Das Runde ins Eckige mit viel Herz - Teil 2

Autor: minionminion
veröffentlicht am: 20.05.2015


..so,es geht wieder weiter, viel Spaß beim Lesen und freu mich über Kommentare :)


1 Woche später ist der Alltag zwischen Matthias und mir wieder eingekehrt. So wie es vor ein paar Jahren war als wir noch zusammengewohnt haben. Ich denke immer wieder an den Zwischenfall im Supermarkt. Mittlerweile kann ich auch darüber lachen. Aber irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, in irgendwie zu kennen. Luisa hält mich immer wieder auf den aktuellen Stand was das Hotel betrifft. Matthias ist richtig der Liebling in der Mannschaft und er integriert sich immer mehr.

"Tooor! Tooor!" Ich springe von der Bank auf. Ich mache meinen Bruder das "Daumen hoch" Zeichen. Er lächelt zurück bevor er von einigen Mitspielern überrumpelt wird. Das 2:1 in der letzten Minute gegen FC Ottobrunn. Auch ein knallharter Verein. Und schon ist das Spiel vorbei. Ich stürme von der Ersatzbank, wo ich bis eben das Spiel verfolgt habe, aufs Spielfeld und umarme meinen Bruder. Er lacht. "HatŽs dir gefallen?" "Ja und wie. Du warst so super!" Ich umarme noch Gido und andere Spieler, bevor sie duschen gehen. Ich warte währenddessen draußen am Auto. Ich lehne mich an die Motorhaube und schaue in den blauen Himmel, bis vor kurzem war kein Wölkchen zu sehen, doch jetzt würde es gleich ein gewaltiges Sommer-Gewitter geben. Na, hoffentlich beeilen sich die Jungs. Plötzlich fällt mir ein kleines Mädchen auf, dass schüchtern und verunsichert auf mich zusteuert. Ich lächle höflich. "Kann ich dir helfen?" Die Kleine nickt. Sie ist vielleicht gerade mal 7 Jahre alt. Sie hält mir
einen weißen Zettel und einen Stift hin. "Darf ich ein Autogramm haben?" Sie fragt nur ganz leise und doch gerade eben so, dass ich sie verstehe. Ich gehe in die Hocke und nehme den Zettel entgegen. "Natürlich. Wie heißt du denn?" "Laura." Ich nicke. Und setze meine Unterschrift drauf. "Hier Laura." "Danke." Die Kleine strahlt bis über beide Ohren. "Du, kannst du das bitte Matthias geben." Ich schau sie überrascht an, nehme aber das gefaltete DIN A4 entgegen. "Klar, gebe ich ihn." Laura schenkt mir noch ein süßes Kinderlächeln und läuft zu ihrer Mutter die etwas Abseits steht.

Ich schüttel den Kopf und stehe wieder auf. Mittlerweile kommt es auch vor das ich auch um Autogramme gebeten werde und viele bitten mich ihre Briefe oder Fangeschenke an Matthias weiterzuleiten. Kurz darauf ist auch Matthias fertig und hat seinen Kumpel Gido im Schlepptau. "Fertig Jungs?" "Aber klar doch." "Na dann. Alle Mann einsteigen." Während ich das Auto starte und vom Parkplatz steuere, reiche ich Matze das Fangeschenk der Kleinen. "Schön." "Lass mal sehen." Ich werfe einen kurzen Blick auf die Zeichnung. Laura hat Matthias beim Spielen gemalt. Die Zeichnung ist für eine siebenjährige schon sehr gut gelungen.
Plötzlich klingelt mein Handy und ich schalte die Freisprechanlage an.
"Hi Kathi. Ich binŽs wieder. Wie läuftŽs bei dir?" "Hi Louisa. Schön von dir zu hören. Bei uns läuftŽs. Unsere Putzbrunner haben wieder gewonnen." Ich sage es mit einem Lächeln und zwinker dem Matthias zu. "Das freut mich. Ich wollte nur mal Bescheid geben, das im Hotel wieder alles glatt läuft. Die Brandspuren sind wieder beseitigt, alles wieder gut. Wir müssen uns allerdings echt mal über Geld unterhalten, ich weiß überhaupt nicht wie wir das bewerkstellen sollen." "Mhm. Ich weiß. Aber ein bisschen Zeit haben wir noch, bi-" "Bei EUCH hatŽs GEBRANNT?" mein Bruder schaut mich fassunglos von der Seite an. Mist, ich hab gar nicht nachgedacht und den Anruf von Louisa angenommen. "Louisa, ich ruf dich gleich nochmal an, ja. Ich muss jetzt auflegen." "Warum hast du mir nichts erzählt? Ich kann euch helfen." "Ich will dein Geld nicht." "Aber ich HAB Geld, ich überweiß es euch und schwupps sind eure Probleme vergessen." "Nein, Matthias, du hast kein Geld und vor allem hast du extrem
viele Ausgaben, schon allein mit der Villa. Louisa und ich schaffen das schon. ALLEIN!" Matthias schaut bockig aus dem Fenster. "Wieso musst du nur so verflucht stur sein? Ich versteh das nicht. Ich verdiene mehrere tausend Euro mit nur einem Spiel. Und wir reden hier nicht von läppischen 3.000 Euro das ist ein sechstelliger Zahlenbereich. Ob du es willst oder nicht, ich werde euch aushelfen und euch dieses Geld schenken." "NEIN!" "DOCH!" Matthias grinst mich an. "Du warst schon immer so dermaßen stur! Obwohl du dieses Geld willst und vor allem BRAUCHST, bist du zu stolz einfach Ja, Danke zu sagen. Weißt du was, wir machen das jetzt.... Sag ja." Ich schüttel den Kopf und schaue stur geradeaus auf die Straße. Wo ist nur dieses Gewitter hin? Dann wäre es im Auto so laut, das er kein Wort mehr sagen könnte. "Doch, du sagst ja zu meinem Geld." Matthias stubst mich an. "Los, ich weiß du kannst das." Ich grummel und denke an unser Hotel. Luisa und ich haben uns in Hamburg, direkt
am Hafen etwas großartiges aufgebaut. Das wir 4 Sterne Superior bekommen, war eine heiden Arbeit. Aber wir haben es geschafft. Matthias hat recht, wir brauchen das Geld. Ich seufze. Okay. "Ja, ich nehme das Geld an." "Yes!" Matthias klatscht begeistert in die Hände. Ich muss lachen, er ist genial.

Zuhause angekommen nehme ich mir Zeit, viel Zeit um mit der Louisa zu telefonieren. Als ich auflege sind tatsächlich eineinhalb Stunden vergangen. Ich bleibe noch ein Moment sitzen und hänge meinen Gedanken nach. Ich bin jetzt eine Woche hier und habe meinen Freund keine Minute vermisst. Eher bin ich erleichtert ein bisschen Abstand von ihm zu bekommen. Ich sage ja nicht das er schlecht eträglich ist, aber er nervt halt manchmal, ist extrem eifersüchtig und engt mich in letzter Zeit immer mehr ein. Natürlich habe ich ihn gern, ich liebe ihn... Zumindestens habe ich das mal... Ich versuche ihn mir vorzustellen, aber es gelingt mir nicht. Ich denke an dieses Lächeln, von dem Mann im Supermarkt. Ich weiß nicht, es hatte etwas ansich was ich nicht sagen kann. Der Gedanke an ihn, lässt mich schmunzeln. Ohh! Das ist so verrückt. Aber zumindestens weiß ich das er irgendwie mit Fußball zutun haben muss. Ich hab mal beim Training zugeschaut und Clara, die Trainerin hat mal den Namen X herdan fallen lassen. Leider war ich in extremen Zeitdruck und konnte nicht zuhören, geschweige denn nachfragen. Matthias kann ich schlecht fragen, er bekommt immer sowas gleich spitz und intepretiert etwas falsches rein. Ich schaue auf mein Handy. Natürlich, wie soll es denn anders sein. 5 Anrufe in Abwesenheit in einer halben Stunde. Und von wem? Dreimal kann ich raten. Ich lösche die Meldungen, mache es aus und vergrabe es ganz tief in die hinterste Ecke meines Nachtkästchenschublade. Von Anfang hatte ich ein eigenes Zimmer in Matthias seiner Villa. Es war selbstverständlich das er ein Grundstück kauft, das auch noch Platz für mein Zimmer mit Bad hat. Ich gehe in die Küche und schaue in den Kühlschrank was ich kochen könnte. Ich höre die Jungs im Wohnzimmer rumgrölen. Während meinem Telefonat habe ich mitbekommen das mehrmals die Haustür geklingel hat. Mittlerweile ist die halbe Mannschaft im Wohnzimmer. Ich seufze. Wenn ich nicht gerade Lust habe auf Bier, Milch oder ein
Stück Pizza von letzter Woche muss ich wohl oder übel echt noch einkaufen fahren. Soll ich nochmal in den Promi Supermarkt fahren? Eigentlich habe ich echt kein Bock, das ich dort erkannt werde was ich dort für ein Chaos angerichtet habe. Aber auf der anderen Seite, ist das eine Woche her, wer erinnert sich denn bitte schön da an mich? Ich schnappe mir die Autoschlüssel von meinem Bruder, verabschiede mich von den Jungs und setze mich in den brandneuen Audi. Matthias hat ihn erst vor ein paar Tagen gekauft. Ich reihe mich in den normalen Feierabend verkehr und nehme Kurs auf den Supermarkt.

Meine Güte! Ich benehme mich schon wieder so komisch. Ständig schaue ich in die Gänge, um die Ecke, sogar habe ich vorhin schon eine Packung Nudeln zur Seite geschoben um, durch das Regal zu schauen, weil ich angenommen habe ein switzer deutsch gehört zu haben. Auf der eine Seite habe ich total Angst er könnte auch dort sein, aber dann will ich ihn wieder sehen und es darauf anlegen. Aber was soll ich ihm denn bitte sagen ?
Am Ende stehe ich an der Kasse und bin doch ein wenig enttäucht ihm nicht begegnet zu sein. Ich reiche der Kassierin gerade einen 100 Euro Schein als ich IHN gerade sehe. Total lässig, mit einem Korb in der Hand. Er läuft geradewegs auf die Kasse zu. An meine Kasse, wo ich gerade steh. Kasse 3 um genau zu sein. Oh mein Gott. Was mach ich jetzt? Egal, weg hier. Ich schnappe meine Einkaufstasche und laufe aus dem Laden. Die Kassiererin wollte mir gerade mein Wechselgeld geben, als ich total hektisch: "Der Rest ist für Sie." quietsche und meine Beine in die Hand nehme. Endlich sitze ich im Auto. Erst dann wird mir bewusst, das ich mich schon wieder so, so, so dämlich benommen habe. Ich lege meinen Kopf aufŽs Lenkgrad und schließe meine Augen. Vor meinem inneren Auge lass ich nochmal alles revou passieren. Das darf nicht wahr sein. 1. Ich habe gerade der Kasserierin ein stattliches Tringeld von 60 Euro gegeben und 2. Habe ich mich so dämlich vor Xherdan benommen. Ich hätte ja we nigstens nett Hallo sagen und dann gelassen gehen können. Ich stand ja eh schon an der Kasse. 3. Habe ich bei meinem fluchtartigem Gerrenne fast eine harmlose Oma umgerannt. Ich genieße noch kurz ein Moment die Ruhe im Auto, starte es dann und fahr nach Hause. Teilnahmslos räume ich die Sachen in den Kühlschrank, ignoriere das gregröle aus dem Wohnzimmer und lege mich ins Bett. Falls ich heute nochmal aufstehen sollte, gibt es Pizza und eine Flasche Bier.





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Kommentare

Maxima

25.05.2015 12:28:47

Dieser Teil gefällt mir sehr gut. Ich finde, dass du einen sehr guten und spannenden Schreibstil hast :9


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