Camping Story - Teil 15
Autor: Jis (:
veröffentlicht am: 11.07.2012
Ein leichter Schmerz durchzuckte mich. Etwas langsamer... Mit so einer Reaktion hätte ich nicht gerechnet. Ich atmete einmal tief ein und aus. Jaden lehnte ihren Kopf an meiner Schulter an und ich legte meinen Arm fast automatisch um sie herum. Daraufhin erklang ein zufriedenes Brummen von ihr. Durch die Glasscheibe erkannte ich einzelne Häuser und etliche Straßenlaternen. Ab und zu fuhr auch noch ein Auto oder es liefen ein paar besoffene Jugendliche am Straßenrand entlang. Und ich saß hier mit Jad in diesem kleinem, alten Bus und musste mir anhören, dass sie niemandem von uns erzählen wollen. Es fühlte sich so an, als würde mein Herz in diesem Moment in tausende, kleine Splitter zerbrechen. Und das obwohl sie in meinen Armen lag. Es war als würde irgendwo eines von diesen traurigen Liedern erklingen, während sie mir durchs Haar strich. Sanfte, kreisende Bewegungen ihrer Finger an meinem Hinterkopf. Ihr leiser Atem, kaum hörbar, aber deutlich zu spüren. Und das langsame Zerbrechen in mir.
Kurz darauf wendete sich der Fahrer zu uns und bog in eine Haltestelle ein: 'Ich glaub ihr müsst hier raus.' Ich hob den Kopf: 'Ja, danke.' Jaden und ich stiegen aus und liefen in Richtung Campingplatz. 'Bekomm ich denn nicht das, was du mir für den Tanz versprochen hast?' Ihre Stimme klang so glücklich. 'Doch natürlich.', nickte ich, was wohl nicht erkennbar war in der Dunkelheit. Sie bleib stehen, drückte mir einen kurzen Kuss auf die Lippen und legte dann ihre Arme um meinen Hals. Mit einem Mal hatte ich sie hochgehoben. 'Unglaublich, wie man so stark sein kann.', wisperte sie als ich sie bereits eine ganze Weile getragen hatte. 'Tja, im Rugby hat man als Schwächling schlechte Karten.' Ich musste leicht grinsen, während sie ein 'Angeber' zischte und ihren Kopf an meiner Schulter vergrub. 'Aber du willst ja zu keinem Spiel kommen.' Sie nahm ihren Kopf ruckartig wieder zurück: 'Das habe ich nie gesagt. Ich habe nur gesagt, dass ich wenn dann auf die Tribüne will und nicht runter zu den Freundinnen der Spieler. Denkst du ich möchte meine Zeit mit Elisa und Co. verbringen?' Daraufhin lachte ich kurz auf: 'Ach, du bist so süß, wenn du dich aufregst.' 'Und du bist ein Idiot, egal was du gerade machst.', meinte sie nun ebenfalls belustigt.
'Was hälst du davon noch Baden zu gehen?', warf ich geschätzte 100 Meter weiter ein. 'Jetzt? Um die Uhrzeit?' Ich ließ sie wieder runter, damit sie selbst weiterlaufen konnte. 'Warum nicht?' Sie verzog den Mund: 'Keine Ahnung, aber mein Bikini ist noch total durchnässt und wenn ich den jetzt anziehe, kann ich heute Nacht mindestens zwanzig mal aufs Klo rennen. Und dich muss ich dann jedes mal wecken, weil ich Angst hab, so ganz alleine im Dunkeln.' Den letzten Satz flüsterte sie fast, anscheinend war es ihr peinlich. Automatisch lächelte ich. 'Wer hat denn davon geredet, dass du einen Bikini brauchst?' Ein schelmisches Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus: 'Achja?' 'Mh, wäre doch auch mal was anderes.' Sie brach in schallendes Gelächter aus: 'Achja, Pino, ich werde heute nicht mit dir Nacktbaden gehen.' Ich zog eine Schnute: 'Ach manno. Nein, Spaß. Du wirst doch wohl noch was unter deinem anderen Zeug anhaben.' Ich spürte einen Schlag an meinem rechten Oberarm: 'Du Spinner. Aber gut, machen wirs.' 'Wirklich?', fragte ich leicht erstaunt. 'Ja.', meinte sie nur noch und rannte los. Während sie das tat zog sie sich ihr Kleid bereits über den Kopf und schmiss es am Sandstrand angekommen auf den Boden. 'Hey, warte auf mich.', schrie ich ihr hinterher und versuchte mir ebenfalls im Laufen mein Shirt und meine Hose auszuziehen. Doch das erwieß sich als schwerer als gedacht. Jaden lachte kurz, drehte sich dann jedoch um und ging vorsichtig ins Wasser. Der Anblick wirkte irgendwie graziös. Wie sie vorsichtig erst eine Zehe und anschließend den ganzen Fuß hineinhiekt und sich dann langsam ganz hinein begab. Unbemerkt blieb ich einen Moment stehen, bis sie mich aus meinen Gedanken riss: 'Wo bleibst du denn?' 'Ich bin schon unterwegs, siehst du das denn nicht?' Sie schüttelte den Kopf: 'Nein, ich sehe dich nur da in deiner Herzchenboxershort stehen.' Die Röte stieg mir leicht ins Gesicht: 'Aber ich weiß, dass du auf Herzchen stehst.' 'Stimmt, da wirkst du gar nicht so, als wärst du der große, einschüternde Rugbyspielern. Trotzdem könntest du jetzt kommen.', rief sie. 'Haltet eure Klappen.', schrie irgendjemand in der Ferne.
Sorry, dass ich solange nicht mehr geschrieben hab. Ich hatte eine Schreibblockade und auch noch ziemlich viel Stress mit Tests. Ich hoffe der Teil, auch wenn er kurz ist, gefällt euch (:
Über Kommentare würde ich mich auch freuen ;)
Jis
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Kommentare
sophie | 11.07.2012 15:59:53 |
schön das du weiter geschrieben hast =) Freu mich schon auf den nächsten Teil lg sophie | |
Juliiie :) | 11.07.2012 16:30:53 |
ich find die zwei so süß! :) schreib schnell weiter! | |
Leah | 15.07.2012 10:34:02 |
Ich find die beiden schon süß aber seth hat auch irgendjemanden verdient finde ich... Vielleicht Valea... | |
Marie | 17.07.2012 18:15:44 |
Der Teil ist echt toll. :-)) | |
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