Morgentau - Teil 7
Autor: Feder
veröffentlicht am: 03.04.2012
~ Kapitel 6 ~
Das schwaches Leuchten der Öllampen waren das einziges, spendendes Licht. Alle Dorfbewohner drängten sich in der Mitte des Dorfes zusammen, ihre Augen waren weit aufgerissen vor Angst und nicht nur Angst flackerten in ihnen, sondern auch die Wut. Fünf große Männern mit furchteinflößende Gesichtern standen vor ihnen. Einer hielt grob Miranda fest, aus ihrem Mund floss Blut. Ein blauer Fleck verzierte ihre linke Gesichtshälfte. Ein Mann in roter Kleidung trat hervor aus der Gruppe der fünf Männer: „Dorfbewohner von Cills.“ Die Stimme war kalt. Unbarmherzig. „Ich bin Oberste Rikles Mavor der königliche Gilde, Truppe 4.“ Er machte eine Redepause, dabei strich er eine braune Strähne aus seinem ausdruckslosen Gesicht. Die Finger waren verziert von goldene Ringe mit wertvollen Edelsteine:„Wir nehmen Miranda fest, wegen Verstoß gegen ein Gesetzt!“ Elaine straffte ihren Körper, voller Verachtung funkelte sie den Mann an. „Was hat sie getan?“, rief eine wütende Stimme. Der Oberste sah unberührt die Bewohner an:„Sie hat ein Alesiden das Leben gerettet, ihn geholfen und ihn ein Versteckt angeboten. Dieser Verstoß bedeutet die Todesstrafe.“ „Was?“, rief eine andere Stimme entsetzt. „Das könnt ihr nicht machen“, sagte ein Anderer. Der Oberste hob seine Hand und die Bewohner wurden ruhig: „Wer Widerstand leistet, wird ebenfalls bestraft!“
Merle\'s Herz klopfte laut. Sie hatte Angst. Große Angst. Ihr Rücken lehnte sich gegen eine Hauswand. Vorsichtig lugte sie durch die schmale, kurze Gasse. Alle Bewohner waren dort versammelt, sie konnte ein paar Männer der königliche Gilde erkennen. Ihr Herz stockte. Miranda\'s Zustand sah fürchterlich aus. Ein dicker Kloß steckte fest in ihrem Hals. Plötzlich legte eine große Hand auf ihrer Schulter. Sie unterdrückte einen Schrei, ihre Glieder erstarrten sich vor Schreck. „Wohin führt dein Weg?“, raunte leise eine Stimme. Merle drehte sich langsam um, sie biss auf ihre Lippen. Eine rechte Gesichtshälfte war völlig vernarbt und die rechte Auge war beinahe weiß, während das Linke die Farbe des Ozean besaß. Falten verrieten sein Alter und die Bitterkeit. Das schwarzes Haar stand in allen Richtungen, dadurch wirkte der muskulöser Mann etwas verrückt. „G-Guten A-abend Sir!“, stotterte Merle. Balduin Stone sah das Mädchen eindringlich an. „Ich frage mich, warum du nicht dort bist? Vielleicht willst du ja wegschleichen, um Hilfe zu holen oder zu Jemanden heimlich gehen? Zu diesem Alesiden?“, rätselte er. Merle verkrampfte sich. Gefährlich beugte er sich zu ihr: „Ich rate dir, mir zu verraten wo dieser Bastard ist. Dann kann ich dir eine mildere Strafe ermöglichen.“ „Was?“, keuchte Merle entsetzt. Balduin hob seind freie Hand, drehte diese um und Merle sah das Zeichen auf seinem Handgelenk. Das Zeichen der königliche Gilde. „DU bist der Späher?“, ihr wurde speiübel. Deshalb wollte Samuel Informationen über den Fremden haben. „Irgendwer muss doch aufpassen, dass hier alles sein Ordnung hat“, sagte Samuel\'s Vater und fuhr kalt fort: „Und jetzt gehen wir schön brav zu den Anderen!“ „Nein“, schrie Merle und versuchte sich zu befreien, aber der Griff war fest. Plötzlich tauchte eine weiße Löwin neben Merle auf, ihr Brüllen hallte laut durch alle Gassen zwischen den Häusern. Balduin ließ erschrocken Merle los, seine Hand griff nach seinem Schwert. Die Löwin sprang ihn knurrend an und der Mann taumelte nach hinten, dann fiel er unsanft auf dem Boden. Er stieß sein Kopf gegen einem Stein an und um ihn begann sich zu drehen. Die Löwin drehte ihren Kopf, die mondgraue Augen sahen Merle eindringlich an: „Spring auf meinem Rücken!“ Merle reagierte sofort. Geschickt sprang sie auf dem Löwen, umschlang ihre Arme um den kräftigen Hals und die Löwin preschte los. Hinter ihnen ertönte ein Horn. Aufeinmal erschienen aus den Verstecken weitere Männer der königliche Gilde. Mit ihre Pferde verfolgten sie Merle.
Aaron verbarg sich hinter einem Felsen. Die Sorge war an ihm zu sehen. Sie musste doch schon lange hier sein! War was schiefgelaufen? Er hörte das Horn, alle seine Muskeln spannten sich an. Sein Kopf lugte über den Felsen. Er sah Merle auf einem Löwen über die Wiese rennen. Hinter hinter ihr verfolgte eine Gruppe sie. „Juruk!“, flüsterte Aaron leise. Ein Panther erschien wie aus dem Nichts neben ihn. Aaron stieg auf ihn und der Panther lief auf die Gruppe zu. Als sie nah genug waren, formte Aaron sein Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis. Er füllte seine Wangen mit Luft auf und blies durch das Kreis, ein Feuerstrahl schoss aus dem Kreis heraus und baute eine Grenze zwischen Merle und der Gruppe auf. Die königliche Gilde bremsten ihre Pferde unsanft, die Pferde bäumten sich erschrocken auf. Aaron stieg schnell von Juruk ab. Juruk rannte weiter auf die Gruppe zurück, während Aaron sich auf das Feuer konzentrierte. Die Grenze aus Flammen begann um die Gruppe zu wandern bis der Kreis aus Feuer komplett geschlossen war.
Der Panther brüllte triumphierend und kehrte zu seinem Herrn zurück. Aaron sprang auf ihn und sie rannten in den Wald, wo auch Merle verschwunden war. Jedoch um Merle\'s Spur zu verwischen schlugen Aaron und Juruk einen anderen Weg ein.
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Kommentare
Adriana | 03.04.2012 18:52:35 |
Wow, du kannst einfach so wunderschön schreiben :) Und die Grammatikfehler werden auch immer besser! Weiter so! Bin schon gespannt :) | |
talia | 03.04.2012 23:57:55 |
Ich stimm Adriana zu, du hast wirklich Talent ;D | |
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