir uns Fremden, oder Feinden gegenüber verhalten sollen und was passiert, wenn wir die Tiger eingefangen, oder gefunden haben. Also, wie wir sie möglicherweise fangen könnten.',
erwähnte Jessie noch.
'Oh… Und? Klingt es schwierig?'
Sie nickte und sah nachdenklich drein.
'Hm… Also irgendwas ist noch vorgefallen! Das sehe ich! Also! Was ist los?', fragte der Kleine, als er ihren gedankenverlorenen Blick sah.
Sie seufzte schwer. 'Ach… Nur ein Stückchen Vergangenheit, dass mich wieder eingeholt hat.'
'Versteh ich nicht. Doch nicht etwa Martin?!', fragte er gleich geschockt. Erst schüttelte das Mädchen den Kopf, doch dann nickte es wieder. 'Unter anderem.'
'Sag mir bitte, was passiert ist.'
'Ich habe meinen dunklen Bruder kennen gelernt.'
'Was?! Und das sagst du mir erst jetzt? Wer ist es?'
'Lukas.'
'Lukas wer?'
'Lukas Spencer. Er war der beste Freund von Martin.'
'Wirklich? Was hat er gesagt, als er dich gesehen hat?'
Sie überlegte. Ja, was hatte er eigentlich gesagt? Er schien nicht mal überrascht gewesen zu sein! Womöglich wusste er schon vorher etwas.
'Eigentlich hat er nichts Bestimmtes gesagt… Er war nicht mal überrascht, mich zu sehen, wenn ich genauer darüber nachdenke.'
'Das klingt aber komisch… Wie als wusste er es schon vorher.', überlegte der Tangar laut.'Kann ja sein…', sie zuckte die Schultern. Eigentlich war es ihr ziemlich egal, was Luke wusste und was nicht. Das Einzige, worüber sie sich wirklich Gedanken machte war, dass er etwas über Martins Verhalten ihr gegenüber wusste.
'Er hat noch mehr gesagt, dass sehe ich.'
Jessie seufzte. Er kannte sie einfach zu gut und ließ sich nicht nur mit halben Informationen abspeisen. 'Er hat noch etwas zu der Beziehung zwischen Martin und mit gesagt.'
'So?', der Vogel machte ein interessiertes Gesicht. 'Was hat er denn gesagt?', fragte er neugierig.
'Ach… Belangloses.', sie machte eine wegwerfende Bewegung mit der Hand um ihr Worte noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen, aber der Kleine durchschaute sie wieder.
'Jetzt rück endlich raus mit der Sprache. Du kannst es mir ja sowieso nicht verheimlichen.''Na gut… Er hat gemeint, dass Martin nicht so gemein zu mir sein wollte, sondern eher zu seinem Verhalten gezwungen wurde.'
'Also das klingt jetzt aber eher gelogen, finde ich.'
'Finde ich auch.', sagte Jessie bestätigend.
'Andererseits: Warum sollte er lügen?'
'Um mich zu verletzen? Er konnte mir ja nicht mal sagen, wer ihn dazu gezwungen hat und warum.'
'Eben!'
'Aber vielleicht durfte er es nur nicht sagen…', überlegte sie weiter.
'Das kann natürlich auch sein.'
'Es könnte aber auch sein, dass-…', schon wieder ein Klopfen an der Tür. Sie seufzte. Wer mochte das nun schon wieder sein?
'Herein!', rief die Jugendliche fast schon gequält.
Die Tür wurde geöffnet und River streckte seinen Kopf herein. 'Hey!'
'Oh, River! Was verschafft mir die Ehre?', freudig stand sie auf, kam auf ihn zu und umarmte ihn.
'Nun ja… Da du ja übermorgen mit Luk-…', er räusperte sich. 'Ich meinte natürlich Nightmare, schon auf die Mission ausgeschickt wirst, wollte ich mich vorher noch einmal blicken lassen und mich verabschieden.', irgendwie fast schon schüchtern lächelte er sie an.'Echt lieb von dir.', sie deutete ihm, sich am Bettrand niederzulassen und setzte sich selbst hin. Als auch er Platz genommen hatte, begann er ohne Umschweife zu reden. 'Bist du eigentlich nervös?'
'Nein… Eigentlich nicht, aber ich denke, ich werde es, wenn es heißt, dass ich alleine durch den Amazonas spazieren muss… Bei dem Gedanken wird mir schon etwas mulmig, vor allem, wenn ich daran denke, dass ich nach zwei Tigern suche, mit einem `Monster´ unterwegs bin und auch noch ein paar andere Feinde habe.'
'Nightmare ist nicht so ein `Monster´ wie du es ausdrückst.', verteidigte River seinen Schützling. Jessie musste lachen. 'He, schon gut! War ja nicht so gemeint. Ich werde schon klar kommen.'
'Da habe ich mir auch nichts anderes von dir erwartet!', antwortete River ehrlich.
'Sag mal: Warum kommst du eigentlich schon heute? Morgen hättest du mich doch auch noch besuchen können.', fiel ihr plötzlich ein.
'Na ja… Eigentlich nicht. Heute Abend muss ich leider selber weg. Viper hat mir und Raven einen Auftrag, der sehr wichtig ist, gegeben und das können wir nicht einfach so ignorieren, auch wenn Raven darüber gar nicht glücklich schien. Irgendetwas bedrückt ihn schon die ganzen letzten Wochen und ich habe den schweren Verdacht, dass das an dir liegt.',
antwortete er frei heraus.
Jessie sah zu Boden und sagte nichts darauf.
'Hab ich's mir doch gedacht.', sagte River fast schon stolz. 'Ich dachte, dass du wüsstest,
dass zwischen ihm und Spider nur ein Missverständnis vorgefallen ist.'
Das Mädchen nickte.
'Und warum seid ihr dann beide so unglücklich?'
'Ich bin nicht unglücklich!', protestierte sie.
'Natürlich bist du das!'
'Nein!'
'Ich sehe es doch, wie sehr es dich quält!'
Damit hatte er allerdings Recht. Es quälte sie wirklich, dass sie so hart zu Raven sein musste und ihm nicht näher kommen durfte, aber sie wollte nicht schon wieder so verletzt werden, wie bei Martin, auch wenn es jetzt so schien, als würde noch mehr dahinter liegen, als nur die Tatsache, das ihr Exfreund plötzlich begonnen hatte, sie fertig zu machen.
'Eben!', sagte River wieder. 'Ich sehe es doch.'
'Aber was soll ich denn tun?', fragte sie nun verzweifelt.
'Dich mit ihm versöhnen, du Dummerchen!'
'Versöhnen? Und wie bitte?'
'Du entschuldigst dich einfach bei ihm.'
'Nein!', sie schüttelte den Kopf. 'Das würde jetzt nichts mehr bringen! Bedenke, dass ich übermorgen für eine ganze Weile weg sein werde. So eine Beziehung zu führen würde nicht klappen. Da erspar ich uns das lieber so.'
'Du ersparst euch beiden nichts, sondern machst euch nur noch unglücklicher.'
'Ich erspare uns sehr wohl was!', rief sie nun ganz empört.
'Wenn du meinst, aber denke mal über meine Worte nach.'
Warum sollte sie das tun? Schließlich hatte sie es so für sich entschieden und daran würde sich so schnell auch nichts mehr ändern. Warum auch? Nur damit sie wieder verletzt werden würde?
'Wieso sollte ich über solche Worte nachdenken? Er würde mich nur verletzen und so verhindere ich das! Eigentlich solltest du doch froh sein, wenn ich mich nicht auf ihn, sondern voll und ganz auf die Mission konzentriere!'
'Ja, das schon, aber ich halte es nicht aus, dich und meinen Bruder so unglücklich zu sehen.''Raven ist nicht unglücklich.', sagt Jessie steif.
River schüttelte den Kopf. 'Da irrst du dich aber gewaltig.'
'Woher willst du denn das wissen? Er wird mich vergessen, sobald ich fort bin. Da hat es doch keinen Sinn an etwas zu klammern, dass nie existieren wird.', sie wirkte so traurig, während sie das sagte und ihr Blick wurde auf einmal ein wenig verklärt.
'Du kennst Raven zu wenig, um so über ihn urteilen zu können!', rief River jedoch empört, da er nicht verstehen konnte, wie Jessica sich und Raven nur so unglücklich machen konnte, nur weil sie nicht mit ihrer Vergangenheit zurecht kam.
'Ich kenn ihn mittlerweile gut genug um zu wissen, dass er mich nicht als ein Teil seines Lebens sieht. Ich bin Hier und Jetzt, das allein zählt für ihn, aber er denkt nicht an eine gemeinsame Zukunft. Er vertraut mir nicht.', wand sie ein, um sich zu verteidigen, obwohl sie es eigentlich nicht nötig hatte, aber River stellte es so dar, als wäre sie die Böse und Raven das unschuldige Lämmchen!
'Wie soll er dir denn vertrauen, wenn du von einem Tag auf den Anderen ihn plötzlich als zu gefährlich für dich siehst und dich und ihn unglücklich machst?!', River hob seine Stimme immer mehr an und Silver, der auf dem Kasten saß, versteckte sein Köpfchen unter einem seiner Flügel.
'Ich hatte meine Gründe!', antwortete sie ihm kalt.
Wut blitzte ihn Rivers Augen auf. Wie dumm dieses Mädchen doch war! 'Und welche Gründe wären das?', verlangte er zu wissen.
`Welche Gründe? Ist das nicht offensichtlich?´, dachte Jessie und sah ihn schweigend an, was er als eine stille Niederlage ihrerseits hinnahm und sie triumphierend anblickte. 'Na eben! Du hast keine!'
'Doch! Ich habe sehr wohl meine Gründe! Außerdem: Wieso versuchst du so krampfhaft mich davon zu überzeugen, dass ich mit Raven zusammen sein sollte? Schließlich hast du mir gesagt, dass du ebenfalls stark für mich empfindest!', wunderte sich das Mädchen plötzlich.Nun fühlte sich River gleich nicht mehr so wohl. 'Weil er mein Bruder ist und ich es nicht sehen kann, wenn er noch unglücklicher ist, als jemals zuvor. Glaube mir, aber Raven bringt es um, so wie du ihn behandelst und eines Tages wird er sich nicht mehr zurückhalten können und dann ist alles vorbei.'
'Vorbei? Was meinst du?', misstrauisch beäugte sie den Jugendlichen. Er wusste mehr über seinen Bruder, als er ihr bis jetzt verraten hatte, aber es sah nicht so aus, als würde er das jemals machen.
'Du weißt nicht, was für eine Last auf ihm liegt.', antwortete er nur knapp.
'Eben! Weil er es mir nicht sagen will! Er hält mich selbst von sich fern!'
'Das siehst du falsch! Er macht es, um dich zu beschützen!'
'Beschützen!', fauchte das Mädchen ironisch und sah mit einem Mal richtig böse aus. 'Das nennst du beschützen? Ich will ihm nahe sein, verdammt noch mal, aber er macht es mir so schwer!'
`Weil er einfach nicht anders kann…´, dachte River, sprach die Worte aber nicht laut aus. Wozu auch? Jessie würde es doch sowieso nicht verstehen. Egal was er sagte, sie war von ihrer Meinung gegenüber seinem Bruder nicht abzubringen. Was beschäftigte ihn das überhaupt so sehr? Es war allein die Entscheidung der Beiden…
`Weil du weißt, dass Raven nicht mehr lange widerstehen können wird und wenn es soweit ist und er seinen Körper `ihm´ übergibt, dann sind wir alle verloren.´, halte es in seinem Gedächtnis wieder und River presste seine Finger gegen die Schläfen. Was sollte er nur machen? Noch nie hatte er sich so hilflos gefühlt.
'Ich kann dir nur den Rat geben, ihm noch eine Chance zu geben.', meinte er dann nur noch, stand auf, wünschte ihr noch ein wenig herzliches `Viel Glück!´ und verließ das Zimmer.Verwirrt saß Jessie da und sah ihm nach. Sie verstand ihn einfach nicht.
'Was war denn mit dem los?', wollte Silver wissen, der wieder auf ihrer Schulter gelandet war.
'Ich weiß es nicht.', murmelte sie. 'Aber irgendwie sind derzeit alles verrückt.'
Der Vogel nickte zustimmend. 'Ich muss aber sagen, dass du es auch bist.'
'Was?! Wieso?'
'Na ja, weil du den, den du lieb




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