Ist das alles? Teil 10

Autor: Dani
veröffentlicht am: 17.01.2008




Doch statt einer Antwort auf meine stummen Fragen, spürte ich nur, wie das Bett sich neben mir eindrückte und Stefan seinen Arm um meine Schulter legte. Er ließ mich in Ruhe ausweinen und nach einiger Zeit nahm ich auch die Hände vor meinem Gesicht weg und sah ihn an. Ich war mir bewusst, dass meine Wangen und Augen von den Tränen gerötet waren, aber ich verspürte in diesem Moment einfach das Bedürfnis, in Stefans Augen zu schauen und darin zu versinken.
Langsam hob er die Hand und strich mir sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ich schloss die Augen, um die Berührung voll auszukosten. Zu meiner Enttäuschung stand Stefan kurz danach vom Bett auf und verließ mit den Worten: ' Wie immer du dich auch entscheidest, ich werde es akzeptieren' das Zimmer.
Da ich ja nun allein war, streckte ich mich lang auf dem Bett aus und wollte ein wenig Musik hören und nachdenken. Doch ich konnte meinen Mp3- Player nicht finden. Normalerweise war er immer griffbereit direkt neben dem Kissen, aber ich hatte auch keine Lust aufzustehen und das Ding zu suchen. Es musste also auch ohne Musik gehen. Nach wenigen Minuten war ich auch schon eingeschlafen. Das ganze weinen hat mich wohl müde gemacht.
Als ich wieder aufwachte, war es auch schon Zeit für das Abendessen. Ich setzte mich zwar zu den anderen dazu, verspürte aber keinen Hunger. Mir fiel auf, dass Christian nicht da war, was mir allerdings ganz gut in den Kram passte, da ich mich ja noch immer nicht entschieden hatte.
Was ich nicht bemerkte war aber, dass auch Claudia und Susanne fehlten.
Nach dem Abendessen war, wie am Vortag, umziehen und fertig machen, für die Disco angesagt.
Eineinhalb Stunden später ging es dann los in Richtung Innenstadt und von Christian war noch immer keine Spur. So langsam machte ich mir Gedanken. Gestern und heute Morgen, hatte er mich kaum aus den Augen gelassen und nun ließ er sich überhaupt nicht mehr blicken.
Ich beschloss, mir darüber keine Gedanken zu machen. Es war komisch… wenn Christian da war, war es schön, aber wenn er nicht da war, vermisste ich ihn nicht wirklich. Das war bei Stefan schon anders…
Nach dem kurzen Fußmarsch kamen wir dann in der Diskothek an. Wie am Vorabend, setzte ich mich zunächst an die Bar. Heute nur allein. Doch das sollte sich schon bald ändern.Obwohl es noch relativ früh war, war es in der Disco schon gerammelt voll. Trotzdem konnte ich Stefans braunen Wuschelkopf auf mich zu kommen sehen. Er rückte den Hocker neben mir zurecht, und sah mich einfach nur an. Ich konnte seinem Blick nicht lange stand halten, also wandte ich mich an den Barkeeper um etwas zu trinken zu bestellen.
Als ich dann mein Glas in der Hand hielt, fühlte ich mich schon etwas wohler, weil ich nicht mehr das Gefühl hatte, das meine Arme überall fehl am Platz sind.
Plötzlich trat jemand von hinten an mich heran und hielt mir die Augen zu. Ich überlegte einen Moment… Stefan konnte es ja nicht sein, denn der saß ja neben mir. Also griff ich nach oben und zog mir die Hände vom Gesicht. Als ich mich umdrehte blickte ich in das lachende Gesicht von Christian.
Mit einem Seitenblick auf Stefan, stellte ich fest, dass ihm das ganz und gar nicht gefiel und er Anstalten machte aufzustehen.
Ich hätte ihn gerne davon abgehalten, aber wie hätte ich das tun sollen? Christian stand ja direkt neben mir.
Also ließ ich ihn gehen und bekam schon wieder ein schlechtes Gewissen.
Auf den freigewordenen Platz setze sich nun Christian und bestellte wie am Vortag Cocktails.Ich schaute währenddessen noch einmal in die Menge und versuchte Stefan ausfindig zu machen. Doch es gelang mir nicht.
Als ich mich wieder umdrehte, schob er den Cocktail zu mir rüber.
Nach wenigen Minuten war das Glas geleert und Christian zog mich auf die Tanzfläche. Wir tanzten einige Lieder durch, bis wir plötzlich schwindelig und übel wurde. Ich blieb stehen und schwankte leicht. Das hatten sowohl Christian als auch Stefan, der wohl ganz in der Nähe stand mitbekommen.
Beide griffen fast zeitgleich nach meinem Arm, um mich zu stützen. Christian wandte sich an Stefan und sagte: ' Lass mal, ich geh mit ihr zurück zum Schiff, sie hat bestimmt zu wenig getrunken!'
Misstrauisch sah Stefan ihn an, nickte dann aber und ließ meinen Arm los.
Auf Christian gestützt ging ich also nach draußen. An der frischen Luft, ging es mir aber keinesfalls besser. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer und die Welt drehte sich, solange ich die Augen auf hielt. Langsam sackte ich in die Welt der Bewusstlosigkeit ab und Christian hob mich hoch um mich zu tragen.
Doch er trug mich nicht zum Schiff und auch nicht in Richtung Hafen. Er steuerte in Richtung des anderen Endes der Stadt.
Auf leisen Sohlen schritt er durch die dunklen Gassen, bis er sein Ziel erreicht hatte.
Er setzte mich kurz ab, um die Tür eines alten und verfallen aussehenden Schuppens zu öffnen. Von drinnen waren zwei leise Frauenstimmen zu hören.
Ich wurde auf eine Art Holzliege gelegt und meine Hände und Füße gefesselt. Von all dem bekam ich kaum etwas mit. Meine Augen waren so schwer, dass es einem Marathonlaug glich, sie auch nur für einige Sekunden offen zu halten.
Immer wieder hatte ich einige Wachphasen, in denen ich die Stimmen der zwei Frauen und die von Christian vernahm.
Endlich, nach einigen Stunden, wie mir schien, konnte ich auch die Augen wieder aufschlagen und konnte somit auch erkennen, wer noch an dieser Entführung beteiligt war.Da saßen, auf drei Stühlen im Kreis, Christian, Susanne und Claudia!

- Sorry, ist etwas sehr kurz geworden, da ich nicht besonders viel Zeit hatte. Geb mir aber Mühe jetzt übers Wochenende wieder mehr zu schreiben! Ich hoffe es gefällt euch trotzdem :) -







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