Es tut mir nicht leid!

Autor: Flocke
veröffentlicht am: 02.03.2007




-Frauen laufen weg damit man Ihnen hinter herläuft-

Wo habe ich diesen Satz bloß gehört? War es in einer zweitklassigen Fernsehserie???Es ist fünf Uhr morgens und ich laufe wieder, sechs Kilometer, sechs gottverdammte Kilometer bis zu mir nach Hause, nur um mich dort weinend in mein Bett legen zu können.Wie oft ich schon diese Straße entlang gegangen bin, ich weiß es nicht. Ich weiß eigentlich gar nicht warum ich immer noch darauf hoffe, das du mir eines Tages hinterher gerannt kommst um mir zu sagen, ich solle nicht gehen.
Tränen laufen mir über die Wangen, das einzige was ich weiß, ist dass ich dich gerne hassen würde, aber es nicht kann.

Der Versuch von dir los zu kommen bringt ja sowieso nichts, ich komme doch eh nur wieder bei dir an. Ich verschließe meine Augen, vor dem was du mir antust, vor dem was aus mir geworden ist. Ich versuche nicht hinzuhören, wenn meine Freunde sagen 'Er tut dir nicht gut. Du zerstörst dich selber. Hör auf dich selber zu hassen dafür...'

Die Zeit wird vergehen und mir wird, etwas klar. Du liebst mich nicht! Das hast du vielleicht nie getan. Du versuchst gar nicht mehr zu verbergen dass du mich betrügst, das du mich so sehr verachtest.
Ich habe, solange versucht darüber hinweg zu sehen das unsere Liebe stirbt dass ich nicht erkannt habe dass sie schon lange tot ist. Dies überrascht mich nicht so sehr, wie die Tatsache dass ich für diese Feststellung so lange gebraucht habe...
Der Auslöser ist so gering das ich lachen muss. Der einfache Satz 'Ich bin gleich wieder da.'Ich weiß, dass es nicht der Fall sein wird, und es ist mir egal ob du je wieder kommst. All das erstaunt mich so sehr und macht mich gleichzeitig so traurig, dass ich nur noch lachen kann.

Ich hab das Telefon in der Hand wähle deine Nummer. Du gehst ran 'Ich muss mit dir reden, könntest du vorbei kommen?' Ich höre einen genervten Seufzer 'Schatz, wirklich! Ich kann gerade gar nicht. ' Ich hole tief Luft. 'Ist mir egal. Das kannst du dir auch am Telefon anhören, ich wollte dir nur sagen: ich habe keine Lust mehr auf dich und all die Scheiße, ich verlasse dich. ' Ich habe es gesagt. Mein Herz rast, vor Freude das ich endlich (oder mal wieder?) den Schritt wage' Aha sonst noch was?'
'Nein, hol deine Sachen ab!' Ich lege auf, mehr als ein 'Aha' hast du mir also nicht mehr zu sagen?

Ich gehe spazieren um einen klaren Kopf zu bekommen, dann ein Anruf. DU!'Soll ich doch noch vorbei kommen?'
Denkst du an Versöhnung? Mein Herz setzt aus. Ich will dich nicht zurück und du bekommst mich auch nicht!
All die Wut die ich in mir habe kommt plötzlich zum Vorschein, und will dir mit Gewalt das Gesicht zerkratzen.
'Ja, ich habe dir etwas zu sagen! Das solltest du dir vielleicht anhören'
Ich stelle mir vor wie ich dich erwürge, wie meine Hände deinen Hals umfassen und zudrücken. Wie ich dich anschreie und du unter meinen Händen erbärmlich erstickst.

Ich sehe dich, wie du mich angrinst und in diesem Moment sind selbst die schönen Zeiten vergessen.
'Komm mal rüber!'
Wer glaubst du wer du bist? Es tut so gut dir endlich die Meinung zu sagen. Die Halskette die du mir geschenkt hast um dein gewissen zu beruhigen, liegt plötzlich auf dem Asphalt. Dein Handy, welches du mir gegeben hast, weil meins damals geklaut wurde zersplittert ebenfalls, vor deinen Füssen. 'Verschwinde aus meinem Leben, lass mich in Ruhe!!!'
Ich schreie meine ganze Trauer, Enttäuschung und Wut heraus. Ich befreie mich!
Mit den Worten 'Hysterische Zicke, Fick dich doch!' Verschwindest du tatsächlich.Es tut mir nicht wirklich leid.
Die Wut weicht einem Gefühl der Erleichterung. Die Erleichterung ist so groß das ich mich auf den Bürgersteig setzten muss und nur noch weinen kann.

Ich stehe allein da, aber besser allein wie mit dir.


Ich hab gefallen dran gefunden zu schreiben. Dies ist meine zweite Geschichte und würde mich über jede Kritik/Lob freuen. Also, ich hoffe ja inständig das ich genau so ein gutes Feedback wie bei meiner ersten Geschichte bekomme! Liebe Grüße Flocke









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