Wahre Liebe und das, was man dafür hält

Autor: Claudia
veröffentlicht am: 06.11.2006




Beim Leben Eurer Geschichten habe ich festgestellt, dass viele von Euch schon einige heftige Sachen erlebt haben und teilweise sogar dir große Liebe verloren haben. Auch mir ist es so ergangen. Vor fast zehn Jahren lernte ich einen jungen Mann kennen, der mich vom ersten Moment an fasziniert hat. Seine Art sich zu bewegen, sein Gesicht, einfach alles an ihm hat mir sehr gefallen. Wir haben uns dann einige Male getroffen und irgendwann beschlossen, es miteinander zu versuchen. Im Laufe unserer Zeit habe ich mich allerdings sehr verändert; zum Nachteil. Er hat mich ziemlich 'kurzgehalten' und mich derbe unterdrückt. Es wurde solange diskutiert, bis ich seine Meinung annahm. Er machte mich auch immer nur schlecht von wegen zu dick sein und kein Männertyp und so. Na gut, ich mag vielleicht nicht der Modeltyp sein, aber ich bin nicht dick und auch nicht hässlich. Liebe macht ja bekanntlich blind und blöd. Ich war noch immer bis über beide Ohren in ihn verliebt und machte alles, was er von mir wollte. Mich selbst gab es fast nicht mehr. Meine Freunde hatten sich schon total von mir zurückgezogen, weil sie nicht mit ansehen konnten, wie ich zu Grunde richten lasse. Meine Familie hat mir auch sehr ins Gewissen geredet und mein Selbstvertrauen wieder aufgebaut; naja teilweise jedenfalls. Ich habe dann nach drei Jahren Beziehung den ersten Versuch gestartet, mich von ihm zu trenne. Aber auch in dieser Situation habe ich mich bequatschen lassen. Das ging danach dann auch wieder ein ganzes Jahr gut, bis ich erneut versucht habe, mich von ihm zu trennen. Aber auch hier war ich nicht stark genug. Er hatte mich nämlich mittlerweile soweit bekommen, dass ich einfach so starke Angst vor einem 'danach' hatte, dass ich es nicht fertig bekommen hatte. Ich habe immer nur überlegt, wie es danach wohl sein könnte, ob man einen neuen Partner bekommt, ob die Freundschaften wieder hergestellt werden können, die seinetwegen zerbrochen sind und so weiter. Wäre nicht eine sehr harte familiäre Situation bei mir eingetreten, auf Grund derer ich gemerkt habe, dass ich meine Kraft für mich und meine Familie brauche und nicht noch danach gucken kann, wie es ihm geht, hätte ich es vermutlich nicht geschafft, ihn zu verlassen. Ich hätte eigentlich in dieser Zeit seine Hilfe mehr als dringend gebraucht, einfach nur eine Umarmung oder ein 'ich bin für Dich da'. Aber er hat mich dermaßen hängen lassen, dass ich gedacht habe 'jetzt oder nie'. Danach habe ich den Schlussstrich gezogen und endlich mein Ding durchgezogen. Nachdem ich mein familiäres Leben dann wieder in den Griff bekommen hatte, habe ich mich erst mal wieder drum gekümmert, mein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl wieder herzustellen. Dann habe ich mich um meine privaten Kontakte gekümmert und dann endlich mein Solo-Dasein so richtig genossen. Endlich konnte ich wieder so sein, wie ich wirklich bin ohne danach zu gucken, ob es jemandem passt oder nicht. Nach einem knappen Jahr als Single habe ich dann meine richtig große und wahrscheinlich auch erste große Liebe kennen gelernt. Bei ihm kann ich mich so geben, wie ich bin und das tut mir so unendlich gut. Er hilft mir auch jetzt noch und ist auch für mich da, wenn es mir wegen meinem familiären Problem mies geht und ich einfach nicht mehr kann. Wir sind jetzt auch schon fast ein Jahr verlobt und ich bin so glücklich wie noch nie. Er ist mein absoluter Traummann. Er denkt wie, fühlt wie und teilt auch meinen für einige Leute vielleicht merkwürdig wirkenden Humor. Scheinbar ist die erste Liebe nicht immer gleich die wahre Liebe. Es lohnt sich also wirklich, nach einer verkorksten Beziehung die Augen offen zu halten und nach der WAHREN GRPOSSEN ERSTEN Liebe zu suchen.









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