Die Liebe zu einem Mörder...

Autor: e93
veröffentlicht am: 16.09.2011


Es war ein Tag, wie jeder andere. Ein ganz gewöhnlicher Tag. Morgens mit dem klingeln des Weckers aufstehen, mich fertig machen, eine Kleinigkeit essen und zur Bushaltestelle rennen, um in der Schule nicht zu spät zu erscheinen, immer hin war das mein letztes Jahr auf der beruflichen Schule und in weniger als einem halben Jahr, war ich fertig mit der schulischen Ausbildung und würde in der BMW Firma meines Onkels, als Bürokauffrau anfangen.
Während ich im Bus, ein weiteres Mal über meine Zukunft nachdachte, tippte mich meine beste Freundin Katja an und fragte schockiert „Asia weißt du was gestern passiert ist?“
Ich schüttelte immer noch verträumt meinen Kopf, schaute sie gespannt an und wartete nur darauf die Antwort endlich zu erfahren.
„Ein Mann im Alter von 20 Jahren wurde gestern Abend erschossen und ich habe aus meinem Fenster die lauten Schreie gehört. Ich habe solche Angst“ verriet sie, mit Tränen gefüllten Augen.
Sofort nahm ich meine Tasche auf mein Schoß, zog sie auf den Platz neben mir und fragte ungläubig „erinnerst du dich noch an die genaue Uhrzeit?“
Sie nickte und antwortete leise „Kurz nach 23 Uhr.“
„Ob mein Vater von diesem Vorfall schon weiß?“ fragte ich eher mich selber, als sie.
Doch trotzdem bekam ich zu hören „Ja tut er, sie waren zu dieser Zeit sogar in unserer Gegend.“


Kurz bevor ich weiter erzähle, würde ich mich euch gerne vorstellen. Wie ihr bereits erfahren habt, heiße ich Asia oder wie meine Mutter es so schön sagt AsYa.
Da meine Mutter Türkin und mein Vater Italiener ist, konnte meine Mutter es nicht lassen, in meinem Pass neben dem Namen Asia, noch die Schreibweise Asya schreiben zu lassen. Auch wenn ich bis heute ihr Handeln nicht verstehen kann, liebe ich diesen Namen, da meine geliebte Oma so hieß.
Ich bin 18 Jahre alt und bin zur Zeit in einer schulischen Ausbildung zur Bürokauffrau, auch wenn dieser Beruf mich nicht wirklich anspricht.
Mein größter Wunsch war es schon immer, wie mein Vater, ein erfolgreicher und bekannter Polizeikommissarin zu werden. Jedoch durfte ich mich nicht bewerben, da meine Eltern meinten, dass dieser Beruf zu gefährlich für mich wäre. Ihr kennt ja Eltern, die zwar nur das Beste wollen, aber dabei gar nicht daran denken, was ihre Kinder wollen.
Seit dieser Entscheidung meiner Eltern, habe ich mich eigentlich immer raus gehalten gehabt, aber wie es sich später raus stellte, würde bei diesem Auftrag, mein Können sehr gefragt sein. Selbst wenn ich mir so sehr wünschte, die Zeit einfach nur zurück drehen zu können und mich nicht auf diese Abmachung einzulassen.
Die Abmachung durch die ich in die Fußstapfen meines Vaters getreten bin...


Ich schüttelte mein Kopf und auch wenn es mir schwer fiel diese Wörter auszusprechen meinte ich mich dazu zwingend „dann wird der Mörder bald gefasst werden, mach dir keine Sorgen.“ Aber Katja schüttelte bloß ihren Kopf und erklärte „Asia dieser Mord ist etwas anderes, ich spüre es. Weil...“ ich stoppte ihre Rede und erklärte mit einem ernsten Gesichtsausdruck „Das sagen Menschen über jeden Mord, deswegen hör auf dich so sehr darein zu steigern oder vertraust du der Polizei nicht?“
Sie wurde rot, schaute auf den Boden und meinte traurig „Du hast Recht, es tut mir Leid.“
Mit einem leichten Lächeln, legte ich meine Hand auf ihre Schulter und wir stiegen an der Bushaltestelle unserer Schule aus. Die Schule war wirklich riesig, immer hin war es auch eine Berufsfachschule mit rund 2500 Schülern. In unserer Schule gab es mehrere Möglichkeiten, als auf irgendeiner anderen Berufsfachschule, da verschiedene Ausbildungsberufe akzeptiert und somit die jeweiligen Ausbilder unterrichtet wurden. Was mir besonders auffiel, waren allerdings die Ausbilder für Polizeivollzugsbeamter/in, die in der Bundespolizeidienststelle, die sich neben meiner Schule befand tätig waren.
Es gab viele denen ich diesen Beruf nicht zutraute, da ich Dank meinem Vater eine genaue Vorstellung über Polizisten hatte. Ich konnte es einfach nicht verstehen, wie diese Leute angenommen wurden, aber trotzdem gönnte ich jedem Einzelnen sein Glück...
Mein Leben bestand aus Krimis und Verbrechen, aus den Gesetzen, denn schon seit meiner Kindheit faszinierte mich dieser Beruf sehr. Vielleicht lag es auch daran, dass mein Vater mich ab und zu mal mit auf die Arbeit nahm und mir bereits als Kind vieles über sein Beruf verraten hatte.
Es war schon komisch, denn jedes Mal bekam ich das Gefühl, dass mein Vater sich nichts mehr wünschte, als das seine einzige Tochter ebenfalls Polizistin wurde. Aber meine Mutter hatte nun mal bei uns das sagen und so schaffte sie es auch meinen Vater zu überreden und mich dazu zu zwingen, diesen Beruf zu vergessen.
Auch wenn ich keine gebürtige Deutsche bin, liebe ich dieses Land und ich sah es unter anderem auch als meine Pflicht, mich um den Frieden zu kümmern.
Nur aus diesem Grund habe ich die schwerste Entscheidung meines Lebens getroffen und bin einen Weg gegangen, den viele so nicht gehen würden...

Kommen wir zurück zu der Geschichte... Nach 7 Schulstunden, hatten wir endlich Aus und ich lief wie jedes Mal, ohne ein Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite(die Straßenseite wo sich die Bundespolizeidienststelle befand) zu werfen, an die Bushaltestelle. Nach dem ich mich auf einen leeren Platz hingesetzt hatte, schaute ich doch noch verträumt zum Eingang und in diesem Moment kam ein junger Mann, grob geschätzt im Alter von 22 Jahren aus dem Gebäude raus und lief ebenfalls zur Bushaltestelle.
Als er sich neben mich niederließ, riskierte ich ein Blick und beobachtete diese abweisend wirkende Person. Er hatte schwarze, gegelte und hinten etwas längere Haare, dazu blaue und große Augen, die perfekt zu seinen Gesichtszügen passten. Anschließend wanderten langsam meine Blicke an seine Lippen und ich muss sagen, diese schmalen, dennoch perfekt geformten Lippen raubten mir den Atem und ich bemerkte wie ich langsam rot wurde.
„Ist was?“ fragte er kühl und dabei auf sein Iphone 4 schauend. Wie peinlich war das denn? Auch wenn er so abweisend wirkte, hatte er meine Blicke bemerkt und dachte jetzt sicherlich etwas falsches. Da mir keine passende Antwort einfiel blieb ich einfach stumm und ignorierte ihn, bis er sein makelloses Gesicht zu mir umdrehte und erneut fragte „ist etwas?“.
„Nein, ich bin nur erstaunt, weil ich nicht wusste das du ebenfalls dort arbeitest.“ meinte ich mich schämend.
Unverzüglich fing er an zu lachen schüttelte sein Kopf und erklärte „Nein tut mir Leid dich enttäuschen zu müssen, aber ich musste nur als Zeuge aussagen, weil ich gestern mich in der Nähe befand als es in Frankfurt Seemansstraße geschossen wurde.“
Mit einem einfachen „Ach so“ beendete ich dieses Thema und wir wurden wieder schweigsam. Es kam in Frankfurt schon öfter zu Erschießungen und überhaupt die Kriminalität in Frankfurt war sehr hoch, aber da ich nicht direkt in Frankfurt, sondern in dem Nachbarstadt, in einem modernen Apartment wohnte, schockierten mich diese Nachrichten immer wieder... Vor allem das so etwas ausgerechnet in der Straße passieren musste, in der meine beste Freundin wohnte, war für mich unbegreiflich. Vor allem das ich ausgerechnet in diesem Moment dieser wirklich hübschen Person begegnete, war für mich ein Schicksal, denn er spiegelte den Mann meiner Träume, denn ich bis zur diesem Zeitpunkt nur aus meinen Träumen kannte.
Aber woher sollte ich damals wissen, dass dieser Mann mehr war als es nur ein einfacher Zeuge? Und woher sollte ich damals wissen, dass es falsch war mich in seine Augen, seine Art und in ihn zu verlieben? Heute bereue ich es, dass ich ihn kennen gelernt habe, denn in den folgenden Tagen, begegneten wir uns noch öfter und ich spürte wie er mich langsam verzauberte...





Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5

Kommentare

Cri.Chan

16.09.2011 13:41:32

oh eine neue story =D cool X) ich glaub aber, dass du in diesem teil schon ein bisschen zuviel verraten hast =P aaaber XD ich mag den anfang trotzdem =D freu mich schon darauf den zweiten teil lesen zu dürfen =)


Daysi

16.09.2011 13:44:26

O.o OH GOTT!!ist ER der TÄTER?? bittteeee schreibe weiter..sitze jetzt schon auf Kohlen ;D lg


josie

16.09.2011 15:29:11

ja, ich hatte den selben gedanken wie cri. man weiß ungefähr schon, was passieren wird... aber ich bin sicher du hälst auch noch ein paar überaschungen bereit :D bin gespannt wie es weiter geht :)


kim

16.09.2011 19:20:06

muss mich den beiden süßen anschließen. Nicht zu viel verraten e93. Aber du ich fand du hast so wenige fehler gehabt... Wow, du steigerst dich super. Aber schreib die andere weiter. Die ist mega!!


JaDe

20.09.2011 22:07:11

ich mag diese geschichte wirklich aber ich glaub nu weiß man schon zu viel :D also kim, cri und josie haben recht... trotzdem der anfang klingt gut ;D lg :*


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