Warum kannst nicht DU es sein ?!
Autor: KyokoMogami
veröffentlicht am: 10.01.2012
PIEP,PIEP,PIEP…
>>Und wieder war eine Nacht zu Ende. << dachte ich mir, während ich meinen Wecker ausschaltete. Das der aber auch immer dann klingeln musste, wenn meine Träume grade so schön waren. Langsam quälte ich mich aus dem Bett und lief schlaftrunken ins Bad. Nachdem ich geduscht hatte putzte ich mir noch die Zähne und schlürfte wieder in mein Zimmer. Trotz der Dusche war ich irgendwie noch immer nicht richtig wach. Schnell zog ich mich an und ging runter in die Küche. Frischer Kaffeeduft schlug mir sofort entgegen.
„Guten Morgen zusammen.“ Nuschelte ich und nahm mir ebenfalls eine Tasse. Meine beiden Mitbewohner, Rayne und Marc, lächelten sich vielsagend an bevor sie antworteten.
„Dir auch einen schönen guten Morgen, Natasha.“ Begrüßte mich Marc. Sein hellwaches Lächeln war doch noch etwas zu viel für mich. Rayne schwieg einfach, doch lächelte er ein wenig. Das war eine seltene Tat.
Mit geschlossenen Augen ließ ich mich auf die Küchenbank nieder und trank meinen Kaffee. Dabei dachte ich über die beiden nach.
Sie waren die besten Freunde schon seit Kindertagen und dennoch so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Marc war immer gut drauf, fröhlich, offen, warmherzig und sah verdammt gut aus. Einfacher gesagt, er war der absolute Frauentraum. Dies nutzte er auch bei jeder Gelegenheit aus.
Rayne war …ja einfach anders. Er lächelte kaum, schwieg die meiste Zeit und war ziemlich kühl. Ich selbst fand ihn allerdings noch viel attraktiver als Marc. Vielleicht ja grade durch diese schon fast ablehnende Art. Er konnte ausgesprochen höflich sein wenn es sein musste, doch hielt er davon wohl nicht viel.
Ich wohnte jetzt schon seit einen ganzen Jahr mit ihnen zusammen und wir verstanden uns blendend. Jedenfalls mittlerweile. Am Anfang war das keineswegs so. also nicht mit Rayne. Zu Marc hatte ich sofort einen guten Draht. Dabei war das wirklich merkwürdig, da ich ziemlich schüchtern bin und auch nicht besonders hübsch, nach meiner Meinung. Und trotzdem hatte Marc schon etliche male mit mir geflirtet. Meistens kam dann Rayne dazwischen und sah mich richtig eiskalt an. >>>Ob er wohl schwul ist?<<< Nicht zum ersten Mal kam mir dieser Gedanke. Vielleicht stand er ja selbst auf Marc. Da wäre ziemlich schade.
„...du davon, Natasha?“ ich war so in meinen Gedanken das ich wohl nicht mitbekommen hatte um was es ging. Marc lachte so sehr das ihm die Tränen kamen. Wahrscheinlich sah meine Miene mal wieder zu komisch aus, oder meine Haare standen ab, oder…>>> Ruhe da oben.<<< ermahnte ich mich selbst. Ja ich muss zugeben dass ich manchmal mit mir selbst rede. Aber haltet mich bitte nicht bekloppt oder so. es ist ganz einfach eine Eigenart von mir.
„Sorry, hab nicht zugehört!“ gab ich kleinlaut zu. Auch Raynes Lächeln wurde breiter. Das war jetzt wirklich zu viel für mich. Stöhnend lehnte ich mich nach hinten und seufzte.
„Ich wollte wissen was du davon hältst, wenn wir drei unseren Urlaub gemeinsam verbringen.“ Meinte Marc immer noch lachend. Eigentlich fand ich die Idee super musste ich zugeben. Die beiden waren ja auch schon meine besten Freunde geworden. Langsam atmete ich tief ein und aus.
„Ja klingt super.“ Nuschelte ich und trank noch einen Schluck. Der Kaffee war wirklich wundervoll stark, also hatte Rayne ihn gemacht. Ich war ihm echt dankbar dafür. >>> Dann sag ihm das doch auch.<<< wieder einmal verdrehte ich bei meiner inneren Stimme die Augen, was mir zwei verwunderte Blicke von den Jungs einbrachte. Sie wussten zwar Bescheid was meine Gespräche mit mir anging, doch konnten sie ja nicht ahnen wann ich sie führte.
„Hab nur mit mir selbst geschimpft. Wieder einmal.“ Gab ich von mir und sank noch ein Stück nach unten, falls das auf der Bank überhaupt möglich war.
„Konnte ich mir schon denken.“ Meinte Marc, stand auf und verschwand aus der Küche. Rayne drehte sich zu mir.
„Willst du nicht mal deswegen zum Arzt gehen?“ fragte er spöttisch und hob eine Augenbraue an. Dass er sich aber auch immer so über mich lustig machte. Ich hatte schon eine bissige Bemerkung auf der Zunge, jedoch hielt Marc, der wieder kam, davon ab sie auch auszusprechen.
„Ich habe mal schnell einen Katalog geholt. Diese Idee habe ich nämlich schon eine ganze Weile.“ Gab er grinsend zu und setzte sich wieder. Dabei schlug er schon den Katalog auf und überflog die ganzen Angebote.
„Wie wäre es mit Kuba oder lieber Mallorca. Da soll es ja besonders schöne Frauen geben.“ Ich verdrehte mal wieder die Augen und sah ihn gespielt empört an.
„Ich dachte du hast mich?“ fragte ich grinsend. Diese Gespräche spielten wir öfter und immer verschwand Rayne dann einfach. Er war wahrscheinlich einfach nur genervt davon. Diesmal blieb er allerdings sitzen und starrte einfach nur aus dem Fenster.
„Wäre schön, aber leider willst du mich ja nicht.“ Dass er dabei merkwürdig niedergeschlagen klang bemerkte ich gar nicht. Auch nicht seine verletzte Miene da ich zu Rayne sah. Dieser drehte sich wieder zu uns.
„Ich würde lieber Ski fahren wollen.“ War auch schon sein ganzer Beitrag zur Planung. Was sollten wir auch anderes erwarten.
„Gute Idee. Dann muss man die Girls wärmen. Schön am Kaminfeuer und so.“ grinste nun wieder Marc.
Mir war das jetzt zu dumm und ich stand einfach auf.
„Bin auch miteinverstanden. Sag ein Bescheid wenn du alles gebucht hast.“ Meinte ich schon beim verlassen der Küche.
In meinem Zimmer ließ ich mich aufs Bett plumpsen und starrte an die Decke. Man wie ich doch den Urlaub herbei sehnte. In einer halben Stunde würde ich schon zur Uni müssen und mich wieder tyrannisieren lassen. Ich hatte nicht wirklich viele Freunde dort, dabei hatte ich nicht mal eine Ahnung warum dem so war. Vielleicht lag es ja nur daran das ich mit Marc und Rayne zusammen lebte. Meine beiden Jungs, wie ich sie gerne bezeichnete, waren nämlich beide Mädchenschwärme. Bei ihrem Aussehen natürlich kein Wunder.
>>> Du findest beide doch selbst heiß.<<< und wieder wurde ich von mir selbst zur Schnecke gemacht. >>> Ich habe vorhin schon gesagt…Ruhe da oben.<<< Wie alt war ich noch? Fragte ich mich wieder ironisch.
Manchmal benahm ich mich mehr als kindisch, aber was soll´s. so bin ich nun mal und so werde ich immer sein. Grinsend stand ich wieder auf und überprüfte noch Mal meine Tasche. Ja, alles war drin. Zurück in der Küche trank ich meinen Kaffee endlich aus und schnappte mir einen schönen roten Apfel. Herzhaft biss ich hinein und das Stück blieb doch auch prompt in meinem Halse stecken, da ich mich erschreckt hatte. Rayne war von hinten an mich ran getreten um sich ein Glas aus dem Schrank zu holen. Vor diesen stand ich nämlich leider. Hilfsbereit klopfte er mir auf den Rücken.
„Sorry, dass ich dich erschreckt habe.“ Meinte er nur leise und ich musste einfach lächeln.
„Kein Problem. War ja nicht mit Absicht.“ So versuchte ich die peinliche Situation zu überbrücken.
Das seine Nähe mein Herz zum rasen brachte, verwirrte mich mehr als ich wohl zugeben würde.
„Stimmt.“ Wieder lächelte er sanft. In letzter Zeit kam das ziemlich häufig vor und ich fragte mich ob etwas Tolles passiert war. Vielleicht hat er sich ja verliebt? >>> Rayne doch nicht.<<< spottete ich über mich selbst.
„Können wir dann los?“ holte er mich wieder einmal aus meinen Gedanken raus. Sofort nickte ich und wollte mich an ihm vorbei drängen. Anscheinend fand er es aber lustig mich einzuengen, denn er trat keinen Schritt zur Seite. Sein Gesicht näherte sich immer weiter dem meinen und ich bemerkte dass ich rot wurde und mein Herz noch mehr raste.
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Kommentare
Laura | 10.01.2012 14:49:45 |
sehr sehr schön :) ich hoffe du schreibst weiter! LG | |
Kitty | 10.01.2012 18:38:13 |
Go Reyn!! xD ser schöne geschichte. Schreib schnell weiter | |
Daiya | 10.01.2012 19:42:52 |
Klingt gut =) Schreib weiter! | |
KyokoMogami | 12.01.2012 16:07:53 |
Schön das euch die Idee gefällt ^^. Und auch vielen Dank fürs lesen. Der zweite Teil ist auch schon eingeschickt. lg | |
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