Reicht Geld allein??? Teil 3

Autor: //BlueEyed//
veröffentlicht am: 06.05.2007




Die Sommernachtsparty

Auf dem Weg zum Büro von Frau Webber war ich richtig nervös. Ich hab mich gefragt, was ich denn gemacht habe, das ich schon nach so kurzer Zeit zu ihr ins Büro kommen sollte. Ich klopfte also und nachdem sie mich hereingebeten hatte, betrat ich ihr Büro. 'Frau Webber Sie haben mich rufen lassen.' 'Ja, Anja. Es geht um die Sommernachtsparty nächste Woche. Wir bräuchten noch ein paar Helfer und da du dich hier noch nicht so richtig eingelebt hast und auch noch nicht sehr viele deiner Mitschüler kennst, dachte ich mir, dass wäre eine gute Gelegenheit deine anderen Mitschüler kennen zu lernen.' 'Ja natürlich. Ist kein Problem. Ich mach das gerne, sagen Sie mir nur wann und wo.'. Nachdem Gespräch ging ich dann wieder zurück auf mein Zimmer und war froh, dass Teresa grad nicht da war. Nach den schönen Erinnerungen an meinen letzten Abend mit Jannik wollte ich einfach noch ein bisschen alleine sein und die Erinnerungen noch ein bisschen genießen. Aber auf diesem Internat hat man anscheinend nicht mal für 10 Minuten seine Ruhe, denn als ich grad wieder mitten in meinen Erinnerungen war, klopfte es schon an meiner Tür. Diesmal war es Saskia. Sie war auf der Suche nach ihrem Deo. Keine Ahnung wie sie auf die Idee kommt, es bei uns im Zimmer zu suchen. Aber so schusselig wie sie manchmal ist, kann sie es wirklich überall liegen gelassen haben. Weil ich ihr nicht helfen konnte war sie schnell wieder weg und ich hielt es für besser, mich mal auf den Weg nach unten zu machen, zu Teresa und dem Rest der Clique. Sie musste man nie lange suchen. Die Clique hatte zwei Treffpunkte, von denen bis jetzt anscheinend noch niemand etwas mitbekommen hat. Der eine liegt auf dem Dachboden des Internats, dort feiern sie manchmal ihre kleinen Partys, der andere liegt 10 Minuten mit dem Fahrrad vom Internat entfernt. Und da sie gerade keine Party feierten, konnten sie nur an dem kleinen Häuschen sein, das Timmy vor einigen Wochen entdeckt hatte.
Ich nahm mir also eines der Fahrräder, die dem Internat gehörten, und machte mich auf den Weg zu dem Häuschen. Schon auf halben Weg traf ich Timmy, der auch auf dem Weg dort hin war. Als wir dann so nebeneinander herfuhren musste ich ihn doch ziemlich oft angucken. Er hatte auch so eine Anziehungskraft, wie Jannik sie hatte. Timmy faszinierte mich einfach. Er war fast 18, richtig groß gewachsen, hatte dunkel braune Haare und richtig blaue Augen, die einem schon von weitem auf fielen. 'Was guckst du mich denn schon die ganze Zeit so an?' 'Ich guck dich nicht die ganze Zeit an, ich hab nur einmal kurz rübergeguckt.' 'Ja ja, ich hab's genau gesehen. Mir musst du nichts vormachen. Ich kriege das schon mit!' 'Was willst du denn mitkriegen? Das ich dich mal angucke? Glaubst du, du bist der Einzige, den ich angucke? Ganz schön eingebildet, du bist nicht der Mittelpunkt meiner Welt.' Das letzte war natürlich nicht so gemeint, und Timmy wusste auch wie ich das gemeint hatte. Natürlich war er nicht der Mittelpunkt meiner Welt, aber er war ein wichtiger Punkt in meiner Welt. Vom Charakter war er eine Mischung aus großem Bruder, der auf mich aufpassen wollte, aber auf der anderen Seite war er dann doch mehr wie ein fester Freund, der schon immer mal wieder eifersüchtig reagierte, wenn ich seiner Meinung nach, zu viel mit anderen Jungs unternahm. Ich fand das auch gar nicht schlimm, ich fand das eher süß.
Den Rest des Weges fuhren wir schweigend neben einander her. Timmy und ich kamen auch 5 Minuten später an der Hütte an und wurden schon von dem Rest der Clique erwartet. Der Grill brannte schon und die Tische waren schon gedeckt. Da hatten wir wohl Glück, denn sonst hätten wir jetzt noch bei den Vorbereitungen helfen müssen. Eine halbe Stunde war auch das Fleisch schon fertig gegrillt und wir fingen an zu essen und auch zu trinken. Wir hatten Wochenende und das wurde auch meistens gebührend gefeiert. Auf dem Internat gab es fast jedes Wochenende eine kleine Party und so vermisste ich mein zu Hause nicht einmal wirklich. Ich war immer auf Achse und immer abgelenkt. Die nächste Woche würde ich sowieso kaum Zeit haben, weil ich da ja für die Sommernachtsparty Vorbereitungen treffen muss und sie auch gemeinsam mit einigen anderen Schülern die ganze Party organisieren muss. Aber mir ist das ganz Recht. Ich mag solche Sachen zu planen und auszuführen. Meinetwegen können die mich auch für alle Partyvorbereitungen einbeziehen. Aber heute Abend war die Sommernachtsparty nicht von Interesse. Ich freute mich mal wieder Zeit mit der ganzen Clique zu verbringen. Ich weiß auch gar nicht mehr wie lange wir noch gefeiert haben in der Hütte, aber irgendwann sind wir alle betrunken zurückgelaufen. Die Fahrräder haben wir in der Hütte eingeschlossen, damit die keiner klaut, obwohl das unrealistisch ist, weil das Internat mitten im Nirgendwo ist. Der Weg zur Hütte kommt einem immer so kurz vor mit dem Fahrrad, aber wenn du den Weg laufen musst denkst du, dass du Ewigkeiten brauchst bist du wieder beim Internat ankommst. Ich glaub wir sind auch fast 40 Minuten gelaufen, obwohl ich mich ja wirklich frage, wie wir das hinbekommen haben, weil das Internat nun mal nicht so weit von der Hütte weg ist. Aber wenn fast alle Schlangenlinien laufen, ist das auch kein Wunder. Und da ich eine der wenigen war, die noch am nüchternsten war, müsste ich auch noch auf alle ein bisschen aufpassen. Ich muss schon sagen, Timmy war an diesem Abend so etwas von sternhagel voll, ich glaub das kann man sich gar nicht wirklich vorstellen. Der ist wirklich nur Schlangenlinien gelaufen und ich musste ihn schon richtig festhalten, damit er nicht vom Weg abkommt, denn links und rechts war ein kleiner Graben mit ekligem grünen Wasser. Als wir dann endlich im Internat ankamen war das nächste Problem Timmy so leise wie möglich in den zweiten Stock zu kriegen, denn wenn er betrunken ist redet und singt Timmy sehr laut. Also entschloss ich mich einfach dazu ihn mit in mein Zimmer zu nehmen und auf meiner Luftmatraze schlafen zu legen. Tereza, die zum Glück auch noch so weit nüchtern war, dass man ihr begreiflich machen konnte, was man von ihr wollte, half mir Timmy hoch in unser Zimmer zu bringen und ließ ihn dann direkt auf mein Bett fallen. Als wir oben angekommen waren, war ich schon zu müde um noch die Luftmatraze aufzupumpen und so schlief Timmy diese Nacht bei mir.







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