Morgentau - Teil 3
Autor: Feder
veröffentlicht am: 28.03.2012
~ Kapitel 2 ~
Er hatte das Gefühl am lebendigem Leib sich zu verbrennen, sein Hals fühlte sich staubtrocken an. Er stöhnte leise, seine Glieder schmerzten. Etwas Bewegendes umfasste sein Nacken, hob sein Kopf hoch und ein Gegenstand berührte die rissige Lippen. Aaron öffnete schwach den Mund. Kalte Flüssigkeit floss in seinem Hals hinab. Er seufzte wohlwollend. Plötzlich pochte es in seiner linke Schulter, ein Wimmern drang aus seiner Kehle. Wieder schien Jemand dort etwas zu hantieren und die Schmerzen ließen langsam nach. Aaron wollte die Augen öffnen, aber er schaffte es nicht. Als wären sie verklebt worden. Ein feuchtes Tuch wurde auf seinem Stirn hingelegt. Dieser Jemand tastete nach seiner Hand. Ihre oder seine Haut fühlte sich weich an, aber etwas kühl. Ein Summen drang in seine Ohren, die nach oben spitz verlaufen. Er kannte die Melodie, wusste aber nicht mehr woher. Die Müdigkeit übermannte ihn. Er ließ sich in die Dunkelheit sinken.
„Der Fieber sinkt nicht!“, besorgt wischte sie die Schweißperlen auf seiner Stirn ab. Miranda betrachtete das Mädchen: „Gibt die Hoffnung nicht auf. Er wird es schaffen!“ Merle warf der Frau einen verzweifelten Blick. Fast 3 volle Tage lag der Fremde in seinem Fieberkoma. Ein Stöhnen regte ihre Aufmerksamkeit, die Lieder des Fremden zuckten wild. Ein Murmel war aus ihm zu hören. Merle neigte sich zu ihm, um ihn besser zu hören: „Fre! Fre!“ Verwirrt musterte sie sein glänzendes Gesicht. Fre? Dieses Wort hatte Merle noch nie gehört. „Geh wieder zu deine Mutter, du muss dich stärken und ich glaube frische Luft würde dir auch gut tun“, sagte Miranda sanft. Seit in der frühe Stunde saß das Mädchen bei ihm. Die Sonne verschwand langsam hinter den Bäume und färbten die Blätter golden. Merle seufzte leise, stand jedoch auf. Tatsächlich tat ihr die frische Luft gut, es ließ ihre Gedanken wegblasen. Plötzlich packte jemand nach ihrem Arm und sie wurde um sich gedreht. Ozeanblaue Augen funkelten sie an. Ein freches Lächeln umspielte seine schmale Lippen. Zerzaustes schwarzes Haar fiel in seinem gebräuntes Gesicht. Merle vergaß zu Atmen, seine wilde Schönheit erweichte ihre Beine. „Merle“, tiefe, raue Stimme ertönte nah an ihrem Ohr. Ein warmer Schauder durchfuhr Merle. „Was willst du Samuel?“, sie reckte ihren Kinn. Er durfte nicht wissen, dass sie etwas für ihn empfand. „Warst du bei den Fremden?“, neugierig musterte er sie an. „Ja. Warum?“, misstrauisch sah sie ihn ebenfalls an. „Die Bewohner werden unruhig, weil sie nicht wissen mit wem sie zu tun haben“, sein Griff lockerte sich. „Er liegt noch im Koma, deshalb lässt es sich nicht einrichten, dass er sich euch vorstellt“, Merle befreite ihren Arm aus seinem Griff. „Wie beurteilst du darüber?“, er neigte leicht sein Kopf zur Seite. „Er ist keine Gefahr für uns“, antwortete sie hart. „Woher willst du das wissen? Woher weiß du, dass er nicht zu der königliche Gilde gehört?“, Samuel wurde ernst. „ Ich habe kein Wappenzeichen entdeckt oder andere Zeichen, die auf die königliche Gilde hinweist und außerdem kommen sie doch immer in kleine Gruppen, niemals alleine“, erwiderte Merle. „Was wenn es eine Falle ist?“, rätselte er.
Sie verdrehte die Augen: „Dann wäre die königliche Gilde längst da gewesen.“ „Ich habe echt kein gutes Gefühl“, beichtete Samuel. Merle konnte nur Seufzen. Seine Nähe machte sie nervös. „Du siehst müde aus“, bemerkte Samuel. „Ich war sehr früh aufgestanden“, sie unterdrückte ein Gähnen. „Ich begleite dich bis zu der Hütte“, bot er sich an. Merle sah ihn überrascht an. Normalerweise schenkte er ihr nicht mal ein Blick und das Wortwechsel zwischen den Beiden war ansonsten sehr kurz. Ihre Wangen färbten sich rosig. Schweigend gingen sie nebeneinander zu Merle's Hütte. „Was wenn er ein Rebell ist?“, brach Samuel das Schweigen als sie vor der Tür standen. Wieder seufzte Merle: „Ich gehe jetzt rein, gute Nacht!“ In dieser Nacht träumte Merle zum ersten Mal von eine weiße Löwin.
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Kommentare
Adriana | 28.03.2012 11:56:32 |
Bin echt gespannt wie es weiter geht! Ich vermute, dass Merle sich vielleicht auch in den Fremden verliebt ;) .. Freu mich schon auf den nächsten Teil. :) | |
Laura | 28.03.2012 19:54:49 |
Also das habe ich noch nie erlebt, die rechtschreibung ist so gut, dafür aber die grammatik umso schlechter :D daran musst du wirklich noch arbeiten. lass doch das rechtschreibprogramm drüber laufen, das markiert dir auch die grammatikfehler - und das sind einige! achte auf die artikel es heist DAS fieber, nicht DER fieber... und DER wortwechsel; nicht DAS wortwechsel... und auf die endungen achten: von eineR weißeN löwin... das machst du oft falsch... also, wenn sich das noch verbessert, kann das eine richtig gute geschichte werden :) der inhalt gefällt mir und dein schreibstil ist auch sehr gut, würden mich die fehler nicht davon ablenken ;) sorry, aber ich bin da etwas penibel :D also, mach einfach weiter, übung macht den meister :) | |
mia | 28.03.2012 21:16:45 |
du hast einen wunderschönen Schreibstil, ich bewundere ihn wirklich (: er ist toll. schnell weiter | |
Feder | 29.03.2012 13:19:27 |
@ Laura Habe gar nicht gewusst, dass das Programm auch die Grammatik überprüfen kann. Das muss ich mal später nachforschen:D Mir macht es nicht aus wenn man mich darauf hinweist oder mich korrigiert, solange man das in guter Absicht tut. Unnd zuletzt: Vielen Dank für den Kommi:) ------- @ Adriana Lasst dich überraschen;) ------ @ Alle Ich freue mich sehr, dass euch die Geschichte bisher gefällt:) | |
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