Ist das alles? Teil 2

Autor: Dani
veröffentlicht am: 19.11.2007




Fröhlich schnatternd stiegen meine Mitschüler aus. Als alle draußen waren, folgte auch ich ihnen nach draußen. Eine warme Meeresbrise kam mir entgegen und ich schloss die Augen um sie zu genießen.
Währenddessen hatten die meisten der anderen schon ihre Koffer geholt und standen bereits vor dem Segelboot, auf dem wir die kommende Woche verbringen sollten.
Es war ein älteres Boot, bei dem schon die Farbe abblätterte. Man sah ihm die unzähligen zurückgelegten Seemeilen an, doch schien es funktionstüchtig und keinesfalls marode.

Einige der Jungs stiegen die Leiter am Steg hinab und begannen, dass angereichte Gepäck unter Deck zu befördern. Es ging rasch voran, so dass bald auch wir anderen an Bord gehen konnten. Sofort wurde mit der Zimmerverteilung begonnen. Ich beteiligte mich nicht an den elenden Diskussionen wer mit wem in welchem Zimmer schlafen wollte. Mir was es schlichtweg egal, denn ich wollte diese eine Woche einfach nur hinter mich bringen!Schließlich kam es dann so, dass ich in einem relativ kleinen Einzelzimmer am Ende des Ganges einquartiert wurde. Ich muss sagen, dass ich darüber ziemlich froh war, denn so hatte ich wenigstens nachts meine Ruhe vor den anderen.

Anschließend sollten wir uns alle in dem 'Gemeinschaftsraum', der gleichzeitig die Küche beherbergte einfinden, denn der Kapitän und sein Matrose wollten sich vorstellen und uns eine kurze Einweisung in die Grundzüge des Segelns geben.

Es gab ein Poltern und zwei Männer tauchten in der Tür des Raumes auf. Der eine groß, schlank und bärtig… unverkennbar ein echter Seemann. Der zweite Mann dahinter, war nicht viel kleiner, doch er hatte keinen Bart und er war auch um einiges jünger. Sein strubbeliges dunkelbraunes Haar passte einfach perfekt zu den dunklen Augen.
Die beiden stellten sich vor. Der ältere war der Kapitän, Jonas, der Jüngere hieß Stefan.In der darauf folgenden Einweisung, zeigten sie uns, die Bedeutungen der verschiedenen Segel, die Orte an denen sich die Schwimmwesten befanden usw.

Den Rest des Tages hatten wir frei, um uns die Stadt anzusehen. Alle anderen zogen los, um den Abend in einer Kneipe feucht-fröhlich zu genießen. Ich ging nicht mit, sondern wartete, bis alle weg waren, und legte mich dann an Deck, um in den Sternenhimmel zu schauen. Ich liebe es, einfach nur in die unendlichen Weiten zu sehen und über nichts nachdenken zu müssen. Ich war wie in Trance und bemerkte nicht, dass Stefan sich neben mich setze. Erst als er mich ansprach, kehrte ich wieder ins Diesseits zurück: ' Hey, hast du was dagegen, wenn ich mich hier zu dir setze?' Ich schüttelte den Kopf und starrte wieder in den Himmel.Er legte sich neben mich und schaute ebenfalls in den Himmel. Wir redeten kein Wort miteinander und weil mir die Situation langsam unangenehm wurde, richtete ich mich auf und ging langsam in Richtung der Luke, unter der sich die Treppe unter Deck befand.Stefan sah mir hinterher und fragte: 'Ist die kalt? Oder warum gehst du schon rein?'Ich sah mich nicht um, nickte nur kaum wahrnehmbar und zog die Luke auf.
Ich verschwand in meiner kleinen Kajüte, zog mich um und putze mir die Zähne. Doch als ich aus dem winzigen Bad heraus kam, stand Stefan vor mir. Ich fühlte mich sehr unwohl, so in meinem Schlafanzug mit Teddybären darauf vor ihm zu stehen, so dass ich mich schnell an ihm vorbei schob und den Gang entlang in Richtung meines Zimmers verschwand.Ich nahm mir dabei vor, ihm in den nächsten Tagen, aus dem Weg zu gehen, denn er machte mich nervös, noch nervöser als irgendein anderer Mensch. Allerdings war das Aus-dem-Weg- gehen, auf einem relativ kleinen Schiff alles andere als einfach….

-Fortsetzung folgt-







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