Morgentau - Teil 14
Autor: Feder
veröffentlicht am: 13.04.2012
~ Kapitel 14 ~
„Vor langer Zeit gab es 5 Freunde: Kato, Thesor, Frenche, Surd und Lumit.
Eines Tages entschlossen sie heimlich nachts die verbotene Insel zu erkundigen. Dort entdeckten sie eine Höhle, wo ein gefangener Dämon hauste. Der Dämon versprach ihnen Macht und Unsterblichkeit, wenn er dafür ihre Seelen bekam. Die 5 Freunde waren in der Jugendzeit schnell zu beeinflussen und vor allem Kato wollte diese Macht haben, also sagten sie zu. Der Dämon fraß ihre Gefährten auf, dafür ersetzte er sich selbst sie und dadurch konnte er mit ihnen in die Freiheit gelangen. Die 5 Freunde kehrten zurück, aber sie waren nicht mehr die, die sie mal waren. Sie wurden boshaft und taten vieles Unverzeihliches, sodass das Dorf beschloss sie in den schwarzen Berg zu verbannen, durch ein Zauber konnten die 5 Freunde den Berg nicht verlassen. Der Dämon fraß in sie weiter und erfüllte sie mit dunkler Magie. Nach 100 Jahre erlisch der Zauber und sie waren frei. Die 5 Freunde waren lange keine Alesiden mehr, sondern Gestalten aus dunkler Magie und aus unglaublicher Hass. Sie beschlossen ihre Heimatdorf zu zerstören, sie wollten Rache. Ihr Unheil breitete sich schnell aus bis ein mächtiger Alesiden einen Schwert aus Mondlicht, Liebe und Magie erschuft. Es war das Schwert Calibaer. Durch diesen Schwert konnte man sie vernichten, nur Kato hatte überlebt. Er flüchtete schwerverletzt in den schwarzen Berg und verlieb dort weitere 50 Jahren, in dieser Zeit wurde ein schwarzes Schwert aus dunkler Magie erschaffen. Das Schwert bekam den Namen Zotrizz und er bedeutet Unheil. Nachdem Kato wieder in die Freiheit gelang, floh er auf die verbotene Insel, wo andere boshaften Gestalten gefangen waren. Er befreite sie alle und sie mussten schwören ihm ewig zu dienen. Kato baute auf die Insel seinen Reich auf und stärkte seine Untertanen. Die Alesiden vom Land versuchten mit einem Zauber eine Mauer zwischen der Insel und dem Land zu erschaffen, was auch ihnen gelang. Nach einem Jahr fand Kato einen Fluchtweg auf dem Meer, mit seine Untertanen schwamm er bis zum Horizont. In dieser Zeit wusste niemand, wo er sich aufhielt. Krieger wurden ausgeschwärmt und alle wurden gewarnt. Kato baute ein neues Reich auf und sein Heer wurde größer. Einige Alesiden schlossen sogar ihm an und er formte sie zu schreckliche Gestalten mit seiner Magie, sie wurden Dunkelelben und fürchterliche Kreaturen verbündete sich mit ihm. Als sein Heer stark genug war, nahm er Topia in seinem Besitz. Die 5 Freunde bekamen den Namen Ältesten, wegen ihrer lange Lebensspanne und weil es der Namen des Dämons ist, er hat nämlich viele Namen“, Aaron genoss die Aufmerksamkeit von Merle. „Die Geschichte ist schrecklich“, murmelte Merle. „Ja“, stimmte Aaron zu. „Erzähle mir bitte über das schwarzes Schwert“, bat Merle. Aaron sah in ihre Augen. Erst im Sonnenlicht wurde ihm klar, wie wunderschön sie aussah. „Die Klinge des schwarzes Schwert ist ein Gift für die Seele und er verursacht unheilbare Verbrennungen. Das Schwert kann nur durch eine Hand geführt werden, deren Besitzer voller Hass und Boshaftigkeit ist“, antwortete er. „Und Calibaer?“, kam ihre nächste Frage. „Calibaer bedeutet Erlösung, denn er treibt das Böses aus der Seele, wenn er das Herz des Gegners berührt. Jedoch kann man nur Calibaer verwenden, wenn man sein Gegner für die schreckliche Taten verzeiht, ansonsten prallt das Schwert einfach von dem Gegner ab“, erklärte Aaron. „Das ist ja blöd“, erwiderte Merle. „Nun, das Schwert wurde ja aus Liebe erschaffen“, lächelte er. Merle verfiel in einem nachdenkliches Schweigen. Aaron ließ sie in Ruhe, sie musste seine Erzählung erstmal verdauen. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont. Schwach erkannte man die ersten Häuser. Es würde noch 2 Stunden dauernd bis sie endlich das Dorf erreichten.
In einem Gasthof mieteten sie ein Zimmer, es war besser nicht getrennt zu sein. Vor allem da Merle unerfahren war im Kämpfen, falls Jemand auf die Idee kam sie zu überfallen. Aaron breitete eine Decke auf dem Boden aus, Merle sah ihn gerunzelt zu: „Du musst nicht auf dem Boden schlafen. Das Bett ist groß genug.“ Hitze schoss in seinem Gesicht, in seinem Magen begann es seltsam zu kribbeln: „Es ist schon in Ordnung.“ „Aaron, ich glaube kaum, dass der Boden gemütlich ist. Komm auf dem Bett und habt dich nicht so“, sie duldete keinen Widerspruch. Normalerweise wäre ihr sowas unangenehm gewesen, aber der Schlaf war nun mal wichtig, ansonsten kommt man nicht zu Kräften. Aaron seufzte leise, völlig verkrampft legte er sich auf der rechte Seite und machte sich dünn, sein Blick war starr auf die Tür gerichtet. Merle kroch ebenfalls unter der Decke auf der linke Seite und beobachtete aus dem Fenster, dabei achtete sie darauf, sich nicht breit zu machen. „Aaron?“, ihre Stimme ließ ihn umdrehen. Er sah sie an: „Was ist?“ „Ich wünsche dir eine gute Nacht“, flüsterte Merle. „Ich dir auch“, sein Blick wanderte zu ihre Lippen. Sie wirkten verlockend.
Als würden sie darauf anlegen geküsst zu werden. Wieder schoss Hitze in seinem Gesicht, als diese Gedanken in seinem Kopf auftauchten. War Merle ihm näher gerückt oder umgekehrt? Aaron konnte jedenfalls nicht mehr klar denken, sein Kopf war völlig benebelt. Merle war in seine Augen versunken, immer tiefer. Etwas in ihr wurde geweckt. Sie konnte nicht sagen was es war. Es war anders als die Liebe, die sie kannte. Es war....viel mehr. Verwirrung stand in ihrem Gesicht geschrieben. Doch dann blitzte ein Bild von Samuel vor ihre Augen auf, schuldbewusst drehte Merle sich wieder um und brach somit den Zauber zwischen den Beiden. Sie fühlte sich ertappt, als hätte sie Samuel betrogen. Die Traurigkeit griff Merles Herz an, Samuel war ein Verräter. Und er würde sie nie lieben. Salzige Tränen wanderte ihre Wangen entlang. Aaron sah das Zucken ihrer Schultern, weinte sie etwa? Er berührte vorsichtig ihre Schulter, Merle drehte sich wieder um und rutschte tränenverströmt in seine Arme. „Pscchh, ist ja gut“, murmelte er. „Nichts ist gut, er hat mein Herz gebrochen“, schluchzte Merle.
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Kommentare
Adriana | 13.04.2012 15:11:13 |
Ohh, wunderschön! :) Es wird Aaron wahrscheinlich nicht gefallen, dass Merle noch an Samuel hängt. Aber vielleicht kann er ihr Herz ja wieder flicken :)) Freu mich schon sehr auf die Fortsetzung! Weiter so ;) | |
talia | 14.04.2012 13:07:44 |
Schöner Teil, ich freu mich schon auf den nächsten ;D | |
Ice Princesse | 14.04.2012 20:11:17 |
Schweren Herzens muss ich feststellen, dass keiner hier einen Kommentar hinterlassen hat. Jetzt wird dieser Umstand geändert. Deshalb habe ich einige Bitten an dich. Nicht böse sein, ja?! Erstens hast du uns viele Informationen auf einmal gegeben, die erst von uns verarbeitet werden müssen. Zweitens weiß man nicht, wann die Lebensgeschichte von Kato erzählt wird. Du schreibst zwar auf ihrer Reise, aber du musst nahtlos am letzten Teil anknüpfen. Drittens habe ich noch mehrere Rechtschreibfehler entdeckt, die du nur noch beheben solltest. Zum Beispiel in der 11. oder 12. Zeile muss es heißen: Nach 100 Jahren erlosch der Zauber... Alles in allem ein gut gemachter, gelungener Teil. | |
Alicia | 15.04.2012 10:41:48 |
Wow - Wahnsinn du schreibst so gut !! Bitte schreib schnell weiter die Geschichte ist zu gut x'33 | |
Ice Princesse | 16.04.2012 20:08:07 |
Bitte beachte den ersten Satz meines obigen Kommentars als erledigt. Ich habe es erst jetzt gesehen, dass zwei vor mir schon kommentiert haben. Tut mir leid. Ice Princesse | |
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