So ein alberner Satz wie Ich Liebe Dich Teil 3

Autor: Flocke
veröffentlicht am: 25.04.2007




Anne sah den Lkw nicht, dafür konnte Lisa ihn sehen 'LEON!!!' Sie riss ihn herum und noch bevor ihr bewusst wurde was eigentlich geschah war Leon auf der Straße, vor dem LKW'NEEIINNN!' Sie schloss die Augen und sank zu boden 'Bitte, bitte nimm ihn mir nicht weg!'
Es war das einzige an was sie denken konnte 'Lass ihn nicht sterben!'
Die Stimmen kamen von irgendwo weit her 'Ein Unfall, Jemand wurde überfahren!'Sie traute sich nicht die Augen zu öffnen, heiße Tränen liefen ihr über das Gesicht. 'Oh Gott bitte, ich will ihn nicht verlieren.'
'Anne? Was soll dieser Unfug?' 'Ich kann doch nur noch sterben. Paul ist tot und dich hab ich auch verloren!' Lisa öffnete die Augen, war das ein Traum?. 'Sind sie ok? Die Stimme gehörte einem mehr als besorgt aussehendem Mann. 'He? Ja ja, sie hat sich bloß erschreckt.' 'Nicht das Mädchen. Ich meine Sie, sie bluten!'

Im Krankenhaus, gab eine Krankenschwester, Lisa eine Tasse Kaffee' Machen sie sich keine Sorgen, der LKW hat sie nur gestreift. Ein paar Stiche und ihr Freund ist wieder wie vorher.'Auf einer Bank im Eingangsbereich saß Anne. Die zwei Mädchen standen sich gegenüber als Anne aufblickte' Wahrscheinlich hasst du mich jetzt, dafür das ich in dein leben getreten bin. Aber du hast ja keine Ahnung.' Sie fing wieder an zu weinen. 'Ich habe solange drauf gewartet ihn wieder zu sehen. Mit ihm zusammen zu sein. Lange bevor du Leon kennen gelernt hast habe ich von diesem Tag geträumt. Wenn das mit Paul nicht passiert wäre... Ich bitte dich! Gib ihn mir zurück!' Sie wollte sich nicht von Leon trennen. Warum musste sie, sie nur so anschauen. Sie wollte nicht.
'Ich mag Leon aber ich lege ihm keine Fesseln an. Was man nicht besitzt kann man nicht 'zurückgeben.' Sie wollte doch für immer mit ihm zusammen sein.
'Es ärgert dich also nicht wenn ich ihn treffe? Es stört dich nicht wenn ich ihn liebe?' Natürlich störte sie es doch sie konnte es schließlich nicht ändern, oder? 'Dazu hätte ich kein Recht.' Lisa schluckte die Tränen runter. 'Es ist seine Wahl!'
Anne weinte immer noch 'Du erinnerst mich an Paul. Er hat das selbe gesagt als ich ihm sagte das ich Leon liebe. Du bist frei Anne, ich hab kein Recht dir Vorwürfe zu machen, das hatte er damals gesagt. Er wollte mir verzeihen aber er ist gestorben.' Sie wurde von einem weiterem Heulkrampf geschüttelt. Eine ältere Frau kam ins Krankenhaus gelaufen und schaute sich suchen um, als ihr blick auf Anne fiel blieb sie stehen.
Anne? Die Polizei hat mich angerufen, und gesagt, das du einen Unfall hattest!?' 'Mama? Ja aber Leon hat mich gerettet.' Leon der gerade um die Ecke bog blieb stehen, als er sah das Annes Mutter bei den zwei Mädchen stand. 'Ah Leon.' In ihrem Blick konnte man die Verachtung und die Sorge um ihre Tochter sehen. 'Wie geht es deinem Vater?' 'Ich denke gut, ich wohne zur zeit allein.' 'Ah ja gut, Auf wiedersehen, Danke für die Rettung meiner Tochter!' Leon nickte 'Auf wiedersehen Frau Finder.' Frau Finder zog Anne zur Tür. 'Leon?' Doch ihre Mutter ließ nicht locker und beide verschwanden in der Nacht.'Ich werde sie nicht wiedersehen.' Er drehte sich zu Lisa um. 'Das sieht Anne wohl anders.'Leon nahm sie in den Arm. 'Kann sein, aber ihre Mutter erlaubt es ihr eh nicht. Sie hält mich für einen Plagegeist.' Lisa schaute in sein Gesicht, er sah müde aus. ' Hat sie so etwas zu dir gesagt?' Er schüttelte den kopf, 'Das muss sie nicht, ich erkenne es an ihrem blick, es ist der selbe den mein Vater hat wenn er mich ansieht.' Sie zog sich die dünne Jacke enger um ihre Schultern 'du hast mir nie etwas von deinem Vater erzählt.' Und auch nicht von Paul beendete sie den Satz im kopf. 'Nicht jetzt, ich will nur noch nach hause. Tut mir leid das du dir sorgen gemacht hast.' Lisa versuchte zu lächeln, es gelang ihr nicht recht 'Ich hatte Angst. Ich hatte so Angst dich zu verlieren. Lass uns einfach nach hause.'

In dieser Nacht schlief Lisa nicht gut. Sie träumte davon das sie wieder neun war. Sie stand im Schlafanzug auf einem Zebrastreifen und wurde von zwei Autoscheinwerfern geblendet, sie wollte wegrennen konnte sich aber nicht bewegen. Ihr Vater stand plötzlich neben ihr und zeigte auf einen blutroten Mond. Dann wurde es schwarz und viele Stimmen darunter die von ihrer Mutter und ihren Verwandten redeten wirr durcheinander.
Schweißgebadet wachte sie auf, es dauerte einen Moment bis sie wieder wusste wo sie war. 'Hast du schlecht geträumt?' ein ernster blick huschte über Leons Gesicht als er sie in den Arm schloss. ' Ich hab von meinem Vater geträumt.' Lisas Vater war bei einem Autounfall ums Leben gekommen als sie noch klein war . Ein Betrunkener nahm ihm die Vorfahrt als er auf dem Weg war um ein Geburtstagsgeschenk für sie zu kaufen. Sie wusste noch, wie sie sie dort saß, ganz still, als ihre Mutter, ihr und ihrer Schwester die Nachricht überbracht hat. Sie hatte es für einen schlechten Witz gehalten. Erst auf der Beerdigung als sie eine Lilie auf den Sarg warf hatte sie verstanden das ihr Vater nie wieder bei ihr sein würde, ihr nie wieder einen gute Nacht Kuss geben würde oder ihr die Sternbilder erklären könne. 'Ich hab schon lange nicht mehr von ihm geträumt.' Sie kuschelte sich so nah wie möglich an ihn ran. ' Leon? Darf ich dich was fragen?' 'Mhm?' Lisa überlegte einen Augenblick 'Anne hat gestern etwas von diesem Paul erzählt und das er gestorben ist.' Leon holte tief Luft. 'Paul war mein bester Freund.' Lisas Augen weiteten sich ' Du hast nie etwas von ihm erzählt?' Leon drehte sich auf den Rücken, zündete sich eine Zigarette an und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. 'Du würdest nicht mehr mit mir zusammen sein wollen.' Lisa runzelte die Stirn 'Red keinen Unsinn, Schatz. Ich liebe dich und daran ändert nichts, hörst du gar nichts.' Er räusperte sich. 'Ich war früher mal jemand anderes. Ich hab mich oft geprügelt und sonst hatten wir auch viel mit der Polizei zu tun. Paul und ich, wir waren unzertrennlich, wir waren wie Brüder. Nur das Brüder sich nicht die Freundinnen ausspannen. Wir haben uns in einander verliebt, Anne und ich. Er war nicht einmal sauer oder enttäuscht.' Leons Augen füllten sich mit Tränen.
'Wir sind damals illegale Autorennen gefahren. Man kam schnell zu Geld. Er sollte an diesem Abend hinterm Steuer sitzen weil ich mir das Rennen mit Anne anschauen wollte.Die Bremsen versagten und er hatte einen Unfall. Paul fiel ins Koma und starb an inneren Blutungen. Ich hätte an diesem Abend in dem Auto sitzen sollen. Nicht er. Ich hab meinen besten Freund umgebracht. Ich...'
Tränenerstickt brach er ab. Sie nahm ihn in den Arm, wie ein kleines Kind schaukelte ihn hin und her. 'Pssst, es wird alles gut.' Flüsterte sie ins ein haar.
Oh Gott, du musst mich jetzt bestimmt hassen.' Schluchzte er. 'Nein, ich könnte dich nie hassen.' 'Danach war ich lange Zeit in der Jugendpsychiatrie, dann hab ich die Schule gewechselt. Ich hab die Schnauze voll von Schlafmitteln und Therapien, ich will mit dem Scheiß abschließen.' Die Tränen nahmen kein ende 'Bitte hör auf zu weinen.' Lisas Augen füllten sich ebenfalls mit Tränen und so saßen sie beide, dort. Dort auf dem Bett und weinten gemeinsam um Paul, um das was geschehen war.

Fortsetzung folgt...







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