Sakura im Zeichen des Mondes Teil 6

Autor: Diana (2)
veröffentlicht am: 05.07.2008




,, Sakura! Sakura!´´ rief Valaas.
Sakura erschrak und zuckte zusammen als sie sein rufen hörte.
,, Sag mal, hörst du mir eigentlich zu? ´´fragte er empört.
,, Ja, ja, was hast du noch mal gesagt?´´ fragte sie unschuldig.
Valaas seufzte, er stand am Küchentisch aber jetzt ließ er sich in einen Stuhl nahe des Ofens fallen.
,, Ich habe dich gerade gefragt ob du auf dem Pferd auch reiten kannst?´´
,, Ich meine wir reisen Morgen früh ab und wissen nicht mal ob du reiten kannst!´´
,, Hmm, na ja weißt du ich …..´´ stammelte Sakura vor sich hin.
,, Hab ich ´s mir doch gedacht!´´ , er atmete tief durch, ,, Also gut Ethan wird es dir beibringen, während ich hier noch einpaar Vorbereitungen für die Reise treffe. Ihr habt den ganzen Tag Zeit!´´ fügte er grinsend hinzu.
Sie guckte zu Ethan und lächelte und er erwiderte ihr Lächeln. Er rief sie ihm zu folgen und verschwand hinter der Haustür. Sakura schaute mich noch mal im Zimmer um, Valaas lief hin und her, murmelte etwas und schrieb von Zeit zur Zeit etwas auf ein Blatt Papier. Währendessen stand der Meister Zalduin am Kräutertisch und mischte etwas in einer Schale. Sie wurde von einer Welle der Trauer überwältigt als es ihr klar wurde das sie ihren Ziehvater Zalduin und das Dorf Morgen schon verlassen würde. ' Ich habe zwar eine neue Familie gefunden, doch deswegen möchte ich noch lange nicht meine alte Familie verlieren!' dachte sie seufzend, ' Auch wenn Valaas meint das alles gut wird glaube ich nicht so recht daran, ich glaube nicht das ich dieses Dorf irgendwann wiedersehen werde.'
Sie stand auf und ging durch die Tür hinaus. Ethan, Silberstern und Alu erwarteten sie bereits.Sie ging zu ihnen und lächelte kurz. Dann folgte sie Ethan in Richtung des Flusses. Nach kurzer Zeit schon blieb sie stehen und als Ethan es merkte drehte er sich zu ihr um. Er hatte einen fragenden Blick und Sakura fühlte sich verantwortlich ihm zu antworten.
' Also Ethan weißt du… ich kann reiten, ich weiß auch nicht wieso ich Valaas gesagt habe das ich das nicht kann', sie seufzte, ' vielleicht weil ich mich ein letztes Mal von meiner Heimat verabschieden wollte. Zwar spricht es keiner von euch aus aber es könnte durchaus sein das wir nicht zurückkehren werden. Hab ich Recht?'
Ethan stand da und war völlig überrascht das sie die Botschaft hinter der Geschichte von Valaas verstanden hat. Das einzige was er zur Stande brachte war ein knappes nicken.Sakura lächelte wieder und setzte sich ans Flussufer. Ethan gesellte sich zu ihr und einige Zeit saßen sie nur da. Sakura starrte auf das Wasser, die schnelle Strömung und die Endlosigkeit des Weges, den sich der Fluss im laufe der Jahre geformt hatte.
' Ich bin hier schon sehr lange Ethan, es ist mein zuhause, ich fühle mich hier wohl. Ich habe schon immer gewusst das ich irgendwo auf dieser Welt Eltern habe, doch ich füllte mich hier nie einsam. Ich hatte immer das Gefühl hierher zu gehören, ich fühlte mich hier geborgen und sicher. Weißt du Ethan ich bin meinem Meister nicht nur sehr dankbar, ich liebe ihn vom ganzen Herzen als währe er mein leiblicher Vater. Ich wollte nie mehr als hier in diesem Dorf zu leben, hier glücklich zu werden', sie lachte auf , doch das Lachen verstummte genauso schnell wie es anfing. Und ihr Blick wurde unergründlich, ' doch ich werde das Dorf nie wieder sehen. Das weißt du genauso gut wie ich!'
Ethan schwieg, er wollte es ihr ausreden, er wollte ihr sagen das, dass nicht stimmt. Doch dann würde er lügen. Er sah wie die Apfelblüten ins Wasser fielen und von der Strömung mitgerissen wurden.
' Siehst du diese Blüten, Sakura?' fragte er ernst.
' Ja' antwortete sie eher verwundert.
' Jedes Jahr verliert der Baum diese Blüten, doch er weiß das er im nächsten Jahr wieder erblühen wird! Er weiß er wird wieder Blühen egal wie scherzhaft es sein wird sie loszulassen. Es wird sich so lange wiederholen, bis er stirbt.' Er lächelte und fischte eine Apfelblume aus dem Wasser und reichte sie Sakura. Sie lächelte als sie diese entgegen nahm.Sie zog ihre Lavendelfarbenen Schuhe aus und steckte ihre Füße in das kühle Wasser des Flusses. Dann drehte sie sich zu Ethan um und sagte:
' Du hast Recht!' sagte sie und schenkte ihm ein warmes Lächeln.
Plötzlich hatte Ethan das Gefühl als würde sich etwas neues in ihm ausbreiten, etwas was er noch nicht kannte. Er erwiderte ihr Lächeln und ließ sich ins Gras fallen.
' Na dann machen wir es uns doch einfach mal bequem, oder? Valaas denkt ich bringe dir das reiten bei, also haben wir jede Menge Zeit.' Sagte er und schloss seine Augen.
Sakura musterte ihn mit einem neugierigem Blick. Ethan war groß und hatte starke Muskeln. Seine Augen waren geschlossen, doch sie hatte sich ihre Farbe schon gemerkt, sie waren grün und hatten einen Goldenen Rand, seine Haare waren nicht ganz blond, sie hatten eher einen bronzenen Farbton. Er hatte ein schönes Gesicht und ein warmes lächeln, dass war Sakura aufgefallen, sie lachte in sich hinein. Er trug eine Uniform, diese bestand aus vielen verschiedenen Blautönen und hatte viele schnörkelige Muster. Er hat die Gestallt eines Engels dachte sie. Nach einer Weile zwang Sakura sich ihren Blick abzuwenden und legte sich ebenfalls ins Gras. Sie horchte kurz auf weil sie glaubte ein komisches Geräusch gehört zu haben, doch sie konnte nichts ungewöhnliches heraushören. Sie hörte nur das plätschern des Flusses, Silbersterns Hufen, wie Alu, die neben ihr lag kurz gähnte und wie Ethan ein- und ausatmete, er schien zu schlafen. Also schloss auch sie ihre Augen, und ließ sich in die Welt der Träume entführen.

Sie war wieder an diesem Ort, es war dunkel und kalt. Sie war allein, sie hatte Angst. Einige Meter von ihr entfernt stand ein großer Spiegel. Sie Schritt auf ihn zu und als sie vor ihm stand sah sie nicht sich selbst, sondern Hope. Das Mädchen das sie noch nicht lange kannte, aber welches ihr sehr vertraut erschien. Ihr silbernes Haar war hochgesteckt und ihre lila Augen schauten Sakura traurig an.
' Was…?' brachte Sakura heraus.
' Das ist mein Gefängnis auf Ewig!' sagte sie mit einem gequellten Lächeln.
' Aber wieso?' fragte Sakura verwundert. Es war nicht mehr das Mädchen von Gestern. Sie war nicht mehr fröhlich, ihre Stimme klang nicht mehr so sicher und stark. Ihre Haut war bleich, es schien so als würden sie nur wenige Schritte vom Tode trennen.
' Weil es so sein muss.' Sagte sie leise und ihr Gesichtsaudruck veränderte sich plötzlich, sie fragte hektisch: ' Hast du es dir gemerkt? Hast du dir die Prophezeiung gemerkt?'
Doch noch bevor Sakura antworten konnte sagte Hope angstlich:
' Du musst jetzt gehen, beeil dich sie kommt gleich zurück. Sie darf dich hier nicht sehen. Hörst du Skura, sie darf dich nicht sehen!'
Ihre nachdrückliche Stimme bewegte Sakura dazu sich umzudrehen und zu laufen, so schnell wie sie konnte zu laufen. Sie drehte sich noch ein Paar mal um und konnte in der Ferne die Umrisse einer Zweiten Gestallt neben dem Spiegel erkennen. Und ihre wütende Stimme drang zu ihr: ' Ich werde dich finden', sie machte eine Pause doch dann rief sie triumphierend, ' nein, du wirst zu mir kommen!' dann verstummte sie und Sakura schlug ihre Augen auf.

Sie erblickte Ethan, der gebeugt über ihr stand und sah wie sein Gesicht sich entspannte als sie die Augen öffnete. Sie sah ihn fragend an.
' Du hast geschrien, ich konnte dich nicht aufwecken und du hast ständig zwei Namen genannt!' sagte er mit immer noch leicht besorgter Stimme.
' Zwei Namen' fragte sie immer noch benommen von ihrem Albtraum.
' Ja, Hope und Luris.' Sagte er und schien sich zu beruhigen.
Sakura atmete tief durch und ließ den Namen durch ihr Gedächtnis schweifen Luris, wer mag das sein? Sie zog sich wieder ihre Schuhe an und Ethan half ihr hoch. Ihre Wölfin, die zuvor anscheinen genauso aufgeregt gewesen ist wie Ethan, folgte ihr auf Schritt und Tritt, als sie zurück in Richtung Dorf gingen. Diesmal ging Sakura voraus und Ethan ging mit Silberstern hinter ihr, sie wollte sich ablenken und nicht ständig diesen Albtraum im Kopf durchspielen. Arme Hope… dachte sie, doch das war nur ein Traum, oder? Sie seufzte und versuchte nicht mehr daran zu denken.

Als sie im Dorf ankamen war es schon dunkel, doch der Große Platz war von einem Meer von Laternen bestrahlt. Die ganzen Dorfbewohner hatten sich dort versammelt, unter ihnen konnte sie Valaas, Meister Zalduin und Lila erkennen. Lila kam auf sie zu, lächelte und fiel ihr um den Hals.
' Wir werden dich vermissen!' flüsterte sie Sakura ins Ohr, Tränen schossen ihr in die Augen und sie drückte ihre Freundin zum letzten mal.







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