Ist das alles? Teil 6

Autor: Dani
veröffentlicht am: 12.01.2008




Wir hatten nur einen kurzen Fußmarsch bis zur Disco zu absolvieren. Ich hätte gern nochmal mit Stefan geredet, denn sein Blick auf dem Boot ging mir nicht aus dem Kopf. Andererseits genoss ich aber auch, dass Christian mich anscheinend für sich haben wollte. Was das normal? Vor wenigen Tagen war ich noch das unscheinbare schüchterne Mädchen und jetzt sind es gleich zwei Männer, aus denen ich sozusagen wählen muss?
Ich beschloss, das es besser wäre, alles erstmal auf mich zukommen zu lassen. Ich würde ja sehen, was noch alles passiert.
Wir betraten einer nach dem anderen die kleine Diskothek und nach kaum drei Schritten stieg mir schon der ungeliebte Geruch von Zigarettenrauch und Alkohol in die Nase.
Angewidert verzog ich das Gesicht, was Christian gesehen hatte, aber nur lachte. Er zog mich zu zwei Hockern an der Bar und bestellte zwei Cocktails.
Ich mochte Alkohol nicht besonders, aber bei diesem Drink überwog der fruchtige Teil, also war es doch recht angenehm ihn zu trinken.
Ich hatte mich so auf den Geschmack meines Cocktails konzentriert, dass ich erst nach einiger Zeit mitbekam, dass Christian mich über den Rand seines Glases anschaute. Ich wurde rot und schaute verlegen auf meine Schuhe, die auf den Querstreben des Barhockers ruhten.
Christian lachte leise und sagte mir rauer Stimme: ' Ich mag es wenn du rot wirst… das ist süß.'
Ich freute mich über das Kompliment, aber es bewirkte nur, dass mein Gesicht mehr und mehr einer schönen saftigen Fleischtomate glich.
Ich entschuldigte mich kurz bei Christian, denn ich wollte mein Gesicht auf der Toilette etwas kühlen, auch wenn man es im Halbdunkel ohnehin nicht richtig erkennen konnte.
Ich schob mich zwischen den Leuten hindurch zu der Tür, an dem das obligatorische 'Mädchen auf dem Töpfchen' angebracht war. Dort drinnen war es überraschend leer, was mir aber sehr gelegen kam. Vor dem Spiegel spritzte ich mir etwas kühles Wasser ins Gesicht und schon bald klang auch die rote Farbe ab. Zufrieden richtete ich noch meine Haare und schlug mich wieder durch das Getümmel.
Auf dem Weg zurück zur Bar, wo Christian wartete kam ich an einem Stehtisch vorbei, an dem unverkennbar Stefan stand. Seinen sportlich- muskulösen Körper mit den braunen Wuschelhaaren hätte ich wohl fast überall erkannt. Ich entschloss mich dazu, mich noch einen Moment zu unterhalten. Normalerweise hätte ich das nie getan, aber es stimmte wohl, dass Alkohol ein paar Hemmungen löst. Auch wenn ich nur einen Cocktail getrunken hatte, schlug der anscheinend schon an, da ich ja sonst nie Alkohol trank.
Doch Stefan war nicht alleine am Tisch. Rechts und links neben ihm standen zwei Mädchen. Für meinen Geschmack etwas zu nah neben ihm!
Ich ging noch ein paar Schritte näher heran, denn ich wollte wissen, wer diese Mädchen waren. Als ich dann nah genug dran war, um ihre Gesichter erkennen zu können, erkannte ich Claudia und Susanne. Das war ja klar! Die zwei waren doch schon seit Beginn der Klassenfahrt hinter ihm her…
Ich verspürte ein Gefühl von Eifersucht und auch Enttäuschung. Interessierte ich Stefan denn gar nicht mehr?
Ich drehte mich auf dem Absatz um, und kehrte zu Christian an die Bar zurück. Der hatte schon neue Cocktails bestellt. Ich ließ mich wieder neben ihm auf dem Hocker nieder und nahm den Cocktail in die Hand. Ganz versunken in meine Gedanken, in denen vor allem Stefan und Christian abwechselnd auftauchten, nippte ich an dem Getränk.
Als es leer war bestellte Christian noch einmal Nachschub. Ich fand langsam wirklich Gefallen an dem Zeug. Es bewirkte, dass ich mich freier fühlte. Endlich war ich nicht mehr gefangen in meiner Schüchternheit und über Stefan der offensichtlich nun Gefallen an Susanne und Claudia gefunden hatte dachte ich auch nicht mehr nach.
Der Abend war inzwischen spät geworden, und die Tanzfläche füllte sich zusehends. Als ein flottes Lied aufgelegt wurde, dass ich vorher noch nie gehört hatte, sprang Christian auf und zog auch mich von meinem Hocker um zu tanzen. Ich sträubte mich ein wenig, da ich es nicht mochte, mich anderen Leuten, wie auf dem Silbertablett zu präsentieren. Doch Christian musste nur wenig Überzeugungsarbeit leisten und schon zog er mich durch die Menge zu einem freien Platz auf der Tanzfläche.
Anfangs fühlte ich mich noch steif und unbeholfen, aber nach und nach fühlte ich, wie der Takt der Musik begann, meinen Körper mitzunehmen und meine Bewegungen wurden immer rhythmischer. Ab und zu stieß ich mit anderen Tanzenden zusammen, aber niemand machte sich etwas daraus.
Nach diesem flotten Tanz, folgte ein langsameres Lied. Ich vermutete, dass dich ein verliebtes Paar diesen Song gewünscht hatte. Ich machte mich schon auf den Weg die Tanzfläche zu verlassen, als Christian die Hände um meine Taille legte und begann sich und mich im Takt der Musik zu wiegen.
Ich wusste nicht wohin mit meinen Händen, also legte ich sie um seinen Nacken. Allerding vermied ich es, ihm ins Gesicht zu sehen. Stattdessen schaute ich über seine Schulter de anderen zu.
Zu meinem Erschrecken entdeckte ich nicht weit von uns Stefan, der mit Susanne tanzte. Ich konnte meine Augen nicht von ihm abwenden und sah mit an, wie er sich zu Susanne hinunter beugte und ihr augenscheinlich etwas ins Ohr flüsterte. Daraufhin begann sie furchtbar albern zu giggeln, was eine rasende Wut in mir herauf beschwor.
Ich war mehr als glücklich, als dieser Tanz zu ende war. Es war zwar angenehm gewesen, mit Christian so eng zu tanzen, denn er war nett, charmant, sah gut aus du war obendrein kein schlechter Tänzer, aber auch Stefan ging mir einfach nicht aus dem Kopf.
Ich brauchte erstmal frische Luft!

-Fortsetzung folgt-

Wenn ihr noch mehr Ideen habt, teilt sie mir bitte mit... ich habzwar einen groben Ablauf im Kopf, aber och ein paar spannende Details könne nie schaden ;-)







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