Morgentau - Teil 20

Autor: Feder
veröffentlicht am: 30.04.2012


~ Kapitel 19 ~


Zwei Wochen waren bereits vergangen seit Merle sich in diesem Dorf befand. In dieser Zeit hatte sie sich schnell entwickelt, die Kämpfe gegen Lyda waren nicht mehr unsicher wie am Anfang, auch wenn sie bisher noch nicht gewonnen hatte. Aaron persönlich trainierte mit ihr ihre Fähigkeiten zu beherrschen, Merle zeigte eine unglaubliche Begabung. Nur der Unterricht über die Sprachen bereitete ihr am meistens Schwierigkeiten, die Worte klangen alle so seltsam. Fremd. Vor allem wurde unterschiedliche Laute bei einem Wort verwenden, weil ein Wort auch mehrere Bedeutungen haben konnte. Die schönste Zeit für Merle war, wenn die Sonne ihren höchsten Punkt erreichte und der „Großvater“ den Kinder und ihr die Geschichten über Dylon erzählte. Sepionid war der älteste Alesiden und er wollte, dass man ihn Großvater nannte. Vielleicht nur deshalb, weil er seine Familie verlor und diese Leute in dem Dorf waren jetzt seine einzige Familie, auch wenn sie nicht das gleiche Blut besaßen. Wie heute erzählte er eine Geschichte, diesmal über die Mondblumen: „Vor langer Zeit wollte die Mondprinzessin Luna die Erde besuchen, als die Dämonen dies erfuhren, beschlossen sie die Mondprinzessin zu töten, damit sie über dem Mond herrschen konnten. Ein junger, männlicher Alesiden bekam die wichtige Aufgabe Luna zu beschützen, solange sie auf der Erde verweilte. Denn auf der Erde war sie verwundbar, aber auf dem Mond unsterblich. In einer Nacht, wo man ihr ein großes Fest schenkte, drangen Dämonen in der königliche Stadt Aylion ein und zerstörten das Fest. Luna's Beschützer konnte gerade rechtzeitig vor Luna springen, als ein Dämon sie direkt angriff. Bevor er starb, tötete er mit seiner magische Kraft den Dämon und dann sank er zu Boden. Die anderen Dämonen wurden von den Kriegern und den königlichen Wächtern vertrieben. Die Mondprinzessin nahm den sterbende Mann in ihre Arme, silberne Tränen tropften auf seinem Gesicht und als die Tränen auf dem Boden landeten, wuchsen aus dem Boden mondweiße, sternenförmige Blumen. Ihr Beschützer dagegen wurde aus Glas, damit sein Körper nie verrottet. Die Mondprinzessin sprach: „Als mein Dank für diesen Heldentat, schenke ich ihm ein ehrenvollen Grab und damit ihr euch heilen könnt, schenke ich euch die Mondblumen.
Sobald es Vollmondnacht wird, werden ihre Blüten zu einer dunkelblaue Kugel und diese müsst ihr pflücken, denn in dem Kugel befindet sich die Flüssigkeit des Heilmittels.“ Seit diesem Vorfall besuchte sie niewider die Erde und jedes Jahr wird das Mondfest gefeiert, damit der Held Saceteius in Erinnerung bleibt und es ist auch ein Fest der Dankbarkeit an die Mondprinzessin.“
„Dürfen wir eine Mondblume sehen?“, fragte ein Junge neugierig. Der Großvater schaute ihn traurig an: „Die Mondblumen wachsen nur in Aylion und sie wurden, wie die Stadt zerstört. Aber wir haben noch ein wenig von dem Heilmittel.“ Seine knochige Fingern wühlten durch seine Tasche bis er ein unsichtbares Gefäß herausholte. Der Inhalt bestand aus silberne Flüssigkeit: „Das ist die Heilmittel der Mondblume! Sie kann jede Wunde verschließen, solange das Herz des Verletzten noch schlägt.“ Bewundernd starrten die 5 Kinder das Gefäß an, auch Merle war fasziniert davon.

Es war eine eisige Nacht, sein Atmen bildete vor seiner Nase kleine Wolken. Sein Kopf fühlte sich schwummerig an, da er viel Schmerzmittel genommen hatte, wegen seiner Verbrennungen. Eigentlich hatten die Anderen protestierten, dass er nicht mitkommen sollte, da er noch schwach war. Aber man konnte Samuel nicht ausreden, seine Antwort war: „Meine Aufgabe lautet, Miranda und Elaine zu retten! Das werde ich auch tun, wenn ich dadurch euren Vertrauen bekomme.“ Clyde nannte ihn ein Dummkopf, aber insgeheim fand er bemerkenswert, dass Samuel trotz seine schwere Verletzungen nicht aufgeben wollte. Mattew schnaubte leise, als Lauren zu den Wachen ging, die vor dem Tor des Gefängnis wachten. Ihre Stimme war dunkel, als sie die Wachen grüßten: „Guten Abend!“ „Was willst du Weib?“, fuhr ein Wache sie an. Mattew spannte sich, Rohan legte warnend seine Hand auf die Schulter des Mannes. „Aber, aber. Warum so unfreundlich? Ich dachte ihr könnte eine Unterhaltung gut gebrauchen“, schnurrte Lauren. „Scher dich weg!“, war die Antwort. Lauren ließ einfach ihren Umhang auf dem Boden gleiten, das schwarzes Haar schimmerte schwach in dem Mondlicht. Es war eine Perücke, die sie mal selbst handgefertigt hatte. In Wirklichkeit besaß sie blonde Haare. Ihre Kleidung bestand nur aus einem kurzen, ärmellosen Oberteil und dazu trug sie einen Rock. Die Wachen beäugten sie gierig. Ihre Hüfte begannen zu kreisen, elegant bewegte sie ihre Arme: „Ich dachte ich könnte für euch tanzen.“ „Warum solltest du das tun?“, fragte ein Wache kritisch, er war größer als sein Kollege. „Nun, ich mag solche Männer wie euch und ich finde ihr verdient die Aufmerksamkeit von Frauen“, ihre Stimme bekam einen erotischen Klang. „Lange halte ich das nicht aus“, knurrte Mattew leise. Samuel konnte das verstehen, denn wer sah gerne zu, dass seine Frau gerade den Wachen anmachte? Aber so war nun mal der Plan. Lauren tänzelte zu dem größeren Wachmann und setzte sich einfach auf seinem Schoß: „Hast du Durst, mein Schöner?“ Dieser packte ihre Hüfte fest: „Du gefällst mir!“ Sie grinste ihn an: „Es freut mich, das zu hören.“ Dann sprang sie geschmeidig von seinem Schoß, ging zu ihrer Tasche, dabei glotzen die Wachen ihren Po an. Lauren holte zwei Flaschen und zwinkerte: „Lass uns eine kleine private Feier machen, niemand wird davon erfahren und warum sollt ihr euch hier langweilen?“ Diesmal ging sie zu dem Kleineren, dort setzte sie sich seitlich auf seinem Schoß. Ein Arm umschlang ihre Taille besitzergreifend, während die andere Hand nach der Flasche griff.
Dem Größeren gefiel das nicht und knurrte gefährlich. Lauren sagte schnell: „ Komm zu uns, dann verwöhne ich auch dich.“ Er ließ sich nicht zweimal das sagen und ging rüber zu ihnen, zum Glück war der Holzstamm groß genug für zwei Personen. Lauren legte ihre Beine über seinem Schoß und gab ihn die zweite Flasche. „Kannst du für uns wieder tanzen?“, fragte der Kleinere. „Nicht lieber als das“, erwiderte Lauren und stieg vom dem Schoß ab, dabei wackelte sie reizvoll ihren Po als sie sich ein wenig von ihnen entfernte. Mit einem geheimnisvollen Lächeln begann sie zu tanzen, während die Wachen erregend sie zuschauten. Als die Flaschen leergetrunken waren, fielen sie plötzlich um. „Tja, auch Frauen haben ihre Waffen“, murmelte Lauren verächtlich, schnell zog sie ihren Umhang wieder an, hob die Flaschen auf und fühlten bei den Wachen nach dem Puls, das aber nicht mehr schlug. Dann pfiff sie leise. Rohan, Clyde, Samuel und Mattew huschten zu ihr rüber. Die Männer zogen die toten Wachen in den Büschen und entkleidete sie. Rohan und Clyde schlüpften in den stinkigen Rüstungen. Mattew dagegen nahm kurz seine Frau in seinem Arm und küsste sanft auf ihre Lippen: „Es würde mich freuen, wenn du mir diesen Tanz auch bald präsentierst, aber bitte ohne das Gift in der Flasche.“ Lauren kicherte leise verlegen und dann wurde sie ernst: „Pass auf dich auf!“ Rohan und Clyde fesselten Mattew und Samuel, jedoch nicht zu fest, damit sie sich jederzeit befreien konnten, wenn die anderen Wachen in dem Gefängnis Verdacht schöpften. Lauren kehrte zurück zu dem Versteck. „Bereit?“, fragte Rohan. Die Anderen nickten und gingen in die Höhle des Löwens.








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Kommentare

Adriana

30.04.2012 16:15:10

Wow! Wunderbar. Vor alle die Geschichte über die Mondprinzessin. Schreib ganz schnell weiter! *__*


Rosalie

01.05.2012 18:28:40

Deine Story ist echt super...großer Lob!! Leider hast du noch ein paar Grammatikfehler es heißt z.B. Die Männer zogen die toten Wachen in die Büsche... aber an sonsten ist es echt toll. Freu mich schon auf die Fortsetzung. LG




talia

01.05.2012 22:01:15

Schöner Teil, Respekt! Deine Story wird immer vielfältiger, echt super *_*


Yaksi

02.05.2012 16:49:40

Tolle Geschichte! Toller Teil! :-) Du kannst wirklich super beschreiben und die Stimmung in jeder Situation ist auch wunderbar geschrieben ;P


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