Ich mag dich, ich mag dich nicht Teil 6

Autor: Flocke
veröffentlicht am: 05.07.2008




Eigentlich wollte sich Joe einen gemütlichen Abend in der Wanne machen, aber Biene hatte sie schließlich doch überredet auf diese Party zu gehen. Scheiß Musik und noch beschissenere Leute.
Joes Laune war nicht sonderlich auf Party eingestellt und als dann auch noch Marc auftauchte, umringt von seinen Groupies und nicht in der Lage Hallo zu sagen, war es ganz um ihre Laune geschehen. Wie sollte sie sich ihn nur aus dem Kopf schlagen wenn er überall war. Langsam bekam sie schon die Befürchtung Paranoid zu sein. Egal wo sie war, Marc war irgendwie überall. Ständig begegneten sie sich zufällig. In der Mensa, auf der Straße, letztens sogar im Supermarkt, ganz kitschig vor der Obsttheke.
Sie wollte schon gehen als Biene mit einer Flasche Tequilla um die Ecke kam.'Du! Ich! und diese Flasche. Sofort!' An der Art und Weiße wie sie es sagte konnte Joe hören dass etwas nicht in Ordnung war. Es dauerte nicht lange und die Falsche war halb leer, die zwei jungen Frauen dafür halb voll und ans nachhause gehen war nicht zu denken. 'Das hat er gesagt? Und jetzt?' Joe kippte das Glas und biss in die Zitrone.'Ja das sagte er und jetzt muss er dafür leiden. Ich lass ihn zappeln.' Beide nickten und das nächste Glas wurde geext. Sie waren sich einig.'Männer sind Schweine!''Chauvinistische Schweine!' Die Diskussion fand im Gelächter der beiden ein Ende. 'Schweine hin oder her' begann Biene nachdem sie sich von dem Lachflash erholt hatte.' Wie sieht es eigentlich mit Marc aus? Was läuft da? Läuft da überhaupt was? Sex oder liebe und was genau läuft denn da jetzt?' Joe musste erneut lachen. 'Du bist total betrunken. Du lallst doch schon und ich lass mich nicht von ihm ins Bett zerren. Oh Nein ich bin emanzipiert wenn überhaupt dann schlepp ich ihn ab. Und zwar sofort!' Joe erhob sich schwankend' Los geht's Joe! Es ist dein gutes Recht dich nicht ins Bett zerren zu lassen zeig ihm mal wie man das als Frau macht.' Unter den Jubelschreien von Biene schwankte Joe Richtung Marc. Er war nicht zu verfehlen immer den 'Tussis' nach.Er hatte sie den ganzen Abend schon über beobachtet, sie hatte sich mit Sabine betrunken nachdem Arne wieder irgendetwas verbockt hatte.'Frauen.' Dachte er belustigt. Für jemanden der Joe nicht kannte machte sie einen nüchternen Eindruck, Marc der richtiggehend dem Wahn erliegen war, sie zu beobachten fielen allerdings die kleinen Macken auf. Zum Beispiel das sie ganz leicht schielte, wie gesagt, Menschen die Joe nur flüchtig kannten fiel das gar nicht auf.
'Joe…' Sie unterbrach ihn barsch. 'Nein jetzt rede ich! Du und ich, draußen!' sie nahm seine Hand die sich gut in der ihren anfühlte und schwankte mit ihm vor die Tür. Dort angekommen küsste sie ihn. Trotz des Alkohols wurde ihr bewusst wie sehr sie sich danach gesehnt hatte. Auch Marc wurde bewusst, was er eigentlich schon lange wusste, dass er jemanden an seiner Seite brauchte, jemanden wie sie. 'Joe! Ich muss dir etwas sagen.' Der Alkohol setzte in der Kälte um einiges schneller ein als drinnen. Sie merkte nur noch wie sie in seine Augen sah und er zur ihr sagte:'Es ist nicht leicht aber ich…' Dann wurde ihr schwindelig.

Sie fand sich in ihrem Bett wieder. Marc zog ihr gerade die Schuhe aus.
'Marc?' 'Ja süße?' Er strich ihr zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
'Schlaf mit mir.'
Er war verunsichert. 'Du, ich glaube…' 'Nein' unterbrach sie ihn. 'Bitte. Ich will mit dir schlafen.' Er hielt ihr Gesicht in beiden Händen. 'Joe ich kann nicht. Nicht jetzt. Nicht so.' ihr kam es vor wie eine Ohrfeige das er sie nicht wollte. 'Lass mich in Ruhe. Raus!' Ihm standen die Tränen in den Augen als er aufstand. Tränen an, er hatte erreicht dass sie sich in ihrem stolz verletzt fühlte. 'Ds weiß ich sehr wohl.' Er schaute sie an und sagte verbittert:' und in dich blöde Kuh hab ich mich verliebt.' Aber das hörte sie nicht mehr.Viel war ihr von dem Abend nicht mehr in Erinnerung, als sie am nächsten morgen wach wurde.







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